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«Neotigason 25 mg - Kapseln»

Neotigason 25 mg - Kapseln


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Acitretin, der Wirkstoff von NEOTIGASON, ist eine dem Vitamin A verwandte Substanz. NEOTIGASON kann Störungen bei der Erneuerung von Hautzellen, wie sie bei Schuppenflechte (Psoriasis) und anderen schweren Verhornungsstörungen der Haut auftreten, beheben. NEOTIGASON kann zudem Gelenkschmerzen, die manchmal während einer Erkrankung an Schuppenflechte bestehen, lindern.
Ihr Arzt wird Ihnen NEOTIGASON verschreiben, wenn Sie an schwerer und ausgedehnter Schuppenflechte (Psoriasis) leiden, die auf anderweitige Behandlung nicht befriedigend anspricht. Die Wirksamkeit von NEOTIGASON hängt von der Art der vorliegenden Schuppenflechte ab. Außerdem hat sich dieses Arzneimittel bei einigen anderen, relativ seltenen Verhornungsstörungen der Haut als gut wirksam erwiesen.

Eine Kombinationsbehandlung von NEOTIGASON mit PUVA (Photochemotherapie) ist möglich.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

NEOTIGASON darf nicht eingenommen werden, wenn Sie

  • schwanger sind oder stillen;
  • schwanger werden könnten, d.h. im gebärfähigen Alter sind und keinen gesicherten Empfängnisschutz 4 Wochen vor, während und 2 Jahre nach der Behandlung mit NEOTIGASON anwenden (lesen Sie unbedingt die Anweisungen, die im Abschnitt "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von NEOTIGASON ist erforderlich" aufgelistet sind); • überempfindlich (allergisch) gegen Acitretin, andere ähnliche Arzneimittel (Retinoide) oder einen der sonstigen Bestandteile von NEOTIGASON sind;
  • an schweren Krankheiten der Leber oder Nieren leiden;
  • stark überhöhte Blutfettwerte haben;
  • gleichzeitig Tetrazykline (ein Antibiotikum), Methotrexat-hältige Arzneimittel (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs, Gelenksentzündung und schwerster Psoriasis), Vitamin A oder andere Retinoide (Vitamin A ähnliche Stoffe) einnehmen (siehe Abschnitt "Bei Einnahme von NEOTIGASON mit anderen Arzneimitteln").

Frauen im gebärfähigen Alter dürfen keine Bluttransfusionen von Spendern, die mit NEOTIGASON behandelt werden, erhalten.
Während der Behandlung und für die Dauer von einem Jahr nach der Behandlung mit NEOTIGASON darf kein Blut gespendet werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von NEOTIGASON ist erforderlich,
wenn NEOTIGASON von Frauen im gebärfähigen Alter eingenommen wird.
NEOTIGASON ist fruchtschädigend; d.h., wenn Sie
zu Beginn der Behandlung schwanger sind oder während der Behandlung schwanger werden oder innerhalb von 2 Jahren nach Beendigung der Behandlung schwanger werden, können bei Ihrem ungeborenen Kind schwere Missbildungen auftreten. Außerdem ist das Risiko von spontanen Fehlgeburten erhöht.

Frauen im gebärfähigen Alter dürfen daher NEOTIGASON nur dann einnehmen, wenn sie

  • sicher sind, dass sie nicht schwanger sind,
  • bereit sind, während der Behandlung den Eintritt einer Schwangerschaft unbedingt zu vermeiden und
  • bereit sind, nach Abschluss der Behandlung eine Schwangerschaft für weitere 2 Jahre zu verhüten.

Wichtig

Wenn Sie eine weibliche Patientin im gebärfähigen Alter sind und wenn Ihr Arzt die Behandlung mit NEOTIGASON für notwendig erachtet, müssen Sie seine Anweisungen unbedingt befolgen und sich einer wirksamen und ununterbrochenen Empfängnisverhütung unterziehen und dabei Folgendes unbedingt beachten:

  • Ihr Arzt hat Ihnen das fruchtschädigende (teratogene) Risiko von NEOTIGASON erklärt und Sie verstehen, warum Sie nicht schwanger werden dürfen und wie Sie eine Schwangerschaft verhüten können.
  • Vor Beginn der Behandlung muss durch den Arzt absolut sichergestellt sein, dass Sie nicht schwanger sind. Das heißt Ihr Arzt wird innerhalb von 2 Wochen vor Beginn der Behandlung einen Schwangerschaftstest durchführen. Dieser Test muss ergeben, dass Sie nicht schwanger sind.
  • Die Maßnahmen zur Empfängnisverhütung, die Ihnen der Arzt verordnet hat, müssen Sie strikt und ohne Unterbrechung einhalten, und zwar mindestens vier Wochen vor, während und noch zwei Jahre nach der Behandlung mit NEOTIGASON. Ihr Arzt wird Ihnen Informationen zur Schwangerschaftsverhütung geben und Ihnen die verschiedenen Methoden erklären. Möglicherweise überweist er Sie hierzu auch an einen Gynäkologen.
  • Die Empfängnisverhütung muss bereits 1 Monat vor Beginn der Behandlung durchgeführt werden; d.h. nach Beginn der Empfängnisverhütung darf die Behandlung mit NEOTIGASON erst am 2. oder 3. Tag der nächsten normalen Monatsblutung beginnen.
  • Die Empfängnisverhütung darf erst 2 Jahre nach Beendigung der Behandlung aufhören, da das Präparat für eine gewisse Zeit im Körper gespeichert wird.
  • Vorzugsweise sollten Sie zwei wirksame Maßnahmen zur Empfängnisverhütung einschließlich einer Barrieremethode (Kondom oder Diaphragma) einen Monat vor, während und 2 Jahre nach dem Ende der Behandlung mit NEOTIGASON durchführen. Ändern Sie nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt die Empfängnisverhütungsmethode(n)! Hat Ihnen Ihr Arzt zur Empfängnisverhütung eine Anti-Baby-Pille verschrieben, hat er Ihnen mit Absicht keine sogenannte "Minipille" (mikrodosiertes Progesteron-Präparat) empfohlen, da deren Wirksamkeit durch NEOTIGSON abgeschwächt werden kann und Sie schwanger werden können.
  • Halten Sie die monatlichen Kontrolluntersuchungen ein. Ihr Arzt wird bei diesen Kontrolluntersuchungen in monatlichen Zeitabständen Schwangerschaftstests durchführen und das Vorliegen einer Schwangerschaft ausschließen.
  • Falls Sie trotz strikter Empfängnisverhütung während der Behandlung mit NEOTIGASON oder innerhalb von zwei Jahren nach deren Beendigung dennoch schwanger werden oder den Verdacht

haben schwanger zu sein, unterbrechen Sie bitte sofort die Einnahme und benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt. Er wird unmittelbar die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.

  • Auch Frauen, die als unfruchtbar gelten, oder Frauen, bei denen eine Amenorrhö (vom Arzt untersuchte fehlende Monatsblutung) vorliegt, sollen diese Richtlinien einhalten, wenn sie eine Behandlung mit NEOTIGASON durchführen.

Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie

  • an einer Allergie leiden,
  • noch andere Medikamente einnehmen, bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt,
  • schwanger sind oder stillen,
  • an anderen Erkrankungen leiden.

Um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten und Schäden zu vermeiden, müssen Sie außerdem Folgendes beachten:
Aus Sicherheitsgründen sollen Sie während der Behandlung mit NEOTIGASON und 1 weiteres Jahr nach Beendigung dieser Behandlung kein Blut spenden.
Wenn eine schwangere Frau oder eine Frau im gebärfähigen Alter Ihr Blut erhält, könnte ihr Kind mit schweren Missbildungen zur Welt kommen.
Frauen im gebärfähigen Alter dürfen während der Behandlung und bis 2 Monate nach Absetzen der Behandlung mit NEOTIGASON keinen Alkohol trinken.
Durch die Einnahme von NEOTIGASON können Ihre Leberwerte erhöht sein. Ihr Arzt wird vor und während der Behandlung mit NEOTIGASON regelmäßig Blutuntersuchungen durchführen, um Ihre Leberwerte zu überwachen. In Fällen, in denen diese Veränderungen andauern, wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis reduzieren oder die Therapie mit NEOTIGASON abbrechen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie in der Vergangenheit hohe Blutfettwerte (Triglyzeride oder Cholesterin) hatten. Er wird dann Blutuntersuchungen machen, um Ihre Blutwerte vor, während und am Ende der Therapie mit NEOTIGASON zu überwachen.
Wenn Sie übergewichtig sind, eine Fettstoffwechselstörung haben oder zuviel Alkohol trinken, ist es möglich, dass Ihre Blutfett- und Blutzuckerwerte erhöht sind. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, wird Ihr Arzt Ihr Blut möglicherweise häufiger untersuchen als bei Patienten, die diese Probleme nicht haben.
Wenn Sie Diabetiker (zuckerkrank) sind, kann NEOTIGASON Ihre Blutzuckerwerte verändern. Ihr Arzt wird diese während der Therapie häufiger kontrollieren.
Es ist möglich, dass sich unter einer Behandlung mit NEOTIGASON Ihr nächtliches Sehvermögen verschlechtert. Sie können während der Therapie trockene Augen und Sehstörungen bekommen. Nur in seltenen Fällen dauern diese Probleme auch nach dem Ende der Behandlung an (siehe Abschnitt "Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen").
Bitte informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn dies der Fall ist, damit er Ihre Sehkraft entsprechend überwachen kann.
Seien Sie während der Behandlung immer besonders vorsichtig, wenn Sie Maschinen bedienen oder ein Fahrzeug lenken, da diese Sehstörungen ziemlich plötzlich auftreten können.
Es wird empfohlen, während der Behandlung mit NEOTIGASON eine Brille zu tragen, da es zu einer Unverträglichkeit von Kontaktlinsen kommen kann.
Bitte nehmen Sie so schnell wie möglich Kontakt mit Ihrem Arzt auf, falls Sie an ungewöhnlich starken oder länger dauernden Kopfschmerzen, Übelkeit, an Sehstörungen oder irgendwelchen anderen Problemen leiden.
Ihre Haut kann während der Therapie mit NEOTIGASON empfindlicher auf Sonnenlicht reagieren. Deshalb sollten Sie sich nicht zu lange der Sonne aussetzen und keine UV-Lampen oder UV-Liegen benutzen.
Halten Sie gewissenhaft die Kontrolluntersuchungen ein, die Ihnen Ihr Arzt vor und während der Behandlung anordnet und beachten Sie unbedingt die Behandlungsvorschriften.
Zusätzliche örtliche Behandlungen, auch rein pflegender Natur, müssen mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
Bei längerandauernder Therapie mit NEOTIGASON wird Ihr behandelnder Arzt neben regelmäßigen Laboruntersuchungen zusätzliche Röntgenkontrollen der Knochen durchführen.

Bei der Behandlung von NEOTIGASON bei Kindern wird der Arzt vor Therapiebeginn das Knochenalter bestimmen und nach Behandlungsende jährliche radiologische Kontrollen durchführen. Sollte Ihr Kind über Bewegungseinschränkungen klagen, suchen Sie umgehend den behandelnden Arzt auf.

Bei Einnahme von NEOTIGASON mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch NEOTIGASON verstärkt oder abgeschwächt werden. Daher dürfen Sie folgende Präparate nicht gleichzeitig mit NEOTIGASON einnehmen:

  • Arznei- oder Stärkungsmittel, die Vitamin A oder andere Retinoide (Vitamin A ähnliche Stoffe) enthalten, da es zu einer Vitamin A-Überdosierung kommen kann; diese äußert sich in Kopfschmerzen, Sehstörungen, Mattigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit;
  • Tetrazykline (ein Antibiotikum), wegen einer möglichen Erhöhung des Hirndruckes;
  • Arzneimittel, die Methotrexat enthalten (zur Behandlung von Tumorerkrankungen, chronischer Polyarthritis und schwerster Psoriasis);
  • Arzneimittel, die Phenytoin enthalten (zur Behandlung von Krampfanfällen) und
  • mikrodosierte Progesteron-Präparate, sogenannte "Minipillen", da ihre Wirkung durch NEOTIGASON vermindert wird und Sie schwanger werden können;
  • Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und bis zu 2 Monate nach deren Beendigung keinen Alkohol trinken.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung mit NEOTIGASON, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen, oder sprechen Sie mit ihm, wenn Sie Fragen dazu haben.

Bei Einnahme von NEOTIGASON zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Sie sollten NEOTIGASON immer zusammen mit einer Mahlzeit oder mit Milch einnehmen, da der Wirkstoff auf diese Weise besser vom Körper aufgenommen werden kann.
Außerdem sollten Sie grundsätzlich während der Behandlung auf Alkohol verzichten. Frauen im gebärfähigen Alter dürfen auch noch 2 Monate nach Beendigung der Behandlung mit NEOTIGASON keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie NEOTIGASON unter keinen Umständen einnehmen! NEOTIGASON ist fruchtschädigend (teratogen). Das heißt, es ist wahrscheinlich, dass es Ihrem ungeborenen Kind stark schadet und zu schweren Missbildungen führt. Dies gilt auch, wenn Sie NEOTIGASON nur kurzzeitig und/oder in niedriger Dosierung einnehmen.
Die Missbildungen betreffen vor allem das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark), das Herz und die großen Blutgefäße. Außerdem erhöht NEOTIGASON das Risiko einer Fehlgeburt. Nach Abschluss einer Behandlung mit NEOTIGASON muss eine Schwangerschaft unbedingt für zwei weitere Jahre vermieden werden.
Lesen Sie daher bitte die Anweisungen im Abschnitt "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von NEOTIGASON ist erforderlich" unbedingt sorgfältig durch.

Während der Stillzeit dürfen Sie NEOTIGASON nicht einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist möglich, dass unter der Einnahme von NEOTIGASON Ihre Nachtsichtigkeit beeinträchtigt ist und es zum Auftreten von Sehstörungen kommt. Bitte achten Sie bei der Teilnahme am Straßenverkehr darauf, dass Sie möglicherweise schlechter sehen und dass sich Ihre Augen an den schnellen Wechsel von Licht und Dunkelheit eventuell schlechter gewöhnen. Sie müssen vorsichtig sein, wenn Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung erfolgt nur durch Ihren behandelnden Arzt. Nehmen Sie NEOTIGASON immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Nehmen Sie NEOTIGASON einmal täglich während einer Mahlzeit ein oder schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit Milch.

Ihr Arzt wird, wenn nicht besondere Gründe dagegen sprechen, folgendes Dosierungsschema verordnen:

E r w a c h s e n e

Die anfängliche Dosis beträgt 25 mg pro Tag (1 Kapsel zu 25 mg) oder 30 mg pro Tag (3 Kapseln zu 10 mg).

Der Arzt wird die endgültige Dosierung dem Ergebnis der Behandlung und der Verträglichkeit anpassen. Im Allgemeinen wird mit einer Dosis von 25 - 50 mg pro Tag, verabreicht während weiterer 6 - 8 Wochen, das Behandlungsziel erreicht.

Die Dosis kann in Einzelfällen auf bis zu 75 mg (3 Kapseln zu 25 mg) pro Tag erhöht werden.

Bei Psoriasis wird im Allgemeinen die Behandlung unterbrochen, wenn sich die Hautveränderungen in genügendem Maß zurückgebildet haben.
Rückfälle werden nach den gleichen Regeln behandelt.

Bei Verhornungsstörungen soll die Erhaltungsdosis so niedrig wie möglich gehalten werden. Sie kann weniger als 20 mg pro Tag betragen, soll aber nicht über 50 mg pro Tag liegen.

Bei Kombination mit anderen Behandlungsmethoden wird Ihnen der Arzt, je nachdem wie Sie auf die Therapie reagieren, eventuell eine andere Dosierung vorschreiben.

K i n d e r
Die Dosierung wird aufgrund des Körpergewichtes festgelegt.

Anfangsdosis (Behandlungsbeginn)
Es werden 0,5 mg pro kg Körpergewicht und Tag empfohlen. In einzelnen Fällen können höhere Dosen (bis zu 1 mg pro kg Körpergewicht und Tag) notwendig sein. Die Höchstdosis von 35 mg pro Tag soll nicht überschritten werden.

Erhaltungsdosis
Die durchschnittliche Dosis liegt bei 0,1 mg pro kg Körpergewicht und Tag.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange die Behandlung mit NEOTIGASON dauert.

In der Regel tritt erst nach mehreren Wochen ein zufrieden stellendes Ergebnis ein. Bei einzelnen Patienten muss manchmal die Behandlung mit niedrigen Dosen für einen längeren Zeitraum fortgeführt werden.

Wenn Sie einen Rückfall erleiden, kann eine erneute Behandlung nötig werden, falls Ihr Arzt dies als nützlich erachtet.

Wenn Sie eine größere Menge von NEOTIGASON eingenommen haben, als Sie sollten Falls Sie versehentlich zuviel NEOTIGASON - Kapseln eingenommen haben, können z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel auftreten. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen.

Wenn Sie die Einnahme von NEOTIGASON vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme zu den gewohnten Zeiten fort.

Wenn Sie die Einnahme von NEOTIGASON abbrechen
Um eventuelle gesundheitliche Nachteile zu vermeiden, sollten Sie nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt die Einnahme von NEOTIGASON absetzen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann NEOTIGASON Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Zu Behandlungsbeginn kann es manchmal zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Krankheitszeichen kommen. Es handelt sich dabei jedoch um eine bekannte Wirkung des Arzneimittels; bitte verändern Sie daher die von Ihrem Arzt verordnete Dosis nicht nach eigenem Gutdünken. Ihr Arzt wird Sie beraten, wie Sie diese unerwünschten Wirkungen mildern können; diese sind zumeist ungefährlich und verschwinden wieder, wenn Sie die ärztlich verordneten Maßnahmen befolgen.

Die häufigsten Nebenwirkungen unter einer Behandlung mit NEOTIGASON betreffen die Haut und Schleimhäute.
Es kommt unter Umständen zu einer ausgeprägten Trockenheit der Lippen (einschließlich offener Mundwinkel), des Mundes (Mundschleimhautentzündung, Geschmacksstörungen und Durstgefühl), des Zahnfleisches (Zahnfleischentzündung), des Rachens (Heiserkeit), der Nase (Entzündung der Nasenschleimhaut, Nasenbluten), der Augen (Bindehautentzündung, Trübung der Hornhaut) oder zu vermehrter Rötung der Haut.
Durch Auftragen von Fettsalbe auf die Lippen oder durch Verwendung einer milden Augensalbe können die entsprechenden Beschwerden gebessert werden. Unverträglichkeitserscheinungen können dazu führen, dass Kontaktlinsenträger für die Dauer der Behandlung Brillen tragen müssen.

Weiters kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen, die mit folgenden Häufigkeiten beobachtet wurden:
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Patienten)
Häufig (bei mehr als 1 von 100, aber weniger als 1 von 10 Patienten)
Gelegentlich (bei mehr als 1 von 1.000, aber weniger als 1 von 100 Patienten)
Selten (bei mehr als 1 von 10.000, aber weniger als 1 von 1.000 Patienten)
Sehr selten (bei 1 oder weniger von 10.000 Patienten, einschließlich Einzelfälle)

Infektionen Selten: eitrige Infektionen
Es kann zu vermehrtem Auftreten von Entzündungen der Vaginalschleimhaut kommen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Selten: Blutbildveränderungen (Verminderung der Zahl der roten und weißen Blutkörperchen, Verminderung oder Erhöhung der Zahl der Blutplättchen), Erhöhung der Blutsenkungsgeschwindigkeit

Psychiatrische Erkrankungen
Selten: Depressionen, Verhaltensstörungen

Erkrankungen des Nervensystems
Selten: Kopfschmerzen
Sehr selten: Krampfanfälle, Druckerhöhung im Gehirn

Augenerkrankungen Sehr selten: Beeinträchtigung des Dämmersehens, verschwommenes Sehen, Trübung der Linse (Linsenkatarakt), Hornhautgeschwür, Sehstörungen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Sehr selten: Verschlechterung des Hörvermögens

Gefäßerkrankungen Selten: Entzündungen der Blutgefäße

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts Selten: Reizzustände des Darmtrakts (z.B. Entzündung des Darms, Blutungen), Übelkeit, Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Leber- und Gallenerkrankungen vorübergehender Anstieg von bestimmten Leberwerten (Transaminasen, alkalische Phosphatase), Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Schälung und Verdünnung der gesunden Haut mit gesteigerter Verletzlichkeit (vor allem an Handflächen und Fußsohlen), erhöhte Lichtempfindlichkeit, entzündliche Hautreaktionen, Hautauschläge und Hautrötungen, Juckreiz, Schwitzen, klebrige Haut, Ausschläge mit Blasenbildung, verstärkte Gewebeneubildung, eitrige knötchenartige Veränderungen;
In einem späteren Stadium der Behandlung kann es unter Umständen zu stärkerem Haarausfall und Nagelveränderungen (Entzündung des Nagelwalls, Brüchigkeit und Wachstumsstörungen der Nägel) kommen. Diese unerwünschten Wirkungen sollten Sie nicht beunruhigen, da sie nur vorübergehend auftreten. Ihr Haar wird in der normalerweise dafür erforderlichen Zeit wieder nachwachsen. In seltenen Fällen kann das Haar etwas dünner bleiben.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Selten: Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen
Eine langdauernde Behandlung kann in äußerst seltenen Fällen zu Knochenveränderungen wie Wucherungen des Knochens (Hyperostosen), Knochenverdünnungen, Verminderung der Knochensubstanz (Osteoporose), vorzeitigen Verschlüssen der Knochenwachstumsfugen (Epiphysen), gelenksentzündliche Veränderungen oder Weichteilverkalkungen führen.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege Verschlechterung der Nierenfunktion

Allgemeine Erkrankungen Gelegentlich: Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, anfallsartige Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) Sehr selten: Fieber

Untersuchungen Selten: Stoffwechselveränderungen (Blutzuckerschwankungen, Erhöhungen der Blutfettwerte und der Harnsäure)

Folgende Anzeichen von Nebenwirkungen können eine Veränderung der Dosierung, die auf Sie besser abgestimmt ist, oder eine neurologische Untersuchung notwendig machen:

ungewöhnlich starke oder länger dauernde Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Durchfall, Verhaltensstörungen, Depressionen, Krampfanfälle, ungewöhnlich starke Blässe und ungewöhnlich starke Müdigkeit, hartnäckiger Schnupfen gekoppelt mit Husten mit blutigem Auswurf, Sehstörungen. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, falls diese Krankheitszeichen auftreten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Restmengen bitte unbedingt in die Apotheke zurückbringen.


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