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«Mona HEXAL®»

Mona HEXAL®


Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Arzneimittel ist eine Kombination aus zwei verschiedenen synthetischen Hormonen: Ethinylestradiol (ein Östrogen) und Chlormadinon-Acetat (ein Gestagen - Hormone, die ähnlich wirken wie das natürliche Hormon Progesteron).

Das Präparat wird zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Es hemmt die Ausschüttung der Hormone FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon). Dadurch wird der Eisprung (Ovulation) unterdrückt.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Empfängnisverhütung

Warnhinweise!

  • Orale Verhütungsmittel wie Mona HEXAL schützen nicht vor Aids/HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
  • Frauen sollten in regelmäßigen Abständen gynäkologisch untersucht werden.
  • Wird die Einnahme einer Tablette vergessen, kann dies den Empfängnisschutz verringern. Das gilt auch bei Erbrechen, Durchfall, der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente (siehe Wechselwirkungen) sowie bei Stoffwechselstörungen.
  • Rauchen erhöht das Risiko für schwere kardiovaskuläre Nebenwirkungen (wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombosen) von Verhütungsmitteln, die - wie Mona HEXAL - zwei Hormone (Östrogen, Gestagen) enthalten. Dieses Risiko nimmt mit zunehmendem Alter und Zigarettenkonsum zu und ist besonders ausgeprägt bei Raucherinnen über 35 Jahre. Frauen dieser Gruppe sollten daher andere Verhütungsmethoden anwenden.
  • Mona HEXAL enthält Milchzucker (Laktose) und sollte daher nicht eingenommen werden bei erblich bedingter Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption.

In folgenden Fällen sollten die Nutzen und Risiko einer Einnahme von Mona HEXAL sorgfältig gegeneinander abgewogen werden:

  • Blutgerinnselbildung (beispielsweise bei Herzinfarkt, Schlaganfall, tiefer Venenthrombose, Lungenembolie): Verhütungsmittel, die wie Mona HEXAL zwei Hormone (Östrogen, Gestagen) enthalten (sogenannte orale kombinierte Kontrazeptiva, KOK), erhöhen das Risiko für solche Thromboembolien.
  • Tumore: Orale Verhütungsmittel erhöhen das Risiko für bestimmte Krebsformen (z.B. Gebärmutterkrebs, Brustkrebs, Lebertumore).
  • erhöhter Blutdruck
  • erhöhte Triglyzeridewerte im Blut (Hypertriglyzeridämie)
  • Diabetes
  • Schwangerschaftsherpes in der Vergangenheit
  • hereditäres Angioödem (wiederholte Wasseransammlungen in Haut, Schleimhaut und inneren Organen)

Bei folgenden Erkrankungen/Zuständen ist eine besonders strenge ärztliche Überwachung notwendig, weil sie sich durch die Einnahme von Östrogenen/Gestagenen verschlimmern können:

  • Epilepsie
  • Multiple Sklerose
  • Tetanie (Übererregbarkeit von Muskeln und Nerven)
  • Migräne
  • Asthma
  • Herzschwäche oder Nierenschwäche
  • Chorea minor (bakteriell bedingte Autoimmunerkrankung mit unkontrollierten Muskelbewegungen)
  • Diabetes
  • Lebererkrankungen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Systemischer Lupus erythematodes)
  • Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Bluthochdruck
  • Endometriose
  • Krampfadern der Beine (Varikosis), Venenentzündungen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Mastopathie (gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes)
  • Gebärmuttermyom
  • Schwangerschaftsherpes (Herpes gestationis)
  • Depressionen
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • bestehende oder vorausgegeangene Blutgerinnsel in Arterien oder Venen (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt, Schlaganfall). Ein schwerwiegender Risikofaktor oder mehrere Risikofaktoren für Thrombosen können ebenfalls gegen die Einnahme von Mona HEXAL sprechen.
  • Vorstadien oder erste Anzeichen einer Thrombose, eine Thrombophlebitis (Thrombose und Entzündung der Venen) oder Symptome einer Embolie (z.B. TIA, Angina pectoris)
  • erbliche oder erworbene Anfälligkeit für Thrombosen (z.B. APC-Resistenz)
  • geplante Operationen (mindestens vier Wochen vorher sollten keine oralen Verhütungsmittel mit Östrogen und Gestagen eingenommen werden) und während des Zeitraums einer Ruhigstellung, z.B. Gipsverband nach Unfällen (Thrombosegefahr!)
  • Diabetes mellitus mit Gefäßveränderungen oder entgleister Diabetes
  • schwer einzustellender Bluthochdruck oder signifikante Blutdruckerhöhung (ständig Werte über 140/90 mmHg)
  • Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht, Leberfunktionsstörungen, solange sich die Leberfunktionswerte nicht normalisiert haben; erblich bedingte Lebererkrankungen (Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom); Störungen der Gallensekretion; vorangegangene oder bestehende Lebertumoren
  • generalisierter Juckreiz und Gallenstauung (Cholestase) insbesondere während einer vorangegangenen Schwangerschaft oder Östrogentherapie
  • starke Oberbauchschmerzen, Lebervergrößerung oder Symptome einer Blutung in der Bauchhöhle
  • erstes oder erneutes Auftreten von Porphyrie (erblich bedingte Stoffwechselerkrankung, bei der der Abbau des roten Blutfarbstoffes Häm gestört ist)
  • bestehende oder vorausgegangene hormon-empfindliche Krebswucherungen, z.B. Brust- oder Gebärmutterkrebs
  • schwere Fettstoffwechselstörungen
  • bestehende oder vorausgegangene Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), falls diese mit einem starken Anstieg der Triglyzeridwerte verbunden ist
  • erstmaliges Auftreten migräneartiger Kopfschmerzen oder gehäuftes Auftreten ungewohnt starker Kofschmerzen
  • Migräne mit fokalen neurologischen Symptome (Migraine accompagnée) in der Vorgeschichte
  • akute Ausfälle der Sinneswahrnehmung (z.B. Hör- oder Sehstörungen)
  • Zunahme epileptischer Anfälle
  • schwere Depressionen
  • Otosklerose mit Verschlechterung in vorangegangenen Schwangerschaften
  • ungeklärtes Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö)
  • ungeklärte Unterleibsblutungen
  • Gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrimhyperplasie)
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile

Entwickelt sich eine der genannten Erkrankungen oder Zustände während der Einnahme von Mona Hexal auf, muss das Präparat sofort abgesetzt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft darf das Medikament nicht angewendet werden. Wenn die Verhütungspille versagt und eine Frau trotz Einnahme schwanger wird, muss das Präparat sofort abgesetzt werden.
  • Während der Stillzeit sollte das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Sehr häufig: Übelkeit, Ausfluss, Menstruationsbeschwerden, Ausbleiben der Regelblutung
  • Häufig: depressive Verstimmung, Nervosität, Schwindel, Migräne (und/oder Verschlechterung), Sehstörungen, Erbrechen, Akne, Schwere in den Beinen, Unterbauchschmerzen, Reizbarkeit, Müdigkeit, Wasseransammlungen (Ödeme) Gewichtszunahme, Blutdruckanstieg

Wechselwirkungen

Generell gilt: Halten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie neben Mona HEXAl noch andere Medikamente einnehmen.

Wirkung anderer Medikamente auf Mona HEXAL:

Antibiotika schädigen die Darmflora und vermindern dadurch die Aufnahme von Arzneistoffen in den Körper. Möglicherweise läßt die empfängnisverhütende Wirkung damit während einer Antibiotika-Behandlung nach.

Auch andere Medikamentekönnen bei gleichzeitiger Anwendung die Wirksamkeit von Mona HEXAL beeinträchtigen, z.B. bestimmte Magenmittel (wie Metoclopramid oder Aktivkohle), Barbiturate (Schlafmittel), krampflösende Medikamente (wie Carbamazepin, Phenytoin, Topiramat), das Antipilzmittel Griseofulvin, der HIV-Wirkstoff Ritonavir und Johanniskraut.

Bei gleichzeitiger Therapie mit diesen Wirkstoffen und Mona HEXAL sollten während der Behandlung und die ersten sieben Tage (bei bestimmten Medikamenten bis 28 Tage) danach zusätzlich mechanische Verhütungsmethoden angewendet werden.

Wirkung von Mona HEXAL auf andere Medikamente:

Umgekehrt kann auch Mona HEXAL die Wirkung anderer Medikamente verstärken oder abschwächen. Das gilt unter anderem für Diazepam und bestimmte andere Benzodiazepine (Schlaf- und Beruhigungsmittel), Ciclosporin (Immunsuppressivum, z.B. bei Transplantationen), Theophyllin (gegen Atemwegserkrankungen), Prednisolon (z.B. bei Rheuma, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Multiple Sklerose), Paracetamol (Schmerzmittel), Lorazepam (angstlösendes Schlaf- und Beruhigungsmittel).

Bei Diabetikern kann sich durch die Einnahme von Mona HEXAL der Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika verändern.


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