Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Lendorm 0,25 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lendorm 0,25 mg - Tabletten sind ein Schlafmittel aus der Gruppe der sogenannten Hetrazepine. Es verkürzt die Einschlafzeit und verlängert die Schlafdauer. Nachts wachen Sie nicht so häufig auf.

Lendorm 0,25 mg - Tabletten werden kurzzeitig bei behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörungen (z. B. Schlafstörungen in Verbindung mit innerer Unruhe, Spannung und Angst) angewendet.

Hinweis Nicht alle Schlafstörungen bedürfen der Anwendung von Schlafmitteln. Schlafstörungen sind häufig eine Folge körperlicher und seelischer Erkrankungen und können durch deren Behandlung behoben werden. Schlafmittel können zwar die Voraussetzung für die Behandlung verbessern, beheben die Ursache der Schlafstörung aber nicht.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lendorm darf nicht eingenommen werden,
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Brotizolam oder andere Wirkstoffe der Wirkstoffgruppe der Hetrazepine und Benzodiazepine sowie gegen einen der sonstigen Bestandteile von Lendorm 0,25 mg - Tabletten sind;
– wenn Sie an bestimmten Formen der krankhaften Muskelschwäche (Myasthenia gravis), schwerer Atemschwäche (schwere respiratorische Insuffizienz), gelegentlichem kurzem Atemstillstand im Schlaf (sogenanntes Schlaf-Apnoe-Syndrom) oder schweren Störungen der Leberfunktion leiden;
– wenn eine akute Vergiftung mit Alkohol oder mit Arzneimitteln, die eine dämpfende Wirkung auf das Zentralnervensystem haben (wie z. B. Schlafmittel, betäubende Schmerzmittel oder Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen), vorliegt;

Lendorm 0,25 mg - Tabletten sind nur für Erwachsene geeignet. Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht. Daher dürfen Lendorm 0,25 mg - Tabletten Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht gegeben werden (siehe „Wie ist Lendorm einzunehmen?“).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lendorm ist erforderlich,
– wenn bei Ihnen eine Beeinträchtigung der Leberfunktion besteht;
– wenn Sie an bestimmten Atemstörungen (chronische Atemschwäche mit erhöhtem Kohlendioxidgehalt im Blut [Hyperkapnie]) leiden – wegen der besonders nachts auftretenden Gefahr einer verminderten Atmung;
– wenn Sie älter sind.

Ihr Arzt wird in diesen Fällen die Behandlung mit Lendorm 0,25 mg - Tabletten sorgfältig überwachen und möglicherweise die Dosierung herabsetzen (siehe „Wie ist Lendorm einzunehmen?“).

Toleranzentwicklung Nach wiederholter Einnahme über wenige Wochen kann sich die Wirkung von Lendorm 0,25 mg - Tabletten abschwächen.

Abhängigkeit Wenn Sie Schlafmittel dieses Wirkstofftyps einnehmen, können Sie von diesen Arzneimitteln abhängig werden. Dies gilt nicht nur für die missbräuchliche Anwendung besonders hoher Dosen, sondern auch für den empfohlenen Dosierungsbereich. Das Risiko, von diesen Arzneimitteln abhängig zu werden, steigt mit der Dosis und der Dauer der Anwendung.

Sobald eine körperliche Abhängigkeit besteht, kommt es bei plötzlichem Absetzen zu Entzugserscheinungen. Diese reichen von leichten Störungen wie Kopf- oder Muskelschmerzen bis zu deutlichen psychischen Beeinträchtigungen (z. B. schwere Angst- und Spannungszustände, Unruhe, Verwirrung und/oder Reizbarkeit). In schweren Fällen können Wirklichkeitsverlust, Persönlichkeitsveränderungen, gesteigerte Hörempfinden, Taubheitsgefühl und Prickeln in den Händen und Füßen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Berührungen, Sinnestäuschungen oder Krampfanfälle auftreten.

Eines der ersten Zeichen einer beginnenden Abhängigkeit sind sogenannte „Rebound-Phänomene“. Dabei treten die Beschwerden, die zur Behandlung mit Lendorm 0,25 mg – Tabletten geführt haben, nach Absetzen des Arzneimittels in gesteigerter Form wieder auf. Sie können von anderen Beschwerden einschließlich Veränderungen der Stimmungslage, Angstzuständen und Unruhe begleitet sein.

Behandlungsdauer Sie sollten Schlafmittel wie Lendorm 0,25 mg - Tabletten stets nur so kurz wie möglich einnehmen, höchstens aber 2 Wochen (siehe „Wie ist Lendorm einzunehmen?“). Es gibt Hinweise darauf, dass sich Entzugserscheinungen schon innerhalb der normalen Dosierungsabstände entwickeln können, insbesondere bei höheren Dosierungen.

Da nach plötzlichem Absetzen der Behandlung die Gefahr von Entzugs- oder Rebound-Phänomenen steigt, sollte das Absetzen von Lendorm 0,25 mg - Tabletten schrittweise erfolgen. Ihr Arzt wird dazu die Dosierung von Lendorm 0,25 mg - Tabletten schrittweise an Ihre persönliche Situation anpassen (siehe „Wie ist Lendorm einzunehmen?“). Die gesamte Behandlung, einschließlich der Absetzphase, soll die Dauer von 4 Wochen nicht überschreiten.

Erinnerungsstörungen Schlafmittel dieses Wirkstofftyps können eine vorübergehende Erinnerungsstörung (anterograde Amnesie) auslösen, d.h. dass Sie sich an Handlungen nicht erinnern können, die Sie unter der Wirkung des Arzneimittels durchgeführt haben. Dies kann mit unangepasstem Verhalten einhergehen und tritt am häufigsten einige Stunden nach der Einnahme auf, daher ist ein ungestörter Schlaf über 7-8 Stunden sicherzustellen.

Psychiatrische und paradoxe (= unerwartete, der eigentlichen Wirkung von Lendorm 0,25 mg - Tabletten entgegengesetzte)Reaktionen Unter der Behandlung mit Schlafmitteln dieses Wirkstofftyps können Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellung, Wut, Albträume, Sinnestäuschungen, psychische Störungen, unangemessenes Verhalten und andere Verhaltensstörungen auftreten. In solchen Fällen soll die Behandlung abgebrochen werden. Bei Kindern und älteren Patienten werden diese Ereignisse häufiger beobachtet.

Spezielle Patientengruppen Die alleinige Gabe von Lendorm 0,25 mg - Tabletten wird nicht zur Behandlung psychotischer Erkrankungen empfohlen. Lendorm 0,25 mg - Tabletten sollen nicht alleine zur Behandlung von Depressionen oder Angstzuständen, die mit Depressionen einhergehen, verwendet werden, da bei diesen Patienten Suizidverhalten ausgelöst werden kann.

Schlafmittel dieses Wirkstofftyps dürfen für die Behandlung von Patienten mit schweren Störungen der Leberfunktion nicht angewendet werden, da sie Gehirnerkrankungen auslösen können (siehe „Lendorm darf nicht eingenommen werden“).

Bei Einnahme von Lendorm mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Einnahme von Lendorm 0,25 mg - Tabletten und anderen Arzneimitteln, die eine dämpfende Wirkung auf das Zentralnervensystem haben (z. B. Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen, angstlösende Arzneimittel, Beruhigungsmittel, Mittel gegen Depressionen, Schlafmittel, betäubende Schmerzmittel, Mittel gegen Krampfanfälle, Narkosemittel und bestimmte Mittel gegen Allergien), führt zu gegenseitiger Verstärkung der Wirkung.

Die gleichzeitige Anwendung von betäubenden Schmerzmitteln kann durch Verstärkung der stimmungsaufhellenden Wirkung die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit fördern.

Die Wirkung von Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung kann verstärkt werden.

Bei einer Langzeitbehandlung z.B. mit blutdrucksenkenden oder blutzuckersenkenden Arzneimitteln, Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Hormonen ist die Art und Umfang möglicher Wechselwirkungen nicht vorhersehbar. Sie müssen Ihrem behandelnden Arzt daher vor Behandlungsbeginn mitteilen, ob bei Ihnen eine Langzeitbehandlung mit anderen Arzneimitteln durchgeführt wird. In diesen Fällen ist besonders zu Beginn der Behandlung mit Lendorm 0,25 mg - Tabletten erhöhte Vorsicht erforderlich.

Brotizolam, der Wirkstoff von Lendorm 0,25 mg - Tabletten, wird in der Leber verstoffwechselt. Die gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die bestimmte Leberenzyme beeinflussen, kann die Wirkung von Lendorm 0,25 mg - Tabletten verändern. Sie müssen Ihrem behandelnden Arzt daher vor Behandlungsbeginn mitteilen, ob bei Ihnen eine Behandlung mit einem der nachstehend aufgeführten Arzneimittel durchgeführt wird: Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B.

Itraconazol,Ketoconazol), Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems (z. B. Ciclosporin A, Sirolimus, Tacrolimus), Arzneimittel zur Blutdrucksenskung aus der Klasse der Calciumantagonisten, bestimmter Arzneimittel gegen Infektionen (Makrolid-Antibiotika wie z. B. Clarithromycin, Erythromycin), bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen (z. B. Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir sowie Efavirenz und Nevirapin), Arzneimittel zur Blutfettsenkung (z. B. Atorvastatin, Lovastatin, Simvastatin); Arzneimittel gegen Erektionsstörungen (z. B. Sildenafil), Arzneimittel gegen Tuberkulose (z. B.Rifabutin, Rifampicin), Arzneimittel zur Behandlung der Schizophrenie (z.B. Pimozid), Arzneimittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Malaria (z. B. Mefloquin, Halofantrin), Arzneimittel gegen Epilepsie (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Phenobarbital), Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung von Allergien (z.B. Astemizol, Terfenadin), Schlafmittel (z.B. Midazolam), Hormonbehandlung (Steroide wie z. B. Ethinylestradiol), Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs (z.B. Tamoxifen), Arzneimittel gegen zu viel Magensäure (z.B. Cimetidin) und Arzneimittel, die Johanniskraut enthalten.

Bei Einnahme von Lendorm zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme mit Alkohol – es kann zu einer gefährlichen Verstärkung der dämpfenden Wirkung kommen. Dies beeinträchtigt die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen (siehe „Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen“).

Vermeiden Sie auch die gleichzeitige Einnahme mit Grapefruitsaft – dieser kann ebenfalls bestimmte Leberenzyme beeinflussen und so die Wirkung von Lendorm 0,25 mg - Tabletten verändern.

Lendorm 0,25 mg - Tabletten sollten auf leeren Magen genommen werden, um den Wirkungseintritt und die Dauer der Wirkung nicht zu beeinträchtigen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft Lendorm 0,25 mg - Tabletten dürfen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Wenn Sie schwanger werden wollen oder eine Schwangerschaft vermuten, müssen Sie sich unverzüglich mit ihrem Arzt hinsichtlich eines Therapieabbruchs in Verbindung setzen.

Es wurden Missbildungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Schlafmitteln dieses Wirkstofftyps beschrieben.

Bei Neugeborenen, welche am Ende des letzten Drittels der Schwangerschaft oder während des Geburtsvorgangs Schlafmittel dieses Wirkstofftyps ausgesetzt waren, kommt es zum Absinken der Körpertemperatur, Blutdruckabfall, herabgesetzte Muskelspannung, mittelschwere Atemschwäche und Trinkschwäche.

Darüber hinaus kann es bei Neugeborenen, deren Mütter im letzten Drittel der Schwangerschaft wiederholt Schlafmittel dieses Wirkstofftyps eingenommen haben, zur Entwicklung einer körperlichen Abhängigkeit kommen. Diese Neugeborenen können nach der Geburt Entzugserscheinungen entwickeln.

Stillzeit Da Brotizolam, der Wirkstoff von Lendorm 0,25 mg – Tabletten, in die Muttermilch gelangt, dürfen Lendorm 0,25 mg – Tabletten während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Teilen Sie daher unbedingt Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder stillen wollen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

„Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.“

Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Während der Behandlung mit Lendorm 0,25 mg - Tabletten können Dämpfung, Erinnerungsstörungen, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit und eingeschränkte Muskelfunktion die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Alkohol, zentral dämpfende Mittel und ungenügende Schlafdauer erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer verringerten Aufmerksamkeit.

Sie dürfen daher kein Fahrzeug lenken, keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen oder sonstige potenziell gefährliche Tätigkeiten ausüben.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lendorm
Bitte nehmen Sie Lendorm 0,25 mg - Tabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten leiden.

Lendorm 0,25 mg - Tabletten enthalten in der empfohlenen Tageshöchstdosis (0,25 mg) 82,75 mg Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Wenn Sie an einer seltenen ererbten Stoffwechselerkrankung (Galactose-Unverträglichkeit, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Verwertungsstörung) leiden, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Hinweis für Diabetiker: Lendorm 0,25 mg - Tabletten enthalten in 1 Tablette 0,12 g Kohlenhydrate entsprechend 0,01 Broteinheiten (BE).

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lendorm 0,25 mg - Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis 1 x täglich ½-1 Tablette direkt vor dem Schlafengehen.

Die Behandlung soll mit der niedrigstmöglichen Dosierung von ½ Tablette begonnen werden. Je nach Ansprechen auf die Behandlung kann eine Dosierung von ½ Tablette bereits ausreichend sein.

Die Tageshöchstdosis von 1 Tablette darf wegen des erhöhten Risikos von unerwünschten Nebenwirkungen im zentralen Nervensystem nicht überschritten werden.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten Für ältere Patienten wird eine Dosierung von 1 x täglich ½ Tablette empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Im Fall einer beeinträchtigten Nierenfunktion ist keine Anpassung der Dosierung notwendig.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Wenn Ihre Leberfunktion beeinträchtigt ist, kann die Wirkungsdauer erheblich verlängert sein. Daher ist eine Anpassung der Dosierung durch den Arzt erforderlich. Es ist möglich, dass bei Ihnen eine niedrigere Dosis ausreichend ist.

Patienten mit Atemstörungen (chronischer Atemschwäche) Wenn Sie an bestimmten Atemstörungen (chronische Atemschwäche mit erhöhtem Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut [Hyperkapnie]) leiden ist ebenfalls eine Anpassung der Dosierung durch den Arzt erforderlich. Es ist möglich, dass bei Ihnen eine niedrigere Dosis ausreichend ist.

Kinder und Jugendliche Lendorm 0,25 mg - Tabletten dürfen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht gegeben werden (siehe „Lendorm darf nicht eingenommen werden“).

Art und Dauer der Anwendung

Art der Anwendung Nehmen Sie die Tablette unmittelbar vor dem Schlafengehen mit ausreichend nicht alkoholischer Flüssigkeit ein. Sie können die Tablette auch im Mund unter der Zunge zergehen lassen. Lendorm 0,25 mg - Tabletten sollten auf leeren Magen eingenommen werden, um den Eintritt und die Dauer der Wirkung nicht zu beeinträchtigen.

Nach der Einnahme von Schlafmitteln ist eine ausreichend lange Schlafdauer (zumindest 7-8 Stunden) unbedingt notwendig – Ihr Reaktionsvermögen (z. B. beim Autofahren oder Arbeiten) könnte sonst am folgenden Morgen beeinträchtigt sein (siehe „Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen“).

Behandlungsdauer Die Behandlungsdauer soll stets so kurz wie möglich sein. Sie dürfen Lendorm 0,25 mg - Tabletten nicht länger als für die von Ihrem Arzt festgelegte Behandlungsdauer – diese kann zwischen wenigen Tagen und höchstens 2 Wochen betragen – einnehmen, da es innerhalb weniger Wochen zu einer Abhängigkeit kommen kann.

Daher sollten Sie zunächst unter genauer Anleitung Ihres Arztes die Dosis schrittweise verringern. Danach versuchen Sie die Tabletteneinnahme zu beenden. Die gesamte Behandlung, einschließlich der Absetzphase, soll die Dauer von 4 Wochen nicht überschreiten.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass als Folge des Absetzens des Arzneimittels die Schlafstörungen zunächst verstärkt wieder auftreten können, in seltenen Fällen kommt es auch zu Unruhe und Spannungszuständen (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lendorm ist erforderlich“).

In besonderen Fällen kann eine Fortsetzung der Behandlung über 2 Wochen hinaus erforderlich sein. In diesen Fällen muss Ihr Arzt überprüfen, ob eine Einnahme über mehr als 2 Wochen notwendig ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Lendorm eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich mehr als die vorgeschriebene Dosis eingenommen haben, verständigen Sie bitte unverzüglich einen Arzt. Er wird über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.

Eine Überdosierung von Lendorm 0,25 mg - Tabletten führt im Allgemeinen zu einer Dämpfung, die je nach eingenommener Menge von Schläfrigkeit bis zur Bewusstlosigkeit gehen kann. Anzeichen leichter Überdosierung können z.B. Benommenheit, geistige Verwirrung und Antriebsarmut sein, in schwereren Fällen können Bewegungsstörungen, Blutdruckabfall, verminderte Muskelspannung, verminderte Atmung, selten Bewusstlosigkeit und sehr selten Todesfälle auftreten.

Überdosierungen sind meist nicht lebensgefährlich, wenn die Behandlung unverzüglich eingeleitet wird und gleichzeitig keine anderen dämpfenden Mittel genommen wurden.

Weitere Informationen für Ihren Arzt und anderes medizinisches Fachpersonal enthält der entsprechende Abschnitt am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Lendorm vergessen haben
Achten Sie darauf, dass Sie Lendorm 0,25 mg - Tabletten unmittelbar vor dem Schlafengehen einnehmen und nur dann, wenn eine ausreichende Schlafdauer sichergestellt ist. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Lendorm abbrechen
Bei längerer Behandlungsdauer (länger als eine Woche) und nach plötzlichem Absetzen der Behandlung können die Beschwerden, die zu einer Behandlung mit Lendorm 0,25 mg - Tabletten geführt haben, vorübergehend in verstärkter Form wieder auftreten. Außerdem kann es zu Entzugserscheinungen kommen (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lendorm ist erforderlich“ und „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Ihr Arzt wird daher die Behandlung nicht plötzlich abbrechen, sondern durch schrittweises Herabsetzen der Dosis beenden. Beenden oder ändern Sie daher die Behandlung mit Lendorm 0,25 mg - Tabletten nicht eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Lendorm 0,25 mg - Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schläfrigkeit während des Tages, abgeschwächte Gefühlsempfindung, verringerte Aufmerksamkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Muskelschwäche, Bewegungsstörungen und Doppelsehen treten überwiegend zu Beginn der Behandlung auf und bilden sich gewöhnlich bei fortgesetzter Anwendung zurück.

In Studien mit Lendorm wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich: Verstärkung depressiver Erscheinungen bei Patienten mit depressiver Verstimmung (siehe unten „Depression“), heftige Albträume
Selten: abgeschwächte Gefühlsempfindung, Ruhelosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, Veränderungen der Sexualfunktion, Verwirrtheit

Erkrankungen des Nervensystems Häufig: Schläfrigkeit während des Tages, Kopfschmerzen
Gelegentlich: Schwindelgefühl

Augenerkrankungen Selten: Sehstörungen (Doppelsehen)

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakets Häufig: Störungen des Magen-Darm-Trakts
Selten: Mundtrockenheit

Leber- und Gallenerkrankungen Selten: Leberfunktionsstörungen einschließlich Beeinflussung von Leberfunktionstests, Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Selten: Hautreaktionen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Selten: Muskelschwäche – wegen der muskelerschlaffenden Wirkung ist insbesondere bei älteren Patienten Vorsicht (Sturzgefahr) geboten.

Allgemeine Erkrankungen Selten: Müdigkeit, paradoxe Reaktionen (insbesondere bei älteren Patienten; siehe unten „Psychiatrische und paradoxe Reaktionen“), Entzugserscheinungen oder „Rebound-Phänomene“ (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lendorm ist erforderlich“)

Bei Auftreten von heftigen Albträumen, Ruhelosigkeit, Erregung und Reizbarkeitsollen Lendorm 0,25 mg - Tabletten von ihrem Arzt abgesetzt werden.

Abhängigkeit Es kann – selbst bei der empfohlenen Dosierung – zu körperlicher Abhängigkeit kommen: bei Absetzen der Behandlung können Entzugserscheinungen oder „Rebound-Phänomene“ auftreten (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lendorm ist erforderlich“). Psychische Abhängigkeit kann auftreten. Missbrauch von Schlafmitteln dieses Wirkstofftyps wurde berichtet. Entzugserscheinungen oder Rebound-Phänomene können Zeichen einer beginnenden Abhängigkeit sein (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lendorm ist erforderlich“).

Erinnerungsstörungen Vorübergehende Erinnerungsstörungen (anterograde Amnesie) können bei der empfohlenen Dosierung auftreten; das Risiko hierfür steigt mit der Dosis. Derartige Erinnerungsstörungen können von unangemessenem Verhalten begleitet sein (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lendorm ist erforderlich“).

Depression Bei bestehender Neigung zur Depression kann es während der Anwendung von Schlafmitteln dieses Wirkstofftyps zum Ausbruch der Krankheit kommen.

Psychiatrische und paradoxe Reaktionen Unter der Behandlung mit Schlafmitteln dieses Wirkstofftyps können Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellung, Wut, Albträume, Sinnestäuschungen, psychische Störungen, unangemessenes Verhalten und andere Verhaltensstörungen auftreten. Diese können auch schwerwiegend sein. Bei Kindern und älteren Patienten werden diese Ereignisse häufiger beobachtet.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Lendorm 0,25 mg - Tabletten»