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«Nizoral® Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Nizoral ist ein Arzneimittel gegen verschiedene Pilzkrankheiten beim Menschen. Es verändert die Durchlässigkeit der Hülle der Pilzzellen; dadurch sterben diese ab oder können leichter von der körpereigenen Abwehr beseitigt werden.

Nizoral dient zur Behandlung von:

Pilzinfektionen der Haut, der Haare und der Schleimhäute, wenn eine lokale Behandlung nicht geeignet oder nicht möglich ist.

Hefeinfektionen des Mundes, des Rachenraumes und des Magen-Darm-Traktes.

Pilzinfektionen der Scheide, besonders wenn diese immer wieder auftreten.

Nizoral Tabletten dürfen nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Nizoral ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Arzneimittels kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie deshalb Nizoral nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren neuen Infektionen dürfen Sie Nizoral nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Bei Leberkrankheiten und bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe darf Nizoral nicht angewendet werden. Folgende Symptome können Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen sein: Hautausschlag, Juckreiz, Kurzatmigkeit und/oder geschwollenes Gesicht.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin auch frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Arzneimitteln gegen Pilze oder anderen Arzneimitteln mit.

Wenn Sie Nizoral einnehmen, dürfen Sie die folgenden Arzneimittel nicht einnehmen:

bestimmte Arzneimittel gegen Allergien wie Terfenadin (Teldane®, Triludan®), Astemizol (Hismanal®), Mizolastin (Mistamine®, Mizollen®);

Halofantrin, ein Wirkstoff gegen Malaria;

Levacetylmethodyl, ein Wirkstoff gegen starke Schmerzen oder zur Behandlung von Opiat-Abhängigkeit;

Cisaprid (Prepulsid®) und Domperidon (Motilium®), Arzneimittel gegen gewisse Verdauungsstörungen;

gewisse Arzneimittel, die das Cholesterin senken z.B. Simvastatin (Zocor®), Lovastatin (Mevinacor®), Atorva­statin (Sortis®);

bestimmte Schlafmittel wie Midazolam (Dormicum®), Triazolam (Halcion®);

gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, wie Chinidin (z.B. Kinidin-Duriles®), Disopyramid und Dofetilid;

Pimozid (z.B. Orap®) und Sertindol (Serdolect®) gegen psychische Störungen;

gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Angina Pectoris (starke drückende Schmerzen in der Brust) oder von Bluthochdruck insbesondere Bepridil, Eplerenon und Nisoldipin;

Ergot-Alkaloide wie z.B. Ergotamin und Dihydroergotamin zur Behandlung von Migräne oder Ergometrin und Methyl­ergometrin (Methergin®), welche zur Kontrolle von Blutungen und zur Förderung der Uteruskontraktion nach der Geburt angewendet werden;

Irinotecan (Campto®), ein Arzneimittel gegen Krebs;

Everolimus (Certican®), ein Arzneimittel gegen Organabstossung.


Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, sollten Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin darüber informieren, da die gleichzeitige Einnahme gewisser Arzneimittel gesundheitsschädlich sein kann.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, falls Sie wissen, dass Sie Leberprobleme haben. Wenn Sie an einer akuten oder chronischen Lebererkrankung leiden, sollten Ihnen Nizoral Tabletten nicht verschrieben werden. Während der Behandlung mit Nizoral Tabletten können Leberfunktionsstörungen von manchmal schwerwiegender Natur auftreten. Solche Störungen können bereits nach kurzer Behandlungszeit auftreten, sind aber häufiger unter einer Dauertherapie.

Beenden Sie die Einnahme von Nizoral und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn folgende Anzeichen während der Behandlung auftreten: dunkler Urin, heller Stuhl, gelbliche Haut, abnormale Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und/oder Fieber. Bevor Sie mit der Therapie beginnen können, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschiedene Blutuntersuchungen durchführen, um sicherzustellen, dass Ihre Leber richtig funktioniert. Während der Behandlung werden regelmässig Blutuntersuchungen durchgeführt, um allfällige Leberfunktionsstörungen zu diagnostizieren und um sicherzustellen, dass Sie das Arzneimittel weiterhin einnehmen können.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an der Addison Krankheit, der sogenannten Bronzehautkrankheit, leiden, einer Störung der Nebennierenrinden Funktion. Wenn Sie an einer Störung der Nebennierenrinde leiden oder unter temporärem Stress stehen wie z.B. bei einer grösseren Operation, dann sollte die Funktion der Nebennierenrinde kontrolliert werden.

Kombination mit Alkohol

Während der Therapie mit Nizoral sollten die Patienten keinen Alkohol einnehmen, da Hautrötungen, Übelkeit und starke Kopfschmerzen auftreten können.

Kombination mit anderen Arzneimitteln

Damit Nizoral ausreichend in den Körper aufgenommen werden kann, muss genügend Magensäure vorhanden sein. Deshalb sollten Arzneimittel, welche die Magensäure neutralisieren, frühestens 2

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung und die Behandlungsdauer werden von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin für Sie festgelegt.

Erwachsene

Die übliche Dosierung für Erwachsene beträgt 1 oder 2

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Nizoral Tabletten auftreten:

Häufig können können Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Juckreiz auftreten. Gelegentlich wurden Kopfschmerzen, Schwindel, Lichtscheuheit, Magen-Darm-Störungen, Durchfall, Anstieg der Leberenzyme, Hautausschlag, Haarausfall und Anschwellung der Brust beobachtet. Selten können verminderte Zahl der Blutplättchen, Parästhesie (Kribbeln, Ameisenlaufen) und Impotenz auftreten. Sehr selten wurden hämolytische Anämie, allergische und anaphylaktoide Reaktionen (Anschwellen der Schleimhäute oder Atemwege, Hautausschlag, Magen-Darm-Symptome, Kreislaufprobleme) beobachtet. Brechen Sie in diesem Fall die Therapie ab und gehen Sie zu Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Im weiteren wurden sehr selten Hirndruckanstieg, Lichtempfindlichkeit des Auges, toxische Auswirkungen auf die Leber wie Hepatitis, Gelbsucht, Lebernekrose, Leberzirrhose beobachtet, Anzeichen dafür können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, dunkler Urin, heller Stuhl, Gelbsucht, abnormale Müdigkeit und/oder Fieber sein. In diesem Fall soll die Therapie abgebrochen und der Arzt bzw. die Ärztin unverzüglich informiert werden (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von Nizoral Vorsicht geboten?»).

Fälle von Leberversagen mit tödlichem Ausgang wurden beobachtet. Weiter sehr selten beobachtet wurden Unterfunktion der Nebennierenrinde, Nesselsucht, Lichtempfindlichkeit der Haut und Menstruationsstörungen wie Zwischenblutungen oder verspätete Monatsblutungen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nizoral ist wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt aufzubewahren.

Nizoral Tabletten sollten in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 10 und 30 Tabletten.


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