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«Lederlind Mundgel»

Lederlind Mundgel


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Lederlind® Mundgel und wofür wird eS angewendet?
Lederlind® Mundgel ist ein Antimykotikum (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen).
Lederlind® Mundgel wird angewendet bei Infektionen der Mundhöhle und des Rachens (Mund- und Rachensoor), die durch nachgewiesene nystatinempfindliche Hefepilze (Candida albicans, Candida glabrata u. a.) hervorgerufen worden sind.
Was ist Mundsoor?
Bei Mundsoor handelt es sich um eine Entzündung der Mundschleimhaut, die durch Hefepilze hervorgerufen wird. Im Mund des Kindes befinden sich – speziell auf der Zunge, der Wangenschleimhaut und am Gaumen – weißliche Stippchen, unter denen die Schleimhaut rot entzündet ist. Im Gegensatz zu Milchresten sind diese Stippchen nicht leicht abwischbar. Manchmal ist die Mundschleimhaut auch nur schmerzhaft gerötet, ohne die weißlichen Ablagerungen.
Was ist zusätzlich zu beachten?
- Achten Sie auf eine saubere Körperpflege des Kindes. Benutzen Sie zur Reinigung des Kindes stets frische Waschlappen oder unbehandelte Einmaltücher. Schwämme sind Brutstätten für Pilze und Bakterien.
- Schnuller und Sauger müssen ausgekocht werden.
- Erneuern Sie vor Beginn der Behandlung die Zahnbürste des Kindes.
- Vermeiden Sie Fruchtsäfte und Obstzubereitungen: Sie enthalten Zucker und fördern damit das Wachstum der Pilze. Außerdem enthalten viele Früchte, vor allem Zitrusfrüchte und Ananas, Stoffe, die die Haut reizen können.
- Anstelle von Obst sollte Gemüse, auch in Form von Saft, bevorzugt werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lederlind® Mundgel darf nicht angewendet werden, wenn Sie
- überempfindlich (allergisch) gegen Nystatin, Methyl-4-hydroxybenzoat, Propyl-4-hydroxybenzoat oder einen der sonstigen Bestandteile von Lederlind® Mundgel sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Lederlind® Mundgel ist erforderlich
Kinder
Aufgrund der hohen Osmolarität von Nystatin wird von der Anwendung bei sehr untergewichtigen und unreifen Frühgeborenen abgeraten.
Bei Anwendung von Lederlind® Mundgel mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind bislang nicht bekannt geworden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Nystatin, der Wirkstoff in Lederlind® Mundgel wird in therapeutischer Dosis nach oraler Gabe, über die intakte Haut oder über die Schleimhäute kaum resorbiert. Nystatin passiert die Plazentaschranke nicht, und ein Übertritt in die Muttermilch ist ebenfalls nicht zu erwarten.
Lederlind® Mundgel kann während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Lederlind® Mundgel anzuwenden?
Wenden Sie Lederlind® Mundgel immer genau nach Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Bei Säuglingen werden 0, g Gel (ca. 1, cm Gelstrang) und bei Kindern und Erwachsenen 1 g Gel (ca. 3 cm Gelstrang) 4-mal täglich nach den Mahlzeiten mit einem Wattestäbchen in der gesamten Mundhöhle verteilt.
Art der Anwendung
Anwendung im Mund- und Rachenraum
Zahnprothesen und Zahnspangen sind zusätzlich mit dem Gel zu bestreichen.
Dauer der Anwendung
Während der Behandlung des Mundsoors tritt eine deutliche Besserung bereits innerhalb weniger Tage ein. Die Behandlung sollte jedoch mindestens 2 Tage über das Abklingen der Beschwerden hinaus fortgesetzt werden. Die Behandlung muss bis zur kulturell gesicherten Abheilung durchgeführt werden, sollte aber 28 Tage nicht überschreiten.
Wenn Sie eine größere Menge Lederlind® Mundgel angewendet haben, als Sie sollten
Es kann zu gastrointestinalen Störungen wie Brechreiz, Erbrechen und Durchfällen kommen. Ein spezielles Gegenmittel ist nicht bekannt. In ällen von akuter Überdosierung sollte die Behandlung symptomatisch erfolgen.
Wenn Sie die Anwendung von Lederlind® Mundgel vergessen haben
Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lederlind® Mundgel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Da Nystatin wegen der Molekülgröße bei oraler Gabe in normaler Dosierung nicht resorbiert wird, ist mit systemischen Nebenwirkungen nicht zu rechnen. Bei extrem hohen Dosen kann gelegentlich Brechreiz, noch seltener können Erbrechen und Durchfall auftreten. In diesem Fall ist das Medikament abzusetzen und der behandelnde Arzt zu Rate zu ziehen.
In seltenen ällen kann es bei örtlicher Anwendung von Nystatin zu allergischen Reaktionen kommen.
Andere mögliche Nebenwirkungen
Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Lederlind® Mundgel aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Tube angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Die Verwendbarkeitsdauer nach Anbruch der Tube beträgt 6 Monate.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 30 °C lagern.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Lederlind® Mundgel, 100.000 I.E./g
Wirkstoff: Nystatin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Lederlind® Mundgel jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Wie kommt es zum Mundsoor?
In den ersten Lebensmonaten sind die Abwehrkräfte des Säuglings natürlicherweise noch nicht voll ausgebildet. Hefepilze sind leicht übertragbar und gedeihen im feuchtwarmen Klima wie z. B. der Mundhöhle. Eine Übertragung kann u. U. schon während der Geburt erfolgen. Auch die mütterliche Brust, Schnuller und Sauger können Infektionsquellen sein. Oft liegt aber auch gleichzeitig ein Windelsoor, d. h. eine durch Hefepilze verursachte Entzündung im Windelbereich beim Baby vor. Über die Hand des Kindes können dann die Hefepilze in den Mund gelangen. Auch Infektionen oder eine Therapie mit Antibiotika schwächen zusätzlich die Abwehrkräfte des Säuglings und können somit ebenfalls das Entstehen eines Mundsoors fördern.
Wie wirkt Lederlind® Mundgel?
Lederlind® Mundgel enthält als Wirkstoff Nystatin, das Hefepilze sicher und wirksam beseitigt, ohne die normale Flora der Mundschleimhaut zu beeinflussen. Gezielt lässt sich das Mundgel in der Mundhöhle verteilen. Durch die gute Haftung verweilt der Wirkstoff länger an den entzündeten Stellen und kann somit seine Wirkung bestens entfalten.
Lederlind® Mundgel wirkt nur lokal, der Wirkstoff wird praktisch nicht resorbiert. Dies erklärt die gute Verträglichkeit von Lederlind®.
Lederlind® Mundgel enthält keinen Zucker und hat einen angenehmen Geschmack nach Orangen.
Wie wendet man Lederlind® Mundgel an?
Grundsätzlich ist das Mundgel nach den Mahlzeiten aufzutragen, um ein ungestörtes Einwirken des Gels zu ermöglichen. 4-mal täglich soll Lederlind® Mundgel in der ganzen Mundhöhle, auch in den Backen- und Lippentaschen verteilt werden. Wenn der Mundsoor sehr ausgeprägt ist, werden zuerst die weißlichen Beläge mit einem Tupfer abgewischt.
Bei Säuglingen werden 1, cm Gelstrang, bei Kindern und Erwachsenen 3 cm Gelstrang entsprechend der Messskala auf der Packung aufgetragen. Der Gelstrang wird der Länge nach auf den beigefügten Spatel gegeben und von dort mit einem Wattestäbchen im Mund verteilt.


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