Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Kaliumphosphat B. Braun»

Kaliumphosphat B. Braun


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Kaliumphosphat B. Braun ist eine konzentrierte Lösung von Kaliumphosphat zur intravenösen Zufuhr von Phosphat und Kalium (intravenös = Verabreichung über einen Venentropf)
Kaliumphosphat B. Braun wird angewendet zur Behebung von gleichzeitig bestehenden Phosphat- und Kaliummangelzuständen
Kaliumphosphat B. Braun ist ein Arzneimittel, welches Ihnen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal verabreicht wird.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie vor der Einnahme / ANWENDUNG von Kaliumphosphat B. Braun beachten?
Kaliumphosphat B. Braun darf nicht angewendet werden bei:
erhöhtem Phosphatspiegel im Blut (Hyperphosphatämie)
erhöhtem Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie)
erniedrigtem Calciumspiegel im Blut (Hypocalciämie)
Störungen der Nierenfunktion
Erkrankungen, die häufig mit einem erhöhten Kaliumspiegel im Blut einhergehen, wie:
Flüssigkeitsmangel
eingeschränkte Ausscheidungsfunktion der Nieren
eine bestimmte Erkrankung der Nebennieren (Addison’sche Krankheit)
eine bestimmte erblichen Erkrankung (der sog. Adynamia episodica hereditaria oder Gamstorp-Syndrom)
eine bestimmte Störung der Blutbildung (Sichelzellenanämie)
gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten harntreibenden Mitteln (siehe Abschnitt „Bei Anwendung von Kaliumphosphat B. Braun mit anderen Arzneimitteln“)
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Kaliumphosphat B. Braun ist erforderlich
bei Herzschwäche mit klinisch bedeutsamer Kreislaufbeeinträchtigung (Atemnot, Bewusstseinsbeeinträchtigung usw.).
Falls sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert, wird die Gabe von Kaliumphosphat B. Braun abgebrochen.
Veränderungen des Blut-Kalium-Spiegels können zu Veränderungen der Herzfunktion führen. Kontrollen der Herzfunktion mittels EKG werden daher angeraten.
Da durch hohe Zufuhrmengen an Phosphat erniedrigte Calciumspiegel im Blut und Kalkablagerungen in Geweben hervorgerufen werden können, sind bei einer täglichen Phosphat-Zufuhr, die 50 mmol überschreitet, regelmäßige Kontrollen von Calcium und Phosphat im Blut erforderlich.
Kontrollen der Serum-Elektrolytwerte sind erforderlich.
Unter der Therapie mit Kaliumphosphat B. Braun sind ggf. einmal wöchentlich die Phosphatspiegel im Blut sowie die im 24-Stunden-Sammelurin ausgeschiedenen Phosphatmengen zu kontrollieren.
Bei Gabe hoher Dosen Phosphat kann eine gleichzeitige Zufuhr von Calcium erforderlich werden.
Da die Lösung pro 0,6 mol Phosphat 1 mol Kalium enthält, ist die Kaliumzufuhr bei der Bilanzierung der Elektrolyte zu berücksichtigen.
Bei dem Ersatz von Phosphat im Rahmen einer intravenösen (parenteralen) Ernährung ist zu beachten, dass verschiedene Lösungen zur parenteralen Ernährung (u.a. Fettemulsionen) bereits Phosphat enthalten.
Bei Anwendung von Kaliumphosphat B. Braun mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wenn Sie herzstärkende Mittel (Herzglykoside, z.B. Digoxin) einnehmen, ist zu beachten, dass die Wirkung dieser Mittel abgeschwächt wird, wenn Ihr Blut-Kaliumspiegel ansteigt und andererseits Nebenwirkungen der Herzglykoside wie Herzrhythmusstörungen auftreten können, wenn Ihr Blut-Kaliumspiegel abfällt.
Bestimmte Arzneimittel können zu stark überhöhten Blut-Kaliumspiegeln führen, was u. U. Störungen der Herzfunktion (stark verlangsamte oder unregelmäßige Herzschlagfolge) nach sich zieht. Hierzu zählen:
bestimmte harntreibende Mittel, die die Wirkstoffe Triamteren oder Amilorid enthalten
Arzneimittel, die die Wirkung des Nebennierenhormons Aldosteron unterdrücken
bestimmte Mittel gegen zu hohen Blutdruck (sog. ACE-Hemmer)
bestimmte Mittel gegen Entzündungen (sog. nicht-steroidale entzündungshemmende Mittel)
bestimmte Schmerzmittel
Suxametonium (ein Mittel zur Muskelerschlaffung, das im Rahmen von Narkosen eingesetzt wird)
Schwangerschaft und Stillzeit
Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor der Behandlung mit Kaliumphosphat B. Braun über eine mögliche Schwangerschaft oder darüber, dass Sie stillen.
Da für Kaliumphosphat B. Braun keine ausreichenden Daten zur Sicherheit der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, ist Vorsicht geboten. Ihr Arzt wird Ihnen das Arzneimittel nur verordnen, wenn er dies für zwingend geboten hält.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Kaliumphosphat B. Braun hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Kaliumphosphat B. Braun ANZUWENDEN?
Dieses Arzneimittel wird bei Ihnen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal angewendet.
Dosierung
Die Dosierung richtet sich nach dem Korrekturbedarf.
Der durchschnittliche Bedarf im Rahmen einer intravenösen Ernährung beträgt für Erwachsene 0,2 – 0,5 mmol/kg Körpergewicht (KG) und Tag, (entsprechend ca. 0,3 – 0,8 ml/kg KG und Tag).
Bei schwerem Phosphatmangel können höhere Dosen gegeben werden.
Pro Tag können bis zu 2 – 3 mmol/kg KG zugeführt werden.
Maximale Infusionsgeschwindigkeit
Es sollen nicht mehr als 20 mmol Phosphat pro Stunde zugeführt werden.
Art der Anwendung
Intravenöse Anwendung. Nur verdünnt als Zusatz zu Infusionslösungen anwenden!
Geeignete Lösungen zum Verdünnen sind z. B. 5prozentige Glucoselösung oder 0,9prozentige Kochsalzlösung.
Auf Verabreichung streng in eine Vene (intravenös) ist besonders zu achten, da eine Zufuhr neben die Vene in das umgebende Gewebe (paravenös) zu Verhärtungen und Kalkablagerungen im Gewebe führen kann.
Wenn Sie eine größere Menge Kaliumphosphat B. Braun angewendet haben als Sie sollten
Überdosierung von Kalium kann zu einer Beeinträchtigung Ihrer Herzfunktion führen, meist in Form einer verlangsamten oder unregelmäßigen Herzschlagfolge.
Daneben können Störungen der Nerven- und Muskelfunktion auftreten, wie Müdigkeit, Verwirrtheitszustände, Gliederschwere, Muskelzuckungen, Taubheitsgefühl, aufsteigende Lähmungen.
Überdosierung von Phosphat kann zu erhöhtem Phosphatspiegel im Blut mit der Folge einer Nierenschädigung durch Ablagerung von Calciumphosphat, Ablagerungen von Calciumphosphat in anderen Geweben (z.B. Haut, Hornhaut des Auges, Lunge), sowie zu erniedrigtem Calciumspiegel im Blut führen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Gegenmaßnahmen
Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der auftretenden Störungen.
In schweren ällen kann eine Hämodialyse erforderlich sein.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Kaliumphosphat B. Braun Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Herzerkrankungen
Selten:
Unregelmäßige Herzschlagfolge, vor allem bei zu rascher Zufuhr
Magen-Darm-Trakt
Selten:
Übelkeit
Erkrankungen der Nieren
Selten:
Akute Einschränkung der Nierenfunktion
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Selten:
Plötzlich auftretender erhöhter Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie) infolge von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, Übersäuerung des Blutes

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton oder Behältnis nach „Verwendbar bis“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen Kaliumphosphat B. Braun nicht verwenden, wenn Sie folgendes bemerken: Trübung oder Teilchen in der Lösung, Undichtigkeit der Ampulle

Zusätzliche Informationen

Stand: Dezember 2008
Nr.:

verschreibungspflichtig<Muster><Standard Term><SI-Einheit>
StoffDarreichungsformMenge

_______________________________________________________________________________
Anlage
Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Kaliumphosphat B. Braun Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoffe: Kaliummonohydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme / Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Bewertungen «Kaliumphosphat B. Braun»