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«Lactulose Sandoz 66,7g/100ml Sirup»

Lactulose Sandoz 66,7g/100ml Sirup
Lactulose Sandoz 66,7g/100ml Sirup
Lactulose Sandoz 66,7g/100ml Sirup


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Stoff- oder Indikationsgruppe, Wirkungsweise
Abführmittel; Leber- und Darmtherapeutikum
Anwendungsgebiete
- Verstopfung, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht beeinflußt werden kann, sowie Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgang erfordern
- Vorbeugung und Behandlung der portokavalen Enzephalopathie (d.h. Störungen der Gehirnfunktion infolge chronischer Lebererkrankungen, besonders bei Leberzirrhose)
- Sanierungsversuch von Salmonellen-Dauerausscheidern (Beseitigung von Krankheitserregern, die nach einer überstandenen Darmentzündung weiterhin ausgeschieden werden)
Wann dürfen Sie Lactulose AZU nicht einnehmen?
Verstopfung, verbunden mit anderen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber kann Anzeichen einer ernsten Erkrankung (Darmverschluß, akute Entzündung im Bauchbereich) sein.
Bei solchen Beschwerden sollten Sie Lactulose AZU oder andere Arzneimittel nicht einnehmen und unverzüglich ärztlichen Rat suchen.
Bei der sehr selten auftretenden Galactose-Unverträglichkeit (Galactose-Intoleranz) dürfen Sie Lactulose AZU nicht einnehmen, da Lactulose AZU herstellungsbedingt geringe Mengen Galactose enthält (100 ml Lactulose AZU enthalten maximal 10 g Galactose).
Wie und wann sollten Sie Lactulose AZU einnehmen?
Messen Sie bitte die für Sie erforderliche Dosis Lactulose AZU ab.
Anschließend wird diese Menge Lactulose AZU mit Wasser oder mit warmen Getränken, z.B. Kaffee oder Tee, gemischt oder in Joghurt, Müsli oder Brei eingerührt und zusammen mit diesen Lebensmitteln eingenommen.
Lactulose AZU sollte möglicht nach den Hauptmahlzeiten eingenommen werden. Ist zur erfolgreichen Behandlung einer Verstopfung eine einmalige Dosis Lactulose AZU ausreichend, so sollte diese morgens nach dem Frühstück eingenommen werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Lactulose AZU nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Hinweise auf ein besonderes Risiko bestehen nicht.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Leiden Sie bereits längere Zeit unter Verstopfungsbeschwerden, so sollten Sie sich vor Beginn der Therapie mit Lactulose AZU von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, denn chronische Störungen bzw. Beeinträchtigungen des Stuhlgangs können Anzeichen einer ernsteren Erkrankung sein!
Hinweis für Diabetiker und Patienten mit Galactose-Unverträglichkeit
Die Zucker, die in Lactulose AZU enthalten sind, werden nur in sehr geringem Umfang aus dem Darm in den Körper aufgenommen und haben daher fast keinen Nähr- bzw. Energiewert.
Dennoch sollten Diabetiker und Patienten, die aufgrund einer Galactose-Unverträglichkeit eine galactosefreie Diät benötigen, bedenken, daß herstellungsbedingt noch geringe Mengen Galactose und Lactose (Milchzucker) in Lactulose AZU enthalten sind.
10 ml Lactulose AZU enthalten 1,67 g verdauliche Kohlenhydrate mit einem Energiewert von maximal 6,8 kcal bzw. 28,5 kJ oder ca. 0,14 BE (Broteinheiten).

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Lactulose AZU nicht anders verordnet. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Lactulose AZU sonst nicht richtig wirken kann!
Bedenken Sie auch, daß es nach Einnahme der angegebenen Dosen von Lactulose AZU einer geraumen, oft von Patient zu Patient unterschiedlichen Zeit bedarf, bis sich die erwünschte Wirkung zeigt. So kann die abführende Wirkung von Lactulose AZU bereits nach 2 - 10 Stunden eintreten, es können aber auch 1 - 2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen, besonders bei noch ungenügender Dosierung.
Wieviel von Lactulose AZU und wie oft sollten Sie Lactulose AZU einnehmen?
Lactulose AZU muß je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich dosiert werden. Häufig ist auch eine individuelle Anpassung der einzunehmenden Menge Lactulose AZU an die Entwicklung und Schwere des jeweiligen Krankheitsbildes erforderlich.
Wie lange sollten Sie Lactulose AZU einnehmen?
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Entwicklung des jeweiligen Krankheitsbildes.
Überdosierung und andere Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn Lactulose AZU in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Wurde Lactulose AZU in zu großen Mengen eingenommen, können Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Verluste an Wasser und Elektrolyten (vor allem Kalium und Natrium) auftreten, die gegebenenfalls durch eine medikamentöse Therapie ausgeglichen werden müssen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn es bei einer Überdosierung zu solchen Beschwerden gekommen ist. Dieser wird dann auch über eventuell einzuleitende Behandlungsmaßnahmen entscheiden.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zu wenig Lactulose AZU eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben?
Auch bei richtiger Einnahme der empfohlenen Dosis Lactulose AZU kann es einige Zeit dauern, bis sich die gewünschte Wirkung einstellt (siehe auch "Dosierungsanleitung").
Sollten Sie zu wenig eingenommen haben, so kann sich die Zeit bis zum Wirkungseintritt verlängern; der Behandlungserfolg kann dann aber auch ganz ausbleiben. Haben Sie einmal die Einnahme einer Dosis Lactulose AZU vergessen, fahren Sie bitte mit der Therapie wie empfohlen fort, ohne selbständig die Dosis zu erhöhen!
Im Zweifelsfällen fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat!
Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
Unterbrechen Sie die Behandlung mit Lactulose AZU oder beenden Sie die Einnahme vorzeitig, so müssen Sie damit rechnen, daß sich die gewünschte Wirkung nicht einstellt bzw. das Krankheitsbild sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden oder unterbrechen wollen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Lactulose AZU oder werden in ihrer Wirkung durch Lactulose AZU beeinflußt?
Lactulose AZU kann den Kaliumverlust durch andere, gleichzeitig eingenommene Arzneimittel verstärken. Dazu gehören bestimmte harntreibende Mittel (Diuretika) und Nebennierenrinden-Hormone (Kortikosteroide) und das gegen Pilze eingesetzte Amphotericin B.
Bei Kaliummangel ist die Empfindlichkeit gegenüber herzwirksamen Glykosiden (z.B. Digitoxin) erhöht.
Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lactulose AZU auftreten?
Bei Beginn der Behandlung mit Lactulose AZU können bei mittlerer Dosierung leichte Bauchschmerzen und Blähungen auftreten.
Unter hoher Dosierung sind auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit Störungen im Elektrolythaushalt (vermehrte Ausscheidung von Natrium und Kalium) möglich.
Bei langfristiger Einnahme von Lactulose AZU in einer Dosierung, die zu anhaltend dünnen Stühlen führt, muß mit den üblichen, durch Abführmittel bedingten Störungen im Bereich des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie deren Folgewirkungen gerechnet werden.
Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Die zu Beginn einer Behandlung mit Lactulose AZU möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die sich in leichten Bauchschmerzen und Blähungen zeigen können, verschwinden meistens von allein im weiteren Behandlungsverlauf.
Sollte es unter einer - meist hoch dosierten - Einnahme von Lactulose AZU zu Durchfällen und nachfolgenden Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt kommen, so müssen diese ggf. medikamentös behandelt und ein aufgetretener Mangel an Wasser, Kalium- oder Natriumsalzen ausgeglichen werden. Häufig ist dann auch eine Reduktion der einzunehmenden Menge von Lactulose AZU erforderlich.
Sollten Sie diese unerwünschten Wirkungen bei sich feststellen, informieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird dann auch entscheiden, ob eine Verringerung oder in seltenen ällen ein Absetzen der Einnahme von Lactulose AZU erforderlich ist.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Verfallsdatum dieser Packung ist aufgedruckt. Nach Ablauf dieses Datums darf diese Packung nicht mehr verwendet werden.
Haltbarkeit nach Öffnen des Behältnisses
Auch nach Anbruch der Packung ist Lactulose AZU bei sachgerechter Lagerung und Aufbewahrung maximal bis zu dem aufgedruckten Verfallsdatum 24 Tage haltbar.
Wie ist Lactulose AZU aufzubewahren?
Lactulose AZU ist bei Raumtemperatur zu lagern und muß nach Anbruch gut verschlossen aufbewahrt werden!
Hinweise
Lactulose AZU ist so aufzubewahren, daß es für Kinder nicht zu erreichen ist!
Stand der Information
April 2002

Zusätzliche Informationen

Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gebrauchsinformation
Lactulose AZU
Wirkstoff: Lactulose
Bei Verstopfung
Im Regelfall nehmen:
Erwachsene:
1 - 2 mal täglich 5 - 10 g Lactulose (entsprechend 7,5 - 15 ml Lactulose AZU),
Kinder:
1 - 2 mal täglich 3 - 6 g Lactulose (entsprechend 4,5 - 9 ml Lactulose AZU) ein.
Diese Dosis kann bei Bedarf erhöht oder erniedrigt werden; sie muß der Schwere und Entwicklung des Krankheitsbildes angepaßt werden.
Gerade zu Beginn der Behandlung einer Verstopfung sind häufig größere Dosen Lactulose AZU erforderlich. Im allgemeinen kann diese etwas höhere Anfangsdosis nach 3 - 4 Tagen vermindert werden.
Bei portokavaler Enzephalopathie, d.h. bei Beeinträchtigung der Hirnfunktion im Rahmen einer Lebererkrankung
Zu Beginn der Behandlung einer portokavalen Enzephalopathie sollten Erwachsene 3 - 4 mal täglich 5 - 10 g Lactulose (entsprechend 7,5 - 15 ml Lactulose AZU) einnehmen. Anschließend sollte die Dosis langsam und vorsichtig auf 3 - 4 mal täglich 20 - 30 g (entsprechend 30 - 45 ml Lactulose AZU) gesteigert werden.
Das Ziel sollte dabei die Entleerung von zwei bis drei weichen Stühlen pro Tag sein.
Zur Behandlung von Salmonellen-Dauerausscheidern
Die Behandlung von Salmonellen-Dauerausscheidern mit Lactulose AZU erfolgt als wiederholte Kurbehandlung in einem zeitlich vorgegebenen Rahmen.
Erwachsene nehmen während der 1. Kurbehandlung 3 mal täglich 10g (entsprechend 15 ml Lactulose AZU) für die Dauer von 10 bis 12 Tagen ein. Daraufhin wird die Behandlung für eine Woche unterbrochen.
In der sich anschließenden 2. Kurbehandlung nehmen Erwachsene 5 mal täglich 10 g Lactulose (entsprechend 15 ml Lactulose AZU) gleichfalls für die Dauer von 10 - 12 Tagen ein.
Nach erneuter Unterbrechung der Behandlung für eine Woche schließt sich, falls erforderlich, eine 3. Kur mit 3 mal täglich 20 g Lactulose (entsprechend 30 ml Lactulose AZU) erneut für die Dauer von 10 - 12 Tagen an.
Sollte sich bei diesen Dosierungen der Säuregrad des Stuhls nicht ausreichend senken lassen, kann die Dosis soweit gesteigert werden, daß täglich zwei bis drei weiche Stühle entleert werden.
ür Kinder gilt das folgende, in der Dosis veränderte Behandlungsschema bei der Therapie von Salmonellen-Dauerausscheidern:
Säuglinge und Kleinkinder sollten als Basisbehandlung (1.Kur) 4 mal täglich 3 g Lactulose (entsprechend 4,5 ml Lactulose AZU) erhalten.
Die Dosierung der zweiten und, falls erforderlich, dritten Kurbehandlung ist individuell zu erhöhen.


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