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«Norvasc 10 mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Norvasc 10 mg und wofür wird es angewendet?
Das von Ihrem Arzt verordnete Arzneimittel Norvasc 10 mg gehört zur Gruppe der so genannten Kalziumantagonisten. Diese führen zu einer Erweiterung der Blutgefäße und damit zu einer Senkung des Flusswiderstandes des Blutes. Sie bewirken so eine Senkung des erhöhten Blutdrucks und eine Entlastung des Herzens, das nicht mehr gegen den zu hohen Druck in den Gefäßen ankämpfen muss. Außerdem führen diese Arzneimittel zu einer besseren Durchblutung des Herzmuskels und dadurch zu einer Linderung der Herzbeschwerden.
Norvasc 10 mg wird angewendet
- bei nicht organbedingtem Bluthochdruck (essenzieller Hypertonie),
- bei Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (chronisch stabiler Angina pectoris, Belastungsangina, vasospastischer Angina pectoris).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Norvasc 10 mg darf nicht eingenommen werden (Gegenanzeigen)
((Piktogramm))
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Norvasc 10 mg ist
erforderlich ((Piktogramm))
Anwendung von Norvasc 10 mg in Schwangerschaft und Stillzeit ((Piktogramm))
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen ((Piktogramm))
Norvasc 10 mg darf nicht eingenommen werden, (Gegenanzeigen) ((Piktogramm))
- wenn Sie überempfindlich gegen die Wirkstoffklasse der Dihydropyridine (z. B. Amlodipin oder Nifedipin) oder einen der sonstigen Bestandteile von Norvasc 10 mg sind,
- wenn Sie an stark erniedrigtem Blutdruck leiden,
- wenn Sie einen Schock (einschließlich Herz-Kreislauf-Schock) haben,
- wenn Sie an schwerer Verengung des Ausflusstraktes der linken Herzkammer (Aortenstenose) leiden,
- wenn Sie an Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße mit Anfällen (instabile Angina pectoris) leiden,
- wenn Sie innerhalb der letzten 4 Wochen einen akuten Herzinfarkt erlitten haben,
- wenn Sie an schwerer Leberfunktionsstörung leiden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Norvasc 10 mg ist erforderlich, ((Piktogramm))
- wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden,
- wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus), da in Einzelfällen eine Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie) beobachtet wurde,
- wenn Sie eine Behandlung mit der künstlichen Niere benötigen (dialysepflichtige Niereninsuffizienz),
- wenn Sie an einer Störung der Herzfunktion (Herzinsuffizienz) leiden.
Die Behandlung mit Norvasc 10 mg bedarf der regelmäßigen Kontrolle in Absprache mit Ihrem Arzt.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten sollte die Dosierung nur mit Vorsicht erhöht werden.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit wurden bei 6 bis 17 Jahre alten Jungen und Mädchen untersucht. Norvasc 5 mg wurde nicht bei Kindern unter 6 Jahren untersucht. ür weitere Informationen fragen Sie Ihren Arzt.
Schwangerschaft
Eine Anwendung während der Schwangerschaft wird nur dann empfohlen, wenn keine sichereren Therapiealternativen zur Verfügung stehen und die Krankheit ein höheres Risiko für Mutter und ötus bedingt.
Stillzeit
Bei der Entscheidung, entweder weiterzustillen/abzustillen oder die Behandlung mit Amlodipin fortzusetzen/abzusetzen, sind der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Therapie mit Amlodipin für die Mutter zu berücksichtigen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen ((Piktogramm))
Die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen kann beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung, beim Wechsel des Arzneimittels sowie im Zusammenwirken mit Alkohol. Falls Patienten unter Behandlung mit Norvasc 10 mg an Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit leiden, kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Norvasc 10 mg richtig einzunehmen? (Dosierung)
Nehmen Sie Norvasc 10 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Wie Sie Norvasc 10 mg richtig einnehmen
Nehmen Sie die Tabletten bitte mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 großes Glas kaltes Wasser) ein. Sie können Norvasc 10 mg zu oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen.
Wie viele Tabletten von Norvasc 10 mg Sie einnehmen sollen
Die übliche Tagesdosis beträgt Tablette Norvasc 10 mg einmal täglich (entsprechend 5 mg Amlodipin). Falls erforderlich, kann der Arzt die Dosis auf 1 Tablette Norvasc 10 mg (entsprechend 10 mg Amlodipin) einmal täglich erhöhen.
ür Kinder (6 bis 17 Jahre alt) ist die empfohlene gebräuchliche Startdosis 2,5 mg pro Tag. Die empfohlene Höchstdosis ist 5 mg pro Tag.
Amlodipin 2,5 mg ist momentan nicht erhältlich, und die 2,5 mg-Dosis kann nicht mit Norvasc 5 mg Tabletten erhalten werden, da diese Tabletten nicht zur Teilung in zwei gleiche Hälften produziert wurden.
Was die maximale Tagesdosis ist
Eine maximale Tagesdosis von 1 Tablette Norvasc 10 mg (entsprechend 10 mg Amlodipin) einmal täglich sollte nicht überschritten werden.
Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass durch eine Dosiserhöhung auf mehr als 1 Tablette (entsprechend 10 mg Amlodipin) keine Verbesserung der therapeutischen Wirksamkeit erreicht werden kann und dass bei Dosierungen von 1 und 2 Tabletten Norvasc 10 mg (entsprechend 15 bis 20 mg Amlodipin) pro Tag sogar mit einer nicht akzeptablen Häufigkeit von Nebenwirkungen zu rechnen ist.
Wie lange Sie Norvasc 10 mg einnehmen sollen
Eine bestimmte zeitliche Begrenzung ist nicht vorgesehen. Die Dauer der Anwendung hängt vom Verlauf Ihrer Erkrankung ab. Bitte sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Norvasc 10 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Norvasc 10 mg eingenommen haben als Sie sollten
Eine Überdosis von Norvasc 10 mg kann zu unerwünscht starkem und andauerndem Blutdruckabfall, Gesichtsrötung, Kopfschmerzen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herz-Kreislauf-Schock und Bewusstseinsstörungen im Extremfall bis zum Schock, der auch tödlich sein kann, führen.
Bei starkem Blutdruckabfall und Schwindel sollten Sie sich hinlegen, die Beine hochlagern und sofort einen Arzt verständigen, der gegebenenfalls Notfallmaßnahmen ergreifen kann.
Wenn Sie die Einnahme von Norvasc 10 mg vergessen haben
Wenn Sie zu wenig Norvasc 10 mg eingenommen oder eine Dosis vergessen haben, so holen Sie dies so früh wie möglich nach. Ist es jedoch schon beinahe Zeit, die nächste Dosis einzunehmen, so lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren in Ihrem normalen Einnahmezyklus fort. Verdoppeln Sie keinesfalls von sich aus die Dosis!
Wenn Sie die Einnahme von Norvasc 10 mg abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Norvasc 10 mg nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Norvasc 10 mg mit anderen Arzneimitteln (Wechselwirkungen)
((Piktogramm))
Bei Einnahme von Norvasc 10 mg mit anderen Arzneimitteln (Wechselwirkungen) ((Piktogramm))
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
- Der blutdrucksenkende Effekt von Norvasc 10 mg kann durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel sowie durch bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva) verstärkt werden.
- Bei Kombination mit Arzneimitteln, die Nitrate enthalten, können sich die Wirkungen auf den Blutdruck und den Pulsschlag (Herzfrequenz) verstärken.
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Norvasc 10 mg und bestimmten Arzneimitteln zur Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz (Betarezeptorenblocker) ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt, da sich die blutdrucksenkenden Wirkungen verstärken können.
- Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Amiodaron und Chinidin) kann verstärkt werden.
- Norvasc 10 mg sollte nur mit Vorsicht zusammen mit Arzneimitteln gegeben werden, die wie Erythromycin (bei bakteriellen Infektionen), Diltiazem (bei Bluthochdruck), Ritonavir (bei HIV-Infektionen) oder Ketoconazol und Itraconazol (bei Pilzinfektionen) die Bildung eines bestimmten Enzyms (CYP3A4) hemmen oder wie Rifampicin (bei bakteriellen Infektionen) oder Johanniskraut (bei Depressionen) steigern.
Norvasc 10 mg sollte nicht zusammen mit Grapefruit oder Grapefruitsaft eingenommen werden, da dies zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen kann.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Norvasc 10 mg Nebenwirkungen haben, die bei einigen Patienten auftreten können.
Sollten zu Beginn der Behandlung gewisse Begleiterscheinungen wie leichte Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Fußgelenke oder gelegentliche leichte Gesichts- bzw. Hautrötungen oder Kopfschmerzen auftreten, verschwinden diese meist bei Fortsetzung der Behandlung. Falls sie jedoch länger als nur wenige Tage andauern, besprechen Sie mit Ihrem Arzt das weitere Vorgehen. Unter keinen Umständen sollten Sie die Behandlung eigenmächtig unterbrechen oder die vorgeschriebene tägliche Tablettenanzahl ändern.
Häufige Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10, aber bei mehr als 1 von 100 Behandelten):
Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen (insbesondere zu Beginn der Behandlung);
Herzjagen (Tachykardie), Herzklopfen (Palpitationen). Zu Beginn der Behandlung kann es zum Auftreten von Angina-pectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen; Hautrötung mit Wärmegefühl, vor allem im Gesicht (Erythem, Erythromelalgie) insbesondere zu Beginn der Therapie; Bauchschmerzen, Übelkeit; Knöchelschwellungen; Flüssigkeitsansammlungen u. a. in den Armen und/oder Beinen (Ödeme); Müdigkeit.
Gelegentliche Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100, aber bei mehr als 1 von 1.000 Behandelten):
Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen (einschließlich Angst), Depression; Zittern (Tremor), Geschmacksstörungen, kurze Bewusstlosigkeit (Synkope), verminderte Empfindlichkeit für Berührungsreize (Hypästhesie), Kribbeln (Parästhesie); Sehstörungen (einschließlich Doppelsehen); Ohrgeräusche (Tinnitus); niedriger Blutdruck (hypotone Kreislaufreaktionen); erschwerte Atemtätigkeit (Dyspnoe), Schnupfen (Rhinitis); Erbrechen, Völlegefühl, veränderte Darmentleerungsgewohnheiten (einschließlich Durchfälle und Verstopfung), Verdauungsstörungen, Mundtrockenheit; Haarausfall (Alopezie), Hautblutungen (Purpura), Hautverfärbung, vermehrtes Schwitzen, Hautjucken (Pruritus), Ausschlag, Haut- und Gesichtsrötungen (Exanthem); Gelenkschmerzen (Arthralgien), Muskelschmerzen (Myalgien), Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen; Störungen beim Wasserlassen, vermehrte nächtliche Harnproduktion (Nykturie), häufiger Harndrang (erhöhte Miktionsfrequenz); Impotenz, Vergrößerung der Brustdrüsen beim Mann (Gynäkomastie); Brustschmerzen, die jedoch nicht vom natürlichen Verlauf der Grunderkrankung unterschieden werden können, Schwächegefühl, Schmerzen, Unwohlsein, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme.
Seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 1.000 Behandelten, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten):
Verwirrung.
Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle):
Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie); allergische Reaktionen; erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie); erhöhte Muskelanspannung, Nervenstörungen (periphere Neuropathie); Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen (einschließlich verlangsamter Herzschlag ]Bradykardie], Herzjagen [ventrikuläre Tachykardien] und Vorhofflimmern), die jedoch nicht vom natürlichen Verlauf der Grunderkrankung getrennt werden können; entzündliche Reaktionen der Blutgefäße (Vaskulitis); Husten; Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Zahnfleischwucherungen (Gingivahyperplasie); Entzündung der Leber (Hepatitis), Gelbsucht (Ikterus), Anstieg der Leberenzyme (Transaminasenanstieg) meistens in Zusammenhang mit Gallenstau (Cholestase); Gewebe- und Schleimhautschwellung (Angioödem/Quincke-Ödem), Hautveränderungen mit teilweise schwerem Verlauf (Erythema exsudativum multiforme), Nesselfieber (Urtikaria) , entzündliche Hautreaktion mit Schuppung (exfoliative Dermatitis), infekt- oder arzneimittelallergisch bedingte Hauterkrankung (Stevens-Johnson-Syndrom), Lichtempfindlichkeit.
((Piktogramm))
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25 C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Zusätzliche Informationen

PFIZER ((Logo))
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Norvasc® 10 mg
Tabletten
Amlodipin
Lesen Sie bitte die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Bewahren Sie diese Informationen zusammen mit dem Arzneimittel auf.
Ihr Arzt hat Ihnen ein wirksames Arzneimittel zur Behandlung von nicht organbedingtem Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße verschrieben. Den Nutzen von Norvasc 10 mg schätzt Ihr Arzt für Sie höher ein als die möglichen Risiken, die mit seiner Anwendung einhergehen können.
- Sobald Sie Beschwerden bemerken, die Sie bisher nicht hatten und nicht einordnen können, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
Die kursiv geschriebenen Informationen sind Zusatzinformationen für Ihren Arzt.
INHALTSVERZEICHNIS
Was heißt eigentlich nicht organbedingter Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie)?
Um alle Organe des Körpers mit Blut und damit mit lebensnotwendigem Sauerstoff zu versorgen, muss das Herz das Blut regelmäßig in die Schlagadern (Arterien) pumpen. Dabei muss das Herz wie bei einem Gartenschlauch mit einem bestimmten Druck arbeiten, um den Widerstand der Blutgefäße zu überwinden, den diese dem Fließen des Blutes entgegensetzen. Dieser Druck kann mit einem Blutdruckmessgerät am Oberarm gemessen werden, wobei stets zwei Werte ermittelt werden. Der obere „systolische“ Wert entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht, also gerade pumpt, der untere „diastolische“ Wert entspricht dem Druck während der Erschlaffung des Herzens, also während der Phase zwischen zwei Herzschlägen. Von einem normalen Blutdruck für Erwachsene spricht man im Allgemeinen bei Werten von unter  mmHg (optimal wäre sogar  mmHg oder darunter).
Einige Blutdruckformen können auf erfassbare Störungen an einzelnen Organen zurückgeführt werden. Meist ist jedoch die eigentliche Ursache des hohen Blutdruckes nicht bekannt. Dann spricht man von „nicht organbedingtem hohen Blutdruck“ oder „essenzieller Hypertonie“.
Die Entscheidung, ab wann ein erhöhter Blutdruck behandelt werden muss, hängt von vielen Faktoren ab (z. B. Alter, Geschlecht) und sollte von Ihrem Arzt in Absprache mit Ihnen getroffen werden.
((Abbildung: Blutdruckmessgerät))
Warum muss ein zu hoher Blutdruck gesenkt werden?
Erhöhter Blutdruck ist eine so genannte „stumme Gefahr“, denn er verursacht anfangs nur ganz selten Beschwerden, kann aber unbehandelt gefährliche Folgen haben. Denn durch den erhöhten Druck in den Blutgefäßen kommt es einerseits zu einer Überlastung des Herzens und zum anderen zu Veränderungen an den Blutgefäßen. Dadurch ist auf Dauer die Durchblutung wichtiger Organe nicht mehr gewährleistet, es kommt im schlimmsten Fall zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen.
Was versteht man unter einer chronisch stabilen Angina pectoris?
Sind die Herzkranzgefäße, d. h. die Blutgefäße, die den Herzmuskel selbst mit Blut versorgen, verengt, wird der Herzmuskel nur noch ungenügend durchblutet und reagiert vor allem bei körperlicher und seelischer Belastung mit Beschwerden. Diese äußern sich durch Schmerzen hinter dem Brustbein, die auch in den linken Arm, in den Rücken oder den Unterkiefer ausstrahlen können, oder durch ein anfallartiges Engegefühl in der Brust, den so genannten Angina-pectoris-Anfall.
Die chronisch stabile Angina pectoris ist die häufigste Erscheinungsform dieser Durchblutungsstörung.
Wie kommt es zu einer chronisch stabilen Angina pectoris?
Die Entstehung einer Verengung der Herzkranzgefäße wird durch viele Faktoren begünstigt, die der Arzt unter dem Begriff Risikofaktoren zusammenfasst. Hierzu gehören Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht, Rauchen, mangelnde Bewegung oder Stoffwechselerkrankungen wie z. B. die Zuckerkrankheit. Ein Teil der Risikofaktoren kann auch erblich bedingt sein.
Bleibt die chronisch stabile Angina pectoris als Erscheinungsform verengter Herzkranzgefäße unbehandelt und werden die Risikofaktoren nicht ausgeschaltet, schreitet die Erkrankung immer weiter fort und kann schließlich z. B. zum Herzinfarkt führen.
((Abbildung: Herz))
Worauf sollten Sie bei der Behandlung achten?
Das Wichtigste bei der Behandlung mit einem Kalziumantagonisten ist, dass Sie sich genau an die Empfehlungen und Ratschläge Ihres Arztes halten und das Arzneimittel regelmäßig einnehmen. Lesen Sie die Gebrauchsinformation vor der Einnahme genau durch.
Was können Sie selbst zum Erfolg der Behandlung beitragen?
Wie Sie schon gelesen haben, wird Ihre Erkrankung durch mehrere Risikofaktoren beeinflusst. Dies gilt sowohl für den nicht organbedingten Bluthochdruck als auch für die chronisch stabile Angina pectoris. Gegen viele dieser Risikofaktoren können Sie selbst etwas tun und damit den Erfolg Ihrer Behandlung wesentlich mitbestimmen. Ihrem Herzen und Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie daher Ihre Lebensweise überdenken und möglichst viele Risikofaktoren ausschalten.
Der Lohn sind mehr lebenswerte Jahre!
((Piktogramm))
In Deutschland gibt es zu vielen gesundheitlichen Problemen Selbsthilfeverbände und Patientenorganisationen. Hier finden Gleichbetroffene und Angehörige Informationen, Rat, Austausch und Hilfe im Umgang mit der Erkrankung. Sollten Gruppen oder Organisationen für Ihre Erkrankung existieren, finden Sie die Kontaktadressen durch
- Ihren behandelnden Arzt/Ihr Klinikum
- Ihre Krankenkasse
- die BAG-SELBSTHILFE in Düsseldorf
Kirchfeldstr. 149
40215 Düsseldorf
Telefon: 0211
Telefax: 0211
E-Mail: info@bag-selbsthilfe.de
Internet:
Hinweise für den Arzt
In einer klinischen Studie bei Patienten mit unzureichender Funktionsleistung des Herzens (chronischer Herzinsuffizienz NYHA Grad III bis IV), die eine Therapie mit ACE-Hemmern, Digitalis und Diuretika erhielten, hatte Norvasc keinen ungünstigen Effekt auf die Überlebenswahrscheinlichkeit und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (kombinierte Mortalität und kardiale Morbidität). Da Patienten mit plötzlich auftretender unzureichender Funktionsleistung des Herzens (akuter Herzinsuffizienz) nicht mit Norvasc behandelt wurden, wird Norvasc bei diesen Patienten nicht empfohlen.
Es ist bekannt, dass Betarezeptorenblocker eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) verschlechtern können. ür Norvasc ergaben sich in der klinischen Erprobung keine Hinweise auf Verschlechterung der Schlagkraft des Herzens (negative inotrope Wirkung). Dennoch sollte die gleichzeitige Anwendung von Norvasc und Betarezeptorenblockern bei Patienten mit Herzschwäche vorsichtig erfolgen.
Bestimmte Arzneimittel aus der Gruppe der Kalziumantagonisten können die muskelwirksame (negativ inotrope) Wirkung von Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen wie Amiodaron und Chinidin verstärken. Da bei Norvasc bisher keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten diese Patienten sorgfältig überwacht werden.
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((Anmerkung: Die Festlegung/Benennung der Spalten erfolgt bei Drucklegung entsprechend den vom tatsächlichen Format der Gebrauchinformation vorgegebenen Verhältnissen!))


Bewertungen «Norvasc 10 mg»