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«Lercanidipin ratiopharm 10 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lercanidipin ratiopharm gehört zur Arzneimittelgruppe der Calciumkanalblocker (Dihydropyridin-Abkömmlinge). Lercanidipin ratiopharm wird zur Behandlung von leichtem bis mittelschwerem Bluthochdruck, auch als Hypertonie bekannt, eingesetzt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lercanidipin ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch(überempfindlich) gegen Lercanidipinhydrochlorid oder einen der sonstigenBestandteile von Lercanidipin ratiopharm sind
  • wenn Sie früher einmal auf eng verwandte Arzneimittel von Lercanidipin ratiopharm allergischreagiert haben (wie z. B. Amlodipin, Nicardipin, Felodipin, Isradipin, Nifedipin oder Lacidipin)
  • wenn Sie bestimmte Herzleiden haben wie:
  • unbehandelte Herzinsuffizienz
  • Behinderung des Blutabflusses aus dem Herzen
  • instabile Angina pectoris (Ruheangina oder unter Belastung stufenweise sich verschlimmerndeAngina pectoris)
  • wenn Sie vor weniger als einem Monat einen Herzinfarkt hatten
  • wenn Sie schwer leber- oder nierenkrank sind
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die CYP 3A4-Isoenzyme hemmen:
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol oder Itraconazol)
  • Makrolidantibiotika (z. B. Erythromycin oder Troleandomycin)
  • antivirale Arzneimittel (z. B. Ritonavir)
  • wenn Sie ein Medikament nehmen, dass Ciclosporin oder Cyclosporin (wird nach Transplantationen eingenommen, um die Organabstoßung zu verhindern) enthält
  • wenn Sie gleichzeitig Grapefruit essen oder Grapefruitsaft trinken Nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder stillen (mehr Informationen siehe unter „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Lercanidipin ratiopharm darf nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren eingenommen werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lercanidipin ratiopharm ist erforderlich

  • wenn Sie an bestimmten anderen Herzerkrankungen leiden und keinen Schrittmacher tragen oder bereits an Angina pectoris leiden
  • wenn Sie Probleme mit Ihrer Leber oder Nieren haben oder dialysepflichtig sind.

Bei Einnahme von Lercanidipin ratiopharm mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie

  • andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt
  • Beta-Blocker, z. B. Metoprolol, Diuretika(„Wassertabletten“) oder ACE-Hemmer(Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck) einnehmen
  • Cimetidin(mehr als 800 mg pro Tag; Arzneimittel gegen Magen-Darm-Geschwüre, Verdauungsstörung oder Sodbrennen) einnehmen
  • Digoxin(Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen) einnehmen
  • Midazolam(schlafförderndes Arzneimittel) einnehmen
  • Rifampicin(Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose) einnehmen
  • Astemizol oder Terfenadin(Arzneimittel gegen Allergien) einnehmen
  • Amiodaron oder Chinidin(Arzneimittel zur Behandlung eines zu schnellen Herzschlages)
  • Phenytoin oder Carbamazepin(Arzneimittel gegen Epilepsie) einnehmen. Ihr Arzt wird IhrenBlutdruck öfter kontrollieren als üblich.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen(z. B. Ketoconazol oder Itraconazol),Makrolidantibiotika(z. B. Erythromycin oder Troleandomycin) oder antivirale Arzneimittel (z. B. Ritonavir) einnehmen. Die Wirkung von Lercanidipin ratiopharm kann verstärkt werden. Daher sollte eine gleichzeitige Gabe vermieden werden (siehe unter „Lercanidipin ratiopharm darf nicht eingenommen werden“).
  • Ciclosporin(Arzneimittel zur Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr) einnehmen. DieWirkung von Lercanidipin ratiopharm als auch von Ciclosporin kann verstärkt werden. Daher sollte eine gleichzeitige Gabe vermieden werden (siehe unter „Lercanidipin ratiopharm darf nicht eingenommen werden“).
  • Simvastatin(Arzneimittel zur Senkung des Cholesterin-Spiegels) einnehmen. Lercanidipinratiopharm sollte morgens und Simvastatin abends eingenommen werden.

Bei Einnahme von Lercanidipin ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

  • Patienten sollten keinen Alkohol während der Therapie mit Lercanidipin ratiopharm trinken, weildieser die Wirkung von Lercanidipin ratiopharm verstärken kann.
  • Patienten sollten keine Grapefruit essen oder Grapefruitsaft trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nehmen Sie Lercanidipin ratiopharm nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder stillen oder Sie schwanger werden wollen oder keine sichere Verhütung anwenden.
Wenn Sie Lercanidipin ratiopharm einnehmen und den Verdacht haben, schwanger zu sein, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Vorsicht ist geboten, da möglicherweise Schwindel, Schwäche und Ermüdung auftreten können. Sie dürfen keine Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen, bis Sie wissen, wie Sie auf Lercanidipin ratiopharm reagieren.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lercanidipin ratiopharm immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene:
Die übliche Dosis ist 1 Tablette Lercanidipin ratiopharm (entsprechend 10 mg
Lercanidipinhydrochlorid) täglich und wird jeden Tag zur gleichen Uhrzeit eingenommen, vorzugsweise morgens mindestens 15 Minuten vor dem Frühstück, weil eine fettreiche Mahlzeit die Wirkstoffspiegel im Blut deutlich erhöht.
Sofern erforderlich, kann Ihr Arzt die Dosierung auf 2 Tabletten Lercanidipin ratiopharm (entsprechend 20 mg Lercanidipinhydrochlorid) täglich erhöhen.
Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein.

Ältere Patienten:
Eine Anpassung der täglichen Dosis ist nicht erforderlich. Zu Beginn der Behandlung ist jedoch besondere Vorsicht geboten.

Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen:
Zu Beginn der Behandlung ist bei diesen Patienten mit besonderer Vorsicht vorzugehen und bei einer Erhöhung der Tagesdosis auf 20 mg ist Vorsicht geboten.

Kinder und Jugendliche:
Dieses Arzneimittel darf nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren eingenommen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Lercanidipin ratiopharm eingenommen haben als Sie sollten

Nehmen Sie nicht mehr als die verordnete Dosis ein.
Falls Sie mehr als die verschriebene Dosis einnehmen, oder im Falle einer Überdosis müssen Sie sofort ärztliche Hilfe aufsuchen und, falls möglich, die Tabletten und/oder die Packung mitnehmen.

Überschreiten der richtigen Dosis kann dazu führen, dass der Blutdruck zu stark absinkt und die Herzschläge unregelmäßig oder schneller werden. Außerdem kann es zu Erbrechen und Bewusstlosigkeit kommen.

Wenn Sie die Einnahme von Lercanidipin ratiopharm vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme Ihrer Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Dosis aus und nehmen die nächste Tablette zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Lercanidipin ratiopharm abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Lercanidipin ratiopharm abbrechen, kann Ihr Blutdruck wieder ansteigen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lercanidipin ratiopharm Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein:
Wenn Sie von einer dieser Nebenwirkungen betroffen sind, kontaktieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.
Selten: Angina pectoris (Brustschmerzen, hervorgerufen durch mangelhafte Durchblutung Ihres Herzmuskels).
Sehr selten: Brustschmerzen, Absinken des Blutdrucks, Ohnmachtsanfall und allergische Reaktionen (Symptome umfassen Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht).

Wenn Sie bereits an Angina pectoris leiden, kann es bei Einnahme von Arzneimitteln aus der Gruppe zu der auch Lercanidipin ratiopharm gehört, zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad dieser Anfälle kommen. Vereinzelt ist das Auftreten eines Herzinfarktes möglich.

Andere mögliche Nebenwirkungen
Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, beschleunigter Herzschlag, Palpitationen (Herzklopfen oder -rasen), plötzliche Rötung von Gesicht, Hals oder oberem Brustkorb, Knöchelschwellungen.
Selten: Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magenschmerzen, Durchfall, Hautausschlag, Muskelschmerzen, Ausscheidung größerer Urinmengen, Müdigkeit. Sehr selten: Schwellung des Zahnfleisches, Störung der Leberfunktion (Nachweis mittels Bluttests), häufigeres Wasserlassen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf den Blisterpackungen und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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