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«Lumirem»

Lumirem


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zur Markierung des Verdauungstraktes bei der Kernspintomographie.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen
Die üblichen Gegenanzeigen für Untersuchungen mittels Kernspintomographie sind zu beachten.
Nicht anzuwenden bei:
- Bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Alkyl-4-hydroxybenzoaten (Parabenen) oder Paraphenylendiaminderivaten;
- Kindern, da bisher keine Erfahrungen bei der Anwendung bei Kindern vorliegen.
Gebrauch während Schwangerschaft und Stillzeit
Es wurde nicht untersucht, ob die Anwendung von Lumirem während der Schwangerschaft beim Menschen unbedenklich ist. Aus Tierversuchen ergaben sich keine Hinweise auf direkte oder indirekte Einflüsse auf den Embryo. Untersuchungen zum Übertritt in die Muttermilch wurden nicht durchgeführt.
Die Anwendung von Lumirem in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen.
Hinweis
Das Produkt darf nicht injiziert werden!
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
In klinischen Versuchen mit Lumirem am Menschen wurde kein Übertritt des Eisens vom Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf beobachtet. Trotzdem sollte der Eisenstoffwechsel jeweils in angemessenem Zeitabstand vor und nach der Untersuchung kontrolliert werden.

Wie wird es angewendet?

Lumirem ist zur Einnahme oder zum Einlauf in den Darm geeignet.
ür eine Untersuchung des oberen Verdauungstraktes wird die Einnahme, für die Untersuchung der unteren Abschnitte des Verdauungstraktes wird die Anwendung in Form eines Einlaufs in den Darm empfohlen.
Der Einlauf erlaubt die Verringerung der benötigten Kontrastmittelmenge und vermeidet die Verzögerung durch die gastrointestinale Transitzeit.
Bei Einnahme:
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Dosierung 600 – 900 ml Suspension.
Ausschlaggebend ist hierfür der Körperbau des Patienten (Größe, Gewicht) sowie der Abschnitt des Verdauungstraktes, der untersucht werden soll. ür eine Abbildung der oberen Abschnitte sollte die Dosierung eher an der Minimaldosis von 600 ml orientiert werden, für eine Untersuchung der unteren Abschnitte an der Maximaldosis von 900 ml.
Der Patient ist anzuweisen, die Flaschen vor Gebrauch gut zu schütteln und Lumirem in Portionen zu je 300 ml Suspension (d. h. erst 300 ml, dann nochmals 300 ml und dann die restliche Dosis, sofern notwendig) im Abstand von 15 bis 30 Minuten einzunehmen, 4 bis 6 Stunden nach der letzten Aufnahme fester Nahrung.
Der Radiologe hat je nach zu untersuchendem Abschnitt und den jeweiligen Umständen einen gewissen Spielraum beim Zeitpunkt der Untersuchung.
Die Untersuchung des oberen Verdauungstraktes beginnt eine halbe Stunde nach Einnahme der letzten Portion Lumirem.
ür den mittleren und im Falle einer Einnahme von Lumirem zur Untersuchung des unteren Verdauungstraktes muss die Untersuchung später durchgeführt werden, je nachdem, welcher Abschnitt untersucht werden soll. In einigen Fällen (Kolonabschnitte) kann eine Untersuchung 4 bis 5 Stunden nach der Einnahme von Lumirem notwendig sein.
Bei Einlauf in den Darm:
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Dosierung 300 – 600 ml Suspension.
Ausschlaggebend hierfür ist der Abschnitt des Beckens, der untersucht werden soll. Die Suspension wird unmittelbar vor der kernspintomographischen Untersuchung appliziert.
Flaschen vor Gebrauch gut schütteln, bis eine homogene Suspension vorliegt.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Um das Risiko von Wechselwirkungen zu vermeiden, sollten während der Vorbereitung und Durchführung der Untersuchung keine anderen Arzneimittel eingenommen werden.
Warnhinweise
Keine.
Nebenwirkungen
Vorübergehend können auftreten:
- Verdauungstrakt: Durchfall, Übelkeit, Bauchkrämpfe, Verdauungsstörungen, Blähungen.
- Nervensystem: Empfindungsstörungen an den Mundschleimhäuten und in der Umgebung des Mundes (Empfindungen wie Taubheit und Prickeln), Empfindungsstörungen im Bereich des Afters.
- Kältegefühl
Auf Grund des Gehalts an Alkyl-4-hydroxybenzoaten (Parabenen) können bei Patienten mit Unverträglichkeit auf Parabene oder Paraphenylendiaminderivate Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Hinweis
Jede Nebenwirkung, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, sollte vom Patienten dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden!

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nach Ablauf des auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.
Der Inhalt von angebrochenen Flaschen ist zu verwerfen.
Nicht über 25 °C aufbewahren.
Stand der Information
November 2006

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation
LUMIREM®
Wirkstoff: Eisen-(II,III)-oxide (paramagnetisch), siliconisiert


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