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«Nitrendipin Stada 20 mg Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

zur Behandlung des nicht organbedingten Bluthochdrucks (essentielle Hypertonie).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nitrendipin STADA darf NICHT eingenommen werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Nitrendipin, einen anderen Calciumantagonisten vom 1,4-Dihydropyridintyp oder gegen einen der sonstigen Bestandteile von Nitrendipin STADA sind
bei Herz-Kreislauf-Schock
wenn bei Ihnen eine Verengung der Herzklappen bekannt ist (höhergradige Aortenklappen-Subaortenklappenstenose)
innerhalb der ersten 4 Wochen nach akutem Herzinfarkt
wenn Sie unter einer instabiler Angina pectoris leiden
während der Schwangerschaft und Stillzeit.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nitrendipin STADA ist erforderlich
Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei
nicht ausreichend behandelter Herzmuskelschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz).
Die gleichzeitige intravenöse Gabe von Beta-Rezeptorenblockern und Nitrendipin STADA sollte vermieden werden.
Kinder
Über die Anwendung bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, insbesondere bei älteren Patienten, kann der Abbau des Arzneimittels verzögert sein, wodurch es zu unerwünschter Blutdrucksenkung kommen kann. Die Dosierung bei diesen Patienten sollte daher zunächst mit Tablette (entsprechend 10 mg Nitrendipin) unter häufiger Blutdruckkontrolle erfolgen. Sollte dennoch der Blutdruck zu stark absinken, ist ggf. ein Arzneimittelwechsel erforderlich.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft darf eine Behandlung mit Nitrendipin STADA nicht erfolgen, da experimentelle Studien mit hohen Dosierungen Hinweise auf Fruchtschädigungen ergeben haben. Erfahrungen beim Menschen liegen nicht vor.
Stillzeit
Nitrendipin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da keine Erfahrungen über mögliche Auswirkungen auf den Säugling vorliegen, sollte abgestillt werden, wenn während der Stillzeit eine Behandlung mit Nitrendipin STADA notwendig ist.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell unterschiedlich auftretende Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert werden, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Arzneimittelwechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Nitrendipin STADA einzunehmen?
Nehmen Sie Nitrendipin STADA immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Behandlung sollte individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung durchgeführt werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
für Erwachsene
1-mal täglich (morgens) 1 Tablette (entsprechend 20 mg Nitrendipin).
Die Tagesdosis kann bei unzureichender Blutdrucksenkung stufenweise auf bis zu 2-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 40 mg Nitrendipin) erhöht werden.
Die maximale Tagesdosis beträgt 40 mg Nitrendipin.
für Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, insbesondere bei älteren Patienten, kann der Abbau des Arzneimittels verzögert sein, wodurch es zu unerwünschtem Blutdruckabfall kommen kann. Die Dosierung bei diesen Patienten sollte daher zunächst mit Tablette (entsprechend 10 mg Nitrendipin) unter häufiger Blutdruckkontrolle erfolgen. Sollte dennoch der Blutdruck zu stark absinken, ist ggf. ein Arzneimittelwechsel erforderlich.
Art der Anwendung
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach der Mahlzeit ein.
Sie dürfen die Tabletten nicht zusammen mit Grapefruit-Saft einnehmen, da dies eine verstärkte Wirkung von Nitrendipin STADA zur Folge haben kann (siehe: Bei Einnahme von Nitrendipin STADA zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken).
Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Nitrendipin STADA zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Nitrendipin STADA eingenommen haben, als Sie sollten
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann!
Bei einer akuten Überdosierung können folgende Symptome auftreten:
Rötung der Haut (Flush)
Kopfschmerzen
starke Blutdrucksenkung
verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag
Bewusstseinstrübung bis zu tiefer Bewusstlosigkeit.
Wenn Sie die Einnahme von Nitrendipin STADA vergessen haben
Nehmen Sie bei der nächsten Einnahme nicht mehr Tabletten ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Nitrendipin STADA abbrechen
Eine Unterbrechung oder Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Nitrendipin STADA mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Nitrendipin STADA?
Der blutdrucksenkende Effekt von Nitrendipin STADA kann durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Nitrendipin STADA und Beta-Rezeptorenblockern ist eine regelmäßige Überwachung der Patienten angezeigt, da es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung kommen kann; gelegentlich kann es zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche kommen (siehe auch: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nitrendipin STADA ist erforderlich).
Cimetidin kann zu einer verstärkten Nitrendipin-Wirkung führen.
Nach Erfahrungen mit dem Calciumantagonisten Nifedipin ist zu erwarten, dass Rifampicin aufgrund seiner Enzym-induzierenden Wirkung die Metabolisierung von Nitrendipin beschleunigt. Dadurch könnte die Wirksamkeit von Nitrendipin abgeschwächt werden. Bei gleichzeitiger Gabe von Rifampicin könnte deshalb eine Dosisanpassung von Nitrendipin, ggf. auch eine Therapieergänzung, notwendig werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Nitrendipin STADA Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Herzerkrankungen
Gelegentlich: Erhöhung der Herzschlagfolge (Tachykardie), Herzklopfen (Palpitationen). Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zum Auftreten von Angina pectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen.
Sehr selten: Herzinfarkt.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es, meist vorübergehend zu Kopfschmerzen kommen.
Gelegentlich: Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kribbeln in Armen und Beinen (Parästhesien).
Selten: insbesondere bei hoher Dosierung wurde Zittern der Finger (Tremor) beobachtet.
Augenerkrankungen
Selten: insbesondere bei hoher Dosierung wurde eine geringfügige, vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmung beobachtet.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Gelegentlich: Magen-Darm-Störungen (Übelkeit, Völlegefühl, Durchfall).
Sehr selten: es kann unter längerer Behandlung zu Zahnfleischveränderungen (Gingiva-Hyperplasie) kommen, die sich nach Absetzen des Arzneimittels völlig zurückbilden.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: in den ersten Behandlungswochen kann es zu einer Mehrausscheidung der täglichen Urinmenge kommen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es, meist vorübergehend zu Gesichts- (Flush) bzw. Hautrötung mit Wärmegefühl (Erythem) kommen.
Selten: allergische Hautreaktionen wie Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag (Exantheme).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: insbesondere bei hoher Dosierung wurden Muskelschmerzen (Myalgie) beobachtet.
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: übermäßige Blutdrucksenkung (hypotone Kreislaufregulationen).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich: Flüssigkeitsansammlung in den Unterschenkeln (Unterschenkelödeme) aufgrund einer Erweiterung der Blutgefäße.
Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr selten: Erhöhung der Leberwerte (alkalische Phosphatase und/oder SGOT, SGPT), die sich nach Absetzen wieder normalisierten.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr selten: vor allem bei älteren Patienten unter einer Langzeittherapie wurde eine Vergrößerung der Brustdrüse (Gynäkomastie) beobachtet, die sich nach Absetzen des Arzneimittels zurückbildete.
Psychiatrische Erkrankungen
Selten: Nervosität.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen. Wegen der Lichtempfindlichkeit von Nitrendipin ist die Tablette erst unmittelbar vor Einnahme aus der Folie zu entnehmen.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Geänderter Wortlaut für die Gebrauchsinformation gemäß • 11 AMG
der 14. AMG-Novelle
GEBRAUCHSINFORMATION: Information für den Anwender
Nitrendipin STADA® 20 mg Tabletten
Wirkstoff: Nitrendipin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Nitrendipin STADA, ein Calciumantagonist, ist ein Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks.
Welche anderen Arzneimittel werden von Nitrendipin STADA beeinflusst?
Bei gleichzeitiger Einnahme von Digoxin ist ein Anstieg der Digoxin-Plasmaspiegel möglich. Daher sollte auf Symptome einer Digoxin-Überdosierung geachtet und ggf. der Digoxin-Plasmaspiegel bestimmt werden. Falls notwendig ist eine Reduzierung der Digoxin-Dosis vorzunehmen.
Calciumantagonisten können die negativ-inotrope Wirkung von Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron, Chinidin) verstärken und zu Sinusarrest und AV-Blockierung führen.
Die Wirkung bestimmter Muskelrelaxantien (Pancuronium-, Vecuroniumhalogenid) kann verlängert werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Prazosin kann es zu einem starken Blutdruckabfall kommen.
Bei Einnahme von Nitrendipin STADA zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sie dürfen Nitrendipin STADA nicht zusammen mit Grapefruit-Saft einnehmen. Grapefruit-Saft hemmt den Abbau von Nitrendipin, was zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen kann.


Bewertungen «Nitrendipin Stada 20 mg Tabletten»