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«Lamotrigin Pfizer 5 mg Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lamotrigin Pfizer gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antiepileptika bezeichnet werden. Es wird zur Behandlung von zwei Krankheitsbildern angewendet – Epilepsie und bipolare Störung.

Bei der Behandlung der Epilepsie wirkt Lamotrigen Pfizer durch eine Blockade der Signale im Gehirn, die die epileptischen Anfälle auslösen.

  • Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren kann Lamotrigin Pfizer alleine oder gemeinsam mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie angewendet werden. Lamotrigin Pfizer kann gemeinsam mit anderen Arzneimitteln auch zur Behandlung von Anfällen angewendet werden, die bei einem sogenannten Lennox-Gastaut-Syndrom auftreten.
  • Bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren kann Lamotrigin Pfizer bei den genannten Krankheitsbildern gemeinsam mit anderen Arzneimitteln angewendet werden. Zur Behandlung einer bestimmten Form der Epilepsie, den so genannten typischen Absencen, kann es alleine angewendet werden.

Lamotrigin Pfizer dient auch zur Behandlung von bipolarer Störung.

Menschen mit einer bipolaren Störung (gelegentlich auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet) leiden unter extremen Stimmungsschwankungen, bei denen sich Phasen der Manie (Erregung oder Euphorie) mit Phasen der Depression (tiefe Traurigkeit oder Verzweiflung) abwechseln.
Bei Erwachsenen ab 18 Jahren kann Lamotrigin Pfizer allein oder gemeinsam mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, um die bei der bipolaren Störung auftretenden depressiven Phasen zu verhindern. Wie Lamotrigin Pfizer dabei im Gehirn wirkt, ist noch nicht bekannt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lamotrigin Pfizer darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Lamotrigin oder einen der sonstigen Bestandteile von Lamotrigin Pfizer sind (Auflistung in Abschnitt 6).

Falls dies für Sie zutrifft:

→ Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und nehmen Sie Lamotrigin Pfizer nicht ein.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lamotrigin Pfizer ist erforderlich

Bevor Sie Lamotrigin Pfizer einnehmen, muss Ihr Arzt wissen

  • ob Sie Probleme mit Ihren Nieren haben
  • ob Sie jemals während der Einnahme von Lamotrigin oder anderen Arzneimitteln gegen bipolare Störung oder Epilepsie einen Hautausschlag hatten
  • ob Sie bereits ein Arzneimittel einnehmen, das Lamotrigin enthält

Falls einer dieser Punkte für Sie zutrifft:

→ Informieren Sie Ihren Arzt, der möglicherweise entscheiden wird, Ihre Dosis zu verringern oder dass Lamotrigin Pfizer nicht für Sie geeignet ist.

Wichtige Information über potenziell schwerwiegende Reaktionen

Bei einer geringen Anzahl von Personen, die Lamotrigin einnehmen, kann es zu einer allergischen Reaktion oder zu potenziell schwerwiegenden Hautreaktionen kommen, die sich zu noch schwerwiegenderen Problemen entwickeln können, wenn sie unbehandelt bleiben. Sie müssen über die Beschwerden Bescheid wissen, auf die Sie achten müssen, solange Sie Lamotrigin Pfizer einnehmen.

→ Lesen Sie die Beschreibung dieser Beschwerden in Abschnitt 4 dieser Gebrauchsinformation unter “Potenziell schwerwiegende Reaktionen: Wenden Sie sich sofort an einen Arzt.”

Gedanken sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen

Antiepileptika werden zur Behandlung verschiedener Krankheiten einschließlich Epilepsie und bipolarer Störung eingesetzt. Bei Patienten mit einer bipolaren Störung können mitunter Gedanken aufkommen, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Falls Sie eine bipolare Störung haben, werden Sie möglicherweise eher solche Gedanken haben:

  • wenn Sie erstmals mit der Behandlung beginnen
  • wenn Sie bereits früher daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen
  • wenn Sie unter 25 Jahre alt sind

Falls Sie beunruhigende Gedanken oder Erfahrungen haben oder feststellen, dass Sie sich während der Behandlung mit Lamotrigin Pfizer schlechter fühlen oder dass neue Beschwerden auftreten:

→ Suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus auf.

Eine kleine Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Lamotrigin Pfizer behandelt wurden, hatten Gedanken sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Sollten Sie jemals solche Gedanken haben, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.

Wenn Sie Lamotrigin Pfizer zur Behandlung von Epilepsie einnehmen

Die Anfälle im Rahmen einiger Formen der Epilepsie können sich gelegentlich verstärken oder häufiger auftreten, während Sie Lamotrigin Pfizer einnehmen. Bei einigen Patienten können schwere epileptische Anfälle auftreten, die zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen können. Falls während der Einnahme von Lamotrigin Pfizer Ihre Anfälle häufiger auftreten oder es bei Ihnen zu einem schweren Anfall kommt:

→ Suchen Sie so bald wie möglich einen Arzt auf.

Lamotrigin Pfizer darf bei Personen unter 18 Jahren nicht zur Behandlung einer bipolaren Störung angewendet werden. Arzneimittel zur Behandlung einer Depression oder anderer psychischer Probleme erhöhen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren das Risiko von Gedanken sich das Leben zu nehmen und entsprechendes Verhalten.

Bei Einnahme von Lamotrigin Pfizer mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder mit der Einnahme/Anwendung neuer Arzneimittel beginnen auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder pflanzliche Arzneimittel handelt.

Ihr Arzt muss wissen, ob Sie andere Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder psychischen Gesundheitsproblemen einnehmen, um so sicherzustellen, dass Sie die richtige Dosis von Lamotrigin Pfizer erhalten. Zu diesen Arzneimitteln zählen:

  • Oxcarbazepin, Felbamat, Gabapentin, Levetiracetam, Pregabalin, Topiramat oder Zonisamid zur Behandlung der Epilepsie
  • Lithium oder Olanzapin zur Behandlung psychischer Probleme
  • Bupropion zur Behandlung psychischer Probleme oder zur Raucherentwöhnung

→ Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Arzneimittel verwenden.

Einige Arzneimittel und Lamotrigin Pfizer können sich bei gleichzeitiger Gabe gegenseitig beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Patienten Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen:

  • Valproat zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
  • Carbamazepin zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
  • Phenytoin, Primidon oder Phenobarbital zur Behandlung von Epilepsie
  • Risperidon zur Behandlung von psychischen Problemen
  • Rifampicin, ein Antibiotikum
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen-Immunodefizienz-Virus (HIV) (eine Kombination mit Lopinavir und Ritonavir oder Atazanavir und Ritonavir)
  • hormonelle Empfängnisverhütungsmittel, z. B. „die Pille“ (siehe weiter unten)

→ Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines dieser Arzneimittel verwenden oder wenn Sie mit der Einnahme beginnen oder aufhören.

Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel (wie z. B. „die Pille“) können die Wirkungsweise von Lamotrigin Pfizer beeinflussen.

Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, ein besonderes hormonelles Empfängnisverhütungs-mittel oder eine andere Empfängnisverhütungsmethode anzuwenden, wie z. B. Kondome, ein Pessar oder eine Spirale. Wenn Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel wie „die Pille“ anwenden, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise Blut abnehmen, um den Blutspiegel von Lamotrigin Pfizer zu kontrollieren. Falls Sie ein hormonelles Verhütungsmittel verwenden oder planen, mit der Anwendung eines hormonellen Empfängnisverhütungsmittels zu beginnen:

→ Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um mit ihm geeignete Methoden zur Empfängnisverhütung zu besprechen.

Umgekehrt kann Lamotrigin Pfizer aber auch die Wirkungsweise hormoneller Empfängnisverhütungs-mittel beeinflussen, eine Verminderung ihrer Wirksamkeit ist allerdings unwahrscheinlich. Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden und irgendwelche Veränderungen ihrer Regelblutung, wie Zwischen- oder Schmierblutungen, bemerken:

→ Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es könnte dies Anzeichen dafür sein, dass Lamotrigin Pfizer die Wirkung Ihres Empfängnisverhütungsmittels beeinflusst.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es könnte bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft Lamotrigin Pfizer einnahmen, ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler bestehen. Zu diesen Geburtsfehlern zählen Lippen- oder Gaumenspalten. Falls Sie planen, schwanger zu werden, oder schwanger sind, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, zusätzlich Folsäure einzunehmen.

Eine Schwangerschaft kann auch die Wirksamkeit von Lamotrigin Pfizer beeinflussen. Es könnte daher sein, dass Sie Bluttests benötigen und Ihre Dosis von Lamotrigin Pfizer angepasst werden muss.

→ Sprechen Sie mit Ihrem Arzt falls Sie schwanger sind, schwanger sein könnten oder planen, schwanger zu werden. Sie sollten die Behandlung nicht abbrechen, ohne dies mit Ihrem Arzt zu besprechen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie an Epilepsie leiden.

→ Sprechen Sie mit Ihrem Arzt falls Sie stillen oder planen zu stillen. Der Wirkstoff von Lamotrigin Pfizer tritt in die Muttermilch über und kann möglicherweise Ihr Baby beeinträchtigen. Ihr Arzt wird mit Ihnen über Risiken und Nutzen des Stillens während der Einnahme von Lamotrigin Pfizer sprechen und Ihr Baby von Zeit zu Zeit untersuchen, falls Sie sich entscheiden zu stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Lamotrigin Pfizer kann Schwindel und Doppeltsehen verursachen.

→ Setzen Sie sich nur ans Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie nur dann Maschinen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie davon nicht betroffen sind.
Wenn Sie an Epilepsie leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das Lenken von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lamotrigin Pfizer immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wieviel Lamotrigin Pfizer Sie einnehmen müssen

Es kann einige Zeit dauern, die richtige Dosis von Lamotrigin Pfizer für Sie zu finden. Die Dosis ist davon abhängig:

  • wie alt Sie sind
  • ob Sie Lamotrigin Pfizer gemeinsam mit anderen Arzneimitteln einnehmen
  • ob Sie Probleme mit Ihren Nieren oder Ihrer Leber haben

Ihr Arzt wird Ihnen zunächst eine niedrige Dosis verordnen und diese über einige Wochen schrittweise erhöhen, bis die für Sie richtige Dosis (wirksame Dosis) erreicht ist. Nehmen Sie niemals mehr Lamotrigin Pfizer ein, als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.

Die übliche wirksame Dosis für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren liegt zwischen 100 mg und 400 mg pro Tag.
Für Kinder von 2 bis 12 Jahren hängt die wirksame Dosis vom jeweiligen Körpergewicht des Kindes ab. Üblicherweise liegt sie zwischen 1 mg und 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht des Kindes und Tag und beträgt maximal 400 mg pro Tag.
Lamotrigin Pfizer wird nicht zur Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.

Wie müssen Sie Ihre Dosis von Lamotrigin Pfizer einnehmen?

Nehmen Sie Ihre Dosis von Lamotrigin Pfizer je nach Anweisung des Arztes entweder einmal oder zweimal täglich ein. Sie können sie mit oder unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

  • Nehmen Sie immer die volle Dosis ein, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Nehmen Sie niemals nur einen Teil einer Tablette ein.

Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise auch dazu raten, gleichzeitig andere Arzneimittel einzunehmen oder die Einnahme anderer Arzneimittel zu beenden. Das hängt davon ab, welche Krankheit bei Ihnen behandelt wird und wie Sie auf die Behandlung ansprechen.

Sie können die Lamotrigin Pfizer Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen entweder im Ganzen mit etwas Wasser schlucken, zerkauen oder in Wasser auflösen und trinken:

Wenn Sie die Tablette kauen

Möglicherweise müssen Sie gleichzeitig etwas Wasser trinken, damit sich die Tablette in Ihrem Mund auflösen kann. Anschließend sollten Sie noch etwas Wasser nachtrinken, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Medizin auch wirklich vollständig heruntergeschluckt haben.

Um ein flüssiges Arzneimittel herzustellen

  • Legen Sie die Tablette in ein Glas mit mindestens so viel Wasser, dass die Tablette vollständig damit bedeckt ist.
  • Rühren Sie entweder um, damit sich die Tablette auflöst, oder warten Sie, bis sich die Tablette von selbst vollständig aufgelöst hat.
  • Trinken Sie die gesamte Flüssigkeit.
  • Geben Sie dann noch einmal etwas Wasser in das Glas und trinken Sie es, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Medizin auch wirklich vollständig geschluckt haben.

Wenn Sie eine größere Menge von Lamotrigin Pfizer eingenommen haben, als Sie sollten

→ Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder Apotheker. Zeigen Sie ihnen nach Möglichkeit die Packung mit Lamotrigin Pfizer.

Bei Personen, die zu viel Lamotrigin Pfizer eingenommen haben, könnten folgende Beschwerden auftreten:

  • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
  • unbeholfene Bewegungen und fehlende Abstimmung der Bewegungsabläufe (Koordinations-störungen), die das Gleichgewicht beeinträchtigen (Ataxie)
  • Bewusstseinsverlust oder Koma

Wenn Sie die Einnahme von Lamotrigin Pfizer vergessen haben

Nehmen Sie keine zusätzlichen Tabletten oder die doppelte Dosis ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen.

→ Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, wie Sie die Behandlung mit Lamotrigin Pfizer fortsetzen sollen. Es ist wichtig, dass Sie das tun.

Brechen Sie die Einnahme von Lamotrigin Pfizer nicht ohne ärztlichen Rat ab.
Sie müssen Lamotrigin Pfizer so lange einnehmen, wie es Ihr Arzt Ihnen empfiehlt. Brechen Sie die Einnahme von Lamotrigin Pfizer nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt rät es Ihnen.

Wenn Sie Lamotrigin Pfizer für Epilepsie einnehmen

Bei der Beendigung der Einnahme von Lamotrigin Pfizer ist es wichtig, dass Ihre Dosis allmählich über etwa 2 Wochen schrittweise verringert wird. Wenn Sie die Einnahme von Lamotrigin Pfizer plötzlich beenden, kann Ihre Epilepsie erneut auftreten oder sich verschlechtern.

Wenn Sie Lamotrigin Pfizer für bipolaren Störung einnehmen

Es kann einige Zeit dauern, bis Lamotrigin Pfizer seine Wirkung entfaltet, so dass Sie sich wahrscheinlich nicht sofort besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme von Lamotrigin Pfizer beenden, muss Ihre Dosis nicht schrittweise verringert werden. Dennoch sollten Sie erst mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie die Einnahme von Lamotrigin Pfizer beenden möchten.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lamotrigin Pfizer Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Potenziell schwerwiegende Reaktionen: Wenden Sie sich sofort an einen Arzt

Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die Lamotrigin Pfizer einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell schweren Hautreaktionen, die sich zu ernsten oder sogar lebensbedrohlichen Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Diese Beschwerden treten in den ersten Monaten der Behandlung mit Lamotrigin Pfizer wahrscheinlicher auf, vor allem dann, wenn die Anfangsdosis zu hoch ist oder die Dosis zu rasch gesteigert wird oder wenn Lamotrigin Pfizer gemeinsam mit einem anderen Arzneimittel mit der Bezeichnung Valproatangewendet wird. Einige dieser Beschwerden treten bei Kindern häufiger auf und Eltern sollten daher besonders sorgfältig auf diese achten.

Zu den Beschwerden solcher Reaktionen zählen:

  • Hautausschläge oder Rötungen, die sich zu schweren Hautreaktionen mit umfangreichem Ausschlag, Blasenbildung und Hautabschälung, vor allem rund um Mund, Nase, Augen und Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom), umfangreiche Hautabschälung (mehr als 30 % der Körperoberfläche – toxische epidermale Nekrolyse) entwickeln können
  • eine Entzündung von Mund oder Augen
  • hohe Körpertemperatur (Fieber), grippeartige Beschwerden oder Benommenheit
  • Schwellungen im Gesicht oder geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend
  • unerwartete Blutungen oder Blutergüsse oder Blaufärbung der Finger
  • eine Halsentzündung oder häufigere Infektionen (z. B. Erkältungen) als üblich

In vielen Fällen sind diese Beschwerden Zeichen weniger schwerwiegender Nebenwirkungen. Aber Ihnen muss bewusst sein, dass sie auch potenziell schwerwiegend sein können und sich zu schwereren Problemen wie Organversagen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Sollten Sie also irgendwelche dieser Beschwerden bei sich feststellen:

→ Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Er wird möglicherweise entscheiden, Leber-, Nieren- oder Blutuntersuchungen durchzuführen, und eventuell anordnen, die Einnahme von Lamotrigin Pfizer zu beenden.

Sehr häufige Nebenwirkungen

Diese können mehr als 1 von 10 Patienten betreffen:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Schläfrigkeit oder Benommenheit
  • unbeholfene Bewegungen und fehlende Koordination der Bewegungsabläufe (Ataxie)
  • Doppeltsehen oder verschwommenes Sehen • Übelkeit oder Erbrechen
  • Hautausschlag

Häufige Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 10 Patienten betreffen:

  • Aggressivität oder Reizbarkeit
  • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
  • Zittern oder Tremor
  • Schlafprobleme
  • Durchfall
  • Mundtrockenheit
  • Müdigkeit
  • Schmerzen in Rücken oder Gelenken oder an anderen Stellen

Seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 1.000 Patienten betreffen:

  • juckende Augen mit Schleimabsonderung und verkrusteten Augenlidern (Bindehautentzündung)
  • eine seltene Hauterkrankung (Stevens-Johnson-Syndrom – siehe auch Information am Beginn vonAbschnitt 4)

Sehr seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 10.000 Patienten betreffen:

  • Halluzinationen (Sehen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich vorhanden sind)
  • Verwirrtheit oder Ruhelosigkeit • „wackliger“ oder unsicherer Gang beim Herumgehen
  • unkontrollierbare Körperbewegungen (Tics), unkontrollierbare Muskelkrämpfe, die Augen, Kopf und Rumpf betreffen (Choreoathetose), oder andere ungewöhnliche Körperbewegungen wie Zucken, Schütteln oder Steifigkeit
  • eine schwere Hautreaktion (toxische epidermale Nekrolyse: siehe auch Information am Beginn von Abschnitt 4)
  • Zunahme der Häufigkeit von Anfällen bei Patienten, die bereits eine Epilepsie haben
  • Veränderungen der Leberfunktion, die durch Blutuntersuchungen festgestellt werden, oder Leberversagen
  • Veränderungen im Blutbild, einschließlich verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie), verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verminderte Anzahl all dieser Arten von Blutzellen (Panzytopenie) und eine als aplastische Anämie bezeichnete Erkrankung des Knochenmarks
  • eine schwerwiegende Blutgerinnungsstörung, die unerwartete Blutungen und blaue Flecken hervorrufen kann (disseminierte intravaskuläre Koagulation)
  • hohe Temperatur (Fieber)
  • Schwellungen im Gesicht (Ödem) oder geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend (Lymphadenopathie)
  • Verschlechterung der Beschwerden einer bestehenden Parkinsonkrankheit

Andere Nebenwirkungen

Weitere Nebenwirkungen sind bei einer kleinen Zahl von Personen aufgetreten, aber ihre genaue Häufigkeit ist nicht bekannt:

Eine gemeinsame Gruppe von Beschwerden mit:

head2right Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, steifem Nacken und besondere Empfindlichkeit für helles Licht
Dies könnte durch eine Entzündung der Membran bedingt sein, die das Gehirn und das Rückenmark bedeckt (Meningitis).

Wenn Sie Nebenwirkungen haben

→ Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Lamotrigin Pfizer nach dem auf den Blisterpackungen/Flaschenetikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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