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«Levovist»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Levovist wird angewendet für
• ein- und zweidimensionale doppler- und duplexsonographische Blutflussdarstellung bei Patienten mit unzureichenden Dopplersignalintensitäten:
Erkrankungen im Bereich des linken Herzens, wie z.B. Aortenvitien, Veränderungen des linksventrikulären Ausflusstraktes, Mitralvitien,
Erkrankungen peripherer Arterien und Venen, wie z.B. Stenosen hirnversorgender Arterien, Stenosen oder Veränderungen der Gefäße des Abdomens und kleinen Beckens sowie der Extremitäten,
Tumorerkrankungen zur Feststellung des Vaskularisierungsausmaßes.
• Diagnose des vesikoureteralen Refluxes (VUR) bei Kindern mit kontrastverstärkter Miktions-Urosonographie.
Wenn bei Ihnen eine größere Menge von Levovist angewendet wurde, als vorgesehen
Das Risiko einer versehentlichen Vergiftung durch Injizieren größerer Mengen Levovist als im Abschnitt “Wie wird Levovist dosiert? empfohlen, ist sehr gering.
Bei Vermehrung des Harnvolumens (osmotische Diurese) ist der Wasser- und Salzhaushalt (Serum-Elektrolyte und intravasales Volumen) zu überwachen und ggf. auszugleichen (Substitution).
Bei Symptomen, die auf eine Zunahme des Blutvolumens (Hypervolämie) hinweisen, können Arzneimittel, die die Wasser- und Salzausscheidung fördern (Diuretika, z.B. Furosemid) intravenös verabreicht werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Levovist darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Galactose oder Palmitinsäure oder einem der sonstigen Bestandteile von Levovist sind.
bei Störungen des Galaktosestoffwechsels (Galaktosämie).
bei schwerer Herzinsuffizienz (NYHA III und IV).
bei Patienten mit schweren Lungenerkrankungen, insbesondere schweren obstruktiven Lungenerkrankungen.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Levovist ist erforderlich
Die Verabreichung von Levovist innerhalb von 14 Tagen nach einem Myokardinfarkt stellt möglicherweise ein erhöhtes Risiko dar. Bei diesen Patienten sollte Levovist aufgrund der noch unzureichenden klinischen Erfahrung nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.
Bei der kontrastverstärkten Miktions-Urosonographie gibt es bisher keine Erfahrung über die Anwendung bei Patienten mit akuten Harnwegsinfektionen. Bei diesen Patienten sollte die Anwendung von Levovist sorgfältig abgewogen werden.
Bei Patienten mit normaler bis mäßig eingeschränkter Herzfunktion sind bei Einhaltung der empfohlenen Dosis klinisch relevante Veränderungen der Hämodynamik nicht zu erwarten. Eine Beeinflussung der Leber- oder Nierenfunktionsparameter ist nicht beobachtet worden.
Allergoide bzw. anaphylaktoide Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen):
Nach Anwendung von Levovist wurden in seltenen ällen allergieähnliche Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet (siehe auch Abschitt 4.).
Diese Reaktionen treten gewöhnlich in Form von nicht schwerwiegenden Reaktionen der Atemwege oder an der Haut in Erscheinung. Im Allgemeinen treten diese Reaktionen sofort bzw. innerhalb einer Stunde nach der Kontrastmittelgabe auf. In seltenen ällen können auch Spätreaktionen (nach Stunden oder Tagen) auftreten.
Am Anfang jeder Kontrastmitteluntersuchung mit Levovist sollte daher eine möglichst ausführliche Feststellung der Vorgeschichte hinsichtlich Allergien (z.B. Heuschnupfen, Nesselsucht [Urtikaria]) sowie hinsichtlich Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber einem der Bestandteile von Levovist stehen.
Die Zufuhr des Kontrastmittels muss bei drohendem Schockzustand sofort unterbrochen und -wenn notwendig - über einen venösen Zugang eine gezielte Therapie eingeleitet werden. Daher empfiehlt es sich auch, bei intravenöser Applikation eine flexible Verweilkanüle zu verwenden. Um im Notfall unverzüglich reagieren zu können, sollen entsprechende Medikamente, Trachealtubus und Beatmungsgerät griffbereit sein.
Bei Anwendung von Levovist mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Unverträglichkeiten mit anderen Arzneimitteln sind bisher nicht bekannt.
Galactose-Bestimmungen können in Abhängigkeit von Leberfunktion und injizierter Dosis bis ca. 24 h nach der Untersuchung erhöhte Werte zeigen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Da Erfahrungen mit der Anwendung von Levovist in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht vorliegen, soll Levovist bei Schwangeren und Stillenden nur nach strenger Indikationsstellung angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Levovist
Dieses Arzneimittel enthält Galactose. Bitte wenden Sie Levovist erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt an, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Eine Einzeldosis kann bis zu 3,2 g Galactose enthalten, entsprechend . 0,25 Broteinheiten (BE). Die maximal empfohlene Dosis kann bis zu ca. 13 g Galactose enthalten, entsprechend ca. 1 BE. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Levovist wird in ein Blutgefäß injiziert (intravenöse Anwendung) oder über den Harnleiter in die Harnblase eingebracht (intravesikale Anwendung).
Levovist wird Ihnen von einem Arzt oder seinem Fachpersonal verabreicht. Ihr Arzt setzt die richtige Dosis des Präparates für Ihre Untersuchung fest. Lassen Sie sich von ihm den Hergang der Untersuchung erklären, wenn Sie dies interessiert.
ür die verschiedenen Anwendungsgebiete von Levovist sind Suspensionen mit unterschiedlichen Konzentrationen erforderlich. Die jeweils benötigte Konzentration wird durch Suspendieren (Aufschwemmen) des Granulats in einer bestimmten Menge Wasser für Injektionszwecke hergestellt.
Die gebrauchsfertige Levovist-Suspension ist unmittelbar vor der Anwendung mit dem beigefügten Wasser für Injektionszwecke wie im Abschnitt “Wie wird Levovist dosiert? beschrieben, herzustellen, um die Konzentrationen von 200, 300 oder 400 mg/ml (Mikropartikel/ml Suspension) zu erhalten.
Sowohl mit 2,5 g als auch mit 4,0 g Granulat können die Konzentrationen von 200 – 400 mg/ml hergestellt werden. Empfehlungen bezüglich der einzusetzenden Konzentrationen und Volumina sind den nachfolgenden Abschnitten zu entnehmen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Levovist Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Nebenwirkungen bei intravenöser Verabreichung
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Levovist sind gewöhnlich leicht und vorübergehend.
Ein vorübergehendes Schmerz-, Kälte- oder Wärmegefühl während oder kurz nach der Injektion sind die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen.
Anaphylaktoide Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen
Gelegentlich wurde von Übelkeit, Erbrechen, Kurzatmigkeit (Dyspnoe) und Hautreaktionen (z.B Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz (Pruritus), Hautrötung, (Flush)) berichtet. Ödeme, Bronchospasmus, Kehlkopfentzündung (Laryngitis), Husten und Schnupfen (Rhinitis) können selten auftreten.
Diese Reaktionen, die unabhängig von der verabreichten Menge und der Art der Verabreichung auftreten können, können erste Anzeichen eines beginnenden Schockzustands sein. Die Zufuhr des Kontrastmittels muss dann sofort unterbrochen und - wenn notwendig - über einen venösen Zugang eine gezielte Therapie eingeleitet werden (siehe auch Abschnitt “Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Levovist ist erforderlich).
Schwerwiegende Reaktionen, die eine Notfallbehandlung erfordern, können in seltenen ällen auftreten.
Reaktionen an den Augen
Selten tritt Tränenfluss auf.
Herz-Kreislauf-Reaktionen
Ventrikuläre und supraventrikuläre Extrasystolen, Anstieg der Herzfrequenz (ventrikuläre und supraventrikuläre Tachykardien), Brustschmerzen und Änderungen von Blutdruck oder Puls wurden selten berichtet.
Zerebrovaskuläre Reaktionen
Schwindel sowie Kopfschmerz wurden gelegentlich beobachtet. Selten traten Ohrgeräusche (Tinnitus) und Schlaflosigkeit auf.
Gastro-Intestinal-Trakt
Häufig traten Geschmacksempfindungen auf. Übelkeit und Erbrechen wurden gelegentlich beobachtet. In seltenen ällen wurde von Mundtrockenheit und Speichelfluss berichtet.
Allgemeinsymptome und lokale Reaktionen
Gelegentlich wurde von einem Wärmegefühl berichtet. In seltenen ällen wurden Schwitzen und ein Kältegefühl beobachtet.
Häufig kann es an der Injektionsstelle zu vorübergehenden Schmerzen sowie Parästhesien kommen. Venenentzündung nach Blutgerinnung (Thrombophlebitis), Taubheitsgefühl (Hypästhesie) und Schwellungen (Ödeme) können in seltenen ällen auftreten.
Vorübergehend können wegen der im Vergleich zum Blut erhöhten Teilchenkonzentration der Levovist-Suspension (Hyperosmolalität) Reizungen an den Gefäßwänden (unspezifische Irritationen des Gefäßendothels) auftreten.
Bei Injektion neben das Blutgefäß (paravasal) kann es zu Schmerzen und Gewebereizungen kommen.
Nebenwirkungen bei kontrastverstärkter Miktions-Urosonographie
Die unerwünschten Wirkungen werden eher auf die Katheterisierung als auf Levovist zurückgeführt.
Es können vasovagale Reaktionen mit Blutdruckabfall und Schweißausbruch auftreten.
Häufig wurden leichte Schmerzen im Abdomenbereich berichtet.
Nieren und ableitende Harnwege
Die üllung der Harnwege mit Kontrastmittel kann durch volumenbedingte Dehnung Schmerzen verursachen. In Einzelfällen kann eine Infektion bedingt durch die Untersuchung nicht ausgeschlossen werden.
Häufig kann es zu Schmerzen in der Urethra kommen. Blasenentzündung und Harndrang traten selten auf.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Levovist aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über 25°C lagern.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Zubereitung
Die gebrauchsfertige Suspension ist innerhalb von 8 Minuten nach Herstellung zu injizieren, um gleich bleibend gut wiederholbare Kontrasteffekte sicherzustellen.
In einem Untersuchungsgang nicht verbrauchte Suspension ist zu verwerfen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Levovist®
2,5 g bzw. 4 g Granulat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension
Zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern
Wirkstoffe: Galactose und Palmitinsäure

Lesen Sie bitte die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie sich das Arzneimittel durch Ihren Arzt oder sein autorisiertes Fachpersonal verabreichen lassen.
- Dieses Arzneimittel ist speziell für diagnostische Untersuchungen vorgesehen und darf daher nur nach Anweisung und unter Aufsicht Ihres Arztes angewendet werden.
- Heben Sie bitte die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt (den Radiologen), der Ihnen Galactose und Palmitinsäure injiziert, an das medizinische Fachpersonal des Krankenhauses MRT/Zentrum oder an Ihren Apotheker.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Levovist ist ein Kontrastmittel für die Ultraschalldiagnostik.
Wie wird Levovist dosiert?
Ein- und zweidimensionale Doppler- und Duplexsonographie
• Gefäß-Doppler- und Duplexsonographie
Wahl von Konzentration und Volumen:
Bei mäßig gut erkennbaren, aber diagnostisch unzureichenden Dopplersignalen: Konzentration 200 mg/ml ( ml).
Bei schwachen Dopplersignalen, z. B. bei kleinen Gefäßen, geringem Blutfluss oder ungünstigen Schalleitungsbedingungen: Konzentration 300 mg/ml ( ml).
Bei sehr schwachen oder fehlenden Dopplersignalen: Konzentration 400 mg/ml ( ml).
Die intravenöse Injektion sollte zügig und ohne Unterbrechungen erfolgen (ca. 12 ml/s), um gleichmäßige Verstärkungseffekte in der Dopplerableitung zu erreichen.
In speziellen ällen kann eine wiederholte Injektion von Levovist notwendig werden, z. B. um mehrere Schnittebenen zu untersuchen. Um einen stärkeren Effekt zu erreichen oder eine längere Wirkdauer zu erzielen, kann die Dosis erhöht werden, vor allem durch die Wahl einer höheren Konzentration. Üblicherweise beträgt die Dauer des Signalanstiegs 2 - 4 Minuten.
Empfohlene Maximaldosis: 4 Injektionen der Einzeldosis.
• Doppler- und Duplex-Echokardiographie der rechten und linken Herzhöhlen
Wahl von Konzentration und Volumen:
Konzentration 200 mg/ml ( ml).
Bei Patienten mit sehr schwachen oder nicht erkennbaren Dopplersignalen sowie zur Abklärung einer Verschlussunfähigkeit der Segelklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer (Mitralinsuffizienz): Konzentration 300 mg/ml ( ml).
Untersuchung ausschließlich der rechten Herzhöhlen: Konzentration 200 mg/ml ( ml).
Die intravenöse Injektion sollte zügig und ohne Unterbrechungen erfolgen (ca. 12 ml/s), um gleichmäßige Verstärkungseffekte in der Dopplerableitung zu erreichen.
In speziellen ällen kann eine wiederholte Injektion von Levovist notwendig werden, z. B. um mehrere Schnittebenen zu untersuchen. Um einen stärkeren Effekt zu erreichen oder eine längere Wirkdauer zu erzielen, kann die Dosis erhöht werden, vor allem durch die Wahl einer höheren Konzentration. Üblicherweise beträgt die Dauer des Signalanstiegs Minuten.
Empfohlene Maximaldosis: 4 Injektionen der Einzeldosis.
Kontrastverstärkte Miktions-Urosonographie
Zur Diagnose des vesikoureteralen Refluxes (VUR) bei Kindern mittels kontrastverstärkter Miktions-Urosonographie wird eine Konzentration von 300 mg/ml empfohlen. Bezüglich Untersuchungsablauf und Dosis wird folgendes empfohlen:
Standardsonographie der Nieren und ableitenden Harnwege. Falls mit nativer Sonographie die Nieren nicht erfolgreich dargestellt werden können, sollte der Patient keiner Miktions-Urosonographie mit Levovist zugeführt werden.
Transurethrale Blasenkatheterisierung. Die Blase muss mit Hilfe des Katheters geleert werden.
Blasenfüllung mit vorgewärmter physiologischer Kochsalzlösung. Es wird empfohlen, nur Kochsalzlösungen zu verwenden, die in Plastikbehältern bereitgestellt werden. Kochsalzlösungen aus Glasflaschen enthalten im Allgemeinen zu wenig gelöste Luft und verringern damit die Stabilität der Levovist-Mikrobläschen. Die Kochsalzlösung wird langsam in die Blase gegeben, bis das Kind Harndrang verspürt oder der Anwender einen auch nur minimalen Gegendruck bei der Injektion bemerkt.
Das Volumen der Blasenfüllung ist als Grundlage für die Berechnung des zu applizierenden Levovist-Volumens zu verwenden: Es wird ein Levovist-Suspensionsvolumen von ca. 10 % des Blasenfüllvolumens bei einer Konzentration von 300 mg/ml empfohlen.
Die Levovist-Suspension wird langsam unter Ultraschallkontrolle injiziert. Um die Zerstörung der Mikrobläschen zu minimieren, sollte die Energie der Schallwellen zunächst niedrig eingestellt werden. Normalerweise ist es sinnvoll, das berechnete Volumen in einer einzigen Injektion zu applizieren. Empfehlungen zur Optimierung der Dosis in speziellen ällen sowie bei Säuglingen sind den nachstehenden Hinweisen (A und B) zu entnehmen.
Um sicherzustellen, dass kein Levovist im Katheter zurückbleibt, sollte dieser mit 5 ml Kochsalzlösung durchgespült werden.
Nachdem eine homogene Verteilung der Mikrobläschen in der Blase erreicht wurde, ist die kontrastverstärkte Untersuchung der Harnwege in Rücken- oder Bauchlage durchzuführen. Anschließend wird der Patient gebeten, die Blase zu entleeren. Während und nach der Miktion wird die Ultraschalluntersuchung fortgesetzt.
Wurde die Blase durch die Miktion nicht entleert, erfolgt dies mittels Katheter am Ende der Untersuchung.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die empfohlenen Volumina von 300 mg/ml Levovist-Suspension und die Verwendung von Levovist-Durchstechflaschen.

Zu verwendende Packungsgrößen
Volumen der Blasenfüllung mit KochsalzlösungVolumen von 300 mg/ml Levovist-Suspension2,5-g-Durchstech-flasche4-g-Durchstech-flasche
< 85 ml< 8,5 ml
85 - 135 ml8,5 - 13,5 ml
135 - 170 ml13,5 - 17,0 ml
170 - 220 ml17 - 22 ml
220 - 270 ml22 - 27 ml

Hinweise zu Schritt 5:
A) Aufgrund der von Patient zu Patient unterschiedlichen akustischen Eigenschaften sowie der unterschiedlichen Eigenschaften der verwendeten Ultraschallgeräte, kann die Verabreichung der empfohlenen Dosis (10 % des Blasenvolumens) in einem Zug zu Abschattungen führen. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Levovist-Injektion nach der Hälfte des berechneten Volumens zu unterbrechen und die kontrastverstärkte Untersuchung in Rückenlage zu beginnen. Die zweite Hälfte des berechneten Volumens wird vor der Untersuchung in Bauchlage injiziert.
B) Säuglinge urinieren häufig bereits bei geringer Blasenfüllung. Falls nach der Blasenfüllung mit Kochsalzlösung eine volle Blase nicht über einen ausreichend langen Zeitraum gehalten werden kann, werden zunächst 5 ml Levovist-Suspension in die leere Blase injiziert, unmittelbar gefolgt von einer Injektion von physiologischer Kochsalzlösung, wobei Blase und Nieren sonographisch untersucht werden.
Herstellungsanleitung:
Um die in Spalte 1 der jeweiligen Tabelle genannte Konzentration von Levovist zu erhalten, wird die gesamte Menge von 2,5 bzw. 4 g Granulat in der in Spalte 2 angegebenen Menge Wasser für Injektionszwecke suspendiert. Bitte nie die gesamte Menge Wasser einsetzen! Das sich daraus ergebende Gesamtvolumen der gebrauchsfertigen Suspension ist in der dritten Spalte aufgeführt.
Durchstechflasche mit 2,5 g Granulat

Levovist-Konzentration
mg / ml
Benötigte Menge an Wasser für Injektionszwecke
ml
Resultierendes Gesamtvolumen*
ml
ca. 20012,5
ca. 3008,5
ca. 4006,5

*Entnehmbare Menge: ca. ml geringer
Durchstechflasche mit 4 g Granulat

Levovist-Konzentration
mg / ml
Benötigte Menge an Wasser für Injektionszwecke
ml
Resultierendes Gesamtvolumen*
ml
ca. 20019,5
ca. 30013,5
ca. 40010,5

*Entnehmbare Menge: ca. ml geringer
Sowohl mit 2,5 g als auch mit 4,0 g Granulat können die Konzentrationen von 200 bis 400 mg/ml hergestellt werden.
Die gebrauchsfertige Suspension ist unmittelbar vor der Anwendung herzustellen.
Herstellen der gebrauchsfertigen Levovist-Suspension (siehe auch Abbildungen):
Anleitung zur Herstellung der Suspension bitte genau einhalten.
Nur beigefügtes Wasser für Injektionszwecke verwenden.

1. Die Verschlusskappe der Kunststoffampulle mit dem Wasser für Injektionszwecke nach hinten biegen (Abb.1).
2. Die Verschlusskappe abdrehen (Abb.2).
3. Entnahme der benötigten Menge Wasser für Injektionszwecke mit der beigefügten Spritze (siehe "Herstellungsanleitung" Verdünnungsvorschrift für 2,5 g bzw. 4 g Granulat). Bitte nie die gesamte Menge Wasser einsetzen!
Die blaue Plastikkappe ist von der Granulat-Flasche abzunehmen, ohne die Bördelkappe zu beschädigen. Der mitgelieferte Entnahmedorn wird durch den Gummiverschluss gedrückt (Abb.3).
4. Die Spritze wird auf den Luer-Lock-Anschluss des Entnahmedorns (grüne Kappe) gesteckt, und das Wasser in die Granulat-Flasche überführt. Der Druckausgleich erfolgt über den Minispike ( Abb. 4).
5. Durch sofortiges 5–10 Sekunden langes kräftiges Schütteln mit der Hand (keine Schüttelgeräte oder Ultraschallbäder verwenden!) wird die Suspension zubereitet (Abb. 5). Vor Verwendung ist die Suspension zwei Minuten stehen zu lassen.
6. Die gebrauchsfertige, homogene, milchig-weiße Levovist -Suspension wird durch den Entnahmedorn in die Spritze entnommen und ist innerhalb von 8 Minuten nach der Zubereitung zu verabreichen (Abb.6).

Hinweise zur Anwendung
Vor der Zubereitung der Suspension sollten Granulat und das Wasser für Injektionszwecke Raumtemperatur haben. Ein Aufwärmen der injektionsfertigen Suspension (z. B. durch längeres Umschließen der Flasche mit der Hand) sowie ein starker Unterdruck (z. B. beim Aufziehen der Suspension) ist zu vermeiden. Dies ist notwendig, um eine Abnahme der Mikrobläschenkonzentration und die Bildung größerer Luftblasen durch Entgasungsvorgänge zu verhindern.
Es wird empfohlen, die Injektion über eine flexible Venenverweilkanüle ausreichend großen Kalibers (z. B.  G) auszuführen. Außerdem ist die Verwendung von Luer-Lock-Verbindungen von praktischem Vorteil.
Vor Injektion der Aufschwemmung sind makroskopisch erkennbare Luftblasen sorgfältig zu entfernen.
Sollte während des Stehens der Suspension ein leichtes Absetzen der Mikropartikel erfolgt sein, wird empfohlen, unmittelbar vor der Injektion durch vorsichtiges Umschwenken wieder eine homogene Suspension herzustellen.
In einem Untersuchungsgang innerhalb von 8 Minuten nach Zubereitung nicht verbrauchte Suspension ist zu verwerfen.


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