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«Mirta TAD 30 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST MIRTA TAD 30 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Mirta TAD 30 mg ist ein Arzneimittel gegen Depressionen (Antidepressivum).
Mirta TAD 30 mg wird angewendet zur
Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Mirta TAD 30 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Mirtazapin oder einem der sonstigen Bestandteile von Mirta TAD 30 mg sind.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Mirta TAD 30 mg ist erforderlich
Bei Anwendung von Mirta TAD 30 mg wurde über eine herabgesetzte Funktion des Knochenmarks berichtet, die sich gewöhnlich in Form einer verminderten Anzahl weißer Blutkörperchen (Granulozytopenie) oder einer hochgradigen Abnahme weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) äußert. Diese Wirkung tritt normalerweise nach 4- bis 6-wöchiger Behandlung auf, bildet sich jedoch im Allgemeinen bei Absetzen der Behandlung zurück. Auch in klinischen Studien mit Mirtazapin wurde in seltenen ällen über das Auftreten einer hochgradigen Abnahme weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) berichtet, die sich nach Absetzen der Therapie zurückbildet.
Bei Auftreten grippeähnlicher Erscheinungen, wie z.B. Fieber, Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung oder anderer Anzeichen, die auf eine Infektion hindeuten, müssen Sie unverzüglich den behandelnden Arzt aufsuchen. Ihr Arzt muss die Behandlung mit Mirta TAD 30 mg sofort abbrechen und eine umfangreiche Blutuntersuchung (Differentialblutbild) vornehmen.
Die Anwendung von Mirta TAD 30 mg sollte mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung erfolgen, wenn Sie unter einer der folgenden Krankheiten leiden:
- Epilepsie oder hirnorganisches Psychosyndrom, obwohl nach klinischer Erfahrung unter Behandlung mit Mirta TAD 30 mg nur selten epileptische Krämpfe auftreten,
- Störungen der Leber- oder Nierenfunktion,
- Herzkrankheiten wie Erregungsleitungsstörungen, Angina pectoris oder kürzlich vorausgegangener Herzinfarkt, bei denen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen sowie Vorsicht bei der gleichzeitigen Anwendung anderer Arzneimittel erforderlich sind,
- niedriger Blutdruck.
Wie bei anderen Antidepressiva ist Vorsicht geboten, wenn Sie unter einer der folgenden Krankheiten leiden:
- Störungen beim Wasserlassen (wie z.B. bei Prostatavergrößerung; obwohl Mirtazapin nur schwach anticholinerg ist)
- akutes Engwinkelglaukom (grüner Star) und erhöhter Augeninnendruck (auch hier besteht aufgrund der schwachen anticholinergen Wirkung von Mirtazapin nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für das Auftreten unerwünschter Wirkungen)
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Bei Auftreten einer Gelbsucht müssen Sie umgehend Ihren Arzt informieren, der über den Abbruch der Behandlung entscheiden wird.
Wie bei anderen Antidepressiva müssen weiterhin folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Wenn Patienten mit Schizophrenie oder anderen Psychosen mit Antidepressiva behandelt werden, kann eine Verstärkung psychotischer Symptome auftreten; paranoide Wahnvorstellungen können ebenfalls verstärkt werden.
- Bei der Behandlung der depressiven Phase einer manisch-depressiven Psychose kann sich das Krankheitsbild zur manischen Phase verschieben.
- Obwohl Antidepressiva keine Abhängigkeit hervorrufen, kann das plötzliche Absetzen nach einer Langzeitbehandlung zu Angstzuständen, Erregtheit, Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein führen.
- Wechselwirkungen von Mirta TAD 30 mg mit Arzneimitteln aus einer Gruppe bestimmter anderer Antidepressiva (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs)), sind im Abschnitt "Bei Einnahme von Mirta TAD 30 mg mit anderen Arzneimitteln" beschrieben.
Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression
Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Person, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmern oder wenn Sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre)
Mirta TAD 30 mg sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Mirta TAD 30 mg verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Mirta TAD 30 mg verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Mirta TAD 30 mg einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Mirta TAD 30 mg in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
Ältere Menschen
Ältere Patienten reagieren häufig empfindlicher, insbesondere hinsichtlich der Nebenwirkungen von Antidepressiva. Gegenüber anderen Altersgruppen war bei älteren Patienten in klinischen Studien mit Mirtazapin die Nebenwirkungsrate nicht erhöht. Allerdings sind die Erfahrungen noch begrenzt.
Schwangerschaft und Stillzeit Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Erfahrungen zur Anwendung von Mirta TAD 30 mg bei schwangeren Frauen vor. Tierexperimentelle Studien zeigten keine relevanten schädigenden Wirkungen bei den Nachkommen. Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Mirta TAD 30 mg sollten Sie daher während der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt hält die Behandlung nach einer sorgfältigen Nutzen/Risikoabwägung für unbedingt notwendig.
Stillzeit:
Obwohl tierexperimentelle Studien zeigen, dass nur ein sehr kleiner Teil des Wirkstoffs von Mirta TAD 30 mg in die Muttermilch ausgeschieden wird, sollten Sie Mirta TAD 30 mg während der Stillzeit nicht einnehmen, da keine Erfahrungen beim Menschen vorliegen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Mirta TAD 30 mg kann die Konzentration und die Aufmerksamkeit mäßig beeinträchtigen, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Daher sollten Sie Aufgaben vermeiden, die eine besonders hohe Aufmerksamkeit und Konzentration erfordern, z.B. ühren eines Fahrzeugs oder das Bedienen gefährlicher Maschinen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Mirta TAD 30 mg
Mirta TAD 30 mg enthält Lactose-Monohydrat.
Bitte nehmen Sie Mirta TAD 30 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST Mirta TAD 30 mg EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Mirta TAD 30 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene:
Die Anfangsdosis beträgt oder 1 Filmtablette Mirta TAD 30 mg (entsprechend 15 mg oder 30 mg Mirtazapin), vorzugsweise abends eingenommen.
Die Erhaltungsdosis liegt normalerweise zwischen und 1 Filmtabletten Mirta TAD 30 mg (entsprechend 15 mg – 45 mg Mirtazapin).
Ältere Patienten:
Wie bei Erwachsenen. Änderungen, insbesondere eine Dosiserhöhung, sollten unter engmaschiger Kontrolle durch Ihren Arzt vorgenommen werden.
Patienten mit Einschränkungen der Nieren- oder Leberfunktion:
Wenn bei Ihnen eine Einschränkung der Nieren- oder der Leberfunktion vorliegt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Dieser wird gegebenenfalls die Dosis Ihrem Krankheitsbild anpassen, da die Ausscheidung von Mirta TAD 30 mg verlangsamt sein kann.
Zur Ermöglichung einer genauen Dosierung sind drei Wirkstärken (Mirta TAD 15 mg, Mirta TAD 30 mg und Mirta TAD 45 mg) mit 15 mg, 30 mg bzw. 45 mg Mirtazapin erhältlich.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser) ein.
Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Nehmen Sie Mirta TAD 30 mg abends möglichst direkt vor dem Schlafengehen ein.
Die Tagesdosis kann auch in zwei Einzeldosen aufgeteilt werden: am Morgen und abends vor dem Zubettgehen; die größere Dosis sollte dann abends eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Die antidepressive Wirkung von Mirtazapin macht sich gewöhnlich nach 1 – 2 Behandlungswochen bemerkbar. Die Behandlung mit einer ausreichenden Dosis sollte innerhalb von 2 bis 4 Wochen zu einem positiven Ansprechen führen. Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis bis zur Maximaldosis gesteigert werden.
Nachdem die gewünschte Wirkung eingetreten ist, sollte die Behandlung für 4 bis 6 Monate fortgesetzt werden, bis ein schrittweises Absetzen in Erwägung gezogen werden kann. Wenn innerhalb von 2 – 4 Behandlungswochen mit der Höchstdosis keine Wirkung erzielt wird, sollte die Behandlung schrittweise verringert werden. Das Ausschleichen ist notwendig, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.
In jedem Falle sollte ein Abbruch der Behandlung, eine Dosiserhöhung oder -reduzierung nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Mirta TAD 30 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Mirta TAD 30 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Die Symptome einer Überdosierung betreffen hauptsächlich das zentrale Nervensystem. Es kann zu Desorientierung und verlängerter Sedierung kommen. Auch beschleunigter Herzschlag sowie leichte Erhöhung oder Erniedrigung des Blutdruckes können auftreten. Bitte wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder das nächste Krankenhaus.
Wenn Sie die Einnahme von Mirta TAD 30 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.
Wenn Sie zweimal täglich eine Filmtablette einnehmen (eine Filmtablette am Morgen nach dem Frühstück und die zweite am Abend vor dem Schlafengehen) und Sie haben eine oder beide Filmtabletten vergessen, so nehmen Sie die vergessene morgendliche Dosis gemeinsam mit der abendlichen Dosis ein. Wenn Sie Ihre abendliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese nicht zusammen mit Ihrer nächsten morgendlichen Dosis ein (dies kann während des Tages zu Müdigkeit oder Benommenheit führen), sondern setzen Sie Ihre Behandlung mit der gewohnten morgendlichen und abendlichen Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Mirta TAD 30 mg abbrechen
Bitte beenden Sie keinesfalls die Behandlung mit Mirta TAD 30 mg, ohne vorher Ihren Arzt konsultiert zu haben. Ihre Erkrankung bedarf in jedem Fall einer geeigneten Therapie und Begleitung durch einen Arzt. Obwohl Mirtazapin keine Abhängigkeit verursacht, kann eine abrupte Beendigung einer Langzeitbehandlung zu Übelkeit, Angstzuständen und Unruhe führen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Mirta TAD 30 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Mirta TAD 30 mg beeinflusst werden:
Mirta TAD 30 mg soll nicht gemeinsam mit MAO-Hemmern (Arzneimittel z.B. zur Behandlung einer Depression) oder innerhalb von zwei Wochen nach Beendigung einer Therapie mit diesen Wirkstoffen angewendet werden.
Mirta TAD 30 mg kann die sedierende (dämpfende) Wirkung von Benzodiazepinen oder anderen Beruhigungsmitteln verstärken. Bei gleichzeitiger Anwendung ist daher Vorsicht geboten.
Mirta TAD 30 mg kann die zentraldämpfende Wirkung von Alkohol verstärken. Sie sollten daher Alkoholgenuss während der Behandlung meiden (siehe auch Abschnitt "Bei Einnahme von Mirta TAD 30 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken").
Wenn andere serotonerge Arzneimittel (z.B. SSRI – eine Gruppe bestimmter Antidepressiva) gleichzeitig mit Mirta TAD 30 mg angewendet werden, besteht das Risiko einer Wechselwirkung, die zur Entwicklung eines Serotoninsyndroms führen kann. Erfahrungen nach Markteinführung zeigen, dass ein Serotoninsyndrom sehr selten bei Patienten auftritt, die mit Mirtazapin allein oder in Kombination mit SSRIs behandelt werden. Dies äußert sich mit folgenden Krankheitszeichen: Anstieg der Körpertemperatur, Verwirrtheit, Bewegungsstarre, Reizbarkeit, beschleunigte Herzschlagfolge, Anstieg des Blutdrucks und Zittern. Wenn Sie diese Krankheitszeichen bei sich beobachten sollten, benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt. Ist die Kombination von Mirta TAD 30 mg mit anderen serotonergen Arzneimitteln therapeutisch unerlässlich, sollten Dosisanpassungen vorsichtig vorgenommen werden und eine ausreichend dichte Überwachung sollte erfolgen.
Beim Menschen wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Mirta TAD 30 mg und Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) keine bedeutsame klinische Wirkung oder Veränderung der Wirksamkeit beobachtet.
Vorsicht ist angebracht, wenn Mirta TAD 30 mg zusammen mit starken CYP3A4-Hemmern wie HIV-Proteasehemmern, Azol-Antimykotika (Arzneimitteln gegen Pilzerkrankungen wie z.B. Ketoconazol), Erythromycin (ein Antibiotikum) oder Nefazodon (ein Antidepressivum) angewendet wird.
Carbamazepin (Antiepileptikum) vermindert die Wirksamkeit von Mirta TAD 30 mg. Wenn Carbamazepin oder eine andere, den Arzneimittelabbau in der Leber beschleunigende Substanz, wie Rifampicin (Tuberkulosemittel) oder Phenytoin (Antiepileptikum), gleichzeitig mit Mirta TAD 30 mg angewendet werden, kann eine Erhöhung der Mirtazapindosis nötig sein, um die Wirksamkeit aufrecht zu halten. Nach Beendigung der gleichzeitigen Behandlung mit einem solchen Arzneimittel muss die Mirtazapindosis gegebenenfalls verringert werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Cimetidin (Arzneimittel zur Verringerung der Magensäureabsonderung) verstärkt die Wirkung von Mirta TAD 30 mg, daher muss möglicherweise die Mirtazapindosis zu Beginn der Cimetidinbehandlung verringert und nach der Behandlung erhöht werden.
In Wechselwirkungsstudien wurde gezeigt, dass Mirta TAD 30 mg keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Risperidon (Arzneimittel zur Behandlung neurologischer Störungen) oder Paroxetin (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen), Carbamazepin, Amitriptylin (Antidepressivum) oder Cimetidin haben.
Eine Tagesdosis von 30 mg Mirtazapin bewirkte eine geringe Erhöhung der Blutgerinnungszeit bei mit Warfarin (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung) behandelten Patienten. Bei höheren Dosen von Mirta TAD 30 mg kann ein ausgeprägterer Effekt nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher ratsam, bei gleichzeitiger Behandlung mit Mirta TAD 30 mg und Warfarin die Blutgerinnung (Prothrombinzeit) zu kontrollieren.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Bei Einnahme von Mirta TAD 30 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Anwendung von Mirta TAD 30 mg sollten Sie wegen der wechselseitigen Wirkungsverstärkung auf Alkohol verzichten.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Mirta TAD 30 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten oder unbekannt

Patienten mit Depressionen haben eine Reihe von Anzeichen und Symptomen, die mit der Erkrankung selbst in Zusammenhang stehen. Daher ist es manchmal schwierig abzuschätzen, welche Symptome auf die Grunderkrankung oder welche auf die Behandlung mit Mirta TAD 30 mg zurückzuführen sind.
Mögliche Nebenwirkungen
Störungen des Blut- und Lymphsystems
Selten:
Akute Knochenmarksdepression (spezielle Blutbildveränderungen [Eosinophilie, Granulozytopenie, Agranulozytose, aplastische Anämie und Thrombozytopenie], siehe auch Abschnitt “Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Mirta TAD 30 mg ist erforderlich“).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig:
Verstärkter Appetit und Gewichtszunahme.
Psychische Störungen
Selten:
Manie, Verwirrtheit, Sinnestäuschungen, Angstzustände*, Schlaflosigkeit, Albträume/lebhafte Träume.
Sehr selten oder unbekannt:
älle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Mirta TAD 30 mg oder kurze Zeit nach der Beendigung der Behandlung sind berichtet worden (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Mirta TAD 30 mg“).
Störungen des Nervensystems
Häufig:
Schläfrigkeit und Benommenheit, die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen können. (Diese treten normalerweise während den ersten Behandlungswochen auf. Eine Dosisreduzierung führt nicht generell zu geringerer Sedierung [dämpfender Wirkung], kann jedoch die antidepressive Wirksamkeit gefährden); Schwindelgefühl, Kopfschmerzen.
Selten:
Krämpfe (Anfälle), Tremor (Muskelzittern), Muskelzuckungen, Parästhesie (anormale Körperempfindungen, z.B. Missempfindungen der Haut, Einschlafen der Glieder), Bewegungsunruhe der Beine (Restless-legs-Syndrom).
Funktionsstörungen des Herzens
Selten:
Niedriger Blutdruck (unter Umständen mit Schwindelzuständen: Blutdrucksenkung bei Lagewechsel), Ohnmacht (Synkope).
Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes
Gelegentlich:
Übelkeit.
Selten:
Mundtrockenheit, Durchfall.
Funktionsstörungen der Leber und der Galle
Selten:
Erhöhung bestimmter Leberwerte im Blut (Transaminase-Aktivität in der Leber).
Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten:
Hautausschläge (Exanthem).
Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen
Selten:
Gelenk- und Muskelschmerzen.
Allgemeine Störungen
Häufig:
Generalisierte oder lokale Wassereinlagerungen und damit einhergehende Gewichtszunahme.
Selten:
Müdigkeit
* Angstzustände und Schlaflosigkeit, die Symptome einer Depression sein können, können auftreten oder verstärkt werden. Über Auftreten oder Verstärkung von Angstzuständen und Schlaflosigkeit während einer Behandlung mit Mirta TAD 30 mg wurde sehr selten berichtet.
Obwohl Mirta TAD 30 mg keine Abhängigkeit verursacht, zeigt die Erfahrung, dass eine plötzliche Beendigung der Behandlung nach einer Langzeitbehandlung manchmal zu Entzugserscheinungen führen kann. Der Großteil der Entzugssymptome ist leicht und hört von alleine auf. Unter den verschiedenen beschriebenen Entzugssymptomen sind Übelkeit, Angstzustände und Erregung die am häufigsten beobachteten. Wie in Abschnitt 3. „Wie ist Mirta TAD 30 mg einzunehmen?“ beschrieben, sollte Mirta TAD 30 mg daher schrittweise abgesetzt werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel nach „verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Blisterpackung im Umkarton aufbewahren.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
Mirta TAD® 30 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Mirtazapin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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