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«Mannit 15 % "Fresenius" - Infusionsflasche»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Mannit gehört zur Gruppe der Osmo-Diuretika (Harn treibende Mittel). Mannit erhöht die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper und/oder steigert die Harnproduktion.

Mannit 15 % „Fresenius“ wird angewendet

  • zur Vorbeugung von akutem Nierenversagen nach Operationen, Schock, Blutverlusten, Verbrennungen und Traumen
  • zur Hirndrucksenkung
  • zur Augeninnendrucksenkung

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche darf nicht angewendet werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Mannit sind,
  • wenn Ihre Harnausscheidung nach einer Probeinfusion weiterhin vermindert ist,
  • wenn Sie an schwerer Herzschwäche leiden,
  • wenn Sie an Lungenstauung leiden,
  • wenn Sie Wasser in der Lunge haben,
  • wenn Sie an Wassersucht aufgrund erhöhter Durchlässigkeit der Haargefäße leiden,
  • wenn Sie ausgetrocknet (dehydriert) sind,
  • bei Schlaganfall,
  • bei Hirnblutungen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche ist erforderlich
Ihr Arzt wird Ihre Behandlung sorgfältig überwachen

  • wenn Sie erniedrigte Konzentrationen von Kalium und/oder Natrium im Blut haben,
  • wenn Ihr Blutvolumen vermehrt ist,
  • wenn Sie eine Hirnschwellung haben.

Wenn Ihre Harnausscheidung vermindert ist, ist eine Probeinfusion notwendig.

Ihr Arzt wird regelmäßig den Elektrolytgehalt Ihres Blutes, Ihren Säuren-Basen-Haushalt, Ihre Wasserbilanz und Ihre Nierenfunktion kontrollieren und eventuelle Elektrolytverluste bei längerer Infusionstherapie korrigieren.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Mannit kann das Risiko einer giftigen Wirkung bestimmter Herzmedikamente (Digitalisglykoside) aufgrund einer erniedrigten Konzentration von Kalium im Blut erhöhen.

Die Harn treibende und Augendruck senkende Wirkung kann durch andere Harn treibende Medikamente verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithiumpräparaten (Medikamente zur Behandlung von Depressionen) muss der Lithiumspiegel kontrolliert werden, da Mannit die Lithiumausscheidung mit dem Harn steigert.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine Daten über die Anwendung bei Schwangeren vor.

Über die Anwendung von Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche während der Schwangerschaft und in der Stillzeit entscheidet der Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Mannit 15 % „Fresenius“ hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt sorgfältig auf Sie abgestimmt.

Zur Hirndrucksenkung werden 1,7 bis 3,3 ml Mannit 15 % „Fresenius“ innerhalb von 10 bis 30 Minuten gegeben.

Die maximale Tagesdosis beträgt 10 ml Mannit 15 % „Fresenius“/kg Körpergewicht.

Zur Vorbeugung eines akuten Nierenversagens wird nach einer Probeinfusion eine Dauerinfusion von 1 bis 2 ml Mannit 15 % „Fresenius“/kg Körpergewicht und Stunde verabreicht. Die maximale Tagesdosis von 10 ml Mannit 15 % „Fresenius“/kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.

Eine Probeinfusion von 1 bis 1,7 ml Mannit 15 % „Fresenius“/kg Körpergewicht wird innerhalb von 3 bis 5 Minuten gegeben. Wenn in den nächsten 3 Stunden eine Harnausscheidung von mindestens 40 ml/Stunde erreicht wird, kann weiter infundiert werden.

Falls mit der Probeinfusion keine Wirkung erzielt wird, ist auf eine Behandlung mit Mannit zu verzichten.

Zur Augeninnendrucksenkung gilt die gleiche Dosierungsempfehlung wie zur Hirndrucksenkung.

Die maximale Infusionsgeschwindigkeit beträgt 2 ml Mannit 15 % „Fresenius“/kg Körpergewicht und Stunde (entsprechend 140 ml Mannit 15 % „Fresenius“ bei 70 kg Körpergewicht).

Die maximale Tagesdosis beträgt ca. 10 ml Mannit 15 % „Fresenius“/kg Körpergewicht (entsprechend 700 ml Mannit 15 % „Fresenius“ bei 70 kg Körpergewicht).

Mannit 15 % „Fresenius“ wird normalerweise von einem Arzt oder einer Krankenschwester als Infusion in eine Vene verabreicht.

Mannit 15 % „Fresenius“ darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Bei kühler Lagerung kann es zur Bildung von Kristallen kommen, die sich durch leichtes Erwärmen wieder lösen.

Wenn Sie eine größere Menge Mannit 15 % „Fresenius“ erhalten haben, als Sie sollten Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine Krankenschwester, wenn Sie befürchten, eine zu große Menge Mannit 15 % „Fresenius“ erhalten zu haben.

Wenn Sie Mannit 15 % „Fresenius“ in größeren Mengen oder zu schnell bekommen, insbesondere bei unzureichender Harnausscheidung, kann es zu akuter Volumenüberlastung des Herz-Kreislauf-Systems kommen.

Wenn Sie Mannit zu rasch oder zu lange bekommen, können Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommen-heit, Durst, Schüttelfrost, zu schneller Herzschlag, verschwommenes Sehen, Schmerzen im Brustraum und Atembeschwerden auftreten, was auf Störungen des Elektrolyt- und Säuren-Basen-Haushaltes zurückzuführen ist. Akutes Nierenversagen (insbesondere durch zusätzliche Gabe von Harn treibenden Medikamenten und bei vorbestehenden Nierenfunktionsstörungen) ist möglich.

In solchen Fällen wird Ihr Arzt die Gabe von Mannit abbrechen und eventuelle Elektrolytverluste korrigieren. In schweren Fällen ist eine Blutwäsche erforderlich.

Wenn die Anwendung von Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche vergessen wurde Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine Krankenschwester, wenn Sie befürchten, eine Dosis wurde vergessen.

Wenn die Anwendung von Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche abgebrochen wird Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Beschleunigter Herzschlag, Kopfschmerzen, Benommenheit, Krämpfe, verschwommenes Sehen, Atembeschwerden, Wasser in der Lunge, Übelkeit, Erbrechen, Nierenversagen, Störungen des Wasser-, Elektrolyt- und Säuren-Basen-Haushaltes, Durst, Schüttelfrost, Schmerzen im Brustraum, Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock sowie Reizungen und Entzündungen der Venenwand sind möglich.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungshinweise erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar und farblos und/oder das Behältnis beschädigt ist.

Mannit 15 % „Fresenius“ – Infusionsflasche muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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