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«Micropaque CT»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Micropaque® CT und wofür wird es angewendet?
Micropaque® CT ist ein Röntgenkontrastmittel (Diagnostikum). Bariumsulfat legt sich an die Wände des Magen-Darm-Traktes an und bewirkt eine verstärkte Absorption der in den Körper eindringenden Röntgenstrahlen.
Micropaque® CT wird zur Abgrenzung des Verdauungstraktes bei der Computertomographie (CT) eingenommen.
Bei Anwendung von Micropaque® CT mit anderen Arzneimittel
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Radiologen, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Eine medikamentöse oder sonstige Minderung der Darmbewegungen kann durch Eindicken der Bariumsulfat-Suspension zu einer Passagebehinderung führen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Micropaque® CT darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Bariumsulfat, Natriummethyl-4-hydroxybenzoat oder einen der sonstigen Bestandteile von Micropaque® CT sind.
- wenn Sie unter unklaren Beschwerden im Unterbauch und Reizerscheinungen wie bei einer Bauchfellentzündung leiden oder wenn ein Verdacht auf einen Magen- oder Darmdurchbruch besteht oder eine Nahtundichtigkeit nach einer Operation vorliegt.
- wenn bei Ihnen eine Verbindung (Fistel) zwischen Darm und Speiseröhre, Brustraum oder Bauchhöhle besteht.
- wenn bei Ihnen frische Verletzungen und Verätzungen des Speiseröhren-Magen-Darm-Traktes, Durchblutungsstörungen (Ischämie) der Darmwand oder eine bestimmte Form der schweren Darmentzündung (nekrotisierende Enterokolitis) vorliegen.
- wenn Sie unmittelbar vor einer unaufschiebbaren Operation am Speiseröhren-Magen-Darm-Trakt stehen.
- wenn bei Ihnen ein Darmverschluss oder beginnender unvollständiger Darmverschluss festgestellt wurde oder Sie an einem angeborenen Verschluss der Speiseröhre oder des Darmes leiden.
- wenn Sie an Schluckstörungen leiden oder eingeschränkt wach sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Micropaque® CT ist erforderlich,
- wenn Sie unter hochgradigen Einengungen, speziell des Darmes, sowie unter Zuständen und Erkrankungen, die mit einer erhöhten Durchbruchsgefahr verbunden sein können, wie z. B. bei bekannten Darmfisteln und Karzinomen, entzündlichen Darmerkrankungen, Ausstülpungen des Dickdarms und Amöbenruhr leiden.
- wenn Sie unter vorbestehenden Multiorganschäden vor allem im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems leiden, da in diesem Fall die Untersuchung einschließlich der vorbereitenden Maßnahmen belastend sein kann. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden.
Bariumsulfat darf in Abhängigkeit von Ort und Umfang des Eingriffs bis zu 7 Tage nach Spiegelung (Endoskopie) von Abschnitten des Speiseröhren-Magen-Darm-Traktes mit einer Probenentnahme sowie während und bis zu 4 Wochen nach einer Strahlentherapie von Hals-Nackenbereich, Brustraum, Magen oder Unterbauch nicht verabreicht werden.
Wenn einer der genannten Umstände auf Sie zutrifft, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt oder Radiologen mit, bevor Sie Micropaque® CT erhalten. Ihr Arzt oder Radiologe entscheidet unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses daraufhin, ob die geplante Untersuchung stattfinden kann oder nicht.
Das Produkt darf nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden.
Kinder:
Da auch für Kleinkinder die Untersuchung einschließlich der vorbereitenden Maßnahmen belastend sein kann, ist eine besonders sorgfältige Nutzen-Risikoabwägung erforderlich. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Ihr Kind an einer Herzerkrankung leidet.
Schwangerschaft und Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt oder Radiologen unbedingt mit, wenn Sie schwanger sind!
Grundsätzlich bestehen keine Bedenken für eine Anwendung von Micropaque® CT während der Schwangerschaft. Da in dieser Zeit eine Strahlenexposition möglichst vermieden werden soll, muss schon deshalb der Nutzen einer Röntgenuntersuchung - ob mit oder ohne Kontrastmittel - sorgfältig abgewogen werden.
Gegen die Anwendung von Micropaque® CT während der Stillzeit bestehen keine Bedenken.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Micropaque® CT
Natriummethyl-4-hydroxybenzoat kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.
150 ml Suspension (entspricht 500 ml unverdünnter Suspension) enthalten 1,4 mmol (55 mg) Kalium. Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kaliumdiät (Diät mit niedrigem Kaliumgehalt) einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.
150 ml Suspension (entspricht 500 ml unverdünnter Suspension) enthalten 9 mmol (208,5 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.
Micropaque® CT enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Micropaque® CT erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Radiologen ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden. 150 ml Micropaque® CT (entspricht 500 ml verdünnter Suspension) enthalten 5 g Sorbitol (eine Quelle für 1,25 g Fructose) entsprechend ca. 0,4 Broteinheiten (BE). Der Kalorienwert beträgt 2,6 kcal/g Sorbitol. Sorbitol kann eine leicht laxierende Wirkung haben.

Wie wird es angewendet?

Micropaque® CT wird Ihnen von einem Arzt oder seinem Fachpersonal verabreicht. Ihr Arzt setzt die richtige Dosis des Präparates für Ihre Röntgenuntersuchung fest. Lassen Sie sich vom ihm den Hergang der Untersuchung erklären, wenn Sie dies interessiert.
Nehmen Sie nach der Untersuchung reichlich Flüssigkeit zu sich, um eine schwere Verstopfung zu verhindern!
Wichtiger Hinweis für den behandelnden Arzt:
Zur Vermeidung potentiell schwerwiegender Nebenwirkungen muss vermieden werden, dass Bariumsulfat in Gewebe, Gefäßraum und Körperhöhlen eindringt oder in die Atemwege gelangt.
Bei Gelangen von Bariumsulfat in die Lunge oder den Gefäßraum oder Durchbruch in den Brustraum sind ggf. sofortige fachärztliche Maßnahmen einzuleiten (Intensivmedizin, Chirurgie).
Hinweis für das zur Zubereitung autorisierte Fachpersonal und den behandelnden Arzt:
Micropaque® CT muss vor der Untersuchung verdünnt werden. Verdünnen Sie 150 ml Suspension mit 350 ml Wasser unmittelbar vor der Anwendung. Schütteln Sie danach 30 Sekunden lang kräftig oder rühren Sie die Suspension entsprechend um. Die Suspension ist nach Zubereitung sofort zu verbrauchen!
Mischen Sie unmittelbar vor Gebrauch gut. Entsorgen Sie nicht in einem Untersuchungsgang verbrauchte verdünnte Suspension.
ür Micropaque® CT werden folgende Dosierungen empfohlen:
In der Regel trinken Sie ca. 30 Minuten vor der Untersuchung 250 ml der verdünnten Suspension und direkt vor der Untersuchungen noch einmal 250 ml der verdünnten Suspension.
Bei Untersuchungen im Beckenbereich trinken Sie ca. 1 Stunde vor der Untersuchung 250 ml der verdünnten Suspension, dann etwa 45 Minuten und 30 Minuten vor der Untersuchung zwei weitere Male jeweils 250 ml der verdünnten Suspension und direkt vor der Untersuchung ein letztes Mal 250 ml der verdünnten Suspension.
Kinder:
Bei Säuglingen und Kindern wird die entsprechende Dosisanpassung vom Arzt bestimmt und richtet sich nach dem Alter und Körpergewicht des Kindes sowie den Besonderheiten der kinderradiologischen Diagnostik.
Wenn Sie eine größere Menge von Micropaque® CT erhalten haben, als Sie sollten,
besteht die Gefahr der Verstopfung. Im Extremfall kann es zur Ausbildung von Barium-Kotsteinen kommen. Die Behandlung besteht in hohen Reinigungseinläufen und/oder salinischen Abführmitteln.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Radiologen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Micropaque® CT Nebenwirkungen haben. Diese treten jedoch nicht bei jedem Patienten auf. Angaben zu diesen unerwünschten Wirkungen, die von Micropaque® CT bekannt sind, finden Sie nachstehend.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Magen- und Darmbereich
Die Anwendung von Micropaque® CT kann eine Verstopfung hervorrufen oder verstärken. Sehr selten sind durch eingedicktes Bariumsulfat zusammen mit Stuhl Bariumsulfat-Kotsteine (Barolithen) entstanden, die ihrerseits eine Einengung des Dickdarms hervorrufen können.
Bariumsulfat kann in Ausstülpungen des Dickdarms (Divertikeln) zurückgehalten werden und dort infektiöse Prozesse unterhalten oder verschlimmern.
In sehr seltenen ällen sind Abszesse, Entzündungen und Bauchfellentzündung nach Durchbruch in den Brustraum oder die Bauchhöhle, Fremdkörpergranulome nach Gelangen von Bariumsulfat in die Lunge und Embolien nach Gelangen von Bariumsulfat in den Gefäßraum aufgetreten.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Natriummethyl-4-hydroxybenzoat kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.
Bei bariumsulfathaltigen Röntgenkontrastmitteln können allgemein sehr selten - aber auch schon bei erstmaliger Anwendung - allergieähnliche Reaktionen jeden Schweregrads auftreten.
In diesen ällen ist die Behandlung mit Micropaque® CT sofort abzubrechen. Eine solche Reaktion erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung.
Gegenmaßnahmen
Wenn Sie während oder nach der Anwendung von Micropaque® CT Nebenwirkungen beobachten oder einen Verdacht auf eine mögliche Nebenwirkung haben, informieren Sie Ihren Arzt. Er wird festlegen, ob und welche Maßnahmen zu treffen sind.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Radiologen, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Micropaque® CT darf nach dem auf dem Umkarton/Behältnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 25°C lagern. Vor Frost schützen!
Kunstoffflasche mit 2000 ml: Nach Anbruch 15 Tage haltbar.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
Micropaque® CT
Wirkstoff: Bariumsulfat
Lesen Sie bitte die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie sich das Arzneimittel durch einen Arzt oder sein autorisiertes Fachpersonal verabreichen lassen.
- Heben Sie bitte die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder die Person (den Radiologen), die Ihnen Micropaque® CT verabreicht, oder an das medizinische Fachpersonal des Krankenhauses/Diagnostik-Zentrums.
- Dieses Arzneimittel ist speziell für diagnostische Untersuchungen vorgesehen und darf daher nur nach Anweisung und unter Aufsicht Ihres Arztes angewendet werden.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Radiologen.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was ist Micropaque® CT und wofür wird es angewendet?
2. Was muss vor der Anwendung von Micropaque® CT beachtet werden?
3. Wie ist Micropaque® CT anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Micropaque® CT aufzubewahren?
6. Weitere Informationen

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