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«Magnerot 500 Injekt»

Magnerot 500 Injekt


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Anwendungsgebiete
Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit ist und eine orale Therapie nicht möglich ist.
Was ist bei Kindern und älteren Menschen zu berücksichtigen?
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Es liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Die dokumentierten Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Frühschwangerschaft sind jedoch sehr gering. Magnerot® 500 Injekt sollte daher nur nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden.
Wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24 – 48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden. Die Gabe vom Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen. Bei Anwendung von Magnesium zur Wehenhemmung über einen längeren Zeitraum in hoher Dosierung ist über Störungen der Skelettverknöcherung bei Neugeborenen berichtet worden. Bei der Anwendung von Magnerot® 500 Injekt in der angegebenen therapeutischen Dosierung bestehen jedoch keine Bedenken.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Magnerot® 500 Injekt sollte nicht gleichzeitig mit Barbituraten, Narkotika oder Hypnotika wegen des Risikos einer Atemdepression gegeben werden.
Auf Magnesiummangel zurückgeführte Krankheiten können auch andere Ursachen haben. Falls die Einnahme keine Wirkung zeigt, sollten Sie bei ernsten Beschwerden Ihren Arzt aufsuchen.
Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?
Es sind keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Magnerot® 500 Injekt nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Magnerot® 500 Injekt sonst nicht richtig wirken können!
Wieviel und wie oft sollte Magnerot® 500 Injekt angewandt werden?
Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad des Magnesiumdefizits bzw. nach der Höhe des Bedarfs.
1 Ampulle Magnerot® 500 Injekt in 1 bis 2-tägigem Abstand.
Wie und wann sollte Magnerot® 500 Injekt angewandt werden?
Zur intramuskulären und intravenösen Anwendung (Injektion).
Magnerot® 500 Injekt werden tief in einen Muskel oder langsam in eine Vene injiziert. Die Injektion in eine Vene muß sehr langsam am liegenden Patienten erfolgen (die ersten 3 ml in 3 Minuten).
Wie lange sollte Magnerot® 500 Injekt angewandt werden?
Die Injektion einer Ampulle sollte in 1- bis 2-tägigem Abstand wiederholt werden.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Was ist zu tun, wenn Magnerot® 500 Injekt in zu großen Mengen angewandt wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Als Gegenmaßnahme bei Überdosierungserscheinungen (Blutdruckabfall, Atemstörungen) empfiehlt sich eine sofortige intravenöse Calciumgabe.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Magnerot® 500 Injekt?
Bei gleichzeitiger intravenöser Gabe von Calciumsalzen ist die Magnesiumwirkung vermindert. Muskelrelaxantien vom Curaretyp verstärken die Magnesiumwirkung an der motorischen Endplatte. Die gleichzeitige Gabe von Aminoglykosidantibiotika sollte vermieden werden. Magnerot-Injektionen sollten nicht gleichzeitig mit Barbituraten, Narkotika oder Hypnotika wegen des Risikos einer Atemdepression gegeben werden.
Welche Genußmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?
Es sind keine Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Bei Auftreten von Nebenwirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Verfalldatum ist auf dieser Packung aufgedruckt. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Wie müssen Sie Magnerot® 500 Injekt aufbewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel bitte sorgfältig und für Kinder unzugänglich auf.
Stand der Information
Oktober 2006
Zur Information unserer Patienten:
Ihr Arzt gibt Ihnen Magnerot® 500 Injekt, um Ihnen sehr rasch und in ausreichender Menge Magnesium zuzuführen.
Magnesium spielt im menschlichen Körper eine zentrale Rolle. Es ist unentbehrlich für lebensnotwendige Vorgänge, wie den Abbau und die Umwandlung (Stoffwechsel) von Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten und Nukleinsäuren, sowie für alle energetischen Prozesse.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Magnerot® 500 Injekt
Wirkstoff: Magnesium-D-gluconat 500 mg/5 ml Injektionslösung
Wann darf Magnerot® 500 Injekt nicht angewandt werden?
Bei Muskelschwäche (Myasthenia gravis), verlangsamter Schlagfolge des Herzen (ausgeprägte Bradykardie), Veranlagung zu Nierensteinen (Magnesium-Calcium-Ammoniumphosphat-Steindiathese), Störungen der Erregungsleitung des Herzen (AV-Block) und schweren Nierenfunktionsstörungen sollte das Präparat nicht angewendet werden.
Welche anderen Arzneimittel werden von Magnerot® 500 Injekt beeinflußt?
Magnerot® 500 Injekt sollte nicht mit calcium- oder phosphathaltigen Injektionslösungen gemischt werden, da es zu Ausfällungen und Wechselwirkungen kommen kann.
Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Welche Nebenwirkungen kann bei der Anwendung von Magnerot® 500 Injekt auftreten?
Bei hoher Dosierung kann es zu verlangsamter Schlagfolge des Herzens (Bradykardie), Blutdrucksenkung, Überleitungsstörungen und peripheren Gefäßerweiterungen kommen. Eine zu schnelle Injektion kann vorübergehend Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Wärmegefühl, Schwindel und Unruhezustände hervorrufen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Wie kann es zu einem Magnesiummangel kommen?
Magnesiummangel kann durch eine unzureichende Aufnahme, durch Fehlernährung (zu viel Fett und Eiweiß, zu wenig magnesiumreiche Nahrungsmittel) und unausgewogene Fastenkuren verursacht werden.
Oft gründen Mangelerscheinungen auch in einer vermehrten Magnesiumausscheidung, z.B. durch Alko-holkonsum, Abführmittel (Laxantien), Darmerkrankungen, oder bestimmte Medikamente.
Ein erhöhter Magnesiumbedarf besteht in der Schwangerschaft und Stillzeit.
Woran erkennen Sie einen Magnesiummangel ?
Ein Magnesiummangel kann sich beispielsweise in Muskelkrämpfen, besonders nächtliche Wadenkrämpfe, aber auch Krämpfe der Muskeln in Nacken, Schulter und Rücken zeigen.
Wenn Sie mehr über Magnesium wissen möchten, fordern Sie bei uns die Informationsbroschüre an.


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