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«Nicolan 20 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Nicolan ist Nicorandil.
Nicorandil führt durch seine gefäßerweiternde Wirkung sowohl auf Arterien als auch auf Venen zu einer Entlastung des Herzmuskels. Außerdem kommt es durch die Erweiterung der Herzkranzgefäße zu einer besseren Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des Herzmuskels Nicolan wird in Kombination mit bestimmten gefäßerweiternden Arzneimitteln eingesetzt:

  • zur Behandlung von chronischer stabiler Angina pectoris (schmerzhafte Brustenge).
  • zur Risikoreduktion des akuten koronaren Syndroms (Untergang von Herzmuskelgewebe wegen Missverhältnis zwischen Sauerstoff-Bedarf und Sauerstoff-Verbrauch) bei Patienten mit chronischer stabiler Angina pectoris.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nicolan darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Nicorandil oder einen der sonstigen Bestandteile von Nicolan sind,
  • wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck haben,
  • wenn Sie an der seltenen Enzymmangelerkrankung ‚Glucose-6-phosphat-Dehydrogenasemangel’ leiden,
  • wenn Sie Phosphodiesterase-5-hemmer, wie z.B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil (Potenzmittel), einnehmen, da die gleichzeitige Anwendung von Nicorandil zu einer gefährlichen Blutdrucksenkung führen kann,
  • wenn Ihr Blutvolumen vermindert ist (Hypovolämie),
  • bei folgenden schweren Erkrankungen, die sofortiger ärztlicher Behandlung bedürfen: Herz-Kreislauf-Schock, Herzinfarkt, akutes Lungenödem (Flüssigkeit im Lungengewebe).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nicolan ist erforderlich
Nicolan ist nicht zur sofortigen Unterbrechung eines akuten Angina pectoris-Anfalls geeignet.

Nicorandil kann in seltenen Fällen Haut- und Schleimhautgeschwüre sowie Geschwüre im Magen-Darm-Trakt bewirken (siehe Abschnitt 4.). In diesem Fall sollten Sie die Behandlung mit Nicorandil unterbrechen und einen Arzt aufsuchen.

Unterbrechen Sie die Behandlung, wenn Sie selten auftretende, länger anhaltende entzündliche Veränderungen der Mundschleimhaut bemerken und suchen Sie Ihren Arzt auf.

Therapeutische Dosen von Nicorandil können den Blutdruck von Patienten mit Bluthochdruck senken. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung von Nicorandil mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln Vorsicht geboten.

Die Anwendung von Nicorandil sollte bei Patienten mit vermindertem Blutvolumen, niedrigem Blutdruck, akutem Lungenödem (Flüssigkeit im Lungengewebe) oder akutem Herzinfarkt vermieden werden.

Vorsicht ist bei erhöhtem Hirndruck geboten. Ihr Arzt entscheidet, ob Sie dieses Arzneimittel anwenden dürfen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Nicolan und Phosphodiesterase-5-hemmern, wie z.B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil (Potenzmittel), kann es zu einer gefährlichen Blutdrucksenkung kommen. Daher darf Nicolan nicht gemeinsam mit Phosphodiesterase-5-hemmern eingenommen werden

Bei der Behandlung von Typ II-Diabetikern mit dem Risiko akuter koronarer Erkrankungen wird dies Ihr Arzt bei der Auswahl des geeigneten blutzuckersenkenden Arzneimittels berücksichtigen. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie blutzuckersenkende Arzneimittel einnehmen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Nicolan und Kortikosteroiden („Kortison“) ist Vorsicht geboten, da Fälle von Magen-Darm-Geschwüren mit Magen-Darm-Durchbruch bekannt sind.

In Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, trizyklischen Antidepressiva (zur Behandlung von Depressionen) oder Alkohol kann deren blutdrucksenkende Wirkung durch Nicorandil verstärkt werden.

Bei Einnahme von Nicolan zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Gabe von Nicolan und Phosphodiesterase-5-hemmern, wie z.B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil (Potenzmittel), kann es zu einer gefährlichen Blutdrucksenkung

kommen. Daher darf Nicolan nicht gemeinsam mit Phosphodiesterase-5-hemmern eingenommen werden.

Es konnten in Tierexperimenten und in Untersuchungen beim Menschen keine Wechselwirkungen von Nicorandil mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln wie ß-Blockern, Kalziumantagonisten, Herzmedikationen wie Digoxin in Kombination mit entwässernden Arzneimitteln wie Furosemid, Blutgerinnungshemmern wie Acenocumarol, Antibiotika wie Rifampicin und Magenschutzpräparaten wie Cimetidin beobachtet werden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass bei gleichzeitiger Anwendung von anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, trizyklischen Antidepressiva (zur Behandlung von Depressionen) und Alkohol deren blutdrucksenkende Wirkung verstärkt wird.

Bei gleichzeitiger Gabe von Nicorandil und Kortikosteroiden („Kortison“) ist Vorsicht geboten, da Fälle von Magen-Darm-Durchbruch bekannt sind.

Bei Einnahme von Nicolan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Trinken Sie keinen Alkohol während Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Nicolan darf in der Schwangerschaft lediglich eingenommen werden, wenn der anzunehmende Nutzen das mögliche Risiko überwiegt. Darüber entscheidet Ihr Arzt.

Nehmen Sie Nicolan nicht während der Stillzeit ein, da hierzu keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Durch die Einnahme von Nicorandil gemeinsam mit anderen gefäßerweiternden Arzneimitteln kann, durch einen blutdrucksenkenden Effekt, die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen zusätzlich beeinträchtigt werden. Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Nicolan Dieses Arzneimittel enthält Mannitol: Es kann eine leichte abführende Wirkung haben.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Nicolan immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Im Allgemeinen wird morgens und abends jeweils eine halbe Tablette Nicolan 20 mg unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen (die Tabletten sind an der Bruchkerbe teilbar). Bei unzureichendem Ansprechen kann der Arzt die Dosierung auf bis zu 2x täglich 1 Tablette Nicolan 20 mg oder 2x täglich 2 Tabletten Nicolan 10 mg anheben. Ihr Arzt wird eine Dosisanpassung gemäß Ihrem Ansprechen auf die Behandlung vornehmen.

Bei Patienten, die besonders stark zu Kopfschmerzen neigen, kann der Arzt die Behandlung mit 2x täglich 5 mg für einige Tage beginnen, dafür steht die Tablette Nicolan 10 mg zu Verfügung (die Tabletten sind an der Bruchkerbe teilbar). Ihr Arzt wird eine Dosisanpassung gemäß Ihrem Ansprechen auf die Behandlung vornehmen.

Die Einnahme kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme erfolgen.

Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erfahrungen vor. Eine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen.

Bei älteren Patienten wird eine möglichst niedrige Dosierung empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Nicolan eingenommen haben, als Sie sollten Bei einer Überdosierung von Nicolan kann es zu einem starken Blutdruckabfall und reflexartigem Anstieg der Herzfrequenz kommen. Sie merken dies an Unwohlsein, Schwächegefühl, Schwindel und Sehstörungen. In einem solchen Fall legen Sie die Beine hoch und verständigen Sie sofort einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Nicolan vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Nicolan abbrechen
Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Dauerbehandlung der Angina pectoris (schmerzhaften Brustenge) mit Nicolan-Tabletten einstellen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Nicolan Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kriterien zugrunde gelegt:

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten
Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Das Trockenmittel, welches im Blisterstreifen enthalten ist, darf nicht geschluckt werden.

Nach dem Öffnen muss der Blisterstreifen innerhalb von 30 Tagen verwendet werden.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. dem Blister nach „Verwendbar bis:“ bzw. „verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Nicolan 20 mg - Tabletten»