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«Kaliumchlorid Noridem 15 % Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Kaliumchlorid ist eine Art von Arzneimittel, die als Elektrolyt bezeichnet wird. Elektrolyte helfen dabei, die Wasserkonzentrationen
in verschiedenen Teilen Ihres Körpers im richtigen Gleichgewicht zu halten.
Kaliumchlorid wirkt, indem es eine Kalium genannte Substanz ersetzt, an der es Ihrem Körper mangelt.

Ihr Körper benötigt die richtige Menge Kalium. Kalium hilft dabei, dass Ihre Muskeln, Ihr Herz und weitere Organe richtig funktionieren. Kalium hilft außerdem dabei, die Wasserkonzentrationen auszugleichen, die viele elektrische
und chemische Prozesse in Ihrem Körper beeinflussen. Ohne die richtige Menge an Kalium kann Ihr Herz anormal schlagen, was sogar lebensbedrohlich sein kann.
Wenn Sie Ihr Kalium nicht oral einnehmen können, so wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Pflegekraft dieses Arzneimittel als
Tropf (Infusion) verabreichen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Der Arzt oder die Pflegekraft, die Ihnen das Arzneimittel verabreicht, wird Ihnen einige Fragen stellen. Sie benötigen die folgenden Informationen, bevor Ihnen dieses Arzneimittel das erste Mal verabreicht wird. Kaliumchlorid darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie an Hyperkalämie (hohe Konzentrationen an Kalium in Ihrem Blut) leiden.

Nehmen Sie Kaliumchlorid nicht ein, wenn die obige Aussage für Sie zutrifft. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Kaliumchlorid ist erforderlich

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Pflegekraft vor dem Behandlungsstart, wenn:

  • Sie Probleme mit Ihren Nieren oder Nebennieren haben
  • Sie Herzprobleme haben
  • Ihnen mitgeteilt worden ist, dass Sie stark dehydratisiert sind (Sie nicht genug Wasser in IhremKörper haben)
  • Sie unter Hitzekrämpfen leiden
  • Sie einen Großteil Ihrer Haut beschädigt haben (zum Beispiel durch extreme Verbrennungen)
  • Sie älter sind (über 65 Jahre)
  • Sie Probleme mit der Urinausscheidung haben
  • Sie einen Tropf (eine Infusion) bekommen, der (die) einen Zucker namens Glucose enthält.

Bei Anwendung von Kaliumchlorid mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, müssen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt benachrichtigen:

  • ACE-Inhibitoren wie zum Beispiel Lisinopril, Captopril, Enalapril (kann die Kaliumkonzentration inIhrem Blut

zu stark erhöhen)

  • Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie zum Beispiel Losartan, Valsartan, Candesartan (kann die Kaliumkonzentration in Ihrem Blut zu stark erhöhen)
  • Bluttransfusion (kann die Kaliumkonzentration in Ihrem Blut zu stark erhöhen)
  • Cyclosporin (kann die Kaliumkonzentration in Ihrem Blut zu stark erhöhen)
  • Corticosteroide wie Cortison, Hydrocortison, Prednison, Prednisolon, Betamethason (kann dazu führen, dass Ihr Kaliumchlorid nicht richtig wirkt)
  • Digoxin (kann zu weiteren Nebenwirkungen führen)
  • Kaliumarme Diuretika wie Spironolacton (kann die Kaliumkonzentration in Ihrem Blut

zu stark erhöhen)

  • Chinidin (kann dazu führen, dass Ihr Herz anormal schlägt)
  • Tacrolimus (kann die Kaliumkonzentration in Ihrem Blut zu stark erhöhen).

Einnahme von Salzsubstituten

Wenn Sie kaliumenthaltende Salzsubstitute in Ihrer Ernährung verwenden, müssen Sie Ihren Arzt benachrichtigen.
Sie könnten zu viel Kalium anreichern, wenn Sie gleichzeitig dieses Arzneimittel verabreicht bekommen. Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wenn Sie schwanger sind oder denken, Sie könnten schwanger sein, müssen Sie Ihren Arzt unterrichten.
  • Wenn Sie stillen, müssen Sie Ihren Arzt informieren.

Ihr Arzt wird Sie darüber beraten, ob Sie dieses Arzneimittel anwenden sollen.
Bitte lesen Sie die andere Seite dieser Gebrauchsinformation.

Wie wird es angewendet?

Üblicherweise wird Ihnen dieses Arzneimittel von einem Arzt oder einer Pflegekraft verabreicht. Ihr Arzt oder die Pflegekraft wird Ihnen die verordnete Dosis als Venentropf (von Ihrem Arzt oder der Pflegekraft möglicherweise als IV oder intravenöse Infusion bezeichnet).
Ihr Arzt wird die Menge (Dosis) Ihres Arzneimittels bestimmen, die Ihnen verabreicht werden soll und auch die Dauer der Anwendung.
Ihr Arzt entscheidet außerdem die Stärke des Ihnen verschriebenen Arzneimittels. Das Arzneimittel ist sehr stark und muss immer durch Zugabe von Flüssigkeit (Verdünnung) abgeschwächt werden, bevor Sie es erhalten.
Ihr Arzt wird Ihr Herz überwachen, während Sie Ihr Arzneimittel erhalten.
Außerdem wird Ihr Arzt noch Bluttests durchführen und die von Ihnen ausgeschiedene Urinmenge überprüfen. Dies dient dazu, die Menge an Kalium in Ihrem Blut festzustellen, während Sie Ihr Arzneimittel erhalten.

Wenn Sie nur sehr wenig Kalium in Ihrem Blut haben oder Sie an Ketoazidose leiden (einer Komplikation von Diabetes), erhalten Sie das Arzneimittel schneller als normal. Erwachsene und ältere Menschen

Die übliche Dosis beträgt bis zu 80 mmol (Millimol) pro Tag. Das Arzneimittel wird mit einer Stärke von 20 - 40 mmol/Liter hergestellt.
Säuglinge und Kinder

Die übliche Dosis beträgt bis zu 3 mmol (Millimol) pro kg Körpergewicht und Tag. Das Arzneimittel wird mit einer Stärke von
20 mmol/Liter hergestellt. Für Kinder mit einem Gewicht von 25 kg oder mehr wird die Dosierung für Erwachsene verwendet.
Wenn Sie eine größere Menge von Kaliumchlorid angewendet haben, als Sie sollten

Üblicherweise wird Ihnen dieses Arzneimittel von einem Arzt oder einer Pflegekraft verabreicht. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihnen eine zu hohe Dosis des Arzneimittels verabreicht wurde, sollten Sie Ihren Arzt informieren.
Zu viel Kalium in Ihrem Blut führt zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, die lebensbedrohlich sein können.
Bitte lesen Sie die wichtigen Hinweise zu Beginn des nächsten Abschnitts (Abschnitt 4), wie Sie erkennen können, ob Sie zu viel Kalium im Blut haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt, Ihre Pflegekraft oder Ihren Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Kaliumchlorid Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Der erwartete Nutzen Ihres Arzneimittels wird normalerweise größer sein als das Risiko des Erleidens schädlicher
Nebenwirkungen.
Wichtig: Nebenwirkungen und Symptome, auf die Sie achten müssen, und was Sie tun müssen, wenn Sie davon betroffen sind. Die ersten Anzeichen für einen zu hohen Blutgehalt an Kalium sind anormale Herzschläge, Brustschmerzen, mögliche Herzattacken, Muskelschwäche, Lähmung oder Atembeschwerden. Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken sollten, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Bei einigen Personen können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:
Erkrankungen des Immunsystems: Erkrankungen des

  • Fieber.Nervensystems:
  • Kribbeln von Händenoder Füßen
  • Lähmung, bei der die

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, Ihre Pflegekraft oder Ihren Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett der Ampulle (Verwendbar bis) angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des auf der Verpackung angegebenen Monats.
Nicht über 25°C lagern.
Verwenden Sie Ihr Arzneimittel nur dann, wenn es sich um eine klare und farblose Flüssigkeit handelt. Geöffnetes Arzneimittel unmittelbar verabreichen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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