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«Lypref 2 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lypref enthält einen Wirkstoff namens Pitavastatin. Dieser gehört zu einer Arzneimittelgruppe namens Statine. Lypref wird zur Korrektur der Fett (Lipid)-Spiegel in Ihrem Blut angewendet. Ein Ungleichgewicht der Fette, insbesondere Cholesterin, kann manchmal zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Sie haben Lypref erhalten, weil bei Ihnen ein Ungleichgewicht der Fette besteht und eine Umstellung Ihrer Ernährung und Änderungen Ihres Lebensstils nicht ausreichend waren, um dies zu beheben. Ihre cholesterinsenkende Diät und Ihren geänderten Lebensstil sollen Sie unter der Einnahme von Lypref beibehalten.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lypref darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Pitavastatin, ein anderes Statin oder einen der sonstigen Bestandteile von Lypref (aufgeführt unter „6. Weitere Informationen“) sind.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.
  • wenn Sie schwanger werden können und keine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • wenn Sie derzeit Leberprobleme haben.
  • wenn Sie Ciclosporin einnehmen, das nach einer Organtransplantation eingesetzt wird.
  • wenn Sie an wiederkehrenden oder unerklärlichen Muskelschmerzen oder –beschwerden leiden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie vor der Einnahme von Lypref mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lypref ist erforderlich
Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen,

  • wenn Sie schwere Atembeschwerden (respiratorische Insuffizienz) haben
  • wenn Sie jemals Nierenprobleme hatten.
  • wenn Sie vorher Leberprobleme hatten. „Statine“ können bei einer kleinen Anzahl von Menschen die Leber beeinträchtigen. Ihr Arzt wird in der Regel vor und während der Behandlung mit Lypref einen Bluttest (Leberfunktionstest) durchführen.
  • wenn Sie jemals Probleme mit Ihrer Schilddrüse hatten.
  • wenn Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie in der Vorgeschichte Muskelprobleme hatten.
  • wenn Sie in der Vorgeschichte Muskelprobleme hatten, als Sie andere cholesterinsenkende Arzneimittel (z. B. Statine oder Fibrate) eingenommen haben.
  • wenn Sie übermäßig große Mengen Alkohol trinken. Wenn eines des oben Genannten auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie vor der Einnahme von Lypref mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Bei Einnahme von Lypref mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und pflanzliche Arzneimittel handelt. Manche Arzneimittel können sich gegenseitig so beeinflussen, dass sie nicht mehr richtig wirken.
Insbesondere müssen Sie Ihren Arzt oder Apotheker informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • andere Arzneimittel namens„Fibrate“ − zum Beispiel Gemfibrozil und Fenofibrat.
  • Erythromycin, Fusidinsäure oder Rifampicin − bei Infektionen eingesetzte Antibiotika.
  • Warfarin oder jedes andere Arzneimittel, das verwendet wird, um das Blut zu verdünnen.
  • Arzneimittel gegen HIV namens „Proteasehemmer“.
  • Niacin (Vitamin B3). Wenn eines des oben Genannten auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie vor der Einnahme von Lypref mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Lypref nicht einnehmen. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sprechen Sie vor der Einnahme von Lypref mit Ihrem Arzt. Wenn Sie schwanger werden können, müssen Sie während der Behandlung mit Lypref eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie während der Behandlung mit Lypref schwanger werden, müssen Sie Lypref sofort absetzen und einen Arzt aufsuchen. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Bei Einnahme von Lypref zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Lypref kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei Lypref ist nicht damit zu rechnen, dass Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Wenn Sie sich während der Behandlung mit Lypref aber benommen oder schläfrig fühlen, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lypref Lypref enthält Lactose (eine Zuckerart). Bitte nehmen Sie Lypref daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lypref immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wie ist dieses Arzneimittel einzunehmen?
Die Tablette ist als Ganzes mit Wasser zu schlucken, unabhängig von den Mahlzeiten. Sie können die Tabletten zu jeder Tageszeit einnehmen. Allerdings sollte die Einnahme jeden Tag zur gleichen Zeit erfolgen.

Wie viel ist von diesem Arzneimittel einzunehmen?

  • Die Anfangsdosis beträgt normalerweise einmal täglich 1 mg. Nach einigen Wochen kann Ihr Arzt entscheiden, die Dosis zu erhöhen. Die Höchstdosis beträgt 4 mg pro Tag.
  • Wenn Sie Leberprobleme haben, dürfen Sie pro Tag nicht mehr als 2 mg einnehmen.

Kinder
Lypref wird zur Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren nicht empfohlen.

  • Wenn Sie ins Krankenhaus eingewiesen werden oder wegen einer anderen Erkrankung ärztlich behandelt werden, müssen Sie dem zuständigen Arzt mitteilen, dass Sie Lypref einnehmen.
  • Gegebenenfalls werden die Cholesterinwerte von Ihrem Arzt regelmäßig kontrolliert.
  • Sie dürfen Lypref nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt absetzen. Ihre Cholesterinwerte können wieder ansteigen.

Wenn Sie eine größere Menge von Lypref eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie eine größere Menge von Lypref eingenommen haben, als Sie sollten, müssen Sie sich unverzüglich mit einem Arzt in Verbindung setzen oder das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen. Nehmen Sie dabei die Packung des Arzneimittels mit.

Wenn Sie die Einnahme von Lypref vergessen haben
Es besteht kein Grund zur Besorgnis. Nehmen Sie einfach die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lypref Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei diesem Arzneimittel kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

Wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken, müssen Sie Lypref sofort absetzen und unverzüglich einen Arzt aufsuchenSie könnten dringend ärztliche Hilfe benötigen:

  • Allergische Reaktion − kann sich unter anderem äußern als: Atemnot, Anschwellen des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, Schluckschwierigkeiten, starker Juckreiz der Haut (mit Quaddelbildung).
  • Unerklärliche Muskelschmerzen oder -schwäche, wenn Sie sich unwohl fühlen, Fieber haben oder Ihr Urin rotbraun verfärbt ist. Lypref kann selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000) unangenehme Wirkungen auf die Muskulatur haben. Falls sie nicht abgeklärt werden, können sie zu gravierenden gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel einem krankhaften Muskelabbau (Rhabdomyolyse), führen. Dieser kann Nierenprobleme nach sich ziehen.
  • Atembeschwerden einschließlich fortbestehendem Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber. Die meisten übrigen Nebenwirkungen sind in der Regel leicht ausgeprägt und verschwinden nach kurzer Zeit. Dazu gehören:

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Gelenk- oder Muskelschmerzen
  • Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen, Übelkeit
  • Kopfschmerzen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000)

  • Muskelkrämpfe
  • Schwächegefühl, Abgeschlagenheit oder Unwohlsein
  • Schwellung der Knöchel, Füße oder Finger
  • Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Veränderungen des Geschmacksempfindens
  • Hautblässe und Schwächegefühl oder Atemnot (Blutarmut)
  • Juckreiz oder Hautausschlag
  • Ohrensausen
  • Schwindelgefühl oder Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit (andere Schlafstörungen einschließlich Albträume)
  • Vermehrtes Bedürfnis auf die Toilette zu gehen (häufiges Wasserlassen).

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Leberprobleme, die zu Gelbsucht (Gelbverfärbung der Haut und Augen) führen können
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (starke Schmerzen im Bauch und Rücken)
  • Hautrötung, erhöhte rote juckende Haut
  • Verminderung der Sehkraft
  • Zungenschmerzen

Weitere mögliche Nebenwirkungen

  • Gedächtnisverlust
  • Sexualbeschwerden
  • Depressionen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25ºC lagern. Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf den Blisterpackungen und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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