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«Nifedipin-Mepha®»

Nifedipin-Mepha®
Nifedipin-Mepha®


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Nifedipin-Mepha enthält als Wirkstoff Nifedipin, das zur Gruppe der sogenannten Calciumantagonisten gehört. Nifedipin verringert den Sauerstoffbedarf des Herzens und schützt das Herz vor Überbelastung. Seine spannungslösende Wirkung auf die Gefässe – einschliesslich der Herzkranzgefässe – verhindert die Entstehung von Herzschmerzen (Angina pectoris) oder reduziert deren Häufigkeit und Schmerzintensität. Ferner wirkt es Gefässkrämpfen an Händen und Füssen entgegen.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Nifedipin beruht auf einer Weitstellung der herzfernen Blutgefässe (Arterien). Der Gefässwiderstand wird erniedrigt und die erhöhten Blutdruckwerte gesenkt.

Nifedipin-Mepha darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle eines Arztes bzw. einer Ärztin verwendet werden.

Zur Behandlung einer unzureichenden Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Herzmuskels; schmerzhafte Brustenge (Angina pectoris) oder Krämpfe der Herzkranzgefässe (Vasospastische Angina oder Prinzmetal Angina),

zur Behandlung eines krankhaft erhöhten Blutdrucks (Hypertonie),

bei Bluthochdruckkrisen,

zur Behandlung von Durchblutungsstörungen an Händen und Füssen, die durch Gefässkrämpfe hervorgerufen werden (Raynaud-Syndrom),

als Notfallmassnahme beim Auftreten eines Höhenlungen­ödems (akute Bergkrankheit), d.h. bei starken Beschwerden und/oder Unmöglichkeit oder Verzögerung des Abstieges.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nifedipin-Mepha darf nicht bei instabiler Angina pectoris, nicht im Herzkreislauf-Schock und nicht bei Überempfindlichkeit gegen Nifedipin oder einen anderen Inhaltsstoff angewandt werden.

Nifedipin-Mepha darf nicht in den ersten 4 Wochen nach Herzinfarkt oder instabiler Angina pectoris angewandt werden.

Die Anwendung und Sicherheit von Nifedipin-Mepha bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Ebenfalls darf Nifedipin-Mepha nicht gleichzeitig mit Rif­ampicin, einem Antibiotikum gegen Tuberkulose, eingenommen werden.


Bei Patienten bzw. Patientinnen mit ausgeprägt niedrigem Blutdruck (schwere Hypotension: systolischer Blutdruck unterhalb 90 mm Hg) ist Vorsicht geboten.

Nifedipin kann gleichzeitig mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln gegeben werden, wobei mit einer Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkungen zu rechnen ist.

Die Behandlung mit Nifedipin-Mepha 5 mg resp. 10 mg Kapseln kann in seltenen Fällen zu abruptem Abfall des Blutdrucks, zu einer Zunahme der Herzfrequenz (des Pulses) und zum Auftreten von Schmerzen im Brustbereich führen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Cimetidin oder Cisaprid (Mittel gegen Magenübersäuerung) sowie trizyklischen Antidepressiva oder Nitraten kann die blutdrucksenkende Wirkung von Nifedipin-Mepha verstärkt werden.

Nifedipin-Mepha nicht zusammen mit Grapefruitsaft einnehmen, da dies eine verstärkte Wirkung zur Folge haben kann.

Folgende Mittel können ebenfalls die Wirkung von Nifedipin-Mepha verstärken und sollten daher nicht gleichzeitig mit Nifedipin-Mepha eingenommen werden, ausser der Arzt oder die Ärztin verordnet dies ausdrücklich:

Mittel gegen Depressionen wie Fluoxetin oder Nefazodon.

Mittel gegen HIV-Infektionen wie Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir oder Saquinavir.

Mittel gegen Pilzinfektionen wie Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol.

Diltiazem.

Nifedipin-Mepha kann zudem die Wirksamkeit anderer Arzneimittel beeinflussen. Dazu gehören:

Mittel gegen Herzkrankheiten wie Chinidin, Diltiazem, Digoxin.

Tacrolimus (ein sog. Immunsuppresivum, ein Mittel, welches bei Transplantationspatienten angewendet wird).

Theophyllin (ein Mittel gegen Asthma).

Nifedipin-Mepha darf nicht zusammen mit Mitteln gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital oder Valproinsäure eingenommen werden, ausser der Arzt oder die Ärztin verordnet dies ausdrücklich.

Die gleichzeitige Einnahme von Nifedipin-Mepha mit gewissen Antibiotika sollte ebenfalls nicht erfolgen, ausser der Arzt oder die Ärztin verordnet dies ausdrücklich. Dazu gehören:

Vincristin.

Erythromycin.

Quinipristin/Dalfopristin.

Allgemein Antibiotika aus der Familie der Cephalosporine.

Falls bei Ihnen während der Behandlung mit Ciclosporin (z.B. im Rahmen einer Organtransplantation) sich eine Wucherung des Zahnfleisches gebildet hat (eine so genannte Gingivahyperplasie), sollten Sie Nifedipin-Mepha nicht einnehmen, da auch unter Nifedipin-Mepha die Bildung solcher Zahnfleischveränderungen beobachtet worden ist.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt im verstärkten Masse im Zusammenhang mit der Einnahme von Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.


Nifedipin-Mepha darf während der gesamten Schwangerschaft nicht angewandt werden.

Nifedipin geht in die Muttermilch über. Ob eine medikamentbedingte Wirkung beim Säugling auftreten kann, ist bisher nicht bekannt geworden. Es wird empfohlen, aus Vorsichtsgründen abzustillen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder ein Kind stillen.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin setzt die Dosierung fest. Die folgenden Dosierungsempfehlungen sind lediglich als Hinweis zu betrachten:

Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim Arzt bzw. bei der Ärztin nicht vorgenommen werden.

Im allgemeinen nimmt man die Kapseln oder Tabletten unabhängig von den Mahlzeiten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein. Die Retardtabletten dürfen nicht geteilt werden.

Bei Verwendung der Nifedipin-Mepha 5 und 10 Kapseln soll bei Einzeldosen von 20 mg der Einnahmeabstand von 2 Stunden nicht unterschritten werden, und die gesamte Tagesdosis darf 60 mg nicht überschreiten.

Der für Tabletten Nifedipin-Mepha 20 retard empfohlene Einnahmeabstand beträgt ca. 12 Stunden, sollte aber 4

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Nifedipin auftreten:

Zu Beginn der Behandlung können häufig leichte Kopfschmerzen, Gesichtsrötung und Wärmegefühl auftreten.

Es wurde auch häufig über Schwindel, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Hautreaktionen (Hautrötung, Juckreiz), Schwitzen, Kribbeln, Herzklopfen, Erhöhung der Pulsfrequenz, Atemnot, Zittern, Muskelschmerzen, Nervosität, vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmung und eine Mehrausscheidung der täglichen und nächtlichen Urinmenge berichtet.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, niedriger Blutdruck, Atemnot, Blähungen, Krämpfe in den Beinen, Schlafstörungen, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Störungen, insbesondere Schmerzen und Verstopfung können gelegentlich auftreten.

Die meisten dieser Beschwerden verschwinden jedoch im Verlauf der Behandlung, wenn Ihr Körper sich an das Arzneimittel gewöhnt hat.

Selten kann es auch zu Zahnfleischveränderungen und allergischen Reaktionen (Fieber, Schwellung des Kehlkopfs) kommen.

Selten kommt es bei Diabetes Patienten zu einer Unterzuckerung.

Bei älteren Patienten kann in seltenen Fällen unter einer Langzeittherapie eine Vergrösserung der männlichen Brustdrüsen (Gynäkomastie) auftreten, die sich bisher in allen Fällen nach Absetzen des Arzneimittels vollständig zurückgebildet hat.

Wie auch bei anderen gefässaktiven Substanzen können äusserst selten – nach der Einnahme von Nifedipin-Mepha – Schmerzen im Brustbereich auftreten. Ist dies der Fall, so muss der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin unterrichtet werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nifedipin-Mepha Kapseln und Tabletten sind trocken und bei Raumtemperatur (15–25 °C) zu lagern.

Der Wirkstoff Nifedipin ist lichtempfindlich. Obwohl dieser durch die Kapselhülle und die Folie der Durchdrückpackung lichtgeschützt ist, sollen die Präparate nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Die Arzneimittel dürfen nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Nifedipin-Mepha 5 Kapseln: Packungen zu 30 Kapseln.

Nifedipin-Mepha 10 Kapseln: Packungen zu 50 und 100


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