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«Myocet 50 mg Pulver und Beimischungen für ein Konzentrat zurHerstellung einer liposomalen Infusionsdispersion»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Myocet enthält einen Arzneistoff genannt „Doxorubicin“, welcher Tumorzellen schädigt. Diese Art von Arzneimitteltherapie wird „Chemotherapie“ genannt. Der Arzneistoff ist innerhalb sehr kleiner Fetttröpfchen, sogenannten „Liposomen“ enthalten.

Myocet ist erste Wahl zur Behandlung von Brustkrebs, welcher sich ausgebreitet hat („metastasierender Brustkrebs“) bei erwachsenen Frauen bestimmt. Es wird zusammen mit einem anderen Arzneistoff namens „Cyclophosphamid“ verwendet. Bitte lesen Sie auch die Packungsbeilage aufmerksam durch.

WAS MUSS BEACHTET WERDEN, BEVOR SIE MYOCET VERABREICHT

BEKOMMEN?

Myocet darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Doxorubicin oder einen der sonstigen Bestandteile von Myocet sind, welche in Abschnitt 6 aufgeführt sind. Verwenden Sie Myocet nicht, wenn dies auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Myocet angewendet wird.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Myocet ist erforderlich
Überprüfen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen, ob:

  • Sie jemals Herzprobleme hatten (wie zum Beispiel Herzinfarkt, Herzversagen oder ob Sie über sehr lange Zeit einen hohen Blutdruck hatten)
  • Sie Leberprobleme haben. Falls etwas von dem oben genannten auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen.

Tests
Ihr Arzt wird während Ihrer Behandlung Tests durchführen, um zu überprüfen, ob Ihr Arzneimittel richtig wirkt. Auch wird auf mögliche Nebenwirkungen geachtet werden, wie zum Beispiel Probleme mit Ihrem Blutbild oder Herzen.

Bestrahlungstherapie
Wenn Sie bereits eine Bestrahlungstherapie erhalten haben, können Sie möglicherweise auf Mycocet mit schmerzender, roter oder trockener Haut reagieren. Dies kann während Ihrer Behandlung sofort oder erst später auftreten.

Bei Anwendung von Myocet mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben. Das gilt auch, wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und pflanzliche Arzneimittel handelt. Dies ist nötig, da Myocet die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Auch können andere Arzneimittel die Wirkung von Myocet beeinflussen.

Sprechen Sie insbesondere mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Phenobarbital oder Phenytoin – gegen Epilepsie
  • Warfarin – zur Blutverdünnung
  • Streptozotocin – gegen Pankreaskrebs
  • Cyclosporin – zur Beeinflussung des Immunsystems Falls etwas von dem oben genannten auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen, wenn Sie schwanger sind, denken, dass Sie schwanger sein könnten oder stillen.

  • Myocet sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn es ist unbedingt erforderlich.
  • Frauen, die Myocet verabreicht bekommen,sollten nicht stillen.
  • Frauen, die schwanger werden könnten, sollten während der Behandlung mit Myocet und bis zu 6 Monate danach zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Sie könnten sich nach der Behandlung mit Myocet schwindelig fühlen. Wenn Sie sich schwindelig fühlen oder unsicher sind, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, keine Werkzeuge benutzen oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Myocet
Myocet ist in Umkartons erhältlich, die 2 Sets mit je 3 Ampullen enthalten. Wenn die 3 Ampullen zusammengemischt worden sind, enthält Ihr Arzneimittel circa 108 mg Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natrium-kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.

WIE WIRD MYOCET VERABREICHT?

Myocet wird normalerweise von einem Arzt oder Pflegefachkräften verabreicht. Es wird als Tropf (Infusion) in eine Vene verabreicht.

Die allgemeine Dosierung liegt zwischen 60 und 75 mg des Arzneimittels pro Quadratmeter Ihrer Körperoberfläche:

  • Diese wird einmal alle drei Wochen verabreicht
  • Der Arzneistoff „Cyclophosphamid“ wird am gleichen Tag verabreicht. Wenn der Arzt es für nötig erachtet, kann er Ihnen eine niedrigere Dosierung verabreichen.

Die Anzahl der Zeitpunkte, an denen Sie die Infusion über den Tropf verabreicht bekommen, hängt ab von:

  • Dem Stadium Ihres Brustkrebses.
  • Wie gut Ihr Körper auf das Arzneimittel reagiert. Die Behandlung dauert in der Regel ungefähr 3 bis 6 Monate.

Wenn Sie Myocet auf Ihre Haut bekommen
Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Pflegefachkraft sofort mit, falls das Arzneimittel vom Tropf (Infusion) auf Ihre Haut gelangt oder mit Ihrer Haut in Kontakt kommt, da Myocet Ihre Haut schädigen kann. Der Tropf wird dann sofort gestoppt. Eis wird für 30 Minuten auf die betroffene Stelle gegeben. Danach wird der Tropf über eine andere Vene verabreicht.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wie alle Arzneimittel kann Myocet Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können durch dieses Arzneimittel auftreten.

Berichten Sie Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften sofort, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken. Diese sind Zeichen einer allergischen Reaktion und Ihr Tropf (Infusion) muss möglicherweise beendet werden:

  • Gefühl der Kurzatmigkeit oder einer engen Brust oder eines engen Halses
  • Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Angeschwollenes oder gerötetes Gesicht
  • Gefühl der Müdigkeit, Schwindel oder Benommenheit. Informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte, wenn Sie eine der oben aufgeführten Nebenwirkungen bemerken.

Andere Nebenwirkungen
Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

  • Haarausfall
  • Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen
  • Appetitverlust, Durchfall, Übelkeit oder Gefühl der Übelkeit (Brechreiz oder Erbrechen)
  • Herabgesetzte Anzahl bestimmter Blutzellen

Ihr Arzt wird Ihr Blut regelmäßig auf diese Wirkungen untersuchen und entscheiden, ob eine Behandlung erforderlich ist.

  • Anzeichen können sein:
  • Vermehrtes Entstehen von Blutergüssen
  • Schmerzgefühle in der Mundhöhle oder im Hals und Geschwüre im Mund
  • Verringerte Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen oder Fieber
  • Müdigkeits- oder Schwindelgefühl, Mangel an Energie.

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Muskelschmerzen, Rückenschmerzen
  • Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen
  • Atembeschwerden, Brustschmerzen
  • Durstgefühl, Schmerzen oder Schwellungen der Speiseröhre
  • Kurzatmigkeit, geschwollene Knöchel, Muskelschwäche oder -krämpfe. Diese können Zeichen einer Herzschwäche, unregelmäßigen Herzschlages oder eines niedrigen Kaliumblutspiegels sein.
  • Schlafschwierigkeiten
  • Nasenbluten, Hitzewallungen
  • Verstopfung, Gewichtsverlust
  • Hautausschlag und Nagelprobleme.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • Bluthusten
  • Unruhegefühl, Schläfrigkeitsgefühl
  • Niedriger Blutdruck, Unwohlsein • Änderung in der Gangart, Sprachprobleme
  • Magenschmerzen, welche Anzeichen der Ausprägung eines Magengeschwürs sein können
  • Muskelschwäche
  • Juckreiz, trockene Haut oder geschwollene Bereiche um die Haarwurzeln
  • Anschwellen, Rötung und Blasenbildung der Haut rund um die Infusionsstelle
  • Hohe Blutzuckerwerte (Ihr Arzt wird dies mithilfe eines Bluttests erkennen)
  • Gelbfärbung der Haut oder Augen. Dies könnten Zeichen eines Leberproblems, genannt Gelbsucht sein
  • Veränderungen bei der Häufigkeit des Wasserlassens (Urin), Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin

Myocet kann einige Nebenwirkungen verursachen, die im Zusammenhang mit der Geschwindigkeit der Verabreichung Ihres Tropfes stehen. Diese sind Hitzwallungen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Diese Nebenwirkungen können verhindert werden, wenn der Tropf langsamer über einen längeren Zeitraum verabreicht wird.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE WIRD MYOCET AUFBEWAHRT?
  • Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden.
  • Im Kühlschrank lagern (2 ºC - 8 ºC).
  • Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt unverzüglich angewendet werden. Falls Myocet nicht sofort angewendet wird, liegt die Verantwortung für Aufbewahrungszeit und -bedingungen vor der Anwendung beim Anwender. Die Zubereitung sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei einer Temperatur von 2°C - 8°C aufbewahrt werden, es sei denn, die Zubereitung fand unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen statt.
  • Sie dürfen Myocet nicht anwenden, wenn Sie folgendes bemerken: Verfärbungen, Schwebeteilchen oder sonstige Fremdpartikel.
  • Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Wie wird es angewendet?

Was Myocet enthält

  • Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Liposomen-verkapseltes Doxorubicin. Dies entspricht 50 mg Doxorubicinhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Lactose (in der Durchstechflasche mit Doxorubicin-HCl), Phosphatidylcholin, Cholesterol, Citronensäure, Natriumhydroxid und Wasser für Injektionszwecke (in der Durchstechflasche mit Liposomen) und Natriumcarbonat und Wasser für Injektionszwecke (in der Durchstechflasche mit Puffer).

Wie Myocet aussieht und Inhalt der Packung
Myocet besteht aus einem Pulver und Beimischungen für ein Konzentrat zur Herstellung einer liposomalen Infusionsdispersion. Es ist erhältlich als ein System mit 3 Durchstechflaschen: Myocet-Doxorubicin-HCl, Myocet-Liposomen und Myocet-Puffer.

Sobald der Inhalt der Durchstechflaschen zusammengemischt wurde, ist die resultierende liposomale Dispersion orangerot und opak.

Myocet ist in Umkartons mit 2 Sets der 3 Komponenten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer
Cephalon Europe
5 Rue Charles Martigny
94700 Maisons Alfort
Frankreich

Hersteller
GP-Pharm
Polígon Industrial Els Vinyets - Els Fogars,
Sector 2, Carretera Comarcal C244, km 22
08777 Sant Quintí de Mediona (Barcelona)
Spanien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im: { MM/JJJJ }

Die folgenden Informationen sind nur für medizinische Fachkräfte vorgesehen:

LEITFADEN FÜR DIE ZUBEREITUNG

Myocet 50 mg Pulver und Beimischungen für ein Konzentrat zur Herstellung einer liposomalen Infusionsdispersion
Doxorubicinhydrochlorid

Es ist wichtig, dass Sie diesen Leitfaden vollständig lesen, bevor Sie dieses Arzneimittel zubereiten.

DARREICHUNGSFORM

Myocet liegt in Form eines Systems aus drei Durchstechflaschen vor: (1) Myocet-Doxorubicin-HCl, (2) Myocet-Liposomen und (3) Myocet-Puffer. Außer diesen drei Komponenten ist für die Rekonstitution von Doxorubicin-HCl eine 0,9%ige Natriumchloridlösung für Injektionszwecke erforderlich. Myocet muss vor der Verabreichung rekonstituiert werden.

EMPFEHLUNGEN FÜR DIE SICHERE HANDHABUNG

Es sind die üblichen Maßnahmen für die ordnungsgemäße Handhabung und Entsorgung von Antitumor-Arzneimitteln zu ergreifen, d. h.:

  • Das Personal muss in der Zubereitung des Arzneimittels geschult sein.
  • Schwangeres Personal darf dieses Arzneimittel nicht handhaben.
  • Personal, das dieses Arzneimittel bei der Rekonstitution handhabt, muss entsprechende Schutzkleidung wie Maske, Schutzbrille und Handschuhe tragen.
  • Alle Gegenstände, die für die Verabreichung oder Reinigung verwendet werden, einschließlich Handschuhe, sind in einen Abfallbeutel für Gefahrengüter zur Verbrennung bei hoher Temperatur zu geben. Flüssigabfall kann mit großen Mengen Wasser weggespült werden.
  • Bei versehentlicher Berührung der Haut oder Augen ist der betroffene Bereich sofort mit reichlich Wasser zu spülen.
VORBEREITUNG ZUR INTRAVENÖSEN VERABREICHUNG

Während der gesamten Handhabung von Myocet muss unter strenger Beachtung aseptischer Bedingungen gearbeitet werden, da das Präparat keine Konservierungsmittel enthält.

Zubereitung von Myocet

Schritt 1. Vorbereitung
Es können zwei verschiedene Heizmethoden angewendet werden: ein Techne DB-3-Dri-Heizblock oder ein Wasserbad.

  • Den Techne DB-3-Dri-Heizblock einschalten und den Regler auf 75°C - 76°C einstellen. Den Temperatureinstellpunkt durch Prüfen des an jedem Heizblockeinsatz angebrachten Thermometers verifizieren.
  • Bei Verwendung eines Wasserbades das Wasserbad einschalten, und die Temperatur auf 58°C (55°C - 60°C) äquilibrieren lassen. Den Temperatureinstellpunkt durch Prüfen des Thermometers verifizieren.

(Bitte beachten: Obwohl die Regler am Wasserbad und Heizblock auf unterschiedliche Temperaturgrade eingestellt werden, befindet sich die Temperatur des Durchstechflascheninhaltes jeweils im gleichen Bereich (55°C - 60°C)).

  • Den Karton mit den Myocet-Bestandteilen aus dem Kühlschrank nehmen.

Schritt 2. Rekonstitution von Doxorubicin-HCl

  • 20 ml Natriumchloridlösung für Injektionszwecke (0,9 %) (nicht in der Packung enthalten) aufziehen und in jede der zur Aufbereitung vorgesehenen Durchstechflaschen mit Myocet-Doxorubicin-HCl injizieren.
  • Zur Gewährleistung, dass sich Doxorubicin vollständig löst, wird die Flasche umgedreht und der Inhalt durch Schütteln gut gemischt.

Schritt 3. Im Wasserbad oder auf einem Trockenheizblock erhitzen

  • Die Durchstechflasche mit dem rekonstituierten Myocet-Doxorubicin-HCl im Techne DB-3-Dri-Heizblock bei einer Temperatur von 75°C - 76°C (Anzeige des Thermometers am Heizblock) 10 Minuten lang (höchstens 15 Minuten) erhitzen.
  • Bei Verwendung des Wasserbades die Durchstechflasche mit rekonstituiertem Myocet-Doxorubicin-HCl bei einer Temperatur von 55°C - 60°C (mit Thermometer überprüfen) 10 Minuten lang (höchstens 15 Minuten) erhitzen.
  • Während des Erhitzens zu Schritt 4 übergehen.

Schritt 4. Einstellung des pH-Wertes der Liposomen

  • 1,9 ml Myocet-Liposomen entnehmen. Zwecks pH-Wert Einstellung werden die Liposomen in die Myocet-Puffer-Durchstechflasche injiziert.. Bei Druckaufbau kann Entlüftung erforderlich sein.
  • Gut schütteln.

Schritt 5. Hinzufügen der auf den pH-Wert eingestellten Liposomen zum Doxorubicin

  • Die auf den pH-Wert eingestellten Liposomen werden mittels einer Spritze vollständig der Myocet-Puffer Durchstechflasche entnommen.
  • Die Durchstechflasche mit rekonstituiertem Myocet-Doxorubicin-HCl aus dem Wasserbad oder Trockenheizblock nehmen. KRÄFTIG SCHÜTTELN. Eine Druckentspannungsvorrichtung mit hydrophobem Filter vorsichtig einführen. Danach SOFORT (innerhalb von 2 Minuten) die Liposomen mit eingestelltem pH in die Durchstechflasche mit erhitztem rekonstituierten Myocet-Doxorubicin-HCl injizieren. Entspannungsvorrichtung wieder entfernen.
  • KRÄFTIG SCHÜTTELN.
  • VOR ANWENDUNG MINDESTENS 10 MINUTEN WARTEN. DAS ARZNEIMITTEL DABEI BEI RAUMTEMPERATUR HALTEN.
  • Der Techne DB-3-Dri-Heizblock ist für die Anwendung bei der Zubereitung von Myocet ohne Einschränkungen anerkannt. Es müssen drei Einsätze mit jeweils zwei 43,7 mm Öffnungen pro Einsatz verwendet werden. Für eine korrekte Temperaturkontrolle wird die Verwendung eines 35 mm Immersionsthermometers empfohlen.

Das auf diese Weise zubereitete Myocet-Präparat enthält 50 mg Doxorubicin-HCl in 25 ml liposomaler Dispersion. Dies entspricht einer Konzentration von 2 mg/ml.

Die 50 mg Doxorubicin-HCl/25 ml liposomale Dispersion (2 mg/ml) muss anschließend mit 0,9%iger Natriumchloridlösung für Injektionszwecke oder mit 5%iger Glukoselösung für Injektionszwecke auf ein Endvolumen von 40 ml bis 120 ml weiter verdünnt werden.
Mit dieser Verdünnung wird eine Endkonzentration von 0,4 mg/ml bis 1,2 mg/ml Doxorubicin-HCl erreicht.
Die so hergestellte liposomale Dispersion enthält liposomenverkapseltes Doxorubicin. Diese Dispersion sollte orangerot, opak und homogen sein.

Alle parenteralen Lösungen müssen vor Verabreichung visuell auf Schwebeteilchen und Verfärbungen untersucht werden. Das Präparat darf nicht verwendet werden, wenn Fremdpartikel vorhanden sind.

Es wurde gezeigt, dass Myocet nach der Zubereitung bei Raumtemperatur bis zu 8 Stunden oder im Kühlschrank (2°C - 8°C) bis zu 5 Tage chemisch und physikalisch stabil bleibt.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt unverzüglich angewendet werden. Falls Myocet nicht sofort angewendet wird, liegt die Verantwortung für Aufbewahrungszeit und -bedingungen vor der Anwendung beim Anwender. Die Zubereitung sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei einer Temperatur von 2°C - 8°C aufbewahrt werden, es sei denn, die Zubereitung fand unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen statt.

Myocet ist über einen Zeitraum von 1 Stunde als intravenöse Infusion zu verabreichen

Warnhinweis: Myocet darf nicht intramuskulär oder subkutan oder als Bolus-Injektion verabreicht werden.

ENTSORGUNG

Alle nicht verwendeten Arzneimittel oder Abfallmaterialien müssen gemäß den jeweils lokal gültigen gesetzlichen Bestimmungen entsorgt werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Myocet Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können durch dieses Arzneimittel auftreten.

Berichten Sie Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften sofort, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken. Diese sind Zeichen einer allergischen Reaktion und Ihr Tropf (Infusion) muss möglicherweise beendet werden:

  • Gefühl der Kurzatmigkeit oder einer engen Brust oder eines engen Halses
  • Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Angeschwollenes oder gerötetes Gesicht
  • Gefühl der Müdigkeit, Schwindel oder Benommenheit. Informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte, wenn Sie eine der oben aufgeführten Nebenwirkungen bemerken.

Andere Nebenwirkungen
Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

  • Haarausfall
  • Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen
  • Appetitverlust, Durchfall, Übelkeit oder Gefühl der Übelkeit (Brechreiz oder Erbrechen)
  • Herabgesetzte Anzahl bestimmter Blutzellen

Ihr Arzt wird Ihr Blut regelmäßig auf diese Wirkungen untersuchen und entscheiden, ob eine Behandlung erforderlich ist.

  • Anzeichen können sein:
  • Vermehrtes Entstehen von Blutergüssen
  • Schmerzgefühle in der Mundhöhle oder im Hals und Geschwüre im Mund
  • Verringerte Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen oder Fieber
  • Müdigkeits- oder Schwindelgefühl, Mangel an Energie.

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Muskelschmerzen, Rückenschmerzen
  • Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen
  • Atembeschwerden, Brustschmerzen
  • Durstgefühl, Schmerzen oder Schwellungen der Speiseröhre
  • Kurzatmigkeit, geschwollene Knöchel, Muskelschwäche oder -krämpfe. Diese können Zeichen einer Herzschwäche, unregelmäßigen Herzschlages oder eines niedrigen Kaliumblutspiegels sein.
  • Schlafschwierigkeiten
  • Nasenbluten, Hitzewallungen
  • Verstopfung, Gewichtsverlust
  • Hautausschlag und Nagelprobleme.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • Bluthusten
  • Unruhegefühl, Schläfrigkeitsgefühl
  • Niedriger Blutdruck, Unwohlsein • Änderung in der Gangart, Sprachprobleme
  • Magenschmerzen, welche Anzeichen der Ausprägung eines Magengeschwürs sein können
  • Muskelschwäche
  • Juckreiz, trockene Haut oder geschwollene Bereiche um die Haarwurzeln
  • Anschwellen, Rötung und Blasenbildung der Haut rund um die Infusionsstelle
  • Hohe Blutzuckerwerte (Ihr Arzt wird dies mithilfe eines Bluttests erkennen)
  • Gelbfärbung der Haut oder Augen. Dies könnten Zeichen eines Leberproblems, genannt Gelbsucht sein
  • Veränderungen bei der Häufigkeit des Wasserlassens (Urin), Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin

Myocet kann einige Nebenwirkungen verursachen, die im Zusammenhang mit der Geschwindigkeit der Verabreichung Ihres Tropfes stehen. Diese sind Hitzwallungen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Diese Nebenwirkungen können verhindert werden, wenn der Tropf langsamer über einen längeren Zeitraum verabreicht wird.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE WIRD MYOCET AUFBEWAHRT?
  • Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden.
  • Im Kühlschrank lagern (2 ºC - 8 ºC).
  • Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt unverzüglich angewendet werden. Falls Myocet nicht sofort angewendet wird, liegt die Verantwortung für Aufbewahrungszeit und -bedingungen vor der Anwendung beim Anwender. Die Zubereitung sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei einer Temperatur von 2°C - 8°C aufbewahrt werden, es sei denn, die Zubereitung fand unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen statt.
  • Sie dürfen Myocet nicht anwenden, wenn Sie folgendes bemerken: Verfärbungen, Schwebeteilchen oder sonstige Fremdpartikel.
  • Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

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