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«Minirin 0,1 mg/ml - Nasenspray»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

MINIRIN ist dem Vasopressin, einem natürlichen Hormon der menschlichen Gehirnanhangsdrüse, das den Wasserhaushalt des Körpers regelt, nachgebildet. MINIRIN verringert die Ausscheidung übermäßiger Harnmengen.

MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray dient zur Behandlung des Diabetes insipidus (Wasserharnruhr).

MINIRIN - Nasenspray darf nur auf Verschreibung eines Arztes angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray darf nicht angewendet werden bei:

Bei Patienten mit Herzleiden, hohem Blutdruck und chronischem Nierenleiden müssen die unten angeführten Nebenwirkungen in Betracht gezogen werden.

MINIRIN sollte mit Vorsicht bei zystischer Fibrose (generalisierter Funktionsstörung von Drüsen) angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray sind erforderlich:

Vermeiden Sie während der Anwendung von MINIRIN eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme.

Dies ist besonders wichtig bei Kleinkindern und bei älteren Patienten sowie bei Krankheiten mit gestörtem Wasser- und Salzhaushalt und bei erhöhtem Schädelinnendruck (intrakranieller Druck).

Die Behandlung ohne gleichzeitige Verminderung der Flüssigkeitsaufnahme kann zu einer Überwässerung des Körpers (Wasserretention) und einem verminderten Natrium-Gehalt im Blut (Hyponatriämie) führen. Dies ist von Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, erniedrigtem Natrium-Serumspiegel, Gewichtszunahme und in schweren Fällen Krämpfen begleitet.

Wenn Sie mit Diuretika (= Arzneimittel, die die Harnausscheidung steigern) behandelt werden, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Ihr Arzt wird in diesen Fällen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Wenn die Aufnahme des MINIRIN-Wirkstoffs durch die Nasenschleimhaut aufgrund von Narben, Schwellungen oder anderen Erkrankungen beeinträchtigt wird, soll MINIRIN auf andere Weise angewendet werden (z.B. MINIRIN Tabletten oder Ampullen).

Alle vom Arzt angeordneten Kontrollen sind einzuhalten.

Bei Anwendung von MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bestimmte Medikamente können die Wirkung von MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray beeinträchtigen. Folgende Arzneimittel können die Wirkung von MINIRIN verstärken:

  • Indometacin und eventuell andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSARs)
  • Clofibrat (zur Senkung der Blutfettwerte)
  • Oxytocin (zur Förderung der Geburtswehen)
  • Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie)
  • Trizyklische Antidepressiva und Serotoninwiederaufnahme-Hemmer (zur Behandlung von Depressionen)
  • Chlorpromazin (zur Behandlung von psychischen Erkrankungen)

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von MINIRIN abschwächen:

  • Lithium (zur Behandlung von Depressionen)
  • Glibenclamid (zur Behandlung von Zuckerkrankheit)

Bestimmte Rheumamittel (nicht steroidale Antirheumatika) können eine Überwässerung des Körpers (Wasserretention) und einen verminderten Natrium-Gehalt im Blut (Hyponatriämie) verursachen.

Loperamid (in bestimmten Mitteln gegen Durchfall enthalten) steigert die Konzentration von MINIRIN im Blutserum und kann damit das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.

Bei Anwendung von MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray mit Nahrungsmitteln und Getränken

Vermeiden Sie während der Anwendung von MINIRIN eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen.

Ob MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray während der Schwangerschaft oder Stillperiode angewendet werden kann, entscheidet Ihr Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Desmopressin im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch gegebenenfalls das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zum Lenken von Fahrzeugen und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray
Das in MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray enthaltene Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann Bronchospasmen hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasensprayimmer genau nach Anweisung des Arztes an.

Erwachsene:
Die Dosierung ist individuell anzupassen. Die durchschnittliche Dosis für Erwachsene beträgt 10-20 (-40) Mikrogramm 1-2mal täglich, das entspricht 1–2 (-4) Sprühstößen 1-2mal täglich.

Kinder und Jugendliche:
Bei Kindern beträgt die durchschnittliche tägliche Dosis 10 Mikrogramm pro Tag (entspricht einem Sprühstoß pro Tag).

Aufgrund der Abgabemenge 10 Mikrogramm pro Sprühstoß ist MINIRIN Nasenspray zur Dosisfindung bei Kleinkindern und Säuglingen nicht geeignet. Hierfür steht MINIRIN Lösung zur intranasalen Anwendung zur Verfügung.

Die Anwendung von MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspraybei Kinder muss unter Aufsicht/Assistenz eines Erwachsenen erfolgen.

Wie verwenden Sie MINIRIN 0,1 mg/ml – Nasenspray?

1. Schutzkappe entfernen.

2. Das Fläschchen muss so gehalten werden, dass sich der Ansaugschlauch in der vom Pfeil gezeigten Position befindet (siehe Bild). Der Spray muss vor der ersten Verwendung vorbereitet werden, indem mindestens 4mal bis zum Vorhandensein eines gleichmäßigen Sprühstoßes gesprüht wird.

3. Ist der Spray einmal vorbereitet, gibt er bei jeder Betätigung 10 Mikrogramm ab. Zur Anwendung einer 10 Mikrogramm-Dosis wird die Düse in ein Nasenloch eingeführt und einmal der Spray gedrückt. Ist eine höhere Dosis verordnet, wird abwechselnd in jedes Nasenloch gesprüht.

4. Nach Gebrauch Schutzkappe wieder auf Düse geben.

Wurde der Spray 7 Tage lang nicht verwendet, muss der Vorgang nach Punkt 2 wiederholt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von MINIRIN 0,1 mg/ml – Nasenspray angewendet haben als Sie sollten
Bei Überdosierung ist umgehend ärztlicher Rat einzuholen.
Bei Überdosierung können unten genannte Nebenwirkungen sowie Abnahme der Elektrolyte im Harn, geringfügige Erhöhung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz und Gesichtsrötung auftreten. Es besteht die Möglichkeit einer Überwässerung des Körpers sowie eine zentrale Dämpfung (Müdigkeit).

Wenn Sie die Anwendung von MINIRIN 0,1 mg/ml – Nasenspray vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, falls Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von MINIRIN 0,1 mg/ml – Nasenspray abbrechen
Hören Sie nicht plötzlich (von sich aus) mit der Anwendung von MINIRIN 0,1 mg/ml - Nasenspray auf. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann MINIRIN – 01 mg/ml - Nasenspray Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei üblichen Dosierungen sind normalerweise kaum Nebenwirkungen zu erwarten.

In seltenen Fällen treten vorübergehend Kopfschmerzen, Übelkeit und leichte Bauchkrämpfe auf. Diese Erscheinungen hängen auch mit der Wasserzufuhr zusammen und verschwinden meist nach Verminderung der angewandten Menge.
Verstopfte Nase und Entzündung der Nasenschleimhaut können ebenfalls auftreten.

Bei der Auflistung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: Sehr häufig: können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten, die dieses Arzneimittel anwenden.
Häufig: können bei mehr als 1 von 100 Personen auftreten
(aber bei weniger als 1 von 10 Personen)
Gelegentlich: können bei mehr als 1 von 1 000 Personen auftreten
(aber bei weniger als 1 von 100 Personen)
Selten: treten bei weniger als 1 von 1 000 Personen auf
Sehr selten: treten bei weniger als 1 von 10 000 Personen auf
(einschließlich Einzelfälle).

Häufig: Schwächegefühl, Schwellung des Auges (Bindehautentzündung)

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen, verstopfte Nase, Nasenbluten, Schnupfen

Selten: Hirnschwellung (Hirnödem), Krämpfe durch Natriummangel im Blut

Sehr selten: allergische Reaktionen und Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Juckreiz, Hautausschlag, Fieber, Bronchialkrämpfe und Anaphylaxie (schwere Überempfindlichkeitsreaktion, die den ganzen Organismus betreffen kann)).

Die Behandlung mit Desmopressin ohne gleichzeitige Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme kann zu einer Wasserretention (=Störung des Wasser-Elektrolythaushaltes durch eine ungenügende Ausscheidung) und Hyponatriämie (=verminderter Gehalt des Blutserums an Natrium) führen. Dies ist von Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, erniedrigtem Natrium-Serumspiegel, Gewichtszunahme und in schweren Fällen Krämpfen begleitet.

Das Auftreten eines Angina pectoris - Anfalls (Herzkrampf) bei Patienten mit Erkrankung der Herzkranzgefäße ist möglich.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Vor Frost schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angebrachten Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen


Bewertungen «Minirin 0,1 mg/ml - Nasenspray»