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«Motilium 30 mg - Zäpfchen»

Motilium 30 mg - Zäpfchen
Motilium 30 mg - Zäpfchen


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dieses Arzneimittel ist ein sogenannter Dopaminantagonist, ein Mittel, das auf die Motilität (Beweglichkeit) des Magens einwirkt.

Domperidon fördert den Transport des Nahrungsbreies durch die Speiseröhre, den Magen und Darm, um ein zu langes Verweilen des Nahrungsbreies oder einen Rückfluss zu vermeiden.

Erwachsene Motilium Zäpfchen werden zur Behandlung von Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl während oder kurz nach einer Mahlzeit, Magenbeschwerden und Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre angewendet.

Kinder Motilium Zäpfchen werden zur Behandlung von Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Motilium darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Domperidon oder einen der sonstigen Bestandteile von Motilium sind.
  • bei einer Erkrankung oder bei Vorliegen eines Tumors der Hirnanhangdrüse (Prolaktinom).

Motiliumdarf nicht angewendet werden, wenn eine Anregung der Magen-Darmtätigkeit gefährlich sein könnte, wie z.B. bei Blutungen, Verlegung oder Durchbruch im Magen-Darm-Trakt. Bei starken Bauchkrämpfen, anhaltender Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl, suchen Sie Ihren Arzt auf, bevor Sie mit der Einnahme von Motilium beginnen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Motilium ist erforderlich:

  • wenn Sie an einer Störung der Nierenfunktion leiden. Sie sollten Ihren Arzt vor einer Anwendung von Motilium darüber informieren. Sollten Sie Motilium über einen längeren Zeitraum anwenden, kann es sein, dass Ihr Arzt eine Anpassung der Verabreichungsmenge vornehmen möchte.

Patienten mit einer Beeinträchtigung der Lebererfunktionsollten Motilium nicht anwenden. Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden.

Bei Neugeborenen, Säuglingen, Kleinkindern und Kindern mit geringem Körpergewicht muss die Dosierung besonders genau eingehalten werden, da sich sonst das Risiko für Nebenwirkungen auf das Nervensystem erhöht.

Bei Anwendung von Motilium mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Motilium soll nicht angewendet werden, wenn Sie Ketoconazol (Pilzmittel), Ritonavir (verwendet in der AIDS-Therapie) oder Erythromycin (Antibiotikum) einnehmen, da diese die Wirkung von Motilium beeinflussen können, und es zu EKG-Veränderungen kommen kann.

Ihr Arzt wird Ihnen in diesen Fällen eventuell andere Arzneimittel verschreiben.

Schwangerschaft und Stillzeit
Über eine Schwangerschaft oder wenn gestillt wird, ist immer der Arzt zu informieren.

Das potentielle Risiko für den Menschen bei einer Anwendung von Motilium während einer Schwangerschaft ist nicht bekannt. Wenn Sie schwanger sind oder meinen, schwanger zu sein, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie Arzneimittel anwenden.

Geringe Mengen von Motilium können in die Muttermilch ausgeschieden werden. Es ist nicht empfohlen, Motilium anzuwenden, wenn Sie stillen. Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
In normalen Dosen hat Motilium keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über einige der Bestandteile von Motilium:
Die Zäpfchen enthalten Butylhydroxyanisol. Butylhydroxyanisol kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Motilium immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene und Jugendliche (über 12 Jahre und einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr) Motilium Zäpfchen sind zur rektalen Anwendung vorgesehen.
Erwachsene sollten 2xtäglich ein 60 mg Suppositorium rektal anwenden.

Die anfängliche Dauer der Behandlung beträgt vier Wochen. Nach diesen vier Wochen muss die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung für jeden Patienten vom behandelnden Arzt neu beurteilt werden.

Kleinkinder und Kinder
Die Gesamttagesdosis ist abhängig vom Körpergewicht des Kindes:
Ein Kind mit einem Körpergewicht von 5 - 15 kg erhält ein 10 mg Suppositorium 2 x täglich. Ein Kind mit einem Körpergewicht von mehr als 15 kg erhält ein 30 mg Suppositorium 2 x täglich.

Zäpfchen sind nicht geeignet für Kinder mit einem Körpergewicht unter 5 kg.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Motilium zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge von Motilium angewendet haben, als Sie sollten: Überdosierung wurde hauptsächlich bei Kleinkindern und Kindern berichtet.
Können folgende Anzeichen einer Überdosierung auftreten: Schläfrigkeit, Verwirrung, unkoordinierte Bewegungen, wie unwillkürliche Augenbewegungen oder abnormale Körperhaltung (z.B. verdrehte Nackenstellung). Informieren Sie in jedem Fall einen Arzt.
Hinweis für den Arzt Informationen zur Überdosieung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Anwendung von Motilium vergessen haben:
Wenn Sie die Anwendung vergessen haben, holen Sie diese sobald wie möglich nach. Wenn die Zeit für die nächste Anwendung beinahe erreicht ist, warten Sie diesen Zeitpunkt ab und setzen dann die Anwendung fort. Verwenden Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Motilium Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Erkrankungen des Immunsystems: Sehr selten: allergische Reaktionen, wie Juckreiz, Kurzatmigkeit, pfeifendes atmen und/oder geschwollenes Gesicht einschließlich Anaphylaxie, anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktion und Angioödeme (Schwellung von Haut und Schleimhaut).

Endokrine Erkrankungen: Selten: erhöhte Prolaktin-Spiegel

Psychiatrische Erkrankungen: Sehr selten: Unruhe, Nervosität

Erkrankungen des Nervensystems: Sehr selten: extrapyramidale Nebenwirkungen: unkontrollierte Bewegungen (z.B. unwillkürliche Augenbewegungen), abnormale Körperhaltung (z.B. verdrehte Nackenstellung), Zittern, Muskelsteifigkeit, Krampanfälle, Schläfrigkeit, Kopfschmerz. Diese Reaktionen verschwinden nach Beendigung der Behandlung mit Motilium.

Erkrankungendes Gastrointestinaltrakts: Selten: Magen-Darm-Beschwerden
Sehr selten: vorübergehende Darm-Krämpfe, Durchfall

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Sehr selten: Uriticaria (Nesselsucht), Pruritus (Juckreiz), Rash (Hautausschlag)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüsen:

Selten: spontane milchige Absonderungen aus der Brustdrüse außerhalb der Stillzeit (Galaktorrhoe), Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie), Ausbleiben der monatlichen Regelblutung (Amenorrhoe).

Untersuchungen: Sehr selten: anomaler Leberfunktionstest.

Herz- Kreislauferkrankungen:
QTc Verlängerung ( Häufigkeit nicht bekannt), sehr selten ventrikuläre Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen)

Andere Nebenwirkungen, die mit dem Zentralnervensystem in Zusammenhang stehen, wie Krampf, Unruhe und Schläfrigkeit sind ebenso sehr selten und hauptsächlich bei Kleinkindern und Kindern gemeldet.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterstreifen nach Verwendbar bis bzw. Verw. bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Motilium 30 mg - Zäpfchen»