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«Nurofen Liquid 200 mg Kapseln»

Nurofen Liquid 200 mg Kapseln


Was ist es und wofür wird es verwendet?

2 Was müssen Sie vor der Einnahme von Nurofen beachten?
3 Wie ist Nurofen einzunehmen?
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5 Wie ist Nurofen aufzubewahren?
6 Weitere Informationen

Nurofen enthält 200 mg Ibuprofen. Ibuprofen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAIDs) genannt wird. Diese Arzneimittel beeinflussen die Reaktion des Körpers auf Schmerzen, Schwellungen und erhöhte Temperatur.

Nurofen wird verwendet zur:

  • Symptomatischen Linderung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Regelschmerzen.
  • Fiebersenkung.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nurofen darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile von Nurofen sind
  • wenn Sie nach vorherigen Einnahmen von Acetylsalicylsäure oder ähnlichen Schmerzmitteln (NSAID) schon einmal unter Kurzatmigkeit, Asthma, laufender Nase oder Nesselausschlag gelitten haben
  • wenn Sie ein Magengeschwür oder Magenblutungen haben oder jemals gehabt haben
  • wenn Sie schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen oder Herzschwäche haben
  • während der letzten drei Schwangerschaftsmonate (siehe unten).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nurofen ist erforderlich,

  • bei bestimmten Hautkrankheiten (systemischer Lupus erythematodes (SLE), oder bestimmte Bindegewebserkrankungen (Mischkollagenose))
  • wenn Sie an Magen- und Darmkrankheiten leiden oder gelitten haben (Colitis ulcerosa, Crohn’sche Krankheit)
  • wenn Sie jemals Bluthochdruck und/oder Herzschwäche hatten
  • bei verminderter Nierenfunktion
  • bei Leberfunktionsstörungen.
  • unerwünschte Wirkungen können durch die Einnahme der kleinsten wirksamen Dosis über die kürzestmögliche Zeit minimiert werden.
  • bei älteren Personen können häufiger Nebenwirkungen auftreten.
  • im Allgemeinen kann die gewohnheitsmäßige Verwendung von (verschiedenen Arten von) Schmerzmitteln zu einem bleibenden Nierenschaden führen.
  • wenn Sie an Asthma oder allergischen Reaktionen leiden oder gelitten haben, kann Atemnot auftreten.
  • Die Anwendung von Medikamenten wie Nurofen könnte mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einenHerzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Therapiedauer (3-5 Tage).
  • Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass Ihnen einerhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über die Behandlung.

Bei Einnahme von Nurofen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dieses gilt insbesondere für die Einnahme folgender Arzneimittel:

  • Glucocorticoide (Medikamente, die Kortison oder kortisonartige Stoffe enthalten), Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder andere NSAIDs (entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente), da sich dadurch das Risiko von Magen- und Darmgeschwüren oder -blutungen erhöhen kann.
  • Lithium (ein Medikament gegen Manisch-Depressive Krankheit und Depressionen), da die Wirkung von Lithium verstärkt werden kann
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Medikament gegen Depressionen), da diese das Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen können.
  • Medikamente zur Blutverdünnung (wie z.B. Warfarin), da NSAIDs die Wirkung dieser Medikamente verstärken können.
  • Methotrexat (ein Medikament gegen Krebs oder Rheumatismus), da die Wirkung von Methotrexat verstärkt werden kann
  • Medikamente gegen Bluthochdruck und Entwässerungstabletten, da NSAID die Wirkung dieser Medikamente abschwächen können und dadurch möglicherweise ein erhöhtes Risiko für die Niere entsteht.
  • Zidovudin (ein Medikament gegen Aids), da die Einnahme von Nurofen das Risiko für Gelenkblutungen oder Blutungen, die zu Schwellungen führen, erhöhen kann.

Was sollten Sie vermeiden, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen?
Einige Arzneimittel aus der Gruppe der Anti-Koagulantien (Blutgerinnungshemmer), z.B. Acetylsalicylsäure (ASS), Warfarin, Ticlopidin; einige Arzneimittel gegen Bluthochdruck wie ACE-Hemmer (z.B. Captopril), Beta-Rezeptorenblocker, Angiotensin II Antagonisten und auch einige andere Arzneimittel können die Ibuprofen-Behandlung beeinflussen oder werden von dieser beeinflusst. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie Nurofen gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln einnehmen.

Bei Einnahme von Nurofen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Patienten mit einem empfindlichen Magen wird empfohlen, Nurofen zusammen mit der Mahlzeit einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Dieses Medikament darf während der letzten 3 Monate der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Nehmen Sie dieses Medikament, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nicht in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft ein.
Nehmen Sie dieses Medikament nicht ein, wenn Sie schwanger werden wollen.
Der Wirkstoff Ibuprofen geht in sehr geringen Konzentrationen in die Muttermilch über, kann aber während der Stillzeit eingenommen werden, wenn die empfohlene Dosis eingehalten wird und über die kürzest mögliche Zeit. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei kurzzeitiger Einnahme dieses Medikaments ist kein oder ein vernachlässigbarer Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen zu erwarten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Nurofen
Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol und Maltitol-Lösung. Bitte nehmen Sie Nurofen erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Dieses Arzneimittel enthält Ponceau 4R Rot (Chonchenillerot A, E 124), welches allergische Reaktionen verursachen kann.

Wie wird es angewendet?

Nurofen darf von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden.
Nehmen Sie Nurofen immer genau nach Anweisung dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Nehmen Sie die ganze Kapsel mit einem Glas Wasser ein. Nicht kauen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von
Nurofen unzureichend ist oder stärker ist als von Ihnen erwartet.
Wenn die Symptome sich verschlimmern oder nicht innerhalb von 3 bis 5 Tagen abnehmen, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Wenn Sie eine größere Menge von Nurofen eingenommen haben, als Sie sollten
Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Folgende Anzeichen können auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Benommenheit, Augenzittern, verschwommene Sicht und Ohrensausen (Tinnitus), und selten Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Nurofen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Für die Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen werden die folgenden Definitionen verwendet:

Folgende Nebenwirkungen können möglicherweise auftreten:
Verdauungstrakt
Gelegentlich: Magenbeschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen und Übelkeit
Selten: Durchfall, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung
Sehr selten: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Durchbruch oder Magen-Darmblutungen, schwarze Verfärbung des Stuhls und blutiges Erbrechen, Verschlechterung existierender Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Crohn’sche Krankheit)
Nervensystem
Gelegentlich: Kopfschmerzen
Herz-Kreislaufsystem
Sehr selten: Schwellungen, Bluthochdruck, Herzversagen
Niere
Sehr selten: Verminderung der Urinausscheidung und Wassereinlagerungen (auch akutes Nierenversagen ist möglich), Nierenschäden, vermehrte Harnstoffkonzentration im Blut (erste Anzeichen sind: Verminderung der Urinausscheidung, allgemeines Unwohlsein)
Leber
Sehr selten: Leberschäden (erste Anzeichen können Hautverfärbungen sein),
Blut
Sehr selten: Störungen bei der Blutbildung - erste Anzeichen sind: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Geschwüre im Mund, grippeartige Beschwerden, schwere Erschöpfung, Nasen- und Hautblutungen. Haut
Sehr selten: ernste Hautreaktionen wie Hautausschlag mit roter Verfärbung und Blasenbildung Immunsystem
Sehr selten: Symptome aseptischer Meningitis (Entzündung der Hirnhaut und/oder Rückenmarkshäute) bei Personen mit bestehenden Krankheiten des Immunsystems – erste Anzeichen sind: steifer Nacken, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Desorientierung
Allergische Reaktionen
Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Nesselausschlag und Juckreiz
Sehr selten: schwere Überempfindlichkeitsreaktionen – Anzeichen dafür können sein: geschwollenes Gesicht, geschwollene Zunge und Kehlkopf, Kurzatmigkeit, beschleunigter Herzschlag, Blutdruckabfall oder ernster Schockzustand. Asthma kann sich verschlechtern.

Medikamente wie Nurofen können mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. In der Originalverpackung aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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