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«Metoprolol "ratiopharm" compositum - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

ES ANGEWENDET?
Metoprolol „ratiopharm“ compositum ist ein Kombinationspräparat aus einem sog. Beta-Rezeptorenblocker und einem harntreibendem Arzneimittel (Thiaziddiuretikum).

Metoprolol „ratiopharm“ compositum wird angewendet

  • bei leichten bis mittelschweren Formen der Hypertonie (Bluthochdruck), wenn mit einem Wirk-stoff allein (Beta-Rezeptorenblocker oder Diuretikum) keine ausreichende Blutdrucksenkung er-reicht werden konnte.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metoprolol „ratiopharm“ compositum darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Metoprolol, andereBeta-Rezeptorenblocker, Hydrochlorothiazid oder einen der sonstigen Bestandteile von Metoprolol „ratiopharm“ composi-tum sind.
  • wenn bestimmte Herzrhythmusstörungen vorliegen (AV-Block II. und III. Grades, höhergradiger SA-Block).
  • wenn bei Ihnen eine verlangsamte Herzschlagfolge vorliegt (Puls < 50 Schläge/Minute).
  • wenn Sie an einer Fehlfunktion des Sinusknoten im Herzen (Sick-Sinus-Syndrom) leiden.
  • wenn Sie ein hauptsächlich durch Versagen der Herzfunktion bedingtes Kreislaufversagen erlit-ten haben.
  • wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Arme und/oder der Beine leiden. 1
  • wenn Sie unter einem krankhaft niedrigen Blutdruck leiden, d. h. wenn der systolische (der obere) Wert kleiner als 90 mmHg ist.
  • wenn Sie an einem unbehandelten hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phä-ochromozytom) leiden.
  • wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes aufweisen.
  • wenn Sie unter einer schweren Form von Asthma bronchiale oder einer chronischen, die Atem-wege verengenden Lungenkrankheit leiden.
  • wenn Sie gleichzeitig mit MAO-Hemmstoffen (Arzneimittel gegen Depressionen; Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden.
  • wenn Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht und der Puls unter 45 Schlägen/Minute liegt, der obere Blutdruckwert < 100 mmHg ist und gewisse Formen der Herzrhythmusstörungen vorliegen.
  • wenn Sie einen niedrigen Kalium-, niedrigen Natrium- oder hohen Kalziumspiegel im Blut haben, der/die nicht behandelbar ist/sind.
  • wenn Sie an Gicht leiden.
  • wenn Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist oder ihre Nieren keinen Urin produzieren.
  • wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist.
  • bei Gallestau und Verengungen der Gallenwege.
  • wenn Sie schwanger sind (siehe auch "Schwangerschaft und Stillzeit").
  • wenn Sie stillen (siehe auch "Schwangerschaft und Stillzeit").

Patienten mit chronischer Herzmuskelschwäche dürfen Metoprolol „ratiopharm“ compositum auf-grund des Metoprolol-Anteils nicht einnehmen:

  • wenn Sie an einer instabilen, dekompensierten Herzinsuffizienz leiden (die sich in Form von Flüs-sigkeitsansammlungen in der Lunge, schlechte Kreislaufverhältnisse oder niedrigem Blutdruck äu-ßern kann), es sei denn, diese Erkrankung ist durch eine medikamentöse Behandlung stabil einge-stellt.
  • wenn Sie kontinuierlich oder zeitweise Arzneimittel erhalten, die die Pumpfähigkeit des Herzens erhöhen (z. B. Dobutamin).
  • wenn Ihr systolischer Blutdruck (oberer Wert) konstant unter 100 mmHg liegt.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum ist erforder-lich,
wenn Sie eines oder mehrere der nachfolgenden Anzeichen aufweisen oder während der Therapie entwickeln. Informieren Sie in diesen Fällen unbedingt Ihren Arzt:

  • wenn Sie an Asthma bronchiale leiden: Metoprolol kann die Beschwerden bei Asthma bronchiale verschlimmern. Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Asthma bronchi-ale kann beeinflusst werden. Bei einer schweren Form von Asthma bronchiale darf Metoprolol „ra-tiopharm“ compositum nicht eingenommen werden.
  • wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden oder gefährdet sind.
  • wenn Sie eine schwach ausgeprägte Form einer bestimmten Herzrhythmusstörung (AV-Block I. Grades) haben.
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Schmerzen in der Brust (Angina), der sogenannten Prinzmetal-Angina, leiden.
  • wenn Sie an leichten oder mittelschweren Durchblutungsstörungen in Armen/Beinen leiden.
  • wenn Sie an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks(Phäochromozytom)leiden: vor und während der Behandlung sollte eine Behandlung mit einem Alpha-Blocker erfol-gen.
  • wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion aufweisen.
  • wenn Sie operiert werden: vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum informieren.
  • wenn Sie an einer Schuppenflechte leiden.
  • wenn Sie Allergien haben oder hatten, an Asthma oder unter einer Erkrankung leiden, die mit Gelenkschmerzen, Hautrötungen und Fieber einhergeht (systemischer Lupus erythematodes).
  • wenn Sie andere Diuretika (Entwässerungstabletten) einnehmen 2
  • wenn Sie eine salz- oder kaliumarme Diät einhalten
  • wenn Sie starkes Erbrechen und/oder Durchfall hatten oder haben

Wenn bei Ihnen Untersuchungen der Nebenschilddrüse durchgeführt werden sollen, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum gegebenenfalls unterbrechen.

Dopingwarnhinweis:
Die Anwendung des Arzneimittels Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten kann bei Doping-kontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflich-tige Arzneimittel handelt.

Bei einer gleichzeitigen Einnahme von folgenden Arzneimitteln ist eine sorgfältige ärztliche Überwachung angezeigt:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen wie z. B. Calciumantagonisten vom Verapamil- bzw. Diltiazemtyp oder Klasse-I-Antiarrhythmika (wie z. B. Disopyramid). Calcium-antagonisten vom Verapamiltyp dürfen Ihnen nicht intravenös gegeben werden (Ausnahme: Inten-sivmedizin).
  • andere Beta-Rezeptorenblocker (z. B. Augentropfen, die den Wirkstoff Timolol enthalten).

Weitere Wechselwirkungen:

Narkosemittel zur Inhalation verstärken die pulsverlangsamende Wirkung von Metoprolol.

Metoprolol kann die Wirkung von gleichzeitig eingenommenen blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B. Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin und Herzglykosiden) verstärken. Hier kann es z. B. zu einer starken Pulsverlangsamung kommen.

Folgende Stoffe können die Konzentration von Metoprolol im Blut steigern und somit die Wirkung von Metoprolol „ratiopharm“ compositum:

  • Alkohol
  • Arzneimittel gegen zuviel Magensäure wie Cimetidin
  • Blutdruckmittel wie Hydralazin
  • gewisse Arzneimittel gegen Depressionen wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin
  • Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit wie Diphenhydramin
  • manche Arzneistoffe zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Hydroxychloroquin und Cele-coxib
  • manche Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Terbinafin)
  • Neuroleptika (z. B. Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen)
  • manche Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Amiodaron, Chinidin und möglicherweise Propafenon.

Wenn Sie gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimittel (z. B. Indometacin oder andere Hemmer der Prostaglandinsynthese) anwenden, kann die blutdrucksenkende Wirkung von Beta-Rezeptorenblockern vermindert sein.

Rifampicin (ein Antibiotikum zur Behandlung von z. B. Tuberkulose) vermindert die blutdrucksen-kende Wirkung von Metoprolol.

Beta-Rezeptorenblocker können die Freisetzung von Insulin bei Typ II Diabetikern hemmen. Sie soll-ten Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Ihr Arzt wird Ihre blutzuckersenkende Therapie (Insulin und orale Antidiabetika) gegebenenfalls anpassen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol „ratiopharm“ compositum und Noradrenalin oder Ad-renalin (im Körper natürlich vorkommende Botenstoffe, die anregend auf das Herz-Kreislaufsystem wirken und somit den Blutdruck steigern) oder anderen ähnlich wirkenden Arzneimitteln, kann der Blutdruck erheblich ansteigen.

Die Wirkung von Adrenalin bei der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen kann beein-trächtigt werden.

Die Ausscheidung anderer Arzneimittel kann durch Metoprolol vermindert werden (z. B. Lidocain, ein lokal eingesetztes Betäubungsmittel).

Wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin (ein Mittel zur Behandlung von Blut-hochdruck) beendet werden muss, sollte Metoprolol „ratiopharm“ compositum einige Tage früher abgesetzt werden.

Lithiumhaltige Arzneimittel dürfen nicht mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum ohne enge ärztli-che Überwachung eingenommen werden. Bestimmte Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Bluttests) können angebracht sein, wenn Sie Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder kaliumspa-rende Arzneimittel, andere Diuretika ("Wassertabletten"), bestimmte Abführmittel, Arzneimittel zur Behandlung der Gicht, Arzneimittel, die den Herzrhythmus kontrollieren oder gegen Diabetes (Zu-ckerkrankheit) wirken einnehmen/anwenden. Es ist auch für Ihren Arzt wichtig zu wissen, ob Sie andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, Steroide, Arzneimittel zur Krebsbehand-lung, Schmerzmittel, Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, Arzneimittel gegen Arthritis, Anionenaustauscherharze, die zur Behandlung des hohen Cholesterinspiegels angewendet werden, wie Colestyramin, Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung, Schlaftabletten (Barbiturate), Opioide (opiat-ähnliche Arzneimittel) wie Morphin, blutdrucksteigernde Amine wie Adrenalin oder andere Arzneimittel der gleichen Gruppe einnehmen/anwenden.
Bitte informieren Sie auch ihren Arzt, dass Sie Metoprolol „ratiopharm“ compositum einnehmen, wenn Sie demnächst iodhaltige Röntgenkontrastmittel erhalten sollen.

Bei Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die dämpfenden Wirkungen von Metoprolol „ratiopharm“ compositum und Alkohol können sich gegenseitig verstärken. Während der Anwendung von Metoprolol „ratiopharm“ compositum sollten Sie deshalb möglichst keinen Alkohol trinken.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft Hydrochlorothiazid-haltige Arzneimittel dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da sie negative Auswirkungen auf das Ungeborene haben können.

Stillzeit Da die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen und Hydrochlorothiazid die Milchproduktion hemmen kann, darf dieses Arzneimittel in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beein-trächtigen.

Während der Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum können Schwindel und Müdig-keit auftreten. Dadurch kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne siche-ren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss sowie bei einer Erhöhung der Dosis.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Metoprolol „ratiopharm“ compositum immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

  • 1 mal 1 Tablette täglich morgens. Bei unzureichender Blutdrucksenkung ist eine Erhöhung der Tagesdosis auf 2 Tabletten (verteilt auf ein oder zwei Einzeldosen) möglich.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Dialyse(„Blutwäsche“)patienten Bei Patienten mit einer mäßig eingeschränkten Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten sind nicht für Dialysepatienten geeignet. Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten dürfen nicht bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion angewendet werden (siehe Abschnitt 2 unter „Metoprolol „ratiopharm“ compositum darf nicht eingenommen werden“).

Patienten mit Flüssigkeitsverlust
Falls bei Ihnen ein Flüssigkeits- und/oder Natriumverlust besteht, wird Ihr Arzt dies vor der Gabe von Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten ausgleichen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten dürfen nicht bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion angewendet werden (siehe Abschnitt 2 unter „Metoprolol „ratiopharm“ compositum darf nicht eingenommen werden“).

Ältere Menschen über 80 Jahre
Es liegen nicht genügend Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre)
Es gibt wenig Therapieerfahrungen mit Metoprolol bei Kindern und Jugendlichen. Daher wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Art der Anwendung
Die Tabletten sollen unzerkaut mit Flüssigkeit (1 Glas Wasser) immer möglichst zur gleichen Tages-zeit eingenommen werden.

Dauer der Behandlung
Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest.

Wenn Sie eine größere Menge von Metoprolol „ratiopharm“ compositum eingenommen haben als Sie sollten,
wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder einen Notarzt. Dieser kann entsprechend der eingenomme-nen Tablettenmenge über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit der Arzt weiß, welchen Wirkstoff Sie eingenommen haben und die ent-sprechenden Maßnahmen einleiten kann.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich: schwerer Blut-druckabfall, niedriger Puls, Austrocknung infolge vermehrtem Harnlassen, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche, Kreislaufversagen, Herzstillstand, Verengung/Verkrampfung der Atemmusku-latur, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Übelkeit, Erbrechen und blau-rot gefärbte Haut und Schleimhäute (Zyanose).

Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol oder gleichzeitiger Einnahme von blutdrucksenkenden Arz-neimitteln, Chinidin (ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen), Barbituraten (Beruhigungsmittel) oder Digitalis (herzstärkende Mittel) können die Symptome verschlimmert werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels auf.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum abbrechen Falls Sie die Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum unterbrechen oder vorzeitig been-den wollen, wenden Sie sich bitte an den behandelnden Arzt.

Die Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum darf nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, wird Ihr Arzt die Dosis schrittweise (d.h. über 7-10 Tage) abetzen. Falls Sie Beschwerden haben, sollte die Dosis langsamer reduziert werden. Ein abruptes Absetzen von Beta-Rezeptorenblockern wie Metoprolol kann zu einer Verschlechterung der Herzmuskelschwäche führen und das Risiko eines Herzinfarkts und plötzlichen Herztodes erhö-hen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apothe-ker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Metoprolol „ratiopharm“ compositum Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend einen Arzt oder einen Notarzt, wenn Sie eines oder mehrere der fol-genden Anzeichen bemerken:

  • Herzschmerzen
  • Atemnot
  • Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen(dies kann auf eine Leberentzündung hinweisen). 6

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformati-on angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

  • ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit
  • Müdigkeit

Häufig:

  • verlangsamter Puls (Bradykardie), Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Bewusstlosigkeit), unregelmäßiger Herzschlag oder Herzklopfen (Palpitationen)
  • Schwindel, Kopfschmerzen - Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung
  • kalte Hände und Füße

Gelegentlich:

  • vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der Herzmuskelschwäche, eine bestimmte Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block 1. Grades), Schmerzen in der Herzgegend.
  • Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen (Parästhesien)
  • Atemwegsverkrampfungen
  • Erbrechen
  • Hautveränderungen, schuppenflechtenartige Hautausschläge
  • vermehrtes Schwitzen
  • Muskelkrämpfe
  • Gewichtszunahme
  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
  • Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit oder Schlaflosigkeit, Alpträume
  • weitgehendes Fehlen bestimmter weißer Blutzellen (Agranulozytose), Blutarmut (infolge verminderter Produktion roter Blutzellen im Knochenmark oder Zerfall roter Blutzellen), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie; kann sich in Form von flohstichartigen Blutungen äußern), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukzytopenie)
  • Appetitlosigkeit
  • Blutzuckererhöhung
  • Ausscheidung von Zucker im Harn
  • erhöhte Harnsäurewerte im Blut
  • Kalium- und/oder Natriummangel im Blut
  • Schlaflosigkeit
  • vorübergehendes Verschwommensehen, Gelbsehen (Xanthopsie)
  • Gefäßentzündungen
  • Atemnotsyndrom einschließlich Lungenentzündung und Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge)
  • Magenirritationen
  • Magen-/Darmkrämpfe 7
  • Speicheldrüsenentzündung
  • Gelbsucht
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Lichtempfindlichkeit
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • toxische epidermale Nekrolyse (Syndrom der verbrühten Haut, eine schwerwiegende Hauterkrankung)
  • Fieber
  • Entzündung des Nierenbindegewebes, Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen
  • Erhöhung der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride)

Selten:

  • funktionelle Herzbeschwerden wie Herzstolpern oder Herzjagen, bestimmte Herzrhythmusstörungen (Überleitungsstörungen)
  • Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Bindehautentzündung
  • Schnupfen
  • Mundtrockenheit
  • Haarausfall
  • Verschlimmerung einer Zuckerkrankheit, die vorher ohne die typischen Merkmale einherging (latenter Diabetes mellitus)
  • abweichende Werte bei Leberfunktionstests
  • Impotenz und andere Sexualstörungen, bindegewebige Verhärtung der Schwellkörper des Penis (Induratio penis plastica)
  • Nervosität, Ängstlichkeit - Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie)

Sehr selten:

  • Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen
  • Geschmacksstörungen
  • Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Neuauftreten einer Schuppenflechte, schuppenflechtenähnliche Hautveränderungen
  • Gelenksschmerzen, Muskelschwäche
  • Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten mit schweren Durchblutungsstörungen in Armen und/oder Beinen vor der Behandlung, Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit zeitweiligem Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)
  • Leberentzündung
  • Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Veränderung der Stimmung)

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuch-tigkeit zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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