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«Ketesse 12,5 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ketesse ist ein schmerzstillendes Arzneimittel aus der Gruppe der sog. nichtsteroidalen Antiphlogistika/Antirheumatika (NSAR, Schmerz- und Entzündungshemmer).
Ketesse wird angewendet zur symptomatischen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen, z. B. Schmerzen des Bewegungsapparates, Regelschmerzen, Zahnschmerzen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ketesse darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Dexketoprofen-Trometamol oder einen der sonstigen Bestandteile von Ketesse sind (siehe Abschnitt 6),
  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidalen Antirheumatika sind
  • wenn Sie an Asthma leiden oder unter Asthmaanfällen, allergischem Schnupfen (akute Rhinitis), Nasenpolypen (allergiebedingte Geschwüre in den Nase), Nesselsucht (Hautausschlag), Angioödemen (Schwellungen im Gesicht, an den Augen, an den Lippen oder auf der Zunge oder Atemnot) oder Keuchen nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR gelitten haben,
  • wenn Sie an einem Magengeschwür, Magen- oder Darmblutungen leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben oder chronische Verdauungsstörungen (Magenverstimmung, Sodbrennen) haben,
  • wenn Sie in der Vergangenheit an Magen-Darm-Blutungen -oder Durchbruch aufgrund der vorangegangenen Einnahme von nichtsteroidalen Schmerz- und Entzündungshemmern (nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika, NSAR) gelitten haben,
  • wenn Sie unter bestimmten Darm-Erkrankungen mit chronischer Entzündung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) leiden,
  • wenn Sie unter schwerer Herzleistungsschwäche, mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung oder schwerer Leberfunktionsstörung leiden,
  • wenn Sie unter Blutungsneigung oder einer Blutgerinnungsstörung leiden,
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen,
  • wenn Sie jünger als 18 Jahre sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ketesse ist erforderlich

  • wenn Sie an einer Allergie leiden oder in der Vergangenheit Probleme mit Allergien hatten,
  • wenn Sie an Problemen mit den Nieren, der Leber, dem Herz (Bluthochdruck und/oder Herzschwäche) oder mit Wasseransammlung leiden oder an einem dieser Probleme in der Vergangenheit gelitten haben,
  • wenn Sie Diuretika einnehmen oder unter einer sehr dürftigen Wasserzufuhr und vermindertem Blutvolumen aufgrund eines erhöhten Flüssigkeitsverlusts (z. B. durch häufiges Harnlassen, Durchfall oder Erbrechen) leiden,
  • wenn Sie Probleme mit dem Herz haben, einen Schlaganfall hatten oder glauben, dass Sie gefährdet sind (z. B. durch Bluthochdruck, Diabetes, hohen Cholesterinspiegel oder Rauchen), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt besprechen; Arzneimittel wie Ketesse können mit einem geringfügig erhöhten Risiko eines Herzanfalls („Herzinfarkt“) in Zusammenhang gebracht werden. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung oder Therapiedauer,
  • wenn Sie älter sind: Sie können mit höherer Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen erleiden (siehe Abschnitt 4). Sollte eine der Nebenwirkungen auftreten, konsultieren Sie umgehend Ihren Arzt,
  • wenn sie eine Frau mit Fruchtbarkeitsproblemen sind (Ketesse könnte Ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen, daher sollten Sie Ketesse nicht einnehmen, wenn Sie schwanger werden wollen oder Fruchtbarkeitstest durchführen),
  • wenn Sie unter Störungen bezüglich der Bildung von Blut oder Blutkörperchen leiden,
  • wenn Sie einen systemischen Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen (Immunsystemerkrankungen, die das Bindegewebe betreffen) haben,
  • wenn Sie in der Vergangenheit an einer chronischen Darmentzündung (ulcerative Colitis, Morbus Crohn) gelitten haben,
  • wenn Sie an anderen Magen/Darm-Problemen leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben,
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für Magengeschwüre oder -blutungen erhöhen, wie z.B. orale Steroide, gewisse Antidepressiva (SSRI, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer), Blutverdünnungsmittel wie Acetylsalicylsäure oder Warfarin. In diesen Fällen konsultieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Ketesse: Ihr Arzt wird Ihnen gegebenenfalls zusätzlich Arzneimittel als Magenschutz verschreiben (z.B. Misoprostol oder Arzneimittel, die die Produktion von Magensäure hemmen).

Bei Einnahme von Ketesse mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Es gibt einige Arzneimittel, die nicht zusammen eingenommen werden sollten oder deren Dosis bei gleichzeitiger Einnahme angepasst werden müssen.

Informieren Sie immer Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zusätzlich zu Ketesse einnehmen/anwenden:

Kombinationen, die nicht empfohlen sind:

  • Acetylsalicylsäure, Corticosteroide oder andere entzündungshemmende Arzneimittel
  • Warfarin, Heparin oder andere blutgerinnungshemmende Arzneimittel
  • Lithium: wird zur Behandlung bestimmter Arten von Depressionen angewendet
  • Methotrexat: wird bei rheumatoider Arthritis und Krebs angewendet
  • Hydantoin und Phenytoin: wird bei Epilepsie angewendet
  • Sulfamethoxazol: wird bei bakteriellen Infektionen angewendet

Kombinationen, die eine vorsichtige Anwendung erfordern:

  • ACE-Hemmer,Diuretika, Betablocker und Angiotensin II-Rezeptorantagonisten (werden als

blutdrucksenkende Mittel und bei Herzproblemen angewendet)

  • Pentoxifyllin und Oxpentifyllin: werden bei chronisch venösen Geschwüren angewendet
  • Zidovudin: wird zur Behandlung viraler Infektionen angewendet
  • Chlorpropamid und Glibenclamid: werden zur Behandlung von Diabetes angewendet

Kombinationen, die sorgfältig überprüft werden müssen:

  • Chinolon-Antibiotika (z.B. Ciprofloxazin, Levofloxazin): werden bei bakteriellen Infektionen angewendet
  • Ciclosporin und Tacrolimus: werden zur Behandlung von Immunkrankheiten und bei Organtransplantationen angewendet
  • Streptokinase und andere thrombolytische oder fibrinolytische Arzneimittel: werden gegen Thrombose (Blutgerinnsel) angewendet
  • Probenecid: wird bei Gicht angewendet
  • Digoxin: wird zur Behandlung von chronischer Herzschwäche angewendet
  • Mifepriston: wird als Abtreibungsmittel angewendet
  • Antidepressiva vom Typ der SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer)
  • Blutplättchenaggregationshemmer: werden zur Verhinderung von Thrombosen (Blutgerinnsel) angewendet

Sollten Sie Zweifel haben, andere Arzneimittel mit Ketesse einzunehmen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei Einnahme von Ketesse zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie die Tabletten mit einer entsprechenden Menge Wasser ein. Nehmen Sie die Tabletten mit ihrer Nahrung ein, da dies hilft, Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt zu verringern. Sollten Sie jedoch unter akutem Schmerz leiden, nehmen Sie die Tabletten auf leeren Magen ein (mindestens 30 Minuten vor der Nahrungsaufnahme), da dies den Wirkeintritt des Arzneimittels beschleunigt.

Kinder und Jugendliche

Nehmen Sie Ketesse nicht ein, wenn Sie jünger als 18 Jahre alt sind.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nehmen Sie Ketesse nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit ein.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie schwanger sind oder planen schwanger zu werden, da Ketesse nicht das richtige für Sie sein kann.
  • Sie dürfen Ketesse nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Ketesse kann etwas Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, aufgrund der Möglichkeit von Schwindel und Benommenheit als Nebenwirkungen der Behandlung beeinträchtigen. Sollten Sie solche Nebenwirkungen feststellen, fahren Sie nicht oder bedienen Sie keine Maschinen, bis die Symptome wieder abgeklungen sind. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Ketesse immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die für Sie notwendige Dosis von Ketesse hängt vom Typ, der Schwere und Dauer Ihres Schmerzes ab. Ihr

Arzt sagt Ihnen, wieviele Tabletten Sie über welchen Zeitraum täglich einnehmen müssen.

Die empfohlene Dosis beträgt generell 1 Tablette (12,5 mg) alle 4 bis 6 Stunden, also maximal 6 Tabletten täglich (75 mg).

Wenn Sie älter sind oder an Nieren- oder Leberproblemen leiden, sollte die Behandlung mit einer täglichen Maximaldosis von 4 Tabletten (50 mg) begonnen werden. Wenn Ketesse gut vertragen wird, kann bei älteren Patienten die Dosis später auf die generell empfohlene Dosis (75 mg) erhöht werden.

Zur schnellen Linderung intensiver Schmerzen nehmen Sie die Tabletten auf leeren Magen (mindestens 30 Minuten vor der Nahrungsaufnahme), da diese dann einfacher vom Körper aufgenommen werden (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Ketesse zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“)

Wenn Sie eine größere Menge von Ketesse eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel dieses Arzneimittels eingenommen haben, teilen Sie dies unverzüglich Ihrem Arzt oder Apotheker mit oder begeben Sie sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Nehmen Sie bitte die Verpackung oder diese Gebrauchsinformation mit.

Wenn Sie die Einnahme von Ketesse vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis gemäß Abschnitt 2 „Wie ist Ketesse einzunehmen“

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ketesse Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Mögliche Nebenwirkungen sind nach der Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens gelistet. Diese Tabelle sagt Ihnen, bei wie vielen Patienten diese Nebenwirkungen auftreten können:

Häufig:
Übelkeit und/oder Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und Verdauungsstörungen (Dyspepsie).

Selten:
Magengeschwür, Blutung oder Durchbruch im Magen-Darmbereich (erkennbar als Bluterbrechen oder schwarzer Stuhl), Ohnmachtsanfälle, hoher Blutdruck, verlangsamte Atmung, Wasseransammlung im Gewebe und periphere Schwellungen (z. B. geschwollene Knöchel), Appetitlosigkeit (Anorexie), abnorme Sinnesempfindung, Nesselausschlag (juckender Hautausschlag), Akne, vermehrtes Schwitzen, Rückenschmerzen, vermehrtes Harnlassen, Menstruationsstörungen, Störungen der Prostatafunktion, abnorme Werte bei Leberfunktionstests.

Sehr selten:
Anaphylaktische Reaktionen, Schock (Überempfindlichkeitsreaktion, die zum Kollaps führen kann), offene Wunden auf der Haut, im Mund, in den Augen und im Intimbereich (Stevens-Johnson und Lyell’s-Syndrom), Angioödeme (Gesichtsschwellungen oder Schwellungen der Lippen und der Kehle), Atemnot infolge verengter Atemwege (Bronchospasmus), Kurzatmigkeit, schneller Herzschlag, niedriger Blutdruck, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Leberzellschädigung (Hepatitis), Sehstörungen, Ohrensausen (Tinnitus), empfindliche Haut, Lichtüberempfindlichkeit, Juckreiz, Nierenprobleme.
Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie), verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie).

Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich wenn Sie Nebenwirkungen im Magen/Darm-Trakt (z.B. Magenschmerzen, Sodbrennen oder Blutungen) feststellen oder wenn Sie früher an einer dieser Nebenwirkungen wegen der Langzeitbehandlung mit entzündungshemmenden Arzneimitteln gelitten haben, und im speziellen, wenn Sie älter sind.

Beenden Sie sofort die Einnahme von Ketesse sobald Sie Hautausschlag oder Wunden im Mund oder im Genitalbereich sowie jedes Anzeichen einer Allergie feststellen.

Während der Behandlung mit NSAR wurden Wasseransammlung und Schwellungen (vor allem der Knöchel und Beine), erhöhter Bluthochdruck und Herzschwäche berichtet.

Die Anwendung von Medikamenten wie Ketesse könnte mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Bei Patienten mit Immunsystemstörungen, die das Bindegewebe betreffen (systemischer Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen) können entzündungshemmende Arzneimittel selten Fieber, Kopfschmerzen oder Genicksteife auslösen.

Sollte eine dieser Nebenwirkungen schwerwiegend werden oder wenn Sie eine Nebenwirkung feststellen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation gelistet ist, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30 °C lagern; die Blister im Umkarton aufbewahren, um sie vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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