Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Lisinopril-HCT AAA 20 mg / 12,5 mg Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Lisinopril-HCT AAA und wofür wird es angewendet?
Lisinopril-HCT AAA ist ein Kombinationsarzneimittel bestehend aus Lisinopril und Hydrochlorothiazid.
Lisinopril ist ein blutdrucksenkendes (antihypertonisches) Arzneimittel. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) genannt werden. Es wirkt indem die Blutgefäße erweitert werden was wiederum einen leichteren Blutfluss zur Folge hat.
Hydrochlorothiazid ist eine Wassertablette und gehört zu der Gruppe der Thiazid-Diuretika. Es bewirkt, dass die Nieren mehr Urin produzieren und dadurch das Blutvolumen reduziert wird.
Lisinopril-HCT AAA wird angewendet zur
- Behandlung von Bluthochdruck (essentielle Hypertonie)
Lisinopril-HCT AAA ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Lisinopril alleine nicht ausreichend eingestellt werden kann.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lisinopril-HCT AAA darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Lisinopril oder Hydrochlorothiazid (Wirkstoff) oder einen der sonstigen Bestandteile von Lisinopril-HCT AAA sind.
- wenn Sie allergisch gegen Arzneimittel sind, die zu der Gruppe der ACE-Hemmer gehören.
- wenn Sie allergisch auf Arzneimittel reagieren, die zur Behandlung von Infektionen eingesetzt werden (Sulfamethizol/ Sulfamethoxazol).
- wenn Sie schon einmal nach der Einnahme von ACE-Hemmern allergische Reaktionen bekommen haben wie Schwellungen des Gesichts, der Lippen, der Zunge und/ oder des Rachens mit Schluck- oder Atmenschwierigkeiten (Angioödem).
- wenn in Ihrer Familie Gewebeschwellungen (Angioödeme) aufgetreten sind (die Neigung zu Gewebeschwellungen kann vererbt werden) oder wenn Sie Gewebeschwellungen aus unbekannter Ursache hatten.
- im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft (vermeiden Sie die Einnahme nach Möglichkeit auch in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft - siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit)
- wenn Sie an einer schweren Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion leiden.
- wenn Sie keinen Urin produzieren.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lisinopril-HCT AAA ist erforderlich,
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.
Die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.
Während des zweiten und dritten Drittels der Schwangerschaft darf Lisinopril-HCT AAA nicht eingenommen werden. Die Einnahme während dieser Phase der Schwangerschaft kann zu ernsthaften Schäden beim Neugeborenen führen (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Beschwerden haben oder hatten, insbesondere, wenn es sich um eine der folgenden handelt:
- wenn bei Ihnen die Gefahr eines exzessiven Blutdruckabfalls besteht, da Sie an Salz- und/oder Flüssigkeitsarmut leiden, zum Beispiel aufgrund der Einnahme von Arzneimittel, die das Urinvolumen vergrößern oder durch Dialyse oder weil Sie eine salzarme Ernährung zu sich nehmen oder in Folge von Erbrechen und Durchfall.
- wenn die Herzklappe Ihres linken Ventrikels verengt ist oder der Ausfluss des linken Ventrikels anderweitig behindert wird.
- Wenn Sie an einer Herzerkrankung mit Störungen des Blutflusses der Koronararterie leiden (koronare Herzerkrankung).
- Wenn der Blutfluss zum Gehirn behindert wird (zerebrovaskuläre Erkrankung).
- Wenn bei Ihnen eine moderate Beeinträchtigung der Nierenfunktion vorliegt
- Wenn Ihre Nierenarterien verengt sind.
- Wenn Ihre Leberfunktion beeinträchtigt ist oder Sie an einer Lebererkrankung leiden.
- Wenn Sie eine transplantierte Niere haben
- Wenn Ihre Leberenzymwerte ansteigen oder Sie während der Behandlung mit Lisinopril-HCT AAA an Gelbsucht erkranken.
- Wenn eine Veränderung der Anzahl der Blutzellen (weiße und rote Blutkörperchen und –plättchen) während der Behandlung mit Lisinopril-HCT AAA eintritt.
- Wenn sich eine hochgradige Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen, mit einer Prädisposition für Infektionen und schweren allgemeinen Symptomen (Agranulozytose), entwickelt.
- Wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung des Bindegewebes (Kollagenose) leiden, die die Blutgefäße einbezieht.
- Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Ihre Abwehrreaktionen unterdrücken.
- Wenn Sie gleichzeitig Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht), Procainamid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Depressionen) einnehmen.
Die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA und Lithium wird nicht empfohlen.
- Wenn Sie Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) oder Gewebeschwellungen (Angioödeme) während der Behandlung mit Lisinopril-HCT AAA bekommen.
- Wenn Sie operiert werden müssen und eine Vollnarkose oder Spinalanästhesie bekommen; informieren Sie Ihren Arzt, Zahnarzt oder das Klinikpersonal.
- Wenn Sie eine Dialyse mit bestimmten Dialysemembranen (high-flux-Membranen), eine Blutseparationsbehandlung aufgrund stark erhöhter Blutfettwerte (Aphrese) oder eine Desensibilisierungsbehandlung bei Allergien (von z.B. Bienen- oder Wespenstichen) benötigen; Ihr Arzt wird eventuell die Behandlung mit Lisinopril-HCT AAA unterbrechen um möglichen allergischen Reaktionen vorzubeugen.
- Wenn Sie an Diabetes leiden.
- Wenn Sie an Gicht leiden.
- Wenn Sie einen hartnäckigen, trockenen Husten bekommen.
- Wenn bei Ihnen das Risko des Anstiegs der Kaliumwerte im Blut besteht, z.B. weil Sie kaliumhaltige Salzersatzprodukte, kaliumsparende Diuretika, Kaliumzusatzstoffe oder andere Arzneimittel einnehmen, die mit einem Anstieg der Kaliumkonzentration im Blut in Verbindung gebracht werden.
- Wenn die Verringerung des Blutdrucks, aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe, nicht stark genug ist (besonders bei Patienten mit dunkler Hautfarbe).
In diesen ällen informieren Sie bitte Ihren Arzt.
Während Sie Lisinopril-HCT AAA einnehmen:
Wenn eine der folgenden Symptome bei Ihnen auftritt , informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt:
- Sie fühlen sich nach der ersten Einnahme benommen. Einige Patienten reagieren bei der ersten Einnahme oder wenn die Dosis erhöht wird mit Benommenheit, Schwäche, Ohnmacht und Unwohlsein.
- Beschwerden wie trockener Mund, Durst, Schwäche, Lethargie, Muskelschmerzen oder – krämpfe, Herzrasen, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen und eine verminderte Urinproduktion können Anzeichen eines gestörten Flüssigkeits- oder Mineralhaushalts sein.
- Eine plötzliche Schwellung der Lippen und des Gesichts, Nackens, möglicherweise auch der Hände und üße, Schluckbeschwerden, Nesselsucht und Atembeschwerden, Keuchen und Heiserkeit. Dieser Zustand nennt sich Angioödem und kann zu jeder Zeit im Laufe der Behandlung auftreten. Durch ACE-Hemmer kommt es bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger zu Angioödemen als bei Patienten anderer Hautfarbe.
- Fieber, Halsschmerzen oder ein Geschwür im Mundraum (dieses können Anzeichen von Infektionen verursacht durch die verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen sein).
- Gelbfärbung der Haut und des Weiß des Auges (Gelbsucht), können Anzeichen einer Lebererkrankung sein.
In diesen ällen stoppen Sie bitte die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA und kontaktieren sofort Ihren Arzt. Ihr Arzt wird entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Zu Beginn der Therapie und/ oder während des Zeitraums der Dosisanpassung können vermehrte Kontrolluntersuchungen notwendig sein. Sie sollten diese Termine nicht ausfallen lassen, selbst wenn Sie sich gut fühlen. Ihr Arzt wird die Häufigkeit der Kontrolluntersuchungen festlegen.
Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt, sollten Sie sich hinlegen. Wenn dieser Zustand anhält, brauchen Sie evtl. medizinische Hilfe. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihr Blutdruck zu stark oder zu häufig abfällt.
Anti Doping Test
Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Kinder und Jugendliche
Die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA wird bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen, da die Sicherheit und Wirksamkeit von Lisinopril/ Hydrochlorothiazid in dieser Altersgruppe nicht bewiesen ist.
Schwangerschaft
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.
Ihr Arzt wird Sie normalerweise dazu auffordern, die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA zu beenden, bevor Sie schwanger werden oder sobald Sie feststellen, dass Sie schwanger sind Weiterhin wird Ihr Arzt Sie anweisen ein anderes Arzneimittel als Lisinopril-HCT AAA einzunehmen.
Die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Nach den ersten 3 Monaten (während des zweiten und dritten Drittels der Schwangerschaft) darf Lisinopril-HCT AAA nicht mehr eingenommen werden, da die Einnahme zu ernsthaften Schäden beim Neugeborenen führt.
Stillzeit
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben zu stillen.
Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Frühgeborenen wird während der Einnahme von Lisinopril-HCT AAA nicht empfohlen.
Bei älteren Neugeborenen sollte Sie Ihr Arzt über die Vorteile und Risiken der Einnahme von Lisinopril-HCT AAA während des Stillens im Vergleich mit alternativen Behandlungen beraten.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Wie andere blutdrucksenkende Arzneimittel, kann Lisinopril-HCT AAA die ähigkeit zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt vor allem bei Behandlungsbeginn, bei Dosisanpassungen sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Diese Wirkungen hängen von ihrer Prädisposition ab. Wenn Sie davon betroffen sind, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Lisinopril-HCT AAA einzunehmen?
Nehmen Sie Lisinopril-HCT AAA immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Nehmen Sie die Tablette 1-mal täglich mit ausreichend Wasser und immer zur selben Tageszeit ein.
Die übliche Dosis ist:
Erwachsene
1 Tablette 1-mal täglich
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung ist nicht notwendig.
Kinder und Jugendliche
Lisinopril-HCT AAA ist nicht angezeigt für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen.
Verminderte Nierenfunktion:
Eine Dosisanpassung kann notwendig sein. Befolgen Sie bitte die Anweisungen Ihres Arztes.
Wenn Sie eine größere Menge von Lisinopril-HCT AAA eingenommen haben, als Sie sollten
Wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder die nächste Notaufnahme, falls Sie eine größere Menge von Lisinopril-HCT AAA eingenommen haben, als in dieser Packungsbeilage beschrieben oder von Ihrem Arzt verordnet wurde.
Eine Überdosierung kann zu Blutdruckabfall, Dehydration, Elektrolytstörungen und Nierenversagen führen.
Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort
Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA abbrechen
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Lisinopril-HCT AAA mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Darunter fallen neben Arzneimittel auch pflanzliche Heilmittel, Reformkost oder Nahrungergänzungsmittel, welche Sie rezeptfrei bekommen haben.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden Arzneimittel anwenden:
Arzneimittel, die die Urinausscheidung erhöhen und die Kaliumausscheidung verringern (kalium-sparende Diuretika, z.B. Spironolakton, Triamteren oder Amilorid), Kaliumergänzungsmittel, Kaliumhaltige Salzersatzprodukte und andere Arzneimittel, die mit einer Erhöhung des Serum-Kaliums in Verbindung gebracht werden (z.B. Heparin).
Anstieg der Kaliumkonzentration im Blut. Ihr Arzt wird Ihre Kaliumwerte regelmäßig überprüfen.
Andere die Urinausscheidung erhöhende Arzneimittel (Thiazide und Schleifendiuretika)
Erhöhte Blutdrucksenkung.
Blutdruckverringernde, blutgefäßerweiternde Arzneimittel
Erhöhte Blutdrucksenkung.
Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, sowie anderer psychiatrischer Erkrankungen (trizyklische Antidepressiva, Psychopharmaka), Betäubungsmittel, Anästhetika
Erhöhte Blutdrucksenkung.
Lithium (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Arten von Depression)
Erhöhtes Risiko einer Lithiumvergiftung. Die gleichzeitige Einnahme von Lisinopril-HCT AAA und Lithium wird nicht empfohlen. Sollte diese Kombination aber zwingend erforderlich sein, müssen die Lithiumwerte im Blut regelmäßig von Ihrem Arzt untersucht werden.
Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (nicht-steroidale Entzündungshemmer)
Die gleichzeitige Anwendung kann zu einer Reduktion des blutdrucksenkenden Effekts, zu einem Anstieg der Kaliumwerte im Blut und zu einer Minderung der Nierenfunktion führen. Selten kommt es zu akutem Nierenversagen, insbesondere bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion. Die diuretische und die blutdrucksenkende Wirkung von Hydrochlorothiazid kann abgeschwächt sein.
Gold-Injektionen (zur Behandlung einer Arthritis)
Es können Gesichtsrötung, Übelkeit, Schwindel und Blutdruckabfall auftreten.
Sympathomimetika (Substanzen mit einer stimulierenden Wirkung, z.B. Anstieg des Blutdrucks)
Abschwächung des blutdrucksenkenden Effekts.
Cholestyramin und Colestipol (Wirkstoffe zur Verringerung der Blutfettwerte)
Abschwächung des blutdrucksenkenden Effekts. Die Absorption von Hydrochlorothiazid wird verzögert und reduziert.
Blutzuckersenkende Arzneimittel und Insulin
Der Blutzzucker wird weiter gesenkt mit dem Risiko einer Hypoglykämie.
Amphotericin B (Wirkstoff gegen Pilzinfektionen), Carbenoxolon (Wirkstoff zur Behandlung eines gastrointestinalen Ulkus), Kortisonhaltige Arzneimittel (Kortikosteroide), Corticotropin (ein Hormon, das auf die Nebenniere wirkt) oder bestimmte Laxantien
Störungen des Mineralhaushalts, z.B. verringerte Kaliumwerte.
Kalziumsalze
Erhöhte Serum-Kalzium-Werte im Blut.
Herzglykoside (z.B. Digoxin, Wirkstoff zur Stärkung der Herzleistung)
Steigerung der Wirkung und der Nebenwirkungen von Herzglykosiden.
Muskelrelaxantien, z.B. Tubocurarinchlorid (Wirkstoff zur Entspannung der Muskulatur)
Die muskelentspannende Wirkung wird verstärkt und verlängert.
Arzneimittel die mit "Torsade de Pointes", einer gefährlichen Art von Herzrhytmusstörungen, in Verbindung gebracht werden,
Das Risiko von Torsade de Pointes ist bei niedrigen Kaliumwerten erhöht.
Allopurinol (Wirkstoff zur Behandlung von Gicht)
Erhöht die Gefahr von akutem Nierenversagen und kann zu einem erhöhten Risiko einer deutlichen Verminderung an weißen Blutkörperchen führen (Leukopenie).
Ciclosporin (Immunosuppressivum, eingesetzt in der Organtransplantation)
Erhöht die Gefahr des akuten Nierenversagens und erhöht die Kaliumkonzentration im Blut.
Lovastatin (Wirkstoff zur Senkung des Cholesterinspiegels)
Erhöht die Kaliumkonzentration im Blut.
Procainamid (Wirkstoff zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag), Zytostatika (zur Behandlung von Krebs), immunosuppressive Arzneimittel (zur Vermeidung von Abwehrreaktionen des transplantierten Organs)
Kann zu einem erhöhten Risiko einer deutlichen Verminderung an weißen Blutkörperchen führen (Leukopenie).
Sotalol (zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag und hohem Blutdruck)
Erhöhtes Risiko der Sotalol-induzierten Arrhythmie (unregelmäßiger Herzschlag).
Trimethoprim (ein Antibiotikum)
Erhöhtes Risiko von Hyperkaliämie (hohe Kaliumwerte im Blut).
Hämodialyse (Blutwäsche)
Sie sollten Lisinopril-HCT AAA nicht einnehmen, wenn Sie Dialyse-Patient sind. Das Risiko für allergische Reaktionen, die mit bestimmten Arten von Dialysemembranen in Verbindung gebracht werden, ist erhöht (siehe oben Abschnitt "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lisinopril-HCT AAA ist erforderlich").
Bei Einnahme von Lisinopril-HCT AAA zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Lisinopril-HCT AAA kann zusammen mit oder ohne Nahrungsmitteln eingenommen werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Lisinopril-HCT AAA Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
ür die Beurteilung von Nebenwirkungen werden die folgenden Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:
Häufig:
- Schwindel, eine Besserung tritt in der Regel nach einer Dosisreduktion auf und ein Behandlungsabbruch ist selten erforderlich
- Kopfschmerzen
- Ohnmachtsanfall
- Trockener und andauernder Husten, der nach Beenden der Therapie wieder abklingt
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie), einschließlich Abfall des Blutdrucks nach dem Aufstehen (orthostatischer Hypotonie). Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt, sollten Sie sich hinlegen. Wenn dieser Zustand andauert, benötigen Sie eventuell medizinische Hilfe
- Durchfall
- Erbrechen
- Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Nierenfunktionsstörungen)
Gelegentlich
- Gefühl von Ameisenlaufen (Parästhesie)
- Symptome wie Schwindel und Drehschwindel (Vertigo)
- Geschmacksstörungen
- Schlafstörungen
- Generelle Schwäche (Asthenie)
- Müdigkeit (Erschöpfung)
- Palpitation (Herzklopfen)
- Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Schlaganfall (zerebraler Insult), möglicherweise sekundär in Folge von extrem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) bei Hochrisikopatienten (siehe Abschnitt 2)
- erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie)
- Übelkeit
- Verdauungsstörung
- Bauchschmerzen
- Ausschlag
- Juckreiz (Pruritus)
- Impotenz
- Stimmungsschwankungen
- Depressive Symptome
- Verfärbung der Finger und Zehen (Raynaud Syndrom)
- Reizung und Entzündung der Nase (Rhinitis)
- Hoher Anteil an Harnstoff im Blut (Hyperurikämie)
- Hoher Anteil von Kreatinin im Blut, was auf eine beeinträchtigte Nierenfunktion hinweisen kann. Diese Symptome verschwinden in der Regel nach Beendigung der Therapie
- Veränderte Leberfunktionstests (Erhöhung der Leberenzyme, Zunahme an Serum-Billirubin)
- Hoher Anteil von Kalium im Blut (Hyperkaliämie)
Selten:
- Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) / Schwellungen der Haut und Schleimhäute, des Gesichts, der Arme und Beine, der Lippen, Zunge und Rachen/ Kehlkopf (Angioödeme). Wenn Sie Symptome von Angioödemen aufweisen, sollten Sie die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA beenden und sofort Ihren Arzt kontaktieren (siehe Abschnitt 2. "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lisinopril-HCT AAA ist erforderlich")
- Mundtrockenheit
- Geringe Abnahme an Hämoglobin- und Hämatokrit- (roten Blutkörperchen) Werten, was zu einer Anämie führen kann. Dies wurde vermehrt bei Patienten mit hohem Blutdruck festgestellt, aber war nur selten von medizinischer Bedeutung, außer wenn andere Gründe für eine Anämie vorlagen
- Geistesverwirrtheit
- Nesselsucht (Urtikaria)
- Haarausfall (Alopezie)
- Hautkrankheit die rote Flecken und Entzündungen der Haut hervorrufen kann (Psoriasis)
- Toxischer Zustand, hervorgerufen durch Nierenversagen und charakterisiert durch die Ansammlung von Harnstoff im Blut (Urämie)
- Akutes Nierenversagen
- Brustwachstum bei Männern (Gynäkomastie)
- Niedrige Natriumwerte im Blut (Hyponatriämie)
Sehr selten:
- Abnahme der blutbildende Zellen im Knochenmark (Knochenmarksdepression), die sich durch eine Verringerung der roten Blutkörperchen (Anämie), einer geringen Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und/ oder einem Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie) zeigt
- Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen, genannt neutrophile Granulozyten (Neutropenie)
- Extrem niedrige Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen, den Granulozyten (Agranulozytose), was Sie anfälliger für Infektionen macht. Eine klare Beziehung zwischen Lisinopril/ Hydrochlorothiazid und einer Agranulozytose konnte bisher noch nicht hergestellt werden
- Blutarmut verursacht durch eine beschleunigte Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolytische Anämie)
- Vergrößerung der Lymphknoten (Lymphadenopathie)
- , deren Ursache eine überschießende Reaktion des gegen körpereigenes Gewebe ist (Autoimmunerkrankungen)
- Geringe Blutzuckerwerte (Hypoglykämie)
- Verengung der Brust mit daraus folgender Atemnot und Keuchen (Bronchospasmus)
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Entzündung der Lungenbläschen, hervorgerufen durch Allergien (allergische Alveolitis)
- Ansammlung von weißen Blutkörperchen (Eosinophilie) in der Lunge (eosinophile Pneumonie)
- Schwellung der Darmschleimhaut (intestinales Angioödem)
- Entzündung des Pankreas (Pankreatitis)
- Entzündung der Leber (Hepatitis)
- Gelbfärbung der Haut und des Weiß im Auge, in der Regel durch eine Lebererkrankung verursacht (Gelbsucht). Wenn Sie an Gelbsucht erkranken, sollten Sie die Einnahme von Lisinopril-HCT AAA beenden und sofort Ihren Arzt kontaktieren
- Leberversagen
- Vermehrtes Schwitzen (Diaphorese)
- Autoimmunkrankheit die zu Blasenbildung und schweren krankhaften Hautveränderungen führt (Pemphigus)
- Sehr schwere Hauterkrankung die zum Verlust von erheblichen Teilen der Haut führt (Toxische Epidermolyse)
- Schwere Hautkrankheit, charakterisiert durch das Schälen der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom)
- Hautreaktion mit juckenden, pink-roten Flecken (Erythema multiforme)
- Gutartige , die durch einen äußeren Reiz (z.B. Medikamente) ausgelöst wird und bei Wegfall des Reizes sich in der Regel spontan zurückbildet (Kutanes Pseudolymphom)
- Ein Symptomkomplex bestehend aus einem oder mehreren der folgenden Symptome: Fieber, Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie), oder Entzündungen der Gelenke (Arthritis), positive Blutuntersuchung zur Bestimmung von Autoimmunkrankheiten (ANA- (anti-nukleare Antikörper) Tests), erhöhte Blutsenkung (ein Zeichen für eine Infektion im Körper, nachgewiesen durch einen Bluttest), hohe Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozytose), einschließlich eosinophiler Granulozyten (Eosinophilie), Ausschlag, Empfindlichkeit gegenüber Licht (Photosensibilität), oder andere Hautreaktionen
- Verminderte oder fehlende Urinproduktion (Oligurie oder Anurie)
Häufigkeit nicht bekannt:
- Hohe Blutzuckerwerte (Hyperglykämie)
- Elektrolytstörungen (geringe Kalium- und Natriumwerte im Blut (Hypokaliämie, Hyponatriämie)
- Hohe Chloesterinwerte im Blut
- Hohe Triglyceridwerte im Blut
- Schwellungen und Hautrötungen an den Gelenken durch Ablagerung von Harnsäurekristallen (Gicht)
- Entzündung der Speicheldrüse (Sialadenitis)
- Knochenmark kann nicht ausreichend blutbildende Zellen produzieren (Aplastische Anämie)
- Appetitlosigkeit (Anorexie)
- Vorhandensein von Zucker im Urin (Glucosurie)
- Unruhe
- Depression
- Benommenheit
- Gelbfärbung des Sehens (Xanthopsia)
- Vorübergehendes verschwommenes Sehen
- Entzündung der Blutgefäße (Angiitis/ Vaskulitis (auch kutan)), was zum Absterben von Gewebe führen kann (Nekrose)
- Schwierigkeiten beim Atmen (Atemnot), einschließlich einer Entzündung der Lunge (Pneumonie) sowie Schwellung und/ oder Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (pulmonares Ödem)
- Magenreizung
- Verstopfung
- Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität)
- Aktivierung oder Reaktivierung einer Autoimmunkrankheit die zu Ausschlägen im Gesicht (zygomatischer oder Schmetterlingsausschlag) und roten, schuppigen Flecken auf der Haut führt (kutanem Lupus erythematodes) sowie Lupus erythematodes ähnliche Reaktionen der Haut
- schwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen
- Schmerzhafte und unfreiwillige Muskelkontraktionen (Muskelspasmus)
- Muskelschwäche
- Entzündungen der Nieren (Pyelonephritis)
- Fieber
- Schwäche
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 30°C lagern.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Lisinopril-HCT AAA 20 mg / 12,5 mg Tabletten
Wirkstoffe: Lisinopril/ Hydrochlorothiazid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


Bewertungen «Lisinopril-HCT AAA 20 mg / 12,5 mg Tabletten»