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«Lisinostad 20 mg Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lisinostad enthält den Wirkstoff Lisinopril. Lisinopril gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ACE-(Angiotensin-Konvertierendes-Enzym)-Hemmer genannt werden. Diese Arzneimittel wirken, indem sie die Blutgefäße erweitern, wodurch es für das Herz leichter möglich ist, das Blut in alle Körperbereiche zu pumpen. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt.

Lisinostad wird angewendet
– bei Bluthochdruck
– bei Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz). In diesem Fall ist Ihr Herz nicht mehr in der Lage, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen. Da-durch kommt es zu krankheitsbedingten Beschwerden wie Müdigkeit, Kurz-atmigkeit oder Anschwellen von Knöcheln und Füßen.
– nach einem Herzinfarkt. (In diesem Fall wird die Behandlung mit Lisinostad innerhalb von 24 Stunden begonnen und nur über einen kurzen Zeitraum (6 Wochen) fortgesetzt.)
– bei Nierenproblemen bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lisinostad darf NICHT eingenommen werden
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Lisinopril, andere Arzneimittel aus der gleichen Arzneimittelgruppe wie Lisinopril (ACE-Hemmer) oder ei-nen der sonstigen Bestandteile von Lisinostad sind
– wenn Sie in der Vergangenheit einmal allergisch auf Lisinopril oder ver-wandte Arzneimittel (ACE-Hemmer) mit Beschwerden wie Juckreiz, Nessel-ausschlag, pfeifende Atemgeräusche oder Anschwellen von Händen, Rachen, Mund oder Augenlidern reagiert haben
– wenn bei Ihnen oder einem Familienangehörigen in der Vergangenheit ein-mal allergische Reaktionen aufgetreten sind, die mit Schluck- oder Atembe-schwerden, Anschwellen der Hände, Füße oder Knöchel, des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens einhergingen (Angioödem) oder wenn Sie aus anderen Gründen schon einmal ein Angioödem hatten – ab dem 4. Monat einer Schwangerschaft (Es wird empfohlen, Lisinostad auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht einzunehmen, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lisinostad ist erforderlich Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Erkrankungen, die Sie haben oder in der Vergangenheit hatten. Dies gilt insbesondere für die folgen-den Erkrankungen bzw. in den folgenden Situationen:

Schwangerschaft
Sie müssen Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie glauben, schwanger zu sein (oder wenn Sie schwanger werden könnten). Lisinostad wird in der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen, und darf nach dem dritten Schwanger-schaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Still-zeit).

Symptomatische Hypotonie (niedriger Blutdruck, der mit Beschwerden einher-

geht)
Lisinostad kann in seltenen Fällen niedrigen Blutdruck verursachen (symptoma-tische Hypotonie). Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung. Das Risiko für einen niedrigen Blutdruck ist unter folgenden Umständen erhöht: – bei Flüssigkeits- oder Salzmangel z.B. aufgrund der Einnahme von harn-treibenden Arzneimitteln (Diuretika), bei eingeschränkter Salzzufuhr über die Nahrung (z.B. bei natriumarmer Ernährung), bei Blutwäsche (Dialyse), bei Durchfall oder Erbrechen (siehe unter Abschnitt 2: Bei Einnahme von Li-sinostad mit anderen Arzneimitteln und Abschnitt 4: Welche Nebenwirkun-gen sind möglich?)
– beim Vorliegen einer schweren Form von Bluthochdruck bedingt durch eine Nierenerkrankung (reninabhängige Hypertonie; siehe unter Abschnitt 2: Bei Einnahme von Lisinostad mit anderen Arzneimitteln und Abschnitt 4: Wel-che Nebenwirkungen sind möglich?)
– bei schwerer Herzleistungsschwäche (aufgrund einer hochdosierten An-wendung harntreibender Arzneimittel mit oder ohne Beeinträchtigung der

Nierenfunktion)
– bei bestehenden Durchblutungsstörungen des Herzens (ischämische Herz-erkrankung) oder Durchblutungsstörungen im Gehirn (zerebrovaskuläre Er-krankung). Lisinostad kann einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Daher müssen diese Patienten sorgfältig ärztlich überwacht werden.
Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für einen Blutdruckabfall besteht, wird Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen. Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behand-lung oder bei einer Dosisänderung.

Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt
Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt, sollten Sie sich hinlegen. Hält das Problem an, benötigen Sie möglicherweise ärztliche Hilfe. Sie müssen die Behandlung mit Lisinostad jedoch nicht abbrechen, wenn bei Ihnen ein vorübergehender Blutdruckabfall auftritt. Wenn sich Ihr Blutdruck wieder stabilisiert hat, können Sie Lisinostad wie üblich einnehmen. Allerdings kann in manchen Fällen eine Verringerung der Dosis oder auch eine Beendigung der Behandlung notwendig werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt oder wenn es bei Ihnen häufig zu Blutdruckabfällen kommt.

Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels
Seien Sie bei der Einnahme von Lisinostad besonders vorsichtig – wenn bei Ihnen eine Verengung der Herzklappen vorliegt (Mitral- oder Aor-tenklappenstenose), die den Ausfluss des Blutes aus dem Herzen behindert – wenn Ihr Herzmuskel verdickt ist (hypertrophe Kardiomyopathie). Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Erkrankung und fragen Sie ihn um Rat.

Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) oder Angioödem Gelegentlich kam es während einer Behandlung mit ACE-Hemmern (wie Lisi-nopril) zu einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion, die als Angioödem bezeichnet wird. In sehr seltenen Fällen führten Angioödeme zum Tod, da es im Zusammenhang mit einem Anschwellen des Kehlkopfes oder der Zunge zu ei-nem Verschluss der Atemwege kam.

Es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Angioödems – wenn Sie eine schwarze Hautfarbe haben
– wenn Sie bereits einmal ein Angioödem hatten, auch wenn dieses nicht durch einen ACE-Hemmer verursacht wurde (siehe unter Abschnitt 2: Lisi-

nostad darf NICHT eingenommen werden).

Lebensbedrohliche anaphylaktoide (allergische) Reaktionen wurden bei Patien-ten berichtet, die gleichzeitig einen ACE-Hemmer und eine der nachfolgenden Behandlungen erhielten. Informieren Sie daher Ihren Arzt darüber, dass Sie Li-sinostad einnehmen, wenn Sie eine der folgenden Behandlungen erhalten: – Hämodialyse (mit so genannten High-Flux-Membranen, wie z.B. AN 69) – LDL-(Low-Density-Lipoprotein)-Apherese (ein besonderes Verfahren, um Fett aus dem Blut zu entfernen)
– Desensibilisierungsbehandlung z.B. gegen Bienen- oder Wespengift (Insek-tengift).

Unterschiede in Bezug auf die ethnische Abstammung
Wie auch andere ACE-Hemmer hat Lisinostad bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe möglicherweise eine schwächere Wirkung. Darüber hinaus treten Angioödeme bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger auf, als bei Patien-ten mit heller Hautfarbe.

Nierenerkrankungen
Wenn Sie eine Nierenerkrankung haben oder die Funktion Ihrer Nieren einge-schränkt ist, wird Ihr Arzt die Kalium- und Serumkreatinin-Konzentrationen in Ih-rem Blut möglicherweise sorgfältig überwachen. Eventuell muss er Ihre Lisinopril-Dosis anpassen (siehe Abschnitt 3: Wie ist Lisinostad einzunehmen?).

Sie sollten Lisinostad nicht einnehmen, wenn Sie vor kurzem eine Nierentrans-plantation hatten.

Bestimmte Erkrankungen können Ihre Nierenfunktion beeinträchtigen: – Bei Patienten mit Herzleistungsschwäche kann ein durch ACE-Hemmer verursachter niedriger Blutdruck die Nierenfunktion verschlechtern. Dabei wurde über Fälle von akutem Nierenversagen berichtet, das sich in der Re-gel später zurückbildete.
– Bei einigen Patienten, die an einer Verengung der Blutgefäße der Nieren (mono- oder bilaterale Nierenarterienstenose) litten und eine Behandlung mit ACE-Hemmern erhielten, wurde ein Anstieg der Blutharnstoff- und der Serumkreatinin-Mengen beobachtet. Die Gefahr für solche Laborwertverän-derungen ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion erhöht. Die Konzentrationen dieser Stoffe im Blut normalisieren sich normalerweise nach Beendigung der Behandlung.
– Patienten, die auch unter Bluthochdruck leiden, der durch eine Erkrankung der Nierenarterien bedingt ist (renovaskuläre Hypertonie), haben ein erhöh-tes Risiko für niedrigen Blutdruck und Nierenversagen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung unter engmaschiger ärztlicher Überwachung und mit niedriger Dosierung und sorgfältiger Dosiseinstellung erfolgen. Eine Be-handlung mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) sollte beendet werden und die Nierenfunktion sollte in den ersten Wochen der Behandlung mit Li-sinostad überwacht werden.

Wenn sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert, wird Ihr Arzt Ihre Behandlung sorgfältig prüfen. Möglicherweise wird er Ihre Behandlung mit Lisinostad been-den.

Lebererkrankungen
In sehr seltenen Fällen kann es während einer Behandlung mit ACE-Hemmern zu einer Störung kommen, die mit einer Gelbfärbung der Haut und der Binde-haut im Auge beginnt und schnell zum Absterben von Leberzellen (Lebernekro-se) führt sowie (manchmal) zum Tod führen kann. Die Gelbfärbung der Haut beruht darauf, dass der Abfluss von Gallenflüssigkeit aus der Leber blockiert ist (cholestatischer Ikterus/Gelbsucht).

Wenn bei Ihnen eine Gelbsucht auftritt, müssen Sie die Einnahme von Lisi-nostad beenden und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Sollte Ihr Arzt bei Ih-nen eine Veränderung der Leberwerte (Leberenzyme) feststellen, wird er Ihre Behandlung möglicherweise beenden.

Änderung der Anzahl bestimmter Blutzellen
Eine Behandlung mit ACE-Hemmern kann zu einer Änderung der Anzahl Ihrer Blutzellen führen (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Dies kann dazu führen, dass Sie anfälliger für Infektionen sind oder leichter Blu-tungen und blaue Flecken auftreten. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche Veränderungen bei sich bemerken. Ihr Arzt wird Ihr Blutbild untersuchen und Ihre Behandlung falls erforderlich beenden. Einige der Veränderungen können sich nach Beendigung der Behandlung mit dem ACE-Hemmer zurück-bilden.

In den folgenden Fällen müssen Sie besonders vorsichtig sein und Ihren Arzt informieren:
– wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung des Bindegewebes oder der Blutgefäße, der Knochen oder des Knorpels leiden (Kollagenose) – wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

  • Immunsuppressiva (Arzneimittel, die die Aktivität des Immunsystems verringern z.B. nach einer Organtransplantation)
  • Allopurinol (zur Behandlung von Gicht und hoher Harnsäuremengen im Blut)
  • Procainamid (zur Behandlung eines unregelmäßigen Herzschlags). Dies ist besonders wichtig, wenn die Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren einge-schränkt ist.

Anstieg der Kalium-Menge im Blut (Hyperkaliämie)
Sie haben ein erhöhtes Risiko für einen Anstieg der Kalium-Menge in Ihrem Blut – wenn die Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren eingeschränkt ist
– wenn Sie an einem Diabetes mellitus leiden
– wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel anwenden, die die Kalium-Menge im Blut erhöhen.
Wenn Sie jedoch eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen müssen, wird Ihr Arzt die Kalium-Mengen in Ihrem Blut regelmäßig kontrollieren (siehe weiter unten Abschnitt 2: Bei Einnahme von Lisinostad mit anderen Arzneimit-teln).

Diabetes
Wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung Ihres Diabetes mellitus (orale Antidiabe-tika) einnehmen oder Insulin spritzen, sollte Ihr Blutzuckerspiegel im ersten Mo-nat sorgfältig überwacht werden (siehe weiter unten Abschnitt 2: Bei Einnahme von Lisinostad mit anderen Arzneimitteln). Die Dosis Ihrer Diabetes-Medikamente muss möglicherweise angepasst werden.

Operationen und Narkosen
Wenn bei Ihnen eine Operation im Krankenhaus oder beim Zahnarzt durchge-führt werden soll, müssen Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt vor der Narkose über die Einnahme von Lisinostad informieren.

Lithium
Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie Lithium oder Lithium-haltige Arz-neimittel (Arzneimittel zur Behandlung von Manien oder depressiven Erkran-kungen) einnehmen. Eine gleichzeitige Anwendung von Lisinostad und Lithium wird im Allgemeinen nicht empfohlen (siehe unter Abschnitt 2: Bei Einnahme von Lisinostad mit anderen Arzneimitteln).

Bei Einnahme von Lisinostad mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung dieses Arzneimittels kann verändert sein, wenn Sie es gleichzeitig mit bestimmten anderen Arzneimitteln einnehmen. Sprechen Sie insbesondere dann mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der im Folgenden genannten Arzneimittel einnehmen:

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lisinostad verstärken und damit das Risiko erhöhen, dass es zu einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie)

kommt:
– Harntreibende Arzneimittel (Diuretika). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits Diuretika einnehmen. Er wird Ihnen möglicherweise sagen, dass Sie diese Diuretika-Behandlung 2 bis 3 Tage vor der Einnahme von Lisinostad beenden sollen.
– andere blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva)
– Glycerintrinitrat (zur Behandlung der Angina pectoris und bei Herzleistungs-schwäche) und andere Nitrate
– andere Vasodilatatoren (gefäßerweiternde Arzneimittel)
– tricyclische Antidepressiva (zur Behandlung von depressiven Erkrankungen) – Antipsychotika (zur Behandlung von geistig-seelischen Erkrankun-gen/Psychosen)
– Anästhetika (Narkosemittel).

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lisinostad abschwächen: – nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR; Schmerzmit-tel), einschließlich Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) in einer Dosis von mehr als 3 g pro Tag. Die längerfristige Anwendung solcher Schmerzmittel kann die blutdrucksenkende Wirkung von Lisinostad abschwächen. Darüber hin-aus besteht das Risiko, dass der Kalium-Spiegel im Blut ansteigt und dass sich die Funktionsfähigkeit der Nieren verschlechtert. Es kann auch zu Nie-renversagen kommen.
– Sympathomimetika (Arzneimittel mit stimulierender Wirkung, die den Blut-druck erhöhen).

Lisinostad kann die Wirkung der folgenden Arzneimittel beeinflussen: – Arzneimittel, die den Blutzucker senken (Insulin, orale Antidiabetika). Insbe-sondere zu Beginn der Behandlung und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) kommen. – Lithium (zur Behandlung von Manien oder depressiven Erkrankungen). Sie sollten Lisinostad nicht zusammen mit Lithium einnehmen. Wenn diese Kombination dennoch notwendig ist, müssen die Lithium-Spiegel im Blut sorgfältig überwacht werden. Das Risiko dieser Wechselwirkung ist erhöht, wenn Lisinostad gleichzeitig mit Thiaziden (bestimmte harntreibende Arz-neimittel; Diuretika) eingenommen wird.

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel mit Lisinostad kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Dazu gehören Nierenversagen, Ände-rung der Anzahl bestimmter Blutzellen und Hyperkaliämie (hohe Kalium-Mengen im Blut):

lung von Rheuma und Gelenkserkrankungen) zusammen mit Lisinostad kann das Risiko für eine so genannte nitritoide Reaktion (Erweiterung der Blutgefäße) erhöhen, die sehr schwer verlaufen kann. Dies kann mit Be-schwerden wie Hautrötung, Übelkeit, Schwindel und Blutdruckabfall einher-gehen.

Bei Einnahme von Lisinostad zusammen mit Nahrungsmitteln und Ge-tränken
Eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Aufnahme von Lisinopril aus dem Magen-Darm-Trakt. Daher können Sie Lisinostad zu ei-ner Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Versuchen Sie jedoch, das Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft Sie müssen Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie glauben, schwanger zu sein (oder wenn Sie schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ih-nen empfehlen, Lisinostad vor einer Schwangerschaft oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimit-tel anstelle von Lisinostad verschreiben. Lisinostad wird in der frühen Schwan-gerschaft nicht empfohlen und darf nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernst-haft schaden kann.

Stillzeit Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen möchten. Die Einnahme von Lisinostad wird Müttern, die stillen, nicht empfoh-len. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung für Sie auswählen, wenn Sie stillen möchten, vor allem, wenn Ihr Kind neugeboren ist oder frühgeboren wurde.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Ver-kehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Tabletten Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen. Allerdings kann die Be-handlung mit Lisinostad mitunter dazu führen, dass Sie sich schwindlig oder müde fühlen. Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung. Sie dürfen sich daher nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, bis Sie sicher sein können, dass Sie hiervon nicht betroffen sind.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lisinostad immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Sie können Lisinostad zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Nehmen Sie die Tablette 1-mal täglich mit 1 Glas Wasser ein. Versuchen Sie die Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Setzen Sie die Behandlung mit Lisinostad so lange fort, wie Ihr Arzt es verord-net hat.

Wenn Ihr Arzt Ihnen ¼ oder ½ Tablette verordnet hat, müssen Sie die Tablette vor der Einnahme entlang der Bruchkerbe zerbrechen. Legen Sie die Tablette dazu so auf eine harte Oberfläche, dass die Tablette mit der Einkerbung nach oben zeigt. Üben Sie mit dem Daumen von oben Druck auf die Tablette aus, diese wird dann in vier gleiche Teile zerbrechen (siehe Abbildung).

Die übliche Dosis hängt ab vomSchweregrad der Erkrankung und von Besonderheiten des einzelnen Patienten.

Die folgenden Dosierungen werden empfohlen:

Bei Bluthochdruck Lisinostad kann alleine oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die übliche Anfangsdosis 1-mal täglich 10 mg Lisinopril. Diese Dosis wird schrittweise in Abständen von min-destens 2 bis 4 Wochen erhöht, bis Ihr Blutdruck erfolgreich eingestellt ist.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 1-mal täglich 20 mg Lisinopril. Abhängig von Ihrem Ansprechen auf die Behandlung kann die Dosis schrittweise bis auf die Höchstdosis von 1-mal täglich 80 mg Lisinopril erhöht werden.

Wenn Sie bereits harntreibende Arzneimittel (Diuretika) einnehmen, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise auffordern, die Behandlung mit den Diuretika 2 bis 3 Tage vor Beginn der Einnahme von Lisinostad zu beenden. Falls die harntrei-bende (diuretische) Behandlung nicht beendet werden kann, sollte Ihre Behand-lung mit Lisinostad mit einer Dosis von 5 mg Lisinopril begonnen werden. Die nachfolgende Dosis wird dann je nach Ansprechen Ihres Blutdrucks angepasst. Falls nötig, kann die Behandlung mit den Diuretika wieder aufgenommen wer-

den.

Wenn Sie Nierenprobleme haben, wird Ihre Behandlung möglicherweise mit ei-ner niedrigeren Dosis begonnen. Ihr Arzt wird Ihre Dosis abhängig vom Schwe-regrad Ihrer Nierenerkrankung wählen und Sie insbesondere zu Beginn der Behandlung sorgfältig überwachen (siehe Abschnitt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lisinostad ist erforderlich; unter „Nierenerkrankungen“).

Kinder und Jugendliche (6-16 Jahre)
Die Dosis wird Ihrem Arzt vorgeschrieben. Die übliche Anfangsdosis ist 2,5 mg einmal täglich, wenn das Gewicht des Kindes zwischen 20 und 50 kg beträgt, und 5 mg einmal täglich, wenn das Kind mehr als 50 kg wiegt.

Ihr Arzt wird die Dosis individuell erhöhen bis zu einer Maximaldosis von 20 mg täglich bei Kindern mit 20 bis 50 kg Körpergewicht und 40 mg bei Kindern mit mehr als 50 kg Körpergewicht. Dosen über 40 mg sind für Kinder nicht empfoh-len.
Wenn Ihr Kind Nierenprobleme hat, wird Ihr Arzt gegebenenfalls eine geringere Anfangsdosis festsetzen oder die Dosis langsamer erhöhen.

Bei einer Herzleistungsschwäche Lisinostad sollte zusätzlich zu einem anderen Arzneimittel zur Behandlung einer Herzleistungsschwäche (z.B. harntreibende Arzneimittel, Digitalis, Betablocker) angewendet werden.

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1-mal täglich 2,5 mg Lisinopril (hierfür stehen Arzneizubereitungen mit niedrigeren Wirkstärken zur Verfügung) und sollte un-ter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Die Dosis wird anschließend in In-tervallen von jeweils mindestens 2 Wochen in Schritten von nicht mehr als 10 mg Lisinopril erhöht, bis die Beschwerden im Zusammenhang mit der Herzleis-tungsschwäche unter Kontrolle sind.

Eine Höchstdosis von 35 mg Lisinopril pro Tag darf nicht überschritten werden.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis abhängig von Ihrem klinischen Ansprechen anpassen.

Nach einem Herzinfarkt Im Anschluss an die übliche Standardbehandlung (z.B. mit Thrombolytika oder Betablockern) beträgt die übliche Anfangdosis
– 5 mg Lisinopril innerhalb von 24 Stunden nach dem Herzinfarkt. – Dann 24 Stunden nach der ersten Einnahme weitere 5 mg Lisinopril. – Dann 48 Stunden nach der ersten Einnahme 10 mg Lisinopril und an-schließend 1-mal täglich 10 mg Lisinopril.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 1-mal täglich 10 mg Lisinopril.

Ihr Arzt kann Ihre Dosis verringern, wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden

10oder eine Nierenerkrankung haben.

Die Behandlung sollte 6 Wochen lang fortgesetzt werden.

Bei Nierenproblemen bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes Die übliche Anfangsdosis bei Patienten mit Bluthochdruck beträgt 1-mal täglich 10 mg Lisinopril. Die Dosis kann falls erforderlich auf 1-mal täglich 20 mg Lisi-nopril erhöht werden.

Wenn Sie Nierenprobleme haben, muss Ihre Dosis möglicherweise angepasst werden.

Kinder
Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern unter 6 Jahren oder mit schweren Nieren-funktionsstörungen nicht angewendet werden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Anwendung bei älteren Patienten
Ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion können die üblichen Dosen ein-nehmen.

Anwendung bei Patienten mit Nierentransplantat
Die Anwendung von Lisinostad bei Patienten, die eine Nierentransplantation erhalten haben, wird nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Lisinostad eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses in Verbindung und fragen Sie dort um Rat.

Zu den Beschwerden im Zusammenhang mit einer Überdosierung gehören: – Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Kreislaufschock
– Störungen des Elektrolytgleichgewichts (wie z.B. erniedrigte Mengen an Ka-lium, Chlorid und Natrium im Blut), Nierenversagen
– Beschleunigte Atmung (Hyperventilation), schneller Herzschlag (Tachykar-die), Herzklopfen (Palpitationen), verlangsamter Herzschlag (Bradykardie) – Schwindel, Angst und Husten.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinostad vergessen haben
Wenn Sie eine Dosis von Lisinopril vergessen haben, nehmen Sie sie sobald wie möglich ein. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste übliche Dosis zum ge-wohnten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unsicher sind.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinostad abbrechen
Unterbrechen Sie die Behandlung mit Lisinostad nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lisinostad Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden fol-gende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Wenn Sie die Tabletten zum ersten oder zweiten Mal einnehmen, kann es sein, dass Sie sich schwindelig und benommen fühlen oder das Gefühl haben, einer Ohnmacht nahe zu sein. Diese Beschwerden sind auf die Senkung Ihres Blut-drucks zurückzuführen und klingen in der Regel ab, wenn Sie sich hinlegen.

Sie müssen die Einnahme von Lisinostad beenden und unverzüglich Ihren Arzt informieren:
– wenn bei Ihnen Juckreiz oder schwerwiegende Hautreaktionen auftreten – wenn Sie pfeifende Atemgeräusche bei sich bemerken bzw. Atem- oder Schluckbeschwerden auftreten
– wenn Sie Schwellungen der Hände, Füße oder Knöchel, des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachen bemerken
– wenn eine Gelbfärbung der Haut oder der Bindehaut im Auge auftritt.

Nicht bekannt:
– Depressive Beschwerden
– Ohnmachtsanfälle (Synkopen).

Es wurde das Auftreten eines Symptomkomplexes berichtet, der eines oder mehrere der folgenden Symptome umfassen kann: Fieber, Entzündung der Blutgefäße, häufig mit Hautausschlag (Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie)/Gelenksentzündung (Arthritis), positiver Test auf antinukleäre Antikörper (ANA; Bluttest zum Nachweis von Autoimmunerkran-kungen), Beschleunigung der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG; Bluttest, der einen Hinweis darauf liefert, ob irgendwo im Körper eine Entzündung vorliegt), Zunahme eines bestimmten Typs von weißen Blutzellen (Eosinophilie) und er-höhte Anzahl an weißen Blutzellen (Leukozytose), Hautausschlag, Empfindlich-keit gegenüber Sonnenlicht (Photosensitivität) oder andere Hautreaktionen (dermatologische Erscheinungsformen).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemer-ken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpa-ckung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Nicht über +30°C lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Lisinostad 20 mg Tabletten»