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«Moxikan Disphar (250 mg + 62,5 mg)/5 ml Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Anwendungsgebiete
Zur Behandlung folgender bakteriellen Infektionen, hervorgerufen durch Amoxicillin-resistente, jedoch Amoxicillin-Clavulanat-empfindliche Erreger:
Infektionen
• der oberen und unteren Atemwege, einschließlich
- Mittelohrentzündung (Otitis media)
- akute Nasennebenhöhlenentzündung (akute Sinusitis)
- akute Beschwerden einer chronischen Entzündung der Bronchialschleimhaut (Exazerbation einer chronischen Bronchitis)
- ambulant erworbene Lungenentzündung (Pneumonie)
• der oberen und unteren Harnwege
• der Haut und Weichteile.
Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.
Wann dürfen Sie Moxikan Disphar nicht einnehmen?
Sie dürfen Moxikan Disphar nicht einnehmen,
- wenn Sie auf Amoxicillin oder Clavulansäure, einen der sonstigen Bestandteile oder ein anderes Penicillin allergisch reagieren. Informieren Sie Ihren Arzt auch darüber, wenn Sie einmal auf ein Cephalosporin überempfindlich reagiert haben, da Sie dann möglicherweise auch auf Amoxicillin allergisch reagieren (Kreuzallergie).
Es besteht sonst die Gefahr, dass Sie auf die Einnahme von Moxikan Disphar mit einem allergisch bedingten (anaphylaktischen) Schock reagieren.
- wenn bei Ihnen während einer früheren Behandlung mit einem Betalaktam-Antibiotikum Abweichungen von der normalen Leberfunktion festgestellt wurden.
- wenn Sie an Pfeifferschem Drüsenfieber (Mononucleosis infectiosa) oder einer lymphatischen Leukämie leiden, da die Gefahr für das Auftreten entzündlicher Hautreaktionen (Exanthem) besteht.
Wann dürfen Sie Moxikan Disphar erst nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen?
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Moxikan Disphar nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt,
- wenn bei Ihnen bereits einmal Allergien oder Asthma aufgetreten sind, da dann eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen ist.
- wenn Sie unter einer Leberfunktionsstörung leiden oder früher einmal gelitten haben. In diesem Fall ist eine sorgfältige Überwachung der Leberwerte notwendig.
- wenn Sie unter einer Störung der Nierenfunktion leiden. Ihr Arzt wird entscheiden, wie Sie Moxikan Disphar einnehmen sollen (siehe auch "Dosierungsanleitung").
- wenn Sie an schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall leiden, da in diesen ällen möglicherweise eine ausreichende Aufnahme und Wirksamkeit des Arzneimittels nicht gewährleistet ist.
Was ist bei Kindern und älteren Menschen zu berücksichtigen?
Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg (2–12 Jahre) dürfen Moxikan Disphar 500mg + 125mg Tabletten nicht einnehmen (siehe "Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung".
Bei gesunden, älteren Patienten sollte die Behandlung dieser Patienten mit Vorsicht erfolgen (siehe "Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung")
Wie und wann sollten Sie Moxikan Disphar einnehmen?
Nehmen Sie die Tabletten zerkaut oder unzerkaut mit reichlich Wasser ein.
Moxikan Disphar sollte am besten zu Beginn einer Mahlzeit eingenommen werden. So eingenommen, kann Moxikan Disphar am besten wirken und ist gleichzeitig am verträglichsten.
Nehmen Sie die Einzeldosen gleichmäßig über den Tag verteilt ein. Bei dreimal täglicher Einnahme wird ein Dosisintervall von 8 Stunden empfohlen.
Die Tabletten sollen nicht geteilt werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Es gibt nur begrenzte Informationen zur Anwendung von Amoxicillin/Clavulansäure an schwangeren Frauen. Beide Wirkstoffe gelangen über den Mutterkuchen zum Embryo/Feten, jedoch konnten keine Nebenwirkungen von Amoxicillin und Clavulansäure am Fetus oder Neugeborenen festgestellt werden.
Vorsichtshalber sollte die Anwendung von Moxikan Disphar nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.
Amoxicillin tritt in die Muttermilch über. Über die Ausscheidung von Clavulansäure in die Muttermilch liegen keine Angaben vor.
Bisher wurden keine schädigenden Wirkungen auf den gestillten Säugling durch die Einnahme des Kombinationspräparates berichtet. Jedoch können beim gestillten Säugling Durchfälle und Pilzinfektionen der Schleimhäute auftreten, so dass unter Umständen abgestillt werden muss. Die Möglichkeit einer Sensibilisierung ist zu bedenken.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Nach der Einnahme von Amoxicillin/Clavulansäure wurden selten schwere allergische Reaktionen (einschließlich Anaphylaxie) berichtet ( siehe "Nebenwirkungen"). Obwohl die Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit einer früheren Betalaktam-Überempfindlichkeit größer ist, können diese Reaktionen auch ohne eine derartige Vorgeschichte auftreten.
In diesen ällen sollte die Behandlung mit Moxikan Disphar sofort abgebrochen und unverzüglich der Arzt informiert werden. Er wird die Behandlung durch eine andere ersetzen und, sofern notwendig, die üblichen Maßnahmen zur Überwachung der Symptome einer anaphylaktischen Reaktion vornehmen, z.B. sofortige Gabe von Epinephrin, intravenösen Steroiden und Behandlung einer Ateminsuffizienz.
Bei schweren und anhaltenden Durchfällen sollte die Möglichkeit einer pseudomembranösen Kolitis in Erwägung gezogen und sofort der Arzt informiert werden. Er wird, falls nicht widerlegt, die Behandlung abbrechen sowie angemessene Maßnahmen ergreifen. Die nötigen Maßnahmen sollten auch beim Auftreten einer haemorrhagischen Kolitis ergriffen werden. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
Bei Langzeitbehandlung von Moxikan Disphar kann es wegen des Wachstums nichtempfindlicher Organismen einschließlich Pilzen zu einer Superinfektion kommen.
Bei Langzeitanwendung (länger als Tage) wird eine regelmäßige Überwachung der Nieren-, Leber- und Blutwerte empfohlen.

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Moxikan Disphar nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Moxikan Disphar sonst nicht richtig wirken kann!
Wie viel von Moxikan Disphar und wie oft sollten Sie Moxikan Disphar einnehmen?
Die Dosierung von Moxikan Disphar ist abhängig von Alter, Körpergewicht, Nierenfunktion, Schweregrad und Ort der Infektion sowie von vermuteten oder nachgewiesenen Erregern.
Hinweis:
Die Dosierung mit 250 mg Amoxicillin + 62,5 mg Clavulansäure kann mit Moxikan Disphar 500mg + 125mg Tabletten nicht vorgenommen werden. ür diese Dosierung Moxikan Disphar mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Erwachsene, Jugendliche und Kinder (mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg)
250 mg Amoxicillin + 62,5 mg Clavulansäure bis 500 mg Amoxicillin + 125 mg Clavulansäure dreimal täglich, d.h. bei einer Dosierung von 500 mg Amoxicillin + 125 mg Clavulansäure entsprechend dreimal täglich 1 Tablette Moxikan Disphar 500mg + 125mg.
Die Einzelgaben sollten gleichmäßig über den Tag verteilt genommen werden; falls möglich, sollte das Arzneimittel dreimal täglich in etwa 8stündigen Abständen eingenommen werden.
Kinder mit einem Körpergewicht von 12 – 40 kg (zwischen 2 und 12 Jahren)
Aufgrund der Stärke darf Moxikan Disphar 500mg + 125mg Tabletten nicht an Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg (2 – 12 Jahre) gegeben werden.
Ältere Patienten
Sofern bei Ihnen keine Leberfunktionsstörung vorliegt, nehmen Sie die Tabletten wie oben angegeben ein. Wenn es dennoch erforderlich sein sollte, wird der Arzt die Leberfunktionswerte in regelmäßigen Abständen kontrollieren (siehe Abschnitt "Nebenwirkungen").
Dosierung bei Leberfunktionsstörungen
Falls bei Ihnen unter einer früheren Behandlung mit Amoxicillin/Clavulansäure eine Leberschädigung aufgetreten ist, sollten Sie Moxikan Disphar nicht einnehmen (siehe Abschnitt "Gegenanzeigen").
Sollte bei Ihnen in der Vorgeschichte eine Leberfunktionsstörung (Leberinsuffizienz) aufgetreten sein, die nicht mit Amoxicillin/Clavulansäure in Zusammenhang stand, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit. Während der Behandlung mit Moxikan Disphar sollte der Arzt die Leberfunktionswerte kontrollieren.
Dies wird auch bei Patienten empfohlen, die Anzeichen einer Leberschädigung aufweisen. Falls sich diese Werte unter der Einnahme von Moxikan Disphar verschlechtern, sollte der Arzt einen Abbruch der Behandlung in Erwägung ziehen.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:
Sofern bei Ihnen ein Nierenleiden vorliegt, informieren Sie bitte den Arzt. Er wird dann entscheiden, ob Sie Moxikan Disphar einnehmen dürfen.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird der Arzt die Dosis entsprechend dem Schweregrad der Funktionsstörung und dem Körpergewicht reduzieren (siehe Tabelle).
Erwachsene, Jugendliche und Kinder (mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg)
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion für einen 70 kg schweren Patienten

GFR
(ml/min)
Plasma-Kreatinin (mg/100 ml)EinzeldosisDosierungs-intervall
2,,5250 mg Amoxicillin + 62,5 mg Clavulansäure bis 500 mg Amoxicillin + 125 mg Clavulansäure (bei einer Dosierung von mg Amoxicillin/
Clavulansäure entsprechend 1 Tablette Moxikan Disphar 500mg + 125mg)
12 Stunden
< 10> 5,5entweder 250 mg Amoxicillin + 62,5 mg Clavulansäure oder
500 mg Amoxicillin + 125 mg Clavulansäure(bei einer Dosierung von mg Amoxicillin/
Clavulansäure entsprechend 1 Tablette Moxikan Disphar 500mg + 125mg)
12 Stunden24 Stunden

(modifiziert nach Hoeffler)
Umrechnungsformel bezogen auf das tatsächliche Körpergewicht (nach Hoeffler)
Yist = Y70 x IST/70
Yist = errechnete Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Y70 = Dosis für einen 70 kg schweren Patienten (siehe Tabelle)
IST = Körpergewicht des Patienten in kg
Dosierung bei Hämodialyse-Patienten
Erwachsene, Jugendliche und Kinder (mit einem Körpergewicht über 40 kg)
500 mg Amoxicillin + 125 mg Clavulansäure (entsprechend 1 Tablette Moxikan Disphar 500mg + 125mg) alle 24 Stunden. Zusätzlich nehmen Sie diese Dosis während und am Ende der Hämodialyse.
Wie lange sollten Sie Moxikan Disphar einnehmen?
Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.
Moxikan Disphar soll mindestens bis 3 - 4 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen genommen werden, ohne zwischenzeitliche Untersuchung jedoch nicht länger als 14 Tage.
Eine Behandlung von Infektionen, die durch die Bakterienart Streptococcus pyogenes hervorgerufen wurden, muss mindestens 10 Tage lang erfolgen, damit ein ausreichender Behandlungserfolg erzielt wird. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Folgeerkrankungen (z. B. Glomerulonephritis) auftreten.
Überdosierung und andere Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn Moxikan Disphar in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Die Symptome einer Überdosierung entsprechen weitgehend dem Nebenwirkungsprofil (siehe "Nebenwirkungen").
Eine Überdosierung kann zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit einer möglichen Störung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes führen.
Informieren Sie sofort den Arzt, damit er die erforderlichen Maßnahmen ergreifen kann.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Moxikan Disphar eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben?
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie bitte die Einnahme zum nächstmöglichen Zeitpunkt nach. Die nächste Einnahme soll dann wieder zum vorgesehenen Zeitpunkt erfolgen.
Wenn Sie mehrere Einnahmen vergessen haben, sollten Sie sich Ihrem Arzt zur Kontrolle vorstellen, damit eine mögliche Verschlechterung der Erkrankung rechtzeitig festgestellt werden kann.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
Bitte brechen Sie die Behandlung mit Moxikan Disphar nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Ihre Krankheit könnte sich hierdurch verschlechtern.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Moxikan Disphar?
Andere Antibiotika bzw. Chemotherapeutika:
Spezielle andere Antibiotika (wie z. B. Tetracycline, Makrolide, Sulfonamide oder Chloramphenicol) können die Wirksamkeit von Moxikan Disphar vermindern.
Probenecid:
Probenecid (Wirkstoff gegen Gicht) hemmt die Ausscheidung von Amoxicillin (jedoch nicht von Clavulansäure) über die Niere und führt dadurch zu höheren Amoxicillin-Konzentrationen im Blut und in der Galle.
Wassertreibende Arzneimittel (Diuretika):
Diuretika beschleunigen die Ausscheidung von Amoxicillin. Dies führt zu einem Absinken der Wirkstoffkonzentration im Blut.
Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Moxikan Disphar auftreten?
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:

sehr häufig:
mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig:
weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlich:
weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
selten:
weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr selten:
weniger als 1 von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfälle

Insgesamt wurden bei 13 % der Patienten Nebenwirkungen beobachtet.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Allergische Hautreaktionen treten häufiger auf als bei anderen Penicillinen und sind in der Regel durch Hautausschläge (Exantheme) und Juckreiz gekennzeichnet. In wenigen ällen tritt Tage nach Behandlungsbeginn ein typischer masernähnlicher Hautausschlag auf, der sogenannte "fifth day rash". Dies hängt von der Dosis und dem Zustand des Patienten ab.
Magen-Darm-Trakt
Magen-Darm-Beschwerden sind im Allgemeinen von vorübergehender Art und nicht schwerwiegend. Sie können in der Regel durch Einnahme der Tablette vor den Mahlzeiten unter Kontrolle gebracht werden.
Leberfunktion
Leberschädigungen kommen in der Regel bei männlichen und älteren Patienten vor, insbesondere bei denen über 65 Jahren. Das Risiko steigt mit einer Behandlungsdauer von mehr als 14 Tagen. Bei Kindern wurden diese Reaktionen sehr selten beobachtet.
Anzeichen und Symptome treten in der Regel während oder kurz nach der Behandlung auf. In einigen ällen können sie jedoch auch erst einige Wochen nach Behandlungsende auftreten. Leberfunktionsstörungen sind in der Regel vorübergehend, jedoch gelegentlich schwerwiegend. Todesfälle sind sehr selten berichtet worden. Diese betrafen in der Regel Patienten mit einer schweren vorbestehenden Grunderkrankung oder Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure gleichzeitig mit anderen leberschädigenden Arzneimitteln nahmen.
Die nachstehende Auflistung zeigt die Nebenwirkungen in System-Organklassen in abnehmender Häufigkeit:
Häufig
Magen-Darm-Beschwerden: Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall oder weiche Stühle, Schleimhautausschlag insbesondere im Bereich des Mundes, trockener Mund, Geschmacksveränderungen.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Bauchschmerzen.
Erkrankungen des Immunsystems: Überempfindlichkeit Typ I wie Nesselausschlag oder Hautrötung. Ein sofortiges Auftreten von einer Hautrötung deutet auf eine allergische Reaktion gegen Amoxicillin hin; informieren Sie den Arzt, da die Behandlung wahrscheinlich abgebrochen werden muss.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Hautausschlag, Juckreiz
Gelegentlich
Magen-Darm-Beschwerden: Verdauungsbeschwerden.
Selten
Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems: Veränderungen im Blutbild, vorübergehende Vermehrung der Blutplättchen.
Erkrankungen der Leber und der Galle: Gelbsucht, Leberentzündung.
Magen-Darm-Beschwerden: vermehrte Sprosspilzbesiedelung.
Erkrankungen des Immunsystems: Serumkrankheit, Schwellung von Haut und Schleimhaut (Quincke-Ödem), Gefäßentzündung, Vermehrung spezieller Blutkörperchen (Eosinophilie), Arzneimittelfieber, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Atemwege und Atemnot (Larynx-Ödem), Blutarmut (hämolytische Anämie). Beim Auftreten dieser Erscheinungen benötigen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Laborwerte: Verlängerung der Blutungszeit, Verlängerung der Gerinnungszeit (Prothrombinzeit), mäßiger und vorübergehender Anstieg der Leberenzyme.
Erkrankungen des Nervensystems: Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfe (bei Nierenfunktionsstörung oder bei hohen Dosen).
Psychische Störungen: Hyperaktivität (Hyperkinesie, bildet sich wieder zurück).
Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege: Entzündung der Nierenkörperchen (interstitielle Nephritis).
Sehr selten
Erkrankungen des Blutes: Verminderung der Zahl verschiedener Blutzellen (Leukopenie, Thrombozytopenie, Granulozytopenie, Panzytopenie), Blutarmut (Anämie) oder Knochenmarkdepression. Diese Symptome bilden sich nach Beendigung der Behandlung zurück.
Außerdem wurden entzündliche Darmerkrankungen (pseudomembranöse Kolitis), allergische (anaphylaktische) Reaktionen, Hautrötungen (Erythema multiforme einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom), Hautentzündungen (bullöse exfoliative Dermatitis einschließlich toxische epidermale Nekrolyse), Entwicklung einer schwarzen Haarzunge und Verfärbung der Zähne beobachtet.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung sollten Sie Ihren Arzt verständigen, da sich dahinter eine ernstzunehmende Darmerkrankung (pseudomembranöse Enterokolitis) verbergen kann, die lebensbedrohend sein kann und sofort behandelt werden muss. Daher sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden, wenn solche Nebenwirkungen unvermutet auftreten oder unvorhergesehen schwer sind. Bitte führen Sie in diesem Fall keine Selbstbehandlung mit Mitteln durch, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen.
Beim Auftreten von allergischen Erscheinungen nehmen Sie Moxikan Disphar zunächst nicht weiter ein und wenden Sie sich an den behandelnden Arzt.
Bei plötzlich auftretenden schweren Überempfindlichkeitserscheinungen sollten Sie unverzüglich einen Arzt rufen, da Sie in diesem Fall sofortige ärztliche Hilfe benötigen.
Beim Auftreten von (Epilepsie-artigen) Krampanfällen sind die üblichen Notfallmaßnahmen vorzunehmen (z. B. Freihalten der Atemwege) und sofort der Arzt zu informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Wie ist Moxikan Disphar aufzubewahren?
In der Originalverpackung aufbewahren.
Das Behältnis fest verschlossen halten.
Stand der Information:

Zusätzliche Informationen

Anlage
zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 57351.00.01
Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Moxikan Disphar 500mg + 125mg Tabletten
Wirkstoffe: Amoxicillin + Clavulansäure
Welche anderen Arzneimittel werden von Moxikan Disphar beeinflusst?
Allopurinol:
Die gleichzeitige Gabe von Allopurinol (Wirkstoff gegen Gicht) kann das Auftreten allergischer Hautreaktionen begünstigen.
Digoxin:
Moxikan Disphar kann die Aufnahme von Digoxin (Inhaltsstoff verschiedener Herzmedikamente) in den Körper erhöhen.
Disulfiram:
Amoxicillin/Clavulansäure sollte nicht zusammen mit Disulfiram angewendet werden.
Hormonhaltige Verhütungsmittel ("Pille"):
Unter der Behandlung mit Moxikan Disphar kann in seltenen ällen die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von hormonhaltigen Verhütungsmitteln ("Pille") in Frage gestellt sein. Sie sollten deshalb zusätzlich nichthormonale empfängnisverhütende Maßnahmen anwenden.
Methotrexat:
Die gleichzeitige Anwendung von Moxikan Disphar und Methotrexat kann zu einer erhöhten Toxizität von Methotrexat führen (z.B. Auftreten einer Knochenmarksdepression oder einer Schleimhautentzündung (Mukositis).
Blutgerinnungshemmende Arzneimittel:
Bei gleichzeitiger Anwendung spezieller blutgerinnungshemmender Arzneimittel (Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ, z.B. Warfarin) kann die Blutungsneigung verstärkt werden.
Weitere Wechselwirkungen:
Amoxicillin kann bei schwangeren Frauen den Gehalt von dem Hormon Estriol im Harn verringern.
Durchfall kann zu verminderter Aufnahme anderer Arzneimittel führen und folglich einen negativen Einfluss auf ihre Wirksamkeit haben.
Einfluss von Amoxicillin auf labordiagnostische Untersuchungen:
Nichtenzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können ein falsch positives Resultat ergeben. Ebenso kann der Urobilinogen-Nachweis gestört sein.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.


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