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«Kaliumchlorid "Fresenius" 1 molar - Infusionszusatz - Ampullen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

AMPULLEN UND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Kalium ist das wichtigste Kation (positiv geladenes Teilchen) in den Zellen.
Ein verminderter Kaliumgehalt im Blut geht mit Muskelschwäche, Verstopfung bis zum Darmverschluss, verminderter Konzentrationsfähigkeit der Nieren, EKG – Veränderungen und Herzrhythmusstörungen einher.
Chlorid ist das wichtigste Anion (negativ geladenes Teilchen) im Serum. Bei ausgeglichenem Elektrolytstatus beträgt der tägliche Chlorid-Bedarf 1 bis 3 mmol pro kg Körpergewicht.

Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen werden bei Kalium- und Chloridmangel angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen dürfen nicht angewendet werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Kaliumchlorid sind,
  • wenn Sie erhöhte Konzentrationen von Kalium und Chlorid im Blut haben,
  • wenn Sie an Nierenfunktionsstörungen mit verminderter Harnausscheidung leiden,
  • wenn Sie an Funktionsstörungen der Nebennierenrinde leiden,
  • wenn Sie an Blutübersäuerung leiden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen ist erforderlich
Ihr Arzt wird Ihre Behandlung sorgfältig überwachen

  • wenn Sie an Herzerkrankungen leiden (speziell wenn Sie Digitalisglykoside einnehmen),
  • wenn Sie mit Medikamenten behandelt werden, die die Kaliumausscheidung verringern (z.B. kaliumsparende Diuretika)
  • wenn Sie bestimmte Blutdruck senkende Medikamente (Aldosteronantagonisten, ACE-Hemmer) einnehmen,
  • wenn Sie Medikamente einnehmen, die die Niere schädigen können (z.B. bestimmte Schmerzmittel).

Ihr Arzt wird regelmäßig den Elektrolytgehalt Ihres Blutes, Ihren Säuren-Basen-Haushalt, Ihre Wasserbilanz, Ihren pH-Wert im Serum und Ihr EKG kontrollieren.

Bei Gabe von Kalium in eine Vene ist auf eine angemessene Infusionsgeschwindigkeit (maximal 20 mmol Kalium/Stunde) zu achten, da eine zu hohe Kalium-Blutkonzentration die Herzleistung beeinträchtigt.

Ihr Arzt wird dafür sorgen, dass die Infusion ausschließlich in eine Vene erfolgt, da eine Verabreichung neben eine Vene zu einer Gewebsschädigung bis hin zu einer Gewebszerstörung führen kann.

Bei Anwendung von Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Medikamenten, die die Kaliumausscheidung verringern (z.B. kaliumsparende Diuretika wie Spironolakton, Triamteren, Amilorid) ist bei der Dosierung zu berücksichtigen.

Verschiedene andere Harn treibende Medikamente (Carboanhydrasehemmer sowie Thiazid- und Schleifendiuretika) verstärken einen Kaliummangel.

Bei Gabe eines bestimmten muskelerschlaffenden Mittels (Suxamethonium), den immunitäts-hemmenden Mitteln Ciclosporin und Tacrolimus gleichzeitig mit Kalium kann es zu einem erhöhten Kaliumspiegel im Blut kommen, der sich negativ auf den Herzrhythmus auswirken kann.

Die Wirkung bestimmter Herzmittel (Digoxin und andere sog. Herzglykoside) wird bei hohen Blut-Kaliumwerten abgeschwächt, bei niedrigen Blut-Kaliumwerten können die genannten Mittel Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus hervorrufen.
Eine Neigung zu vermindertem Kaliumspiegel im Blut steigert die Empfindlichkeit gegenüber diesen Herzmedikamenten.

Einige Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck (Angiotensin-Converting-Enzym [ACE]-Hemmer) (z.B. Captopril, Enalapril) führen zu verminderter Kaliumausscheidung.

Bestimmte entzündungshemmende Medikamente (nichtsteroidale), Betablocker zur Bluthochdruckbehandlung und Heparin zur Vorbeugung von Thrombosen können den Kaliumspiegel im Blut ebenfalls erhöhen.

Bei Anwendung von Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
ist Vorsicht geboten, wenn es sich um Lebensmittel mit hohem Kalium-Gehalt handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine Daten über die Anwendung bei Schwangeren vor.

Über die Anwendung von Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit entscheidet der Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen haben keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt sorgfältig auf Sie abgestimmt.

Die Dosierung richtet sich nach der Konzentration der Elektrolyte in Ihrem Blut.

Sie werden pro Tag maximal 2 – 3 mmol Kalium pro kg Körpergewicht und pro Stunde maximal 20 mmol Kalium erhalten.

Erhalten Sie eine höhere Dosis, wird laufend Ihr EKG kontrolliert.

Ein eventueller Kalium-Gehalt von anderen Infusionslösungen bzw. Arzneimitteln ist bei der Dosierung zu berücksichtigen.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, müssen Sie mit geringeren, individuell abgestimmten Dosen unter fortlaufender Kontrolle der Serum Kalium- und Chloridspiegel behandelt werden.

Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz wird normalerweise von einem Arzt oder einer Krankenschwester nach Zuspritzen zu einer Trägerlösung (z.B. Kohlenhydrat- oder Elektrolytlösung) als Infusion in eine Vene verabreicht.

Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz darf nicht unverdünnt injiziert werden.

Wenn Sie eine größere Menge Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz erhalten haben, als Sie sollten
Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine Krankenschwester, wenn Sie befürchten, eine zu große Menge Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz erhalten zu haben.

Eine Überdosierung kann zu einem erhöhten Kaliumspiegel im Blut führen, vor allem bei Vorliegen einer Blutübersäuerung und einer eingeschränkten Nierenfunktion.

Ein erhöhter Kaliumspiegel im Blut ist vor allem durch Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie langsamer Herzschlag, Erregungsleitungsstörung zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Kammerflimmern und Herzstillstand charakterisiert.
Kreislaufstörungen äußern sich in Blutdruckabfall und Minderdurchblutung von Haut, Muskulatur, Magen-Darm-Trakt, Nieren zugunsten der Durchblutung der Hirn- und Herzkranzgefäße. Auch im EKG zeigt ein erhöhter Kaliumspiegel im Blut charakteristische Zeichen.

Weitere Krankheitszeichen sind Müdigkeit, Schwäche, Verwirrtheitszustände, Gliederschwäche, Muskelzuckungen, Missempfindungen der Haut, aufsteigende Lähmung.

Sollte ein überhöhter Kaliumspiegel auftreten, wird Ihr Arzt den sofortigen Infusionsstopp veranlassen sowie geeignete Maßnahmen ergreifen.

Wenn die Anwendung von Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen vergessen wurde
Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine Krankenschwester, wenn Sie befürchten, eine Dosis wurde vergessen.

Wenn die Anwendung von Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen abgebrochen wird
Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Ein erhöhter Kaliumspiegel im Blut (Krankheitszeichen siehe oben) ist bei Nieren- und Nebennierenrindenversagen, Zufuhr großer Mengen an Kalium unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts (z.B. mittels Infusion) und bei der Einnahme kaliumsparender Harn treibender Medikamente zu beobachten.
Als weitere Nebenwirkungen können Blutübersäuerung, ein erhöhter Chloridspiegel im Blut und Übelkeit auftreten.
Durch eine zu schnelle Zufuhr können Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz-Ampullen nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar und farblos und/oder das Behältnis beschädigt ist.

Kaliumchlorid "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet werden.


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