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«Medikinet 10 mg - Tabletten»

Medikinet 10 mg - Tabletten
Medikinet 10 mg - Tabletten
Medikinet 10 mg - Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Anwendung

Medikinet Tabletten werden zur Behandlung einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) angewendet.

  • Das Arzneimittel wird bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren angewendet.
  • Das Arzneimittel wird erst angewendet, wenn sich andere therapeutische Maßnahmen, wie psychologische Beratung und Verhaltenstherapie als unzureichend erwiesen haben.

Medikinet Tabletten werden nicht zur Behandlung von Kindern unter 6 Jahren oder bei Erwachse-nen angewendet, da die Sicherheit oder der Nutzen in diesen Patientengruppen nicht bekannt sind.

Wie das Arzneimittel wirkt

Medikinet Tabletten verbesserrn die Aktivität bestimmter nicht ausreichend aktiver Bereiche des Gehirns. Das Arzneimittel kann helfen, die Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsspanne) und die Konzentration zu erhöhen und impulsives Verhalten zu verringern.

Dieses Arzneimittel wird als Teil eines Behandlungsprogramms verabreicht, welches üblicherweise:

  • psychologische
  • pädagogische und
  • soziale Maßnahmen umfaßt.

Medikinet Tabletten dürfen nur von einem Facharzt mit Erfahrung auf dem Gebiet der Ver-haltensstörungen bei Kindern und/oder Jugendlichen begonnen und unter dessen Aufsicht angewendet werden.

Obwohl es keine Heilung für AHDS gibt, können Behandlungsprogramme zu einer besseren Steue-rung der Krankheit beitragen.

Über ADHS

Für Kinder und Jugendliche mit ADHS ist es schwierig:

  • still zu sitzen
  • sich zu konzentrieren

Sie sind nicht daran schuld, dass sie diese Dinge nicht können.

Viele Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten, still zu sitzen und sich zu konzentrieren. Gemeinsam mit ADHS können jedoch Probleme im Alltag auftreten. Kinder und Jugendliche mit ADHS haben Schwierigkeiten beim Lernen und beim Erledigen der Hausaufgaben. Sie haben Schwierigkeiten sich zu Hause, in der Schule und anderswo gut zu benehmen.

Die Intelligenz eines Kindes oder Jugendlichen wird durch ADHS nicht beeinträchtigt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Medikinet Tabletten dürfen nicht eingenommen werden, wenn Sie bzw. Ihr Kind

  • allergisch (überempfindlich) gegen Methylphenidat oder einen der sonstigen Bestandteile von Medikinet Tabletten sind (siehe Abschnitt 6).
  • an einer Schilddrüsenerkrankung leiden.
  • ein Glaukom (einen erhöhten Augeninnendruck) haben.
  • einen Tumor der Nebenniere haben (Phäochromozytom).
  • unter einer Essstörung leiden, wenn Sie oder Ihr Kind keinen Hunger verspüren, oder nichts es-sen wollen, wie z.B. bei Magersucht (Anorexia nervosa).
  • unter sehr hohem Blutdruck oder einer Verengung der Blutgefäße leiden, was möglicherweise Schmerzen in den Armen und Beinen verursachen kann.
  • jemals Herzprobleme, wie z. B. einen Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen oder Herzversagen hatten; unter einer mit Schmerzen oder Beklemmungsgefühlen im Brustkorb einhergehenden Herzerkrankung leiden oder mit einer Herzerkrankung geboren wurden
  • Probleme mit Blutgefäßen im Gehirn haben oder hatten, wie z. B. einen Schlaganfall, eine Schwellung oder Schwächung eines Gefäßes (Aneurysma), verengte oder verstopfte Blutgefä-ße oder an einer Entzündung der Blutgefäße (Vasculitis) leiden oder litten.
  • derzeit oder in den letzten 2 Wochen ein Mittel gegen Depression (sogenannte Monoaminooxi-dase-Hemmer (MAOI)) einnehmen oder eingenommen haben.
  • an psychischen Störungen leiden, wie beispielsweise:

Nehmen Sie Methylphenidat nicht ein falls einer der oben angeführten Punkte auf Sie oder Ihr Kind zutrifft. Wenn Sie nicht sicher sind, sprechen Sie mit ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie oder Ihr Kind Methylphenidat einnehmen. Dies ist notwendig da Methylphenidat die beschriebenen Probleme verschlimmern kann.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Medikinet Tabletten ist erforderlich, und sprechen Sie mit einem Arzt, wenn Sie bzw. Ihr Kind

  • Leber- oder Nierenprobleme haben.
  • Probleme mit dem Schlucken oder mit dem Schlucken ganzer Tabletten haben
  • eine Verengung oder Blockade des Darms oder der Speiseröhre haben.
  • jemals Anfälle (Krampfanfälle, Krämpfe, Epilepsie) oder anormale EEGs (Elektroenzephalo-gramme, Hirnstromaufzeichnungen) hatten.
  • jemals Alkohol, verschreibungspflichtige Medikamente oder illegale Drogen missbraucht ha-ben oder davon abhängig waren oder sind.
  • wenn Sie weiblich sind und bereits Ihre Periode haben (siehe auch im Abschnitt „Schwanger-schaft und Stillzeit“ weiter unten).
  • Schwierigkeiten haben, die Kontrolle zu bewahren (schwer zu kontrollierendes wiederholtes Zucken von Körperteilen oder wiederholtes Ausstoßen bestimmter Laute oder Wörter).
  • einen hohen Blutdruck haben.
  • wenn Sie ein Herzproblem haben, welches nicht in Abschnitt „Medikinet Tabletten dürfen nicht eingenommen werden“ erwähnt ist.
  • wenn Sie ein psychisches Problem haben, welches nicht in Abschnitt „Medikinet Tabletten dürfen nicht eingenommen werden“ erwähnt ist. Andere psychische Probleme schließen ein:
  • Stimmungsschwankungen, wie z. B. einen Wechsel zwischen manisch und depressiv, der als „biploare Störung“ bezeichnet wird.
  • neu auftretendes oder sich verschlimmerndes aggressives oder feindseliges Verhalten zei-gen.
  • Dinge sehen, hören oder fühlen, die nicht da sind (Halluzinationen).
  • Dinge glauben, die nicht real sind (Wahnvorstellungen).
  • ungewöhnlich misstrauisch sein (Paranoia).
  • rastlos, ängstlich oder angespannt sein.
  • sich niedergeschlagen oder schuldig fühlen.

Informieren Sie den Arzt vor der Behandlung, wenn eines der oben genannten Zustandsbilder oder Symptome auf Sie bzw. Ihr Kind zutrifft. Dies ist notwendig da Methylphenidat Ihre Probleme verschlimmern kann. Ihr Arzt wird überprüfen wollen, wie das Arzneimittel Ihr Kind beeinflusst.

Die folgenden Punkte wird Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung mit Methylphenidat über-prüfen:

Die Überprüfung dieser Punkte dient dazu, festzustellen, ob Methylphenidat das richtige Arzneimittel für Sie oder Ihr Kind ist. Ihr Arzt wird mit Ihnen über Folgendes sprechen:

Ihr Arzt versucht insbesondere herauszufinden, ob Sie bzw. Ihr Kind ein erhöhtes Risiko für Stimmungsschwankungen aufweisen (von manisch bis depressiv – bezeichnet als „bipolare Stö-rung“). Dazu gehört auch das Erheben Ihrer psychiatrischen Vorgeschichte bzw. der Ihres Kindes, wie etwa Selbstmord, bipolare Störung und Depressionen in der Familienvorgeschichte.

Es ist wichtig, dass Sie so viel Informationen wie möglich zur Verfügung stellen, Das hilft Ihrem Arzt zu entscheiden, ob Methylphenidat das richtige Medikament für Sie bzw. Ihr Kind ist. Ihr Arzt kann zu dem Schluss kommen, dass weitere medizinische Untersuchungen bei Ihnen bzw. Ih-rem Kind erforderlich sind, bevor Sie bzw. Ihr Kind das Medikament einnehmen.

Bei Einnahme von Methylphenidat mit anderen Arzneimitteln

Methylphenidat darf nicht eingenommen werden, wenn Sie oder Ihr Kind

  • derzeit oder innerhalb der letzten 14 Tage einen sogenannten Monoaminooxi-dasehemmer (MAOI) gegen Depression einnehmen oder eingenommen ha-ben. Die gleichzeitige Einnahme von MAOI und Methylphenidat kann eine plötzliche Erhöhung des Blutdrucks zur Folge haben.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind weitere Medikamente einnehmen, kann Methylphenidat die Wirkung solcher Medikamente beeinflussen oder Nebenwirkungen hervorrufen. Falls Sie bzw. Ihr Kind ei-nes der folgenden Medikamente einnehmen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, bevor Sie Me-thylphenidat einnehmen bzw. geben:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung einer Depression
  • Arzneimittel zur Behandlung schwerer psychischer Probleme
  • Arzneimittel gegen Epilepsie
  • Medikament zur Blutdrucksenkung oder zur Blutdruckerhöhung
  • einige Husten- und Erkältungsmittel mit Inhaltsstoffen, die den Blutdruck be-einflussen können. Es ist wichtig, dies mit Ihrem Apotheker zu besprechen, wenn Sie eines dieser Arzneimittel kaufen
  • Arzneimittel zur Blutverdünnung, um ein Blutgerinnsel zu verhindern

Wenn Sie sich nicht sicher sind ob eines der Arzneimittel die Sie bzw. Ihr Kind ein-nehmen, zu den oben aufgelisteten Medikamenten zählt, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Methylphenidat einnehmen bzw. geben.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie bzw. Ihr Kind eventuelle andere Arzneimitteln einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Vor einer geplanten Operation

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls bei Ihnen oder Ihrem Kind eine Operation geplant ist. Me-thylphenidat sollte am Tag einer Operation, bei Verwendung einer bestimmten Art von Narkosemittel, nicht eingenommen werden, weil das Risiko eines plötzlichen Blutdruckanstiegs während der Operation besteht.

Drogentests
Dieses Arzneimittel kann ein positives Ergebnis bei Drogentests ergeben, ebenfalls bei Drogentests im Sport.

Bei Einnahme von Medikinet Tabletten mit Nahrungsmitteln und Getränken Die Einnahme von Medikinet Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln kann helfen Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen zu lindern.

Bei Einnahme von Methylphenidat zusammen mit Alkohol
Sie dürfen während der Einnahme dieses Arzneimittels keinen Alkohol trinken, weil Alkohol die Ne-benwirkungen dieses Arzneimittels verschlimmern kann. Denken Sie daran, dass einige Nahrungsmit-tel und Medikamente Alkohol enthalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Methylphenidat das ungeborene Kind beeinträchtigt. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Anwendung von Methylphenidat, wenn Sie bzw. Ihre Tochter:

  • sexuell aktiv sind. Ihr Arzt wird über Empfängnisverhütung mit Ihnen spre-chen.
  • schwanger sind oder glauben, schwanger zu sein. Ihr Arzt entscheidet dann, ob Methylphenidat eingenommen werden darf.
  • stillen oder vorhaben zu stillen. Es ist möglich, dass Methylphenidat in die menschliche Muttermilch übergeht. Deshalb entscheidet Ihr Arzt, ob Sie bzw. Ihre Tochter während der Einnahme von Methylphenidat stillen dürfen.

Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen

Bei Einnahme von Methylphenidat kann es zu Schwindel und Sehstörungen kommen. Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, können bestimmte Aktivitäten, wie z. B. Autofahren, das Bedienen von Maschinen, Radfahren, Reiten oder das Klettern auf Bäume gefährlich sein.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Medikinet Tabletten

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Medikinet Tabletten dürfen erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, wenn bekannt ist, dass Sie oder Ihr Kind unter einer Unverträglichkeit gegen-über bestimmten Zuckern leidet.

Wie wird es angewendet?

Wie viel soll eingenommen werden

Nehmen Sie bzw. Ihr Kind Medikinet Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

  • Ihr Arzt wird normalerweise die Behandlung mit einer niedrigen Dosis von 5 mg Methylphe-nidat einmal oder zweimal täglich zum Frühstück oder Mittagessen beginnen und falls not-wendig die Dosis schrittweise erhöhen.
  • Die maximale Tagesdosis beträgt 60 mg.
  • Wenn die Wirkung der Tabletten zu früh am späten Nachmittag oder am Abend aufhört, kann Ihr Arzt zu der Einschätzung kommen, dass eine kleine zusätzliche Dosis von Methylpheni-dathydrochlorid (der Wirkstoff von Medikinet Tabletten) am Abend eingenommen werden kann.

Art der Anwendung
Das Arzneimittel ist zum Einnehmen bestimmt.

Schlucken Sie oder Ihr Kind die Medikinet Tabletten mit ausreichend Wasser. Falls erforderlich, können die Tabletten halbiert werden. Nehmen Sie die Tabletten zu oder nach einer Mahlzeit.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind sich nach einem Monat Behandlung nicht besser fühlen

Wenn Sie bzw. Ihr Kind sich nicht besser fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Ihr kann Arzt ent-scheiden, dass eine andere Behandlung erforderlich ist.

Bei unsachgemäßer Anwendung von Medikinet Tabletten

Bei unsachgemäßer Anwendung von Medikinet Tabletten kann es zu auffälligem Verhalten kommen. Das kann auch bedeuten, dass bei Ihnen bzw. Ihrem Kind eine beginnende Abhängigkeit besteht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen bzw. Ihrem Kind jemals eine Alkohol-, verschreibungs-pflichtige Medikamenten- oder illegale Drogenabhängigkeit bekannt war.

Dieses Arzneimittel ist nur für Sie bzw. Ihr Kind bestimmt. Geben Sie dieses Medikament nicht an Dritte weiter, auch wenn deren Beschwerden ähnlich erscheinen.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine größere Menge von Medikinet Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie bzw. Ihr Kind zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses und sagen Sie, wie viel eingenommen wurde.

Anzeichen einer Überdosierung sind: Erbrechen, Unruhe, Zittern, verstärkte unkontrollierte Bewe-gungen, Muskelzuckungen, Krampfanfälle (möglicherweise mit anschließendem Koma), extremes Hochgefühl, Verwirrtheit, Halluzinationen (Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind), Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, hohes Fieber, Veränderungen des Herzschlags (langsam, schnell oder unregelmäßig), Bluthochdruck, erweiterte Pupillen sowie Nasen- und Mundtrockenheit.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind die Einnahme von Medikinet Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie bzw. Ihr Kind keinesfalls die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine Einnahme vergessen haben, warten Sie bis die nächste Dosis fällig ist.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind die Einnahme von Medikinet Tabletten abbrechen

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme diese Arzneimittels abbrechen. ADHS Symptome oder uner-wünschte Nebenwirkungen, wie Depression können erneut auftreten. Ihr Arzt wird Ihnen möglicher-weise ein schrittweises Absetzen der täglich eingenommenen Dosis empfehlen, bevor die Einnahme vollständig beendet wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme von Medikinet Tab-letten abbrechen.

Untersuchungen, die Ihr Arzt während Ihrer bzw. der Behandlung Ihres Kindes durchführt

Ihr Arzt wird einige Untersuchungen durchführen

  • Bevor Sie bzw. Ihr Kind mit der Einnahme beginnen, um sicherzustellen, dass Medikinet Tab-letten sicher sind und eine positive Wirkung haben.
  • Nachdem Sie bzw. Ihr Kind mit der Behandlung beginnen, mindestens alle 6 Monate, mögli-cherweise auch öfter. Diese Untersuchung wird auch bei einer Dosisänderung durchgeführt.
  • Diese Untersuchungen umfassen folgende Punkte: - Überwachung Ihres Appetits
  • Messung von Größe und Gewicht
  • Messung von Blutdruck und Herzfrequenz - Überwachung in Bezug auf Probleme hinsichtlich Stimmungsschwankungen, psychische Befindlichkeit oder andere ungewöhnliche emotionale Zustände bzw. ob sich diese wäh-rend der Einnahme von Medikinet Tabletten verschlimmert haben.

Langzeitbehandlung

Die Behandlung mit Medikinet Tabletten muss nicht unbegrenzt fortgeführt werden. Wenn Sie bzw. Ihr Kind Medikinet Tabletten länger als ein Jahr eingenommen haben, sollte der Arzt die Behandlung für kurze Zeit absetzen, dies kann in den Schulferien versucht werden. Dadurch kann festgestellt werden, ob das Medikament noch notwendig ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apo-theker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Medylphenidat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Obwohl bei manchen Patienten Nebenwirkungen auftreten, haben diese Patienten die Meinung, dass Ihnen Methylphenidat hilft. Ihr Arzt wird mit Ihnen über diese Nebenwirkungen sprechen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Wenn eine der unten angeführten Nebenwirkungen auf Sie zutrifft, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Häufig (betrifft weniger als 1 von 10 Behandelten)

  • Unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen)
  • Starke Veränderungen der Stimmung oder der Persönlichkeit

Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100 Behandelten)

  • Gedanken bzw. der Wunsch sich das Leben zu nehmen
  • Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind, dies sind Anzeichen einer Psy-chose
  • Unkontrollierte Sprechweise und Körperbewegungen (Tourette Syndrom)
  • Anzeichen einer Allergie, wie Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselausschlag, Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge oder anderen Körperteilen, Kurzatmigkeit, keuchende oder erschwerte Atmung.

Selten (betrifft weniger als 1 von 1.000 Behandelten)

  • Ungewöhnliches Glücksgefühl, Überaktivität und Ungehemmtheit (Manie)

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

  • Herzinfarkt
  • Anfälle (Krampfanfälle, epileptische Anfälle)
  • Schälen der Haut oder purpurfarbene bis rote Flecken
  • Unkontrollierbare Muskelkrämpfe, welche die Augen, den Kopf, den Nacken, den Körper und das Nervensystem betreffen verursacht durch eine zeitweise mangelnde Blutversorgung des Gehirns.
  • Lähmungserscheinungen oder Bewegungs- und Sehstörungen, Sprachschwierigkeiten (diese kön-nen Anzeichen für Probleme mit Blutgefäßen im Gehirn sein)
  • Abnahme der Anzahl an Blutzellen (rote Blutzellen, weiße Blutzellen und Blutplättchen), was zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionen, einer höheren Blutungsneigung und Verletzungsgefahr führen kann.
  • Ein plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur. Sehr hoher Blutdruck und schwere Krämpfe („Ma-lignes neuroleptisches Syndrom“). Es ist nicht sicher dass diese Nebenwirkungen durch Me-thylphenidat oder andere Arzneimittel die gleichzeitig eingenommen werden, verursacht werden.

Weitere Nebenwirkungen (die Häufigkeit des Auftretens ist nicht bekannt)

  • Unerwünschte Gedanken, die immer wieder kehren
  • Unerklärbare Ohnmacht, Brustschmerzen (diese können Anzeichen für Herzprobleme sein)

Wenn eine der oben angeführten Nebenwirkungen auf Sie zutrifft, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Andere Nebenwirkungen beinhalten die Folgenden , sollten diese schwerwiegend sein, sprechen

Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Sehr häufig (betreffen mehr als 1 von 10 Behandelten)

  • Kopfschmerzen
  • Nervosität
  • Schlaflosigkeit

Häufig (betreffen weniger als 1 von 10 Behandelten)

  • Gelenkschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Hohe Temperatur (Fieber)
  • Ungewöhnlicher Haarverlust oder Haarverdünnung
  • Ungewöhnliche Müdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Appetitverlust oder mangelnder Appetit
  • Juckreiz, Hautausschlag oder stark juckender roter Hautsausschlag (Nesselausschlag)
  • Husten, Halsschmerzen oder Nasen- und Halsreizungen
  • Hoher Blutdruck, schneller Herzschlag (Tachykardie)
  • Schwindel, unkontrollierte Bewegungen, ungewöhnliche Aktivität
  • Aggressionen, Unruhe, Angst, Depression, reizbares und abnormes Verhalten
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Magenbeschwerden und Erbrechen

Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100 Behandelten)

  • Verstopfung
  • Beschwerden im Brustraum
  • Blut im Harn
  • Schütteln oder Zittern
  • Doppeltsehen oder verschwommenes Sehen
  • Muskelschmerz, Muskelzucken
  • Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen
  • Erhöhte Leberwerte (bei Bluttests)
  • Wut, Ruhelosigkeit oder Weinerlichkeit, übermäßige Wahrnehmung der Umgebung, Schlafstörungen

Selten (betrifft weniger als 1 von 1.000 Behandelten)

  • Veränderung des Sexualtriebs
  • Orientierungslosigkeit
  • Erweiterte Pupillen, Sehstörungen
  • Brustvergrößerung bei Männern • Übermäßiges Schwitzen, Hautrötung, erhabener roter Hautausschlag

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

  • Herzinfarkt
  • Plötzlicher Tod
  • Muskelkrämpfe
  • Kleine rote Flecken auf der Haut
  • Eine Entzündung oder Blockierung der Arterien im Gehirn
  • Gestörte Leberfunktion einschließlich Leberversagen und Leberkoma
  • Veränderungen bei Textergebnissen – einschließlich Leber- und Bluttests
  • Selbstmordversuch, abnormales Denken, Gefühllosigkeit und Gefühlsarmut, häufig wiederholtes Handeln, von einer Sache besessen sein
  • Taubheitsgefühl in den Fingern und den Zehen, Kribbeln und Farbveränderungen (von weiß zu blau und dann zu rot) bei Kälte („Raynauds Phänomen“)

Andere Nebenwirkungen (Häufigkeit des Auftretens ist nicht bekannt)

  • Migräne
  • Sehr hohes Fieber
  • Langsamer, schneller oder zusätzlicher Herzschlag
  • Ein schwerer Krampfanfall („Grand Mal Anfall“)
  • Sich Dinge vorstellen die nicht der Wirklichkeit entsprechen, Verwirrtheit
  • Starke Magenschmerzen, oft gemeinsam mit Übelkeit und Erbrechen
  • Probleme mit Blutgefäßen im Gehirn (Schlaganfall, Entzündung oder Verstopfung einer Arterie im Gehirn)

Auswirkung auf das Wachstum

Bei Anwendung von mehr als einem Jahr kann Methylphendidat bei einigen Kindern eine Wachstumsverzögerung verursachen. Dies betrifft weniger als 1 von 10 Kindern.

  • Es kann zu vermindertem Gewicht oder Gößenzunahme kommen.
  • Ihr Arzt wird deshalb sorgfältig Ihre Größe und Ihr Gewicht bzw. das Ihres Kindes überwachen ebenso Ihren und den Appetit Ihres Kindes.
  • Wenn Sie bzw. Ihr Kind nicht erwartungsgemäß wachsen, kann die Behandlung mit Methylphendidat für kurze Zeit unterbrochen werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie er-heblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Medikinet Tabletten nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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