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«Lafamme® 2/2 mg Dragees»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Estradiolvalerat und Dienogest. Es wird bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.Estradiolvalerat ist ein Hormon aus der Gruppe der Östrogene. Östrogene sind weibliche Sexualhormone, die im Körper der Frau von den Eierstöcken produziert werden. Sie fördern das Wachstum und die Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane. Daneben sind sie wichtig für den Knochenaufbau: Sie fördern die Aufnahme von Kalzium in den Körper und dessen Einbau in die Knochen. Dienogest ist ein Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene. Gestagene, d.s. Gelbkörperhormone, regeln zusammen mit den Östrogenen den Zyklusablauf und die Schwangerschaft. Sie verändern die durch den Östrogen-Einfluss aufgebaute Gebärmutterschleimhaut und lösen schließlich die monatliche Regelblutung aus. In den Wechseljahren verlieren die Eierstöcke langsam die Fähigkeit, Hormone zu bilden, und der Östrogenspiegel im Blut sinkt. Ein Ersatz der nun fehlenden natürlichen Hormone vermeidet die typischen Wechseljahresbeschwerden, die in der Umstellungsphase auftreten. Der Hormon-Ersatz erfolgt in der Regel durch eine zyklusgerechte Kombination von Östrogenen und Gestagenen. Östrogene fördern den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Bei alleiniger Östrogengabe und fehlender Regelblutung könnte durch das ständige Wachstum der Schleimhaut auch das Risiko einer Gebärmutter-Krebserkrankung ansteigen. Die Kombination von Estradiol und Dienogest vermeidet dieses Risiko. Jede Frau produziert neben den weiblichen Hormonen auch eine geringe Menge männlicher Sexualhormone. Dienogest hat neben seiner Wirkung als Gestagen die Eigenschaft, die Wirkung der männlichen Hormone im Körper abzuschwächen. Davon verspricht man sich eine besonders gute Wirksamkeit bei Wechseljahresbeschwerden, die vor allem den männlichen Hormonen zuzuschreiben sind: Dienogest soll zu positiven Effekten an Haut und Haar führen, übermäßiges Schwitzen beseitigen, den Erhalt der weiblichen Körperform begünstigen und negativen Stoffwechselveränderungen vorbeugen.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Wechseljahresbeschwerden

Packungsgrößen

  • 28 Drg. (N1)
  • 3 x 28 Drg. (N3)

Warnhinweise!

  • Frauen sollten in regelmäßigen Abständen gynäkologisch untersucht werden.
  • Dieses Medikament ersetzt die natürlichen Hormone, die dem Körper fehlen, um seinen Funktionen naturgemäß nachkommen zu können. Es ist daher nicht zur Empfängnisverhütung geeignet. Nebenwirkungen treten nur auf, wenn die Stärke des Präparats nicht genau auf die Bedürfnisse des Körpers abgestimmt ist.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Bekannte Schwangerschaft
  • Blutungen aus der Scheide unklarer Ursache
  • Hormonabhängiger Tumor
  • Lebererkrankungen
  • Vorsicht bei Neigung zu Blutgerinnseln in den Gefäßen (Thrombosen)
  • Vorsicht bei Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Gewichtszunahme, aber auch Gewichtsabnahme
  • Depressive Verstimmung
  • Risiko für einen plötzlichen Verschluss von Gefäßen wie z.B. Thrombosen, Lungenembolie, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das Risiko wird durch erhebliches Übergewicht, Rauchen, Venenschwäche (Neigung zu Krampfadern), Bluthochdruck und Störungen des Fettstoffwechsels oder der Blutgerinnung erhöht.
  • Auftreten von Zwischenblutungen
  • Brustspannen
  • Migräneartige oder häufig ungewohnt starke Kopfschmerzen

Wechselwirkungen

Antibiotika schädigen die Darmflora und vermindern dadurch die Aufnahme von Arzneistoffen im Körper. Möglicherweise lässt die Hormon-Wirkung damit während einer Antibiotika-Behandlung nach.Bestimmte Medikamente gegen Epilepsie beschleunigen den Abbau von Sexualhormonen im Körper. Die Wirksamkeit von Hormonpräparaten wird dadurch vermindert.Das Präparat kann weitere Arzneimittel verstärken bzw. abschwächen oder selbst verstärkt bzw. abgeschwächt werden. Halten Sie deshalb in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie noch andere Medikamente einnehmen.


Bewertungen «Lafamme® 2/2 mg Dragees»