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«Magnesiocard i.v. - Ampullen»

Magnesiocard i.v. - Ampullen
Magnesiocard i.v. - Ampullen


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Magnesiocard i.v. Ampullen sind ein Mineralstoffpräparat und enthalten als Wirkstoff Mag-nesium-L-aspartat-hydrochlorid-trihydrat.

Magnesium ist ein lebensnotwendiges Element, das für viele Stoffwechselprozesse im menschlichen Organismus unentbehrlich ist. Der Magnesiumbedarf des Erwachsenen wird auf 300-400 mg pro Tag eingeschätzt.

Magnesiocard i.v. Ampullen werden angewendet bei Magnesium-Mangelzuständen, wenn ei-ne orale Therapie (Einnahme von Magnesiumpräparaten) nicht möglich ist.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Magnesiocard i.v. Ampullen dürfen nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Be-standteile von Magnesiocard i.v. Ampullen sind.
  • bei AV-Block oder sonstigen Überleitungsstörungen des Herzens.
  • bei Myasthenia gravis (Erkrankung mit gestörter Reizübertragung von den Nerven auf die Muskeln und schwerer Muskelschwäche).
  • wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung, fehlenden Harnabsonderung oder an einem Flüssigkeitsmangel des Körpers leiden oder zur Bildung von bestimmten Steinen in den ableitenden Harnwegen (Infektsteinen, Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatsteine, Struvitsteine) neigen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Magnesiocard i.v. Ampullen ist erforderlich,

  • bei leichter und mittlerer Nierenfunktionseinschränkung: Magnesiocard sollte nur unter besonderer Vorsicht und ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Es kann zu einer Anrei-cherung von Magnesium im Körper kommen.
  • bei gleichzeitiger Anwendung mit hohen Dosen von Barbituraten, Opoiden und Narkotika besteht ein Risiko von Atemdepression (Atembeschwerden).
  • bei ausgeprägt niedrigem Blutdruck.
  • bei gleichzeitiger Herzglykosidtherapie: Anwendung nur in Fällen von Tachykardie bzw. Tachyarrhythmie (schneller bzw. schneller unregelmäßiger Herzschlag).

Wenn Sie an schwerer Nierenfunktionseinschränkung leiden und längere Zeit oder hochdo-siert Magnesium als Injektion oder Infusion erhalten, wird Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen und Ihren Blut-Magnesiumspiegel kontrollieren.
Starke Müdigkeitserscheinungen nach hochdosierter Gabe können auf einen bereits überhöh-ten Blut-Magnesium-Spiegel hinweisen. In diesem Fall ist neben einer Kontrolle des Blut-Magnesium-Spiegels das Präparat abzusetzen oder die Dosis zu reduzieren.

Bei Anwendung von Magnesiocard i.v. Ampullen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Gleichzeitige intravenöse Applikation (Verabreichung in eine Vene) von Calciumpräparaten kann zu einer verminderten Magnesium-Wirkung führen.
Die gleichzeitige Anwendung von Muskelrelaxanzien vom Curaretyp (Arzneimittel zur Mus-kelentspannung) kann zu einer Verstärkung der muskelentspannenden Wirkung führen. Die gleichzeitige Gabe von Magnesium und Aminoglykosid-Antibiotika kann zu einer Ver-schlechterung der neuromuskulären Funktion (z.B. Atembeschwerden) führen. Magnesium kann die Wirkung von Narkotika verstärken und die schmerzstillende Wirkung von Morphinpräparaten verlängern.
Magnesium intravenös kann eine durch Herzglykoside (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche) verursachte verzögerte Reizleitung verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Magnesiocard i.v. Ampullen können in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Magnesiocard i.v. Ampullen haben in der empfohlenen Dosierung keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt wird Magnesiocard i.v. Ampullen bei Ihnen anwenden und richtet die Dosierung nach dem Schweregrad Ihres Magnesiummangels.

Im Allgemeinen wird 1 Ampulle (= 3 mmol Mg) in 1-2tägigen Abständen langsam in eine Vene injiziert.

Art der Anwendung:

Magnesiocard i.v. Ampullen werden während Sie liegen sehr langsam (die ersten 3 ml in 3 Minuten) in eine Vene verabreicht. Es ist empfehlenswert, dass Sie nach der Injektion noch 10 bis 20 Minuten ruhen.

Kinder und Jugendliche: Magnesiocard i.v. Ampullen werden bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen, da für diese Altersgruppen keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Hinweis für den Arzt: Informationen zur Anwendung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie eine größere Menge von Magnesiocard i.v. Ampullen erhalten haben, als Sie sollten,
können die unter Punkt 4 angegebenen Nebenwirkungen verstärkt auftreten. Anzeichen von erhöhten Blut-Magnesium-Spiegeln sind Müdigkeitserscheinungen. In diesem Fall ist die Dosis zu reduzieren oder das Präparat vorübergehend abzusetzen. Je nach Grad der Überdosierung können eine oder mehrere der folgenden unerwünschten Wirkungen auftreten: Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen, Unterdrückung der Funktion des Zentralnervensystems, abgeschwächte Reflexe, EKG-Veränderungen, Atembeschwerden. Bei sehr starker Überdosierung kann es auch zu Bewusstlosigkeit, Herzstillstand und Atemlähmung kommen.
Hinweis für den Arzt: Informationen zur Therapie bei Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Magnesiocard i.v. Ampullen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten) können ein verlangsamter Herzschlag, Überleitungsstörungen und eine Erweiterungen von Blutgefäßen und damit verbundene Haut-rötungen auftreten. Bei zu schneller Injektion können Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Kribbeln, Schwitzen, vereinzelt starkes Schwindelgefühl, Mundtrockenheit, krankhafte Unru-he, Erregung und Zittern auftreten. Die Verträglichkeit bei Verabreichung in eine Arterie (in-traarterielle Injektion) wurde nicht geprüft. Mit schweren Gewebsschäden bei versehentlicher intraarterieller Injektion muss gerechnet werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Ampulle angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


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