L-Adrenalin "Fresenius" spritzfertig 2,0 mg - Ampullen - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«L-Adrenalin "Fresenius" spritzfertig 2,0 mg - Ampullen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Die Wirkung von L-Adrenalin ist dosisabhängig.
Die Kontraktionskraft des Herzmuskels und die Herzfrequenz werden gesteigert.

In niedrigen Dosen bewirkt L-Adrenalin, dass sich die Gefäße der Haut, der Schleimhaut und der Baucheingeweide zusammen ziehen, die Gefäße der Skelettmuskulatur und des Herzens dagegen erweitert werden.
In hohen Dosen bewirkt L-Adrenalin, dass sich alle Gefäße zusammen ziehen. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung des Blutdrucks.

Die Wirkung tritt sofort bis innerhalb weniger Minuten nach Verabreichung ein und hält nur wenige Minuten an.

L-Adrenalin "Fresenius" spritzfertig 2,0 mg wird verwendet

  • zur Wiederbelebung bei Herz-Kreislaufstillstand und
  • bei schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktischem Schock).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg darf nicht, bzw. nur bei lebensbedrohlichen Zuständen angewendet werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen L-Adrenalin oder einen der sonstigen Bestandteile von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg sind.
  • wenn Sie an erhöhtem Blutdruck leiden,
  • wenn Sie an Überfunktion der Schilddrüse leiden,
  • wenn Sie einen Hormon-produzierenden Tumor der Nebenniere haben,
  • wenn Sie an grünem Star leiden,
  • wenn Sie an einer Vergrößerung der Prostata leiden,
  • wenn Sie an schweren Herzrhythmusstörungen leiden,
  • wenn Sie an schweren Nierenfunktionsstörungen leiden,
  • wenn die Durchblutung Ihrer Herzkranzgefäße unzureichend ist oder Sie an Herzmuskelerkrankungen leiden,
  • wenn Sie an schwerer Arteriosklerose leiden,
  • wenn Ihr Herz durch erhöhten Druck im Lungenkreislauf verändert ist.

Zur Narkose von Fingern, Zehen, Penis, Ohrmuschel und Nasenspitze darf L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg nicht als Zusatz zu örtlichen Betäubungsmitteln angewendet werden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg ist erforderlich
Ihr Arzt wird die Behandlung mit L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg besonders sorgfältig überwachen

  • wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden
  • wenn Sie an Herzrhythmusstörungen vom schnellen Typ (Tachykardie) leiden
  • wenn Sie an chronischen Lungenerkrankungen oder Mitralstenose (Herzklappenfehler) leiden
  • wenn Sie an erhöhten Kalziumspiegeln oder verminderten Kaliumspiegeln im Blut leiden
  • wenn Sie am sog. Long-QT-Syndrom leiden
  • wenn Sie besonders anfällig für Nebenwirkungen von L-Adrenalin sind, z.B. bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Medikamenten, die die Wahrscheinlichkeit oder Schwere von Adrenalin-Nebenwirkungen erhöhen können

Kleinkinder, Kinder und ältere Patienten sowie Patienten mit psychischen Erkrankungen oder Erkrankungen des Gehirns müssen ebenfalls sorgfältig überwacht werden.

Eine irrtümliche Verabreichung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg ins Gewebe ist zu vermeiden, da lokale Durchblutungsstörungen, Geschwürbildungen und Absterben des Gewebes möglich sind.

Während der Behandlung mit L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg sollten EKG, Blutdruck, Herzauswurfleisung und Harnausscheidung überwacht werden.

Bei Diabetikern sollte der Blutzuckerspiegel überwacht werden.

Bei manchen Patienten besteht die Gefahr einer Blutübersäuerung mit Milchsäure. Daher ist der Säuren-Basen-Haushalt zu überwachen.

Bei Patienten, die β-Rezeptorenblocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und beschleunigtem Herzschlag) erhalten, ist zu beachten, dass die gleichzeitige Gabe von L-Adrenalin zu einem besonders hohen Blutdruck mit beschleunigtem oder vermindertem Herzschlag führen kann.

Vor und nach einer Gabe in die Luftröhre muss auf eine gute Sauerstoffversorgung/-zufuhr geachtet werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg – Ampullen kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg – Ampullen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkungen und Nebenwirkungen mancher Arzneimittel können durch die gleichzeitige Einnahme/ Anwendung anderer Arzneimittel im Sinne einer Verstärkung oder Abschwächung beeinflusst werden.

Eine Wechselwirkung kann unter Umständen mit folgenden Arzneimitteln auftreten:

  • Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit Ihr Blutzucker kann ansteigen, da L-Adrenalin die Insulinfreisetzung in der Bauchspeicheldrüse verringert. Zudem kann nach Gabe von L-Adrenalin eine Insulinresistenz auftreten. Der Blutzuckerspiegel muss regelmäßig kontrolliert werden. Gegebenenfalls muss die Dosis der Blutzucker senkenden Arzneimittel bzw. die Insulindosis angepasst werden.
  • Arzneimittel zur Blutdrucksenkung α-Rezeptorenblocker (z.B. Phenoxybenzamin) können die Blutdruck steigernde Wirkung von L-Adrenalin, β-Rezeptorenblocker die herzwirksame und erweiternde Wirkung auf die Bronchien aufheben. Manche β-Rezeptorenblocker können in Verbindung mit L-Adrenalin eine Hochdruckkrise mit verringertem Herzschlag bis hin zum Herzstillstand auslösen.
  • Inhalationsanästhetika Arzneimittel, die über Inhalation zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose verwendet werden, wie Enfluran, Isofluran, Halothan und andere, verstärken die Wirkung von L-Adrenalin auf das Herz und können somit zu einer Beschleunigung des Herzschlags bis hin zum Kammerflimmern führen.
  • Psychopharmaka Phenothiazine (Neuroleptika) können die Blutdruck steigernde Wirkung von L-Adrenalin aufheben.

Die Verabreichung von L-Adrenalin zur Behandlung eines durch Quetiapin (Neuroleptikum) verursachten Blutdruckabfalls kann in sehr seltenen Fällen zu einem verstärkten Blutdruckabfall führen.

  • Sympathomimetika Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Sympathomimetika (z.B. Orciprenalin) werden die Wirkungen von L-Adrenalin verstärkt.
  • Weitere Wechselwirkungen Der Abbau von L-Adrenalin kann durch L-Thyroxin, Theophyllin, Oxytocin, Ornipressin, Herzglykoside, Parasympatholytika (z.B. Atropin), bestimmte Antihistaminika (z.B. Diphenhydramin, Chlorphenamin), bestimmte Antidepressiva, Guanethidin, Reserpin, Levodopa, MAO- Hemmer und Hemmstoffe der COMT sowie Alkohol verlangsamt und die Empfindlichkeit gegenüber L-Adrenalin und die Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen erhöht sein.

Bei Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Nahrungsmittel oder Getränke haben keinen Einfluss auf die Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  • Schwangerschaft L-Adrenalin sollte in der Schwangerschaft nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung gegeben werden, da es in den kindlichen Kreislauf gelangt. Zudem ist mit einer Hemmung der Wehentätigkeit zu rechnen.
  • Stillzeit L-Adrenalin tritt in die Muttermilch über und kann ausgeprägte Wirkungen beim Kind hervorrufen. Daher sollte einige Tage nach der Anwendung von L-Adrenalin bei der Mutter nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, weil eine vorübergehende Beeinträchtigung der Sehleistung möglich ist und daher die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein kann.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg
L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg enthält 3,54 mg/ml Natrium, das ist weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung wird von Ihrem Arzt sorgfältig auf Sie abgestimmt.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg wird im Allgemeinen unverdünnt in eine Vene verabreicht. Bei Bedarf ist auch eine Gabe in den Knochen oder eventuell über einen Tubus in die Luftröhre möglich.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg ist gebrauchsfertig, das Präparat muss nicht mehr verdünnt werden.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg ist nicht für eine länger dauernde Anwendung bestimmt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren
Die Dosierung wird vom Arzt individuell auf das Kind/den Jugendlichen abgestimmt.

Wenn Sie eine größere Menge von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg erhalten haben, als Sie sollten
Bei Überdosierung können folgende Krankheitszeichen auftreten: erhöhter Blutdruck, blasse und kalte Haut, beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen im Extremfall bis zu Kammerflimmern, Kreislaufzentralisation, Atemnot, Schwindel, Ohnmacht, Atemlähmung, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, Herzversagen.

Wenn Sie L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg irrtümlich neben die Vene bekommen, können zunächst weiß verfärbte Hautbezirke entlang der Infusionsvene auftreten, später ist ein Absterben des Gewebes möglich.

Behandlung
Da die Wirkung von L-Adrenalin nur kurz anhält, müssen meistens außer dem Absetzen der Infusion und Flachlagerung keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden.

Treten dennoch Überdosierungserscheinungen, wie oben beschrieben, verstärkt auf bzw. dauern länger an, wird Ihr Arzt unverzüglich geeignete Maßnahmen einleiten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Informationen für den Arzt zur Dosierung und Überdosierung sind am Ende der Gebrauchsinformation.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Unerwünschte Wirkungen können Ausdruck einer zu hohen Dosierung oder zu raschen Gabe in eine Vene sein.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), Übersäuerung des Blutes durch Milchsäure (Lactazidose), Kaliummangel (Hypokaliämie), Magnesiummangel (Hypomagnesiämie), Erhöhung der freien Fettsäuren im Blut, Insulinresistenz.

Psychiatrische Erkrankungen
Unruhe, Spannung, Nervosität, Angstzustände, Halluzinationen, psychotische Zustände.

Erkrankungen des Nervensystems
Schwindel, Kopfschmerz, Schwächegefühl, Benommenheit, Zittern, zerebrale Krampfanfälle.

Augenerkrankungen
Erweiterung der Pupille(n) (Mydriasis), flüchtige Erblindung (Amaurosis Fugax).

Herzerkrankungen
Herzklopfen, hoher oder niedriger Blutdruck, beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern und Herzstillstand, Zunahme des Sauerstoffverbrauchs im Herzmuskel mit pektanginösen Beschwerden, Verkrampfung der Herzkranzgefäße, verminderte Durchblutung des Herzmuskels, Gebrochenes-Herz-Syndrom (Tako-Tsubo-Syndrom), akuter Herzinfarkt, Herzstillstand.

Gefäßerkrankungen
Verengung der Gefäße insbesondere im Bereich der Haut, Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes und der Nieren; Kältegefühl in Armen und Beinen; Blutdruckanstieg, unter Umständen sehr stark mit Gefahr von Hirnblutungen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Atemnot, Wassereinlagerungen in der Lunge.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Blässe, Schweißausbrüche, Absterben von Gewebe.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Verminderte bis keine Harnproduktion, Störung der Blasenentleerung.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Überempfindlichkeitsreaktionen, Absterben des Gewebes nach irrtümlicher Injektion oder Infusion neben die Vene, Schwellung/Entzündung der Speicheldrüsen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach "Verw. bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar und farblos oder das Behältnis beschädigt ist.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet werden. Restmengen sind zu verwerfen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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