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«Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml Sirup»

Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml Sirup


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml und wofür wird es angewendet?
Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml ist ein Abführmittel; Leber- und Darmtherapeutikum.
Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml wird angewendet bei
- Verstopfung, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht ausreichend beeinflusst werden kann, sowie Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgang erfordern
- Vorbeugung und Behandlung bei portokavaler Encephalopathie (d. h. Störungen der Gehirnfunktion infolge chronischer Lebererkrankungen, besonders bei Leberzirrhose).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lactulose Sandoz 66,7g / 100ml Sirup darf nicht eingenommen werden
- bei Beschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber können Anzeichen einer ernsten Erkrankung, wie z.B. Darmverschluss (Ileus) oder Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sein. Bei solchen Beschwerden sollten Sie Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml nicht einnehmen und unverzüglich ärztlichen Rat suchen.
- Auch bei Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes (Salzverluste) sollte Lactulose Sandoz 66,7g / 100 ml Sirup nicht eingenommen werden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml ist erforderlich
Leiden Sie bereits längere Zeit unter Verstopfungsbeschwerden, so sollten Sie sich vor Beginn einer Therapie mit Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, denn chronische Störungen bzw. Beeinträchtigungen des Stuhlganges können Anzeichen einer ernsteren Erkrankung sein!
Kinder
Da bei Säuglingen und Kleinkindern eine vererbte Fructose-Unverträglichkeit möglicherweise noch nicht erkannt wurde, sollten diese Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml erst nach Rücksprache mit einem Arzt erhalten.
Schwangerschaft und Stillzeit
Schädliche Wirkungen von Lactulose bei Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt. Lactulose kann auch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Wahrnehmung, die Urteilskraft sowie das Reaktionsvermögen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml
Dieses Arzneimittel enthält herstellungsbedingt Fructose, Galactose und Lactose.
Bitte nehmen Sie Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Hinweis für Diabetiker und Patienten mit anderen Verwertungsstörungen von Kohlenhydraten:
Dieses Arzneimittel enthält herstellungsbedingt geringe Mengen verdaulicher Kohlenhydrate, die jedoch nur in relativ geringem Umfang aus dem Darm in den Körper aufgenommen werden und daher fast keinen Nährwert haben.
Beachten Sie dennoch, dass Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml in 100 ml Sirup; max.17g verdauliche Kohlenhydrate z. B. Fructose (Fruchtzucker), Galactose, Lactose (Milchzucker) enthält, das max. 1,4 BE entspricht.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml einzunehmen?
Nehmen Sie Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Bedenken Sie auch, dass es nach Einnahme der angegebenen Dosen von Lactulose Sandoz 66,7g / 100ml Sirup einer geraumen, oft von Patient zu Patient unterschiedlichen Zeit bedarf, bis sich die erwünschte Wirkung zeigt. So kann die abführende Wirkung von Lactulose Sandoz 66,7g / 100ml Sirup bereits nach 2 - 10 Stunden eintreten, es können aber auch 1 - 2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen, besonders bei noch ungenügender Dosierung.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml muss je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich dosiert werden.
Die hier angegebenen Dosierungen können nur der Orientierung dienen und müssen ggf. verändert werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
1. Bei Verstopfung:
Erwachsene: 1 - 2mal täglich 7,5 – 15 ml Lactulose Sandoz 66,7g / 100 ml Sirup
(entsprechend 5 - 10 g Lactulose)
Kinder: 1 - 2mal täglich 4,5 ml – 9 ml Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml (entsprechend 3 - 6 g Lactulose)
Gerade zu Beginn der Behandlung einer Verstopfung sind häufig größere Dosen Lactulose Sandoz 66,7g / 100 ml Sirup erforderlich. Im Allgemeinen kann diese etwas höhere Anfangsdosis nach 3 bis 4 Tagen vermindert werden.
2. Bei portokavaler Encephalopathie, d. h. bei Beeinträchtigung der Hirnfunktion im Rahmen einer Lebererkrankung:
Erwachsene: Zu Beginn der Behandlung einer portokavalen Encephalopathie sollten Erwachsene 3 - 4mal täglich 7,5 – 15 ml Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml (entsprechend 5 - 10 g Lactulose) einnehmen.
Anschließend sollte die Dosis langsam und vorsichtig auf 3 - 4mal täglich 30 – 45 ml Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml (entsprechend 20 – 30 g) gesteigert werden.
Das Ziel sollte dabei die Entleerung von zwei bis drei weichen Stühlen pro Tag sein.
ür die Anwendung bei Kindern sind keine Angaben vorhanden.
Dieses Arzneimittel enthält in 100 ml Sirup max. 17 g verdauliche Kohlenhydrate z. B. Fructose (Fruchtzucker), Galactose, Lactose (Milchzucker), das entspricht max. 1,4 BE (siehe auch Abschnitt 2. „ Was müssen Sie vor der Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml beachten?“).
Art der Anwendung
Messen Sie bitte die für Sie erforderliche Dosis Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml ab. Anschließend wird diese Menge Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml mit Wasser oder mit warmen Getränken, z. B. Kaffee oder Tee, gemischt oder in Joghurt, Müsli oder Brei eingerührt und zusammen mit diesen Lebensmitteln eingenommen.
Die Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Ist zur erfolgreichen Behandlung einer Verstopfung eine einmalige Dosis Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml ausreichend, so hat sich eine Einnahme morgens nach dem Frühstück als besonders verträglich erwiesen.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Entwicklung des jeweiligen Krankheitsbildes.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Lactulose Sandoz 66,7g / 100 ml Sirup zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml eingenommen haben als Sie sollten
Wurde Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml in zu großen Mengen eingenommen, können Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Verluste an Wasser und Elektrolyten (vor allem von Kalium und Natrium) auftreten, die gegebenenfalls durch eine medikamentöse Therapie ausgeglichen werden müssen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn es bei einer Überdosierung zu solchen Beschwerden gekommen ist. Dieser wird dann auch über eventuell einzuleitende Behandlungsmaßnahmen entscheiden.
Wenn Sie die Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml vergessen haben
Auch bei richtiger Einnahme der empfohlenen Dosis Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml kann es einige Zeit dauern, bis sich die gewünschte Wirkung einstellt (siehe auch Abschnitt 3. „ Wie ist Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml einzunehmen?“)
Sollten Sie zu wenig eingenommen haben, so kann sich die Zeit bis zum Wirkungseintritt verlängern; der Behandlungserfolg kann dann aber auch ganz ausbleiben.
Haben Sie einmal die Einnahme einer Dosis Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml vergessen, fahren Sie bitte mit der Therapie wie empfohlen fort, ohne selbständig die Dosis zu erhöhen! In Zweifelfällen fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat!
Wenn Sie die Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml abbrechen
Unterbrechen Sie die Behandlung mit Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml oder beenden Sie die Einnahme vorzeitig, so müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte Wirkung nicht einstellt bzw. das Krankheitsbild sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden oder unterbrechen wollen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml kann den Kaliumverlust durch andere, gleichzeitig eingenommene Arzneimittel verstärken. Dazu gehören bestimmte harntreibende Mittel (Diuretika) und Nebennierenrinden-Hormone (Kortikosteroide) und das gegen Pilze eingesetzte Amphotericin B.
Bei Kaliummangel ist die Empfindlichkeit gegenüber herzwirksamen Glykosiden (z. B. Digitoxin) erhöht.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bei Beginn der Behandlung mit Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml treten bei mittlerer Dosierung sehr häufig leichte Bauchschmerzen und Blähungen auf.
Unter hoher Dosierung sind auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit Störungen im Elektrolythaushalt möglich. Bei langfristiger Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml in einer Dosierung, die zu anhaltend dünnen Stühlen führt, muss mit den üblichen, durch Abführmittel bedingten Störungen im Bereich des Wasser- und Elektrolythaushaltes (vermehrte Ausscheidung von Kalium, Natrium und Wasser) sowie deren Folgewirkungen gerechnet werden.
Gegenmaßnahmen
Die zu Beginn einer Behandlung mit Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die sich in leichten Bauchschmerzen und Blähungen zeigen, verschwinden meistens von allein im weiteren Behandlungsverlauf.
Sollte es unter einer - meist hoch dosierten - Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml zu Durchfällen und nachfolgenden Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt kommen, so müssen diese ggf. medikamentös behandelt und ein aufgetretener Mangel an Wasser, Kalium- oder Natriumsalzen ausgeglichen werden. Häufig ist dann auch eine Reduktion der einzunehmenden Menge von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml erforderlich.
Sollten Sie diese unerwünschten Wirkungen bei sich feststellen, informieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird dann auch entscheiden, ob eine Verringerung oder in seltenen ällen ein Absetzen der Einnahme von Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml erforderlich ist.
Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Lactulose Sandoz 66,7g / 100 ml aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml ist nach Anbruch haltbar bis zum aufgedruckten Verfalldatum.

Zusätzliche Informationen

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Lactulose Sandoz 66, 7 g / 100 ml Sirup
Wirkstoff: Lactulose
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Lactulose Sandoz 66,7 g / 100 ml jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
• Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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