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«Metformin Actavis 1000 mg Filmtabletten»

Metformin Actavis 1000 mg Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Metformin Actavis?
Metformin Actavis enthält Metformin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes. Metformin gehört zur Gruppe der sogenannten Biguanide.

Insulin ist ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und dafür sorgt, dass der Körper Glukose (Zucker) aus dem Blut aufnimmt. Der Körper verwendet Glukose zur Erzeugung von Energie oder speichert sie zur späteren Verwendung.
Bei Diabetes produziert entweder die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin oder der Körper kann das körpereigene Insulin nicht richtig verwerten. Dies führt zu einem erhöhten Glukosespiegel im Blut. Metformin Actavis trägt dazu bei, den Blutglukosespiegel in einem möglichst normalen Bereich zu halten.

Wenn Sie ein übergewichtiger Erwachsener sind, trägt die langfristige Einnahme von Metformin Actavis außerdem dazu bei, das Risiko von diabetesbedingten Komplikationen zu senken.

Wofür wird Metformin Actavis angewendet?
Metformin Actavis wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes (auch „nicht insulinabhängiger Diabetes“ genannt) angewendet, wenn allein durch Diät und körperliche Aktivität keine ausreichende Einstellung des Blutglukosespiegels erreicht wurde. Es wird insbesondere bei übergewichtigen Patienten angewendet.

Erwachsene können Metformin Actavis allein oder zusammen mit anderen Medikamenten zur Diabetesbehandlung (oral einzunehmende Medikamente oder Insulin) einnehmen. Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Metformin Actavis allein oder zusammen mit Insulin einnehmen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metformin Actavis darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Metformin oder einen der sonstigen Bestandteile von Metformin Actavis sind (eine Liste der Bestandteile finden Sie in Abschnitt 6 „Was Metformin Actavis enthält“).
  • wenn Sie Nieren- oder Leberprobleme haben.
  • wenn Sie einen schlecht eingestellten Diabetes haben, z.B. bei schwerer Hyperglykämie (erhöhtem Blutglukosespiegel), Übelkeit, Erbrechen, Dehydratation, raschem Gewichtsverlust oder Ketoazidose. Ketoazidose ist ein Zustand, in dem sich sogenannte „Ketonkörper“ im Blut anhäufen und der ein diabetisches Präkoma zur Folge haben kann. Zu den Anzeichen gehören Bauchschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, Schläfrigkeit und ungewöhnlich „fruchtiger“ Mundgeruch.
  • wenn Ihr Körper zu viel Wasser verloren hat (Dehydratation), z.B. durch lang anhaltenden oder starken Durchfall, oder wenn Sie mehrmals hintereinander erbrochen haben. Dehydratation kann zu Nierenproblemen führen, die das Risiko für eine Laktatazidose erhöhen (siehe unten „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Metformin Actavis ist erforderlich“).
  • wenn Sie eine schwere Infektion haben, z.B. eine Infektion, die die Lunge, die Bronchien oder die Nieren angreift. Eine schwere Infektionen kann zu Nierenproblemen führen, die das Risiko für eine Laktatazidose erhöhen (siehe unten „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Metformin Actavis ist erforderlich“).
  • wenn Sie wegen Herzinsuffizienz behandelt werden oder vor nicht langer Zeit einen Herzinfarkt hatten, schwere Kreislaufprobleme oder Atemschwierigkeiten haben. Dies kann zu einer mangelnden Sauerstoffversorgung des Gewebes führen, die das Risiko für eine Laktatazidose erhöhen (siehe unten „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Metformin Actavis ist erforderlich“).
  • wenn Sie viel Alkohol trinken.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, dürfen Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt beginnen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metformin Actavis ist erforderlich Metformin Actavis kann eine sehr seltene, aber schwerwiegende Komplikation verursachen, die als Laktatazidose bezeichnet wird, insbesondere, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist. Das Risiko für eine Laktatazidose ist außerdem erhöht bei schlecht eingestelltem Diabetes, längerem Fasten oder Alkoholgenuss. Anzeichen einer Laktatazidose sind Erbrechen, Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen, allgemeines Unwohlsein mit schwerer Müdigkeit und Atemschwierigkeiten. Wenn diese Beschwerden auftreten, müssen Sie unverzüglich im Krankenhaus behandelt werden, da eine Laktatazidose ein Koma zur Folge haben kann. Setzen Sie Metformin Actavis sofort ab und setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt um Rat, wenn

  • bei Ihnen eine Untersuchung geplant ist, bei der ein jodhaltiges Kontrastmittel injiziert wird, z.B. eine Röntgenuntersuchung oder eine Tomografie.
  • bei Ihnen eine Operation geplant ist.

Sie dürfen Metformin Actavis für eine bestimmte Zeit vor und nach der Untersuchung bzw. Operation nicht einnehmen. Ihr Arzt wird darüber entscheiden, ob während dieser Zeit eine andere Behandlung erforderlich ist. Es ist entscheidend, dass Sie sich genau an die Anweisungen Ihres Arztes halten.

Metformin Actavis allein führt nicht zu Hypoglykämie (zu niedriger Blutglukosespiegel). Wenn Sie Metformin Actavis jedoch zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes einnehmen, die Hypoglykämie verursachen können (z.B. Sulfonylharnstoffe, Insulin, Glinide), besteht ein Risiko für eine Hypoglykämie. Wenn Sie Anzeichen für Hypoglykämie beobachten, z.B.

Schwäche, Schwindel, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten, hilft es normalerweise etwas Zuckerhaltiges zu essen oder zu trinken.

Bei Einnahme von Metformin Actavis mit anderen Arzneimitteln
Wenn Ihnen ein jodhaltiges Kontrastmittel injiziert werden muss, beispielsweise für Röntgen- oder Tomografie-Untersuchungen, dürfen Sie Metformin Actavis für eine bestimmte Zeit vor und nach der Untersuchung nicht einnehmen (siehe oben „Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt um Rat“).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie gleichzeitig mit Metformin Actavis eines der folgenden Arzneimittel einnehmen. Es kann sein, dass häufigere Blutglukosetests erforderlich sind oder Ihr Arzt die Dosierung von Metformin Actavis anpassen muss.

  • Diuretika (um dem Körper durch vermehrte Harnausscheidung Wasser zu entziehen)
  • Beta-2-Rezeptoragonisten, wie Salbutamol oder Terbutalin (zur Behandlung von Asthma)
  • Kortikosteroide (zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten, wie schwere Entzündungen der Haut oder bei Asthma)
  • andere Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von Metformin Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Wenn Sie Metformin Actavis einnehmen, dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Alkohol kann das Risiko für eine Laktatazidose erhöhen, insbesondere, wenn Sie Leberprobleme haben oder wenn Sie unterernährt sind. Dies gilt auch für alkoholhaltige Arzneimittel.

Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft ist eine Diabetesbehandlung mit Insulin erforderlich. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben, Sie könnten schwanger sein, bzw. wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sodass Ihre Behandlung umgestellt werden kann.
Wenn Sie stillen oder planen Ihr Kind zu stillen, wird von der Einnahme von Metformin Actavis abgeraten. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Metformin Actavis allein führt nicht zu Hypoglykämie (zu niedriger Blutglukosespiegel). Daher hat Metformin Actavis keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zur Bedienung von Maschinen.

Wenn Sie jedoch Metformin Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes einnehmen, die Hypoglykämie verursachen können (z.B. Sulfonylharnstoffe, Insulin, Glinide), ist besondere Vorsicht bei der Anwendung von Metformin Actavis erforderlich. Zu den Anzeichen für Hypoglykämie gehören Schwäche, Schwindel, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Wenn Sie diese Anzeichen bemerken, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Metformin Actavis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Metformin Actavis kann eine gesunde Lebensweise nicht ersetzen. Sie sollten weiterhin die Ratschläge Ihres Arztes bezüglich Ihrer Ernährung befolgen und regelmäßig körperlich aktiv sein.

Übliche Dosis
Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche beginnen üblicherweise mit 500 mg oder 850 mg Metforminhydrochlorid 1-mal täglich. Die maximale Tagesdosis beträgt 2000 mg
Metforminhydrochlorid auf 2 oder 3 Einzeldosen verteilt. Die Behandlung von Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren wird nur auf ausdrückliches Anraten des Arztes empfohlen, da Erfahrungen in dieser Altersgruppe begrenzt sind.

Erwachsene beginnen üblicherweise mit 500 mg oder 850 mg Metforminhydrochlorid 2- oder 3-mal täglich. Die maximale Tagesdosis beträgt 3000 mg Metforminhydrochlorid auf 3 Einzeldosen verteilt.

Wenn Sie außerdem Insulin anwenden, wird Ihr Arzt Ihnen sagen, mit welcher Dosis Metformin Actavis Sie beginnen sollen.

Überwachung der Behandlung

  • Ihr Arzt wird regelmäßige Blutglukosetests durchführen und die Metformin Actavis-Dosis Ihren Blutglukosewerten entsprechend anpassen. Halten Sie bitte unbedingt regelmäßig Rücksprache mit Ihrem Arzt. Dies ist besonders wichtig bei Kindern und Jugendlichen sowie für ältere Menschen.
  • Ihr Arzt wir außerdem mindestens einmal pro Jahr Ihre Nierenfunktion überprüfen. Es kann sein, dass häufigere Untersuchungen erforderlich sind, wenn Sie älter sind oder wenn Ihre Nierenfunktion beeinträchtigt ist.

Wie ist Metformin Actavis anzuwenden?
Nehmen Sie Metformin Actavis zu oder nach den Mahlzeiten ein. So vermeiden Sie Nebenwirkungen, die Ihre Verdauung beeinträchtigen.
Die Tabletten nicht zerkleinern oder kauen. Metformin Actavis 1000 mg Filmtabletten können in zwei gleiche Hälften geteilt werden. Schlucken Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser.

  • Wenn Sie nur eine Dosis pro Tag einnehmen, nehmen Sie diese morgens (zum Frühstück) ein.
  • Wenn Sie 2 Einzeldosen pro Tag einnehmen, nehmen Sie diese morgens (zum Frühstück) und abends (zum Abendessen) ein.
  • Wenn Sie 3 Einzeldosen pro Tag einnehmen, nehmen Sie diese morgens (zum Frühstück), mittags (zum Mittagessen) und abends (zum Abendessen) ein.

Wenn Sie nach einiger Zeit der Meinung sind, dass die Wirkung von Metformin Actavis zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge von Metformin Actavis eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie eine größere Menge von Metformin Actavis eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu einer Laktatazidose kommen. Anzeichen einer Laktatazidose sind Erbrechen, Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen, allgemeines Unwohlsein mit schwerer Müdigkeit und Atemschwierigkeiten. Wenn diese Beschwerden bei Ihnen auftreten, müssen Sie unverzüglich im Krankenhaus behandelt werden, da eine Laktatazidose ein Koma zur Folge haben kann. Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

Wenn Sie die Anwendung von Metformin Actavis vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Metformin Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10):

  • Verdauungsprobleme, z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit. Diese Nebenwirkungen treten meistens zu Beginn der Behandlung mit Metformin Actavis auf und. Nebenwirkungen können verringert werden, wenn Sie die Dosen über den Tag verteilt einnehmen und die Tabletten mit oder unmittelbar nach einer Mahlzeit einnehmen. Wenn die Beschwerden anhalten, setzen Sie Metformin Actavis ab und halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):

  • Geschmacksstörungen

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):

  • Laktatazidose. Dies ist eine sehr seltene aber schwerwiegende Komplikation, insbesondere, wenn Ihre Nierenfunktion beeinträchtigt ist. Anzeichen einer Laktatazidose sind Erbrechen, Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen, allgemeines Unwohlsein mit schwerer Müdigkeit und Atemschwierigkeiten. Wenn diese Beschwerden bei Ihnen auftreten, müssen Sie wahrscheinlich unverzüglich im Krankenhaus behandelt werden, da eine Laktatazidose ein Koma zur Folge haben kann. Setzen Sie Metformin Actavis sofort ab und setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.
  • Hautreaktionen, wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz oder juckender Ausschlag (Nesselsucht)
  • Erniedrigter Vitamin-B-12-Spiegel im Blut
  • Veränderungen der Leberwerte oder Hepatitis (Leberentzündung, die Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und unter Umständen eine Gelbfärbung der Haut bzw. der Augäpfel verursachen kann). Wenn diese Beschwerden bei Ihnen auftreten, müssen Sie Metformin Actavis absetzen.

Kinder und Jugendliche
Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Metformin Actavis bei Kindern und Jugendlichen vor, nach denen Nebenwirkungen in Art und Ausmaß den bei Erwachsenen beobachteten ähnlich waren.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, dem Tablettenbehältnis oder der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

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