Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Natriumbicarbonat "Fresenius" 1 molar - Infusionszusatz - Ampullen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - -Infusionszusatz wird als Zusatz zu einer Infusionslösung verwendet. Die Infusionslösung wird Ihnen in eine Vene verabreicht.

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz wird bei Natriummangel (hyperchlorämische Hyponatriämie) und zur Therapie einer stoffwechselbedingten Übersäuerung des Blutes und des Körpers (metabolische Acidose) bei intakter Lungenfunktion (rasche und kurzandauernde Wirkung) angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz sind,
  • wenn Sie einen erhöhten Gehalt an Natrium im Blut haben (Hypernatriämie),
  • wenn Sie einen verringerten Gehalt an Calcium im Blut haben (Hypocalcämie),
  • wenn Sie an einer verminderten Salzsäureabsonderung des Magens leiden (Hypochlorhydrie),
  • wenn Sie zu wenig saure Bestandteile im Blut (Alkalose) aufweisen,
  • wenn Sie an einer atmungsbedingten Blutübersäuerung (respiratorische Acidose) leiden,
  • wenn Sie an einer Abflachung bzw. Herabsetzung der Atmung leiden (Hypoventilation),
  • wenn Sie an schwerer Herzschwäche leiden (dekompensierte Herzinsuffizienz),
  • wenn Sie Wasser in der Lunge haben,
  • wenn Sie an einer Hirnschwellung (Hirnödem) leiden,
  • wenn Sie an Nierenfunktionsstörungen mit verminderter Harnausscheidung leiden (Oligurie, Anurie),
  • wenn Sie an Überwässerungszuständen leiden (Hyperhydratationszustände).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz ist erforderlich,
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder gelitten haben:

  • Erhöhter Blutdruck
  • Eklampsie
  • Wasseransammlungen in peripheren Gefäßen oder der Lunge
  • Herzschwäche
  • Erniedrigter Gehalt an Kalium im Blut (Hypokaliämie)
  • Schwere Lebererkrankung (Leberzirrhose)
  • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Corticosteroiden
  • Jede andere Erkrankung, die mit einer Natriumretention (wenn der Körper zuviel Natrium zurückbehält) einhergeht

Bei oben genannten Erkrankungen darf Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz nur mit größter Vorsicht und unter besonderer klinischer Überwachung verabreicht werden. Während der Verabreichung der Lösung muss der klinische Zustand des Patienten und die Laborparameter (Elektrolyte in Blut und Harn, Säure-Basen-Gleichgewicht, Wasserbilanz und der Serum pH-Wert) überwacht werden.

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz darf nur in eine Vene verabreicht werden. Eine versehentliche Infusion in eine Arterie kann zu Schock und Verlust von Armen oder Beinen führen. Die Verabreichung neben eine Vene kann das Absterben des Gewebes zur Folge haben.

Bei Anwendung von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkungen und Nebenwirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel im Sinne einer Verstärkung oder Abschwächung beeinflusst werden.

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz erhöht den pH-Wert im Harn (Alkalisierung), wodurch die Ausscheidung von sauren Medikamenten (z.B. Salicylate, Barbiturate, Lithium) über die Nieren erhöht wird. Die Wirkung dieser Medikamente kann dadurch vermindert werden.

Bei Anwendung von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Nahrungsmittel oder Getränke haben keinen Einfluss auf die Anwendung von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz angewendet werden darf.

Über die Anwendung von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine klinischen oder präklinischen Untersuchungen vor, nach dem derzeitigen Stand des Wissens spricht jedoch bei gegebener Indikation und entsprechender Kontrolle der Flüssigkeits- und Elektrolytbalance nichts gegen eine Verabreichung.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wie wird es angewendet?

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz wird Ihnen von einem Arzt oder dem Pflegepersonal verabreicht. Ihr Arzt entscheidet, wie viel Sie benötigen und wann es verabreicht wird. Dies hängt von Ihrem Basendefizit ab und wird individuell bestimmt.

Dosierung

Erwachsene
Die Dosis (ml Lösung) errechnet sich wie folgt:

ml 1molare Lösung = Basendefizit in mmol/l x 0,3 x kg Körpergewicht

Zu Beginn der Therapie sollten maximal 50% der berechneten Menge Bicarbonat verabreicht und anschließend der Säuren-Basen-Haushalt nochmals kontrolliert werden.

Bei zu rascher Korrektur der Acidose kann die cerebrale Acidose durch zu rasche Freisetzung von COverschlimmert werden.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit: bis zu 1,5 ml Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar pro kg Körpergewicht und Stunde (das entspricht 1,5 mmol Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar pro kg Körpergewicht und Stunde).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Es sind keine Daten zur Dosierung bei Kindern und Jugendlichen vorhanden.

Art der Anwendung
Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz wird vor der Verabreichung mit einer isotonischen Kochsalzlösung oder einer 5%-igen Glucoselösung gemischt und anschließend in eine Vene verabreicht.

Die Lösung ist nach dem Verdünnen mit Wasser für Injektionszwecke auf 125 ml isoton.

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz darf zu Lösungen, die Calcium und/oder Magnesium enthalten, nicht zugefügt werden und nicht mit Phosphat-hältigen Lösungen gemischt werden.

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz darf nicht (außer in Notfällen) unverdünnt angewendet werden.

Mischungen sind unter sterilen Bedingungen herzustellen.

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz darf nur solchen Arzneimitteln zugesetzt werden, für die die Verträglichkeit sichergestellt ist.
Die Mischung sollte innerhalb von 24 Stunden infundiert werden.

Die Kompatibilität ist zumindest visuell zu überprüfen (nicht sichtbare chemische bzw. therapeutische Inkompatibilitäten sind dennoch möglich).

Es dürfen nur klare und farblose Lösungen aus unversehrten Behältnissen verwendet werden.

Nur zur einmaligen Entnahme.

Die nach Infusion im Behältnis verbliebene Restmenge ist zu verwerfen.

Weitere Informationen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angeführt.

Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer richtet sich nach den klinischen Erfordernissen.

Wenn Sie eine größere Menge von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz erhalten haben, als Sie sollten
Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihr Pflegepersonal, wenn Sie befürchten, eine zu große Menge von Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz erhalten zu haben.

Falls Ihnen Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz in zu großer Menge (Überinfusion) verabreicht wurde, können möglicherweise folgende Beschwerden auftreten:

  • hypocalcämische Tetanie (Muskelkrämpfe, die durch einen Kalziummangel verursacht werden)
  • Alkalose (Anstieg des pH-Wertes im Blut). In einem solchen Fall kann es zu Muskelschwäche, Erschöpfung und flacher Atmung kommen.
  • Hypernatriämie (erhöhter Gehalt an Natrium im Blut)
  • Hyperosmolarität (gesteigerter osmotischer Druck)

Die Therapie der Symptome einer Überdosierung erfolgt über die Korrektur des erhöhten pH-Wertes im Blut.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Folgende Nebenwirkungen sind möglich:

  • erhöhte Natriumspiegel im Blut (Hypernatriämie),
  • erhöhte Konzentration gelöster Stoffe im Blut (Hyperosmolarität).

Wegen des stark alkalischen pH-Wertes und der hohen Osmolarität kann es bei unverdünnter oder zu schneller Infusion in eine periphere Vene zu Beschwerden am Verabreichungsort, wie lokale Reizungen an der Injektionsstelle, Entzündung oberflächlicher Venen und Thrombose, kommen.

5. WIE IST Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz AUFZUBEWAHREN?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach "verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz nur verwenden, wenn die Lösung klar und farblos und das Behältnis unversehrt ist.

Natriumbicarbonat „Fresenius" 1molar - Infusionszusatz muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet werden.
Restmengen sind zu verwerfen.

Mischungen sind unter aseptischen Bedingungen herzustellen. Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar – Infusionszusatz darf nur solchen Arzneimitteln zugesetzt werden, für die die Kompatibilität sichergestellt ist.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Mischung innerhalb von 24 Stunden infundiert werden.

Auf gute Durchmischung ist zu achten.

Aus mikrobiologischer Sicht müssen Lösungen, die unter unkontrollierten und unvalidierten Bedingungen gemischt wurden, sofort angewendet werden. Die Verantwortung für die Lagerzeit/Bedingungen der gebrauchsfertigen Lösung liegt beim Anwender.

Nur zur einmaligen Entnahme.
Die nach Infusion im Behältnis verbliebene Restmenge ist zu verwerfen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6.
WEITERE INFORMATIONEN

Was Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz enthält

  • Der Wirkstoff ist: Natriumhydrogencarbonat. 1 Ampulle zu 20 ml enthält 1,68 g Natriumhydrogencarbonat
  • Der sonstige Bestandteil ist: Wasser für Injektionszwecke.

Wie Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz aussieht und Inhalt der Packung Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar - Infusionszusatz ist eine klare und farblose Lösung (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung) erhältlich in Ampullen.

Natriumbicarbonat „Fresenius“ 1molar – Infusionszusatz gibt es in folgenden Packungsgrößen: 10 x 20 ml, 5 x 10 x 20 ml (Bündelpackung).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Fresenius Kabi Austria GmbH
Hafnerstraße 36
8055 Graz, Austria
Tel. Nr.: + 43 316 249 0
Fax Nr.: + 43 316 249 1470
e-mail: info-atgr@fresenius-kabi.com

Z.Nr.: 10.924

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im März 2011.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Brechampulle - Anfeilen nicht erforderlich.

Handhabung der OPC (one-point-cut)-Ampullen:


Bewertungen «Natriumbicarbonat "Fresenius" 1 molar - Infusionszusatz - Ampullen»