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«Lederlon 5 mg»

Lederlon 5 mg


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist LEDERLON® 5 mg und wofür wird es angewendet?
Lederlon® 5 mg ist ein Glukocortikoid (Nebennierenrindenhormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Salz (Elektrolyt)-Haushalt und auf Gewebefunktionen Glukocortikoide haben entzündungshemmende und andere therapeutische Eigenschaften. Das Glukocortikoid in Lederlon® heißt Triamcinolonhexacetonid.
Lederlon® 5 mg wird angewendet bei
Krankheiten, die einer lokalen Behandlung mit Glukocortikoiden - direkt in die betroffenen Gelenke – bedürfen (Intraartikuläre Injektionen), wie
- (persistierende) Entzündung in einem oder wenigen Gelenken nach Allgemeinbehandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen,
- Gelenkentzündung (Arthritis) bei Pseudogicht/Chondrokalzinose,
- akute Entzündung bei verschleißbedingten Gelenkerkrankungen (aktivierte Arthrose),
- Gelenkentzündungen nach Verletzungen (posttraumatische, nicht bakteriell bedingte Arthritiden).
Infiltrationstherapie
- Nichtbakterieller Tendovaginitis (Sehnen(scheiden)entzündung) (strenge Indikationsstellung) und Bursitis (Schleimbeutelentzündung),
- Periarthropathien (Entzündung des ein Gelenk umgebenden Gewebes),
- Insertionstendopathien,
- Enthesopathien bei entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen.
Sub- und intraläsionale Injektion
- Isolierten Psoriasisherden (Schuppenflechte),
- Lichen ruber planus (Knötchenflechte), Lichen simplex chronicus/Neurodermitis circumscripta (ekzematöse Hautveränderung),
- Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall),
- Lupus erythematodes chronicus discoides,
- Keloiden (Wulstnarben).
Lederlon® 5 mg darf nicht angewendet werden bei
- bekannter Überempfindlichkeit gegen Triamcinolonhexacetonid oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels (siehe auch Abschnitt 6, „Weitere Informationen“).
- Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu behandelnden Gelenks,
- Gelenkentzündungen durch bakterielle Infektionen (bakterielle Arthritiden),
- Instabilität des zu behandelnden Gelenks,
- Blutungsneigung, spontan oder durch Arneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien),
- Kalkablagerung in den Gelenken,
- Absterben des Knochens durch eine zeitweise oder langanhaltende Durchblutungsstörung (nicht vaskularisierte Knochennekrose),
- Sehnenriss,
- Gelenkerkrankung durch Störung der Schmerzwahrnehmung im Gelenk (Charcot-Gelenk).
Bei kurzfristiger Verabreichung von Lederlon® 5 mg in akut bedrohlichen Krankheitsphasen können andere Gegenanzeigen vernachlässigt werden.
Bei länger dauernder Behandlung darf Lederlon® 5 mg nicht angewendet werden bei
- Magen-Darm-Geschwüren,
- Abbau des Knochengewebes (Osteoporose),
- psychischen Erkrankungen in der Vorgeschichte,
- akuten Virusinfektionen (Herpes zoster [Gürtelrose], Herpes simplex, Windpocken),
- langanhaltender, durch Hepatis-B-Viren ausgelöste Leberentzündung (HBsAG-positive chronisch-aktive Hepatitis),
- Pilzerkrankungen mit Befall innerer Organe,
- bestimmten Parasitosen (Amöbeninfektion),
- Lymphknotenerkrankung nach Tuberkulose-Impfung,
- Kinderlähmung,
- erhöhtem Augeninnendruck (Eng- und Weitwinkelglaukom).
Lederlon® 5 mg darf nicht in den 8 Wochen vor einer geplanten Schutzimpfung sowie 2 Wochen nach einer Impfung angewendet werden.
Lederlon® 5 mg darf wegen des Gehaltes an Benzylalkohol nicht angewendet werden:
- bei Frühgeborenen und Neugeborenen
Wenn bei Ihnen eine größere Menge Lederlon® 5 mg angewendet wurde als es sollte
Es sind keine akuten Vergiftungen mit Triamcinolonhexacetonid bekannt. Bei Überdosierungen ist mit verstärkten Nebenwirkungen insbesondere auf Endokrinium, Stoffwechsel und Elektrolythaushalt zu rechnen.
Ein Antidot (Gegengift) für Triamcinolonhexacetonid ist nicht bekannt.
Wenn Sie die Anwendung von Lederlon® 5 mg abbrechen
Bei zu rascher Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung kann es unter anderem zu einem Entzugssyndrom kommen, das sich in Beschwerden, z. B. Muskel- und Gelenkschmerzen, äußert.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Lederlon® 5 mg ist erforderlich
In folgenden ällen sollten Sie Lederlon® 5 mg nur unter bestimmten Bedingungen und mit besonderer Vorsicht anwenden:
- akute und chronische bakterielle Infektionen,
- schwer einstellbarer Bluthochdruck,
- schwerer Diabetes mellitus.
Wegen der Gefahr eines Darmwanddurchbruchs mit Bauchfellentzündung dürfen Sie Lederlon® 5 mg nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gründe und unter entsprechender Überwachung anwenden:
- bei schwerer Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa) mit ernsten Komplikationen (drohender Dickdarmdurchbruch, Abszesse oder eitrige Entzündungen),
- bei entzündeten Darmwandausstülpungen (Divertikulitis),
- nach bestimmten Darmoperationen (Enteroanastomosen) unmittelbar postoperativ.
Kinder:
Bei Kindern sollte Lederlon® 5 mg wegen des Risikos einer Wachstumsverzögerung nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gründe angewendet werden.
Benzylalkohol kann bei Säuglingen und Kindern bis zu 3 Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen.
Ältere Patienten:
Auch bei älteren Patienten sollte eine besondere Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen und insbesondere auf Nebenwirkungen wie Osteoporose geachtet werden.
Besondere Vorsicht ist auch in folgenden Situationen erforderlich
- Bei bestehenden schweren Infekten darf Lederlon® 5 mg nur in Kombination mit einer spezifischen antiinfektiösen Therapie angewendet werden.
- Bei Tuberkulose in der Vorgeschichte sollte Lederlon® 5 mg nur angewendet werden, wenn gleichzeitig Arzneimittel zum Schutz gegen Tuberkulose verabreicht werden.
- Bei Zuckerkrankheit muss regelmäßig der Stoffwechsel kontrolliert werden, ein eventuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika ist zu berücksichtigen.
- Patienten mit schwerem Bluthochdruck und/oder schwerer Herzschwäche sind sorgfältig zu überwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht.
Lederlon® 5 mg kann die Anzeichen einer Infektion verdecken und so die Feststellung einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion erschweren.
Bei einer langdauernden Behandlung mit Lederlon® 5 mg sind regelmäßige ärztliche (einschließlich augenärztliche) Kontrollen erforderlich.
Viruserkrankungen können bei Patienten, die mit Lederlon® 5 mg behandelt werden, besonders schwer verlaufen. Besonders gefährdet sind
- abwehrgeschwächte (immunsupprimierte) Kinder
- sowie Personen, die bisher noch keine Masern oder Windpocken hatten.
Wenn diese Personen während einer Behandlung mit Lederlon® 5 mg Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen haben, sollten sie sich umgehend an ihren Arzt wenden, der gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung einleitet.
Durch die direkte Injektion von Glukocortikoiden in das Gelenk (intraartikuläre Gabe) ist die Gefahr einer Gelenkinfektion substanzbedingt erhöht.
Die längerfristige und wiederholte Anwendung von Glukocortikoiden in gewichttragenden Gelenken kann zu einer Verschlimmerung der verschleißbedingten Veränderungen im Gelenk führen. Ursache dafür ist möglicherweise eine Überbeanspruchung des betroffenen Gelenks nach Rückgang der Schmerzen oder anderer Symptome.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:
- Die Anwendung von Lederlon® 5 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Die Anwendung von Lederlon® 5 mg als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.
Bei Anwendung von Lederlon® 5 mg mit anderen Arzneimitteln
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Die Anwendung von Triamcinolon in den ersten 5 Monaten der Schwangerschaft sollte unterbleiben, da Tierversuche Hinweise auf teratogene Wirkungen (Fehlbildungen) ergeben haben und Erkenntnisse über die Sicherheit einer Anwendung in diesem Zeitraum für den Menschen nicht vorliegen.
Bei Langzeitanwendung sind intrauterine Wachstumsstörungen nicht auszuschließen. Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Feten die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde.
Glukocortikoide gehen in die Muttermilch über. Ist eine Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte abgestillt werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es liegen keine Hinweise hinsichtlich der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der ähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lederlon® 5 mg
Benzylalkohol kann bei Säuglingen und Kindern bis zu drei Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bei Patienten, die unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden, sollte eine besondere Nutzen-/Risiko-Abwägung erfolgen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist LEDERLON® 5 mg ANZUWENDEN?
Lederlon® 5 mg wird ausschließlich durch den Arzt oder durch ihn beauftragtes medizinisch geschultes Personal angewendet. Die Dosierung wird durch den Arzt festgelegt.
Dosierung und Art der Anwendung
Injektion in das betroffene Gelenk (Intraartikuläre Therapie)
Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Gelenks und der Schwere des Befundes. Die folgenden Dosierungsangaben können als Anhaltspunkte dienen:
Große Gelenke 10 - 20 mg, mittlere Gelenke 5 - 10 mg, kleine Gelenke 2 - 5 mg Triamcinolonhexacetonid. Meistens führt eine Injektion zur Beschwerdefreiheit. Bei erneuten Beschwerden kann die Injektion nach 3 - 4 Wochen wiederholt werden.
Sub- und intraläsionale Therapie
Art, Sitz und Ausdehnung der Läsionen und klinisches Bild bestimmen Dosierung und Injektionsweise.
Die Dosis sollte für eine einzelne Injektion 0,1 mg Triamcinolonhexacetonid pro cm2 Hautoberfläche nicht überschreiten.
Lederlon® 5 mg sollte grundsätzlich bei dieser Anwendung mindestens im Verhältnis 1:1 verdünnt werden. Gute Therapieerfolge werden auch noch in einer Verdünnung 1:5 erzielt.
Infiltrationstherapie
Die Dosis richtet sich nach der Ausdehnung und Lokalisation der Injektionsstelle sowie der Schwere des Krankheitsbildes und kann zwischen 2 und 20 mg Triamcinolonhexacetonid liegen.
Vor Gebrauch gut schütteln.
Lederlon® 5 mg kann mit isotonischer Natriumchlorid-Lösung oder mit einem Lokalanästhetikum (1 %ig oder 2 %ig) verdünnt werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsverlauf.
Bei der intraartikulären Therapie ist in der Regel eine einmalige intraartikuläre Injektion für eine erfolgreiche Symptomlinderung ausreichend. Wird eine erneute Injektion als notwendig erachtet, sollte diese frühestens nach 3 – 4 Wochen erfolgen, die Anzahl der Injektionen pro Gelenk ist auf 3 – 4 zu beschränken. Insbesondere nach wiederholter Injektion ist eine ärztliche Kontrolle des behandelten Gelenks angezeigt.
Auch bei der Infiltrationstherapie sind Injektionen innerhalb kurzer Abstände zu vermeiden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Lederlon® 5 mg?
Rifampicin, Phenytoin, Primidon und Barbiturate: Cortikoidwirkung vermindert.
Estrogenhaltige Kontrazeptiva: Cortikoidwirkung verstärkt.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Lederlon® 5 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Üblicherweise werden bei der Bewertung von Nebenwirkungen folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen
Selten:
Haut:Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Exanthem
Lokale Anwendung: Überempfindlichkeitsreaktionen durch Benzylalkohol
Sehr selten:
Blut/Immunsystem: Überempfindlichkeitsreaktionen bis zu schweren lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen (anaphylaktischen Reaktionen) sind möglich
Nicht bekannt:
Salze (Elektrolyte), Stoffwechsel, Hormonsystem (Endokrinium):
- Vollmondgesicht,
- Stammfettsucht,
- erhöhter Blutzuckerspiegel (verminderte Glukosetoleranz),
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
- Wasseransammlung im Gewebe (Natriumretention mit Ödembildung),
- vermehrte Kaliumausscheidung, Inaktivität bzw. Schwund der Nebennierenrinde,
- Wachstumsverzögerung bei Kindern,
- Störungen der Sexualhormonsekretion (Ausbleiben der Menstruationsblutung, abnormer Haarwuchs, Impotenz).
Haut:
- Hautstreifen (Striae rubrae),
- Dünnwerden der Haut (Hautatrophie),
- punktförmige Hautblutungen (Petechien),
- Bluterguss (Ekchymosen),
- kleine Hautpusteln gleicher Größe, oft eitrig gefüllt (Steroidakne),
- verzögerte Wundheilung,
- Hautirritation am Mund (periorale Dermatitis).
Muskel und Skelett:
- Muskelschwäche (Atrophie),
- herabgesetzte Knochendichte (Osteoporose),
- Untergang von Knochengewebe, oft Kopf des Oberarm- und Oberschenkelknochens (aseptische Knochennekrosen).
- Über peri- und intraartikuläre Verkalkungen sowie Sehnenschädigungen nach Corticosteroid-Injektionen ist berichtet worden.
Psyche:
- Depressionen,
- Gereiztheit,
- Euphorie,
- Antriebs- und Appetitsteigerung,
Nervensystem:
- Blutdruckerhöhung im Gehirn unbekannter Ursache (Pseudotumor cerebri),
- Manifestation einer latenten Epilepsie.
Magen-Darm-Kanal:
- Magenbeschwerden,
- Magengeschwür,
- Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Kreislauf und Gefäße:
- Anstieg des Blutdrucks,
- Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos,
- Gefäßentzündung (Vaskulitis, auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie).
Blut/Immunsystem:
- Blutbildveränderungen:
- mäßige Erhöhung der Zahl der weißen Blutzellen (Leukozytose),
- krankhaft niedrige Lymphozytenzahl (Lymphopenie),
- krankhaft niedrige Zahl der Eosinophilen (Eosinopenie),
- unnormal hohe Zahl an roten Blutzellen (Polyglobulie),
- Behinderung der Immunvorgänge (z. B. Erhöhung des Infektionsrisikos).
Augen:
- Steigerung des Augeninnendrucks (Glaukom),
- Linsentrübung (Katarakt).
Lokale Anwendung:
Lokale Reizungen ( Tage anhaltende Schmerzen) und Unverträglichkeitserscheinungen, wie z.B. Hitzegefühl und Hautrötungen, sind möglich. Die Entwicklung einer Hautatrophie (Dünnwerden der Haut) und einer Atrophie (Schwund) des Unterhautgewebes an der Injektionsstelle kann nicht ausgeschlossen werden, wenn Corticosteroide nicht sorgfältig in die Gelenkhöhle injiziert werden.
Intraartikuläre Anwendung:
Verbunden mit der Applikationstechnik kann es zu Verletzungen von Gefäßen oder Nerven sowie periartikulären und artikulären Strukturen kommen. Bei jeder Gelenkpunktion ist die Einschleooung von Keimen (Infektion) möglich. Die Gelenkinfektion ist differentialdiagnostisch von einer Kristallsynovitis zu unterscheiden, die bereits nach wenigen Stunden auftritt, im Gegensatz zur Gelenkinfektion aber keine Allgemeinsymptome macht und in wenigen Tagen wieder abklingt. Das Auftreten einer Kristallsynovitis hängt u.a. von der Krystallgröße des Präparates ab.
Besondere Hinweise
Wenn bei Ihnen folgende Beschwerden auftreten, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren:
- Magen-Darm-Beschwerden,
- Schmerzen im Rücken-, Schulter- oder Hüftgelenksbereich,
- psychische Verstimmungen,
- bei Diabetikern auffällige Blutzuckerschwankungen
- oder sonstige Störungen
Bei zu rascher Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung kann es unter anderem zu einem Entzugssyndrom kommen, das sich in Beschwerden, z. B. Muskel- und Gelenkschmerzen, äußert.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Ampullenetikett und dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Lederlon® 5 mg Injektionssuspension
Wirkstoff: Triamcinolonhexacetonid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor mit der Anwendung dieses Arzneimittels begonnen wird.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Wie beeinflusst Lederlon® 5 mg die Wirkung von anderen Arzneimitteln?
- Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika (z.B. ASS, Ibuprofen): Gefahr von Magen-Darm-Blutungen erhöht.
- Antidiabetika: Blutzuckersenkung ist vermindert.
- Gerinnungshemmer (orale Antikoagulanzien wie Cumarinderivate): der blutverdünnende Effekt ist abgeschwächt.
- Atropin und andere Arzneimittel, die die Signalübertragung von Nerven blockieren (Anticholinergika): zusätzliche Augeninnendrucksteigerung bei gleichzeitiger Anwendung von Lederlon® 5 mg ist nicht ausgeschlossen.
- Medikament gegen Wurminfektionen namens Praziquantel: Herabsetzung der Praziquantel-Konzentration im Blut möglich.
- Blutdrucksenkende Mittel (ACE-Hemmstoffe): Erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.
- Antimalaria Medikamente (Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin): Erhöhtes Risiko des Auftretens von Myopathien und Kardiomyopathien.
- Herzwirksame Glykoside: die Wirkung dieser Medikamente wird durch Kaliummangel, der durch Lederlon® 5 mg hervorgerufen werden kann, verstärkt.
- Wassertabletten (Saluretika): Zusätzliche Kaliumausscheidung.
- Humanes Wachstumshormon (Somatropin): Somatropinwirkung bei Langzeitgabe von Lederlon® 5 mg vermindert.
- Arzneimittel zur Immunsuppression (Ciclosporin): Erhöhte Gefahr zerebraler Krampfanfälle.
- Mittel zur Untersuchung der Schilddrüse und der Hirnanhangsdrüse (Protirelin): TSH-Anstieg vermindert.
- Abführmittel: Kaliumverlust verstärkt.
Beachten Sie, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


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