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«Naramig 2,5 mg - Filmtabletten»

Naramig 2,5 mg - Filmtabletten
Naramig 2,5 mg - Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Naramig Filmtabletten enthalten Naratriptan (Hydrochlorid), welches zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als Triptane bezeichnet werden (auch bekannt als 5-HT1-Rezeptoragonisten). Naramig Filmtabletten werden zur Behandlung von Migräne eingesetzt.
Migränesymptome werden vermutlich durch eine zeitweise Erweiterung der Blutgefäße im Kopfbereich verursacht. Es wird angenommen, dass Naramig diese Erweiterung der Blutgefäße verringert. Dies hilft wiederum, den Kopfschmerz zu beseitigen und lindert weitere Symptome eines Migräneanfalls, wie Übelkeit, Erbrechen und Licht- und Lärmempfindlichkeit.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Naramig darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Naratriptan oder einen weiteren Bestandteil des Präparates sind (siehe Abschnitt 6).
  • wenn Sie Herzprobleme haben, wie eine Arterienverengung (ischämische Herzerkrankung) oder Brustschmerzen (Angina

16. Dezember 2005 (EMS)

pectoris), oder wenn Sie in Ihrer Krankengeschichte einen Herzinfarkt hatten.

  • wenn Sie Durchblutungsstörungen in den Beinen haben die, beim Gehen krampfähnliche Schmerzen verursachen (periphere Gefäßerkrankung).
  • wenn Sie einen Schlaganfall oder einen leichten Schlaganfall hatten (auch als vorübergehender ischämischer Anfall oder TIA bezeichnet).
  • wenn Ihr Blutdruck stark erhöht ist. Es besteht die Möglichkeit zur Einnahme von Naramig, wenn Ihr Blutdruck nur leicht erhöht ist und behandelt wird.
  • wenn Sie an schweren Leberfunktionsstörungen oder schweren Nierenfunktionsstörungen leiden.
  • wenn Sie gleichzeitig andere Migränemedikamente mit dem Wirkstoff Ergotamin (z.B. in Avamigran, Ergokapton oder Synkapton), oder Medikamente mit Ergotaminderivaten (z.B. Dihydergot®, Tonopan oder Venotop) bzw. Triptane (z.B. Imigran, Relpax, Zomig, Maxalt) eingenommen haben (siehe auch Wechselwirkungen).

Sollten Sie von einem dieser Punkte betroffen sein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und nehmen Sie Naramig nicht ein.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Naramig ist erforderlich:

Sprechen Sie vor der Anwendung von Naramig mit Ihrem Arzt,

bei zusätzlichen Risikofaktoren

  • wenn Sie starker Raucher sind oder gerade eine Nikotinersatztherapie durchführen.
  • wenn Sie ein Mann und über 40 sind.
  • wenn Sie eine Frau nach den Wechseljahren sind.

In sehr seltenen Fällen entwickeln Patienten nach der Einnahme von Naramig ernste Herzbeschwerden, obwohl es vor der Einnahme keine Anzeichen für eine Herzerkrankung gab.

Falls einer der Punkte, die in dieser Liste angeführt sind, auf Sie zutreffen, kann dies bedeuten, dass Sie ein erhöhtes Risiko haben eine Herzerkrankung zu entwickeln.

Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, damit Ihre Herzfunktion überprüft werden kann, bevor Ihnen Naramig verschrieben wird.

wenn Sie allergisch sind gegen Antibiotika, die als Sulphonamide

bezeichnet werden

Sollte dies zutreffen, besteht die Möglichkeit dass Sie auch auf Naramig allergisch reagieren. Wenn Sie wissen, dass Sie gegen ein Antibiotikum allergisch sind aber nicht sicher sind, ob es sich um

Sulphonamid handelt, sprechen Sie bitte vor der Einnahme von Naramig mit Ihrem Arzt.

wenn Sie Naramig häufig anwenden

Eine zu häufige Einnahme von Naramig kann Ihre Kopfschmerzen verschlimmern.

Wenn Sie davon betroffen sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Er oder sie wird Ihnen vermutlich empfehlen, die Einnahme von Naramig zu beenden.

wenn Sie nach der Einnahme von Naramig Schmerzen oder ein

Engegefühl in der Brust verspüren

Diese Nebenwirkungen können sehr stark sein, vergehen aber normalerweise sehr schnell. Sollten Sie nicht vergehen oder sich verschlechtern:

Holen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe. Im Abschnitt 4 dieser Gebrauchsanweisung finden Sie weitere Informationen zu diesen möglichen Nebenwirkungen.

  • wenn Sie Antidepressiva, so genannte SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) oder SNRIs (Serotonin Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer)einnehmen.

Sprechen Sie bitte vor der Einnahme von Naramig mit Ihrem Arzt.

Bei Einnahme von Naramig mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Einige Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig mit Naramig eingenommern werden, andere verursachen möglicherweise Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme mit Naramig.

Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie folgende Medikamente einnehmen:

  • Jede Art von Triptan oder 5-HT1 Rezeptor- Agonist, der zur Behandlung von Migräne verwendet wird. Nehmen Sie Naramig nicht gleichzeitig mit diesen Medikamenten ein. Nehmen Sie diese Medikamente frühesten 24 Stunden nach der Einnahme von Naramig ein.
  • Ergotamine, die auch gegen Migräne eingesetzt werden, oder ähnliche Medikamente wie Methysergide. Nehmen Sie Naramig nicht gleichzeitig mit diesen Medikamenten ein. Warten Sie mindestens 24 Stunden, bevor Sie Naramig einnehmen. Nehmen Sie diese Medikamente frühestens 24 Stunden nach der Einnahme von Naramig ein.
  • SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehmmer) oder SNRIs (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehmmer), die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Die gleichzeitige Einahme von Naramig mit diesen Medikamenten kann Verwirrtheit,Schwäche und /oder Koordinationsverlust verursachen. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie in dieser Art und Weise davon betroffen sind.

Johanniskraut (Hypericum perforatum): Bei gleichzeitiger Anwendung von Naramig mit pflanzlichen Heilmitteln, die Johanniskraut enthalten, kommt es vermutlich eher zu Nebenwirkungen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • wenn Sie schwanger sind oder die Möglichkeit besteht, schwanger zu sein, sprechen sie vor der Einnahme von Naramig bitte mit Ihrem Arzt.

Es gibt nur wenig Information bezüglich der Gefahrlosigkeit von Naramig bei Schwangeren. Zurzeit gibt es keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko eines Geburtsdefektes.

Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, Naramig während der Schwangerschaft nicht einzunehmen.

Nach der Anwendung von Naramig sollte 24 Stunden lang nicht gestillt werden, verwerfen Sie daher die Milch und geben Sie diese nicht Ihrem Baby.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Migränesymptome oder das Medikament selbst können Sie schläfrig machen. Wenn Sie davon betroffen sind, sollten Sie kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen.

Naramig enthält Lactose

Naramig Filmtabletten enthalten einen geringen Anteil eines Zuckers, genannt Lactose. Bitte nehmen Sie Naramig erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Naramig nur nach Beginn eines Migräneanfalls ein.

Nehmen Sie Naramig nicht ein, um einen Migräneanfall zu verhindern.

Nehmen Sie Naramig immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wie viel Naramig sollen Sie einnehmen:

Die übliche Dosierung für Erwachsene zwischen 18 und 65:

eine Naramig 2,5 mg Tablette

Schlucken Sie die ganze Naramig-Filmtablette mit Wasser.

Naramig ist nicht empfohlen für Kinder unter 18 und Erwachsenen über 65 Jahren.

Wann sollten Sie Naramig einnehmen

  • Beginnen Sie mit der Behandlung möglichst bald nach Einsetzen der Schmerzen. Naramig ist aber auch in jedem späteren Stadium eines Anfalls wirksam.

Wenn es zu einem neuerlichen Auftreten der Symptome kommt:

  • Sie können nach frühestens 4 Stunden eine weitere Filmtablette einnehmen, außer Sie leiden an einer Nieren- oder Lebererkrankung.
  • Wenn Sie an einer Nieren-oder Lebererkrankung leiden, nehmen Sie bitte nicht mehr als eine Tablette innerhalb von 24 Stunden ein.
  • In keinem Fall dürfen Sie innerhalb von 24 Stunden mehr als 2 Naramig-Filmtabletten einnehmen.

Wenn Sie auf die erste Verabreichung von Naramig nicht ansprechen:

Sie sollten für dieselbe Attacke keine zweite Dosis anwenden. Wenn Naramig zu keiner Linderung führt, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie eine größere Menge Naramig eingenommen haben als sie sollten

Nehmen Sie nicht mehr als zwei Tabletten innerhalb von 24 Stunden ein.

Wenn Sie zuviel Naramig eingenommen haben, können bei Ihnen Krankheitssymptome ausgelöst werden.

Wenn Sie mehr als zwei Tabletten innerhalb von 24 Stunden eingenommen haben, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Produkts haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Naramig Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

(betrifft bis zu 1 von 1000 Patienten)

  • Die Anzeichen einer Allergie beinhalten Hautausschläge, pfeifendes Atemgeräusch, geschwollene Augenlider, Gesicht oder Lippen, völligen Kreislaufzusammenbruch.

Wenn kurz nach der Einnahme von Naramig eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt:

Nehmen Sie keine weitere Tablette, sondern kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

Häufig auftretende Nebenwirkungen:

(betrifft bis zu 1 von 10 Patienten)

• Übelkeit oder Erbrechen, obwohl dies auch durch die Migräne selbst ausgelöst werden kann

  • Müdigkeit, Benommenheit, oder generelles Unwohlsein
  • Schwindel, Kribbeln, Hitzegefühl.

Wenn Sie von einer diese Nebenwirkungen betroffen sind, sprechen sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen:

(betrifft bis zu 1 von 100 Patienten)

  • Schweregefühl, Druckgefühl, Engegefühl oder Schmerzen im Brustraum, Rachen oder anderen Teilen des Körpers.

Diese Nebenwirkungen können stark sein, gehen aber meist schnell vorüber.

Sollten diese Nebenwirkungen anhalten oder sich verschlimmern (vor allem der Brustschmerz)dann holen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe. Bei einer sehr kleinen Anzahl von Patienten können diese Symptome durch einen Herzinfarkt verursacht werden.

Andere gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind:

  • Sehstörungen (obwohl diese auch durch den Migräneanfall selbst ausgelöst werden können)
  • Beschleunigter Herzschlag, verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen
  • Leicht erhöhten Blutdruck, dies kann bis zu 12 Stunden nach der Einnahme von Naramig andauern.

Wenn Sie von einer dieser Nebenwirkungen betroffen sind sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Selten auftretende Nebenwirkungen:

(betrifft bis zu 1 von 1000 Patienten)

  • Schmerzen in der unteren linken Bauchregion und blutige Durchfälle (Ischämische Kolitis).

Wenn Sie von diesen Symptomen betroffen sind,sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Sehr selten auftretende Nebenwirkungen:

(betrifft bis zu 1 von 10000 Patienten)

  • Herzprobleme, inklusive Brustschmerz (Angina pectoris) und Herzinfarkt.
  • Schmerzende, unangenehme Durchblutungsstörungen in Händen und Füssen

Sprechen sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie von einer dieser Nebenwirkungen betroffen sind.

Wenn Nebenwirkungen auftreten:

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Lagern Sie Naramig nicht über 30 °C.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen


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