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«Ofloxacin 100 - 1 A Pharma»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ofloxacin 100 - 1 A Pharma wird angewendet
zur Behandlung folgender bakterieller Infektionen, wenn sie durch Ofloxacin-empfindliche Bakterien verursacht worden sind:
- Infektionen der unteren Harnwege, wie unkomplizierte Infektionen der Harnblase (Zystitis), der Harnröhre sowie Tripper (gonorrhoische Urethritis).
Die üblichen und allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika sind bei der Anwendung von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma zu beachten.
Hinweis:
Ofloxacin ist auch zur Behandlung weitere bakterieller Infektionen geeignet, allerdings in höherer Dosierung und mit längerer Therapiedauer.
Anwendungsgebiete Einzel- und Tagesgaben
Unkomplizierte Infektionen 2 x 100 mg Ofloxacin pro Tag
der unteren Harnwege (entsprechend 2 x 1 Filmtablette)
Unkomplizierte Gonorrhoe 400 mg Ofloxacin
(Tripper) (entsprechend 4 Filmtabletten als Einmalgabe)
Was ist bei eingeschränkter Nierenleistung zu beachten?
ür Patienten mit mäßig und schwer eingeschränkter Nierenleistung - diese wird bestimmt als Ausscheidung von Kreatinin aus dem Blut (Kreatinin-Clearance) oder als Kreatiningehalt im Blut (Serumkreatinin) - wird folgende Dosierung vorgeschlagen:
Die erste Dosis ist entsprechend der Art und Schwere der Erkrankung, wie bei Patienten mit normaler Nierenleistung. Die weitere Behandlung erfolgt mit geringeren Dosen bzw. in größeren Zeitabständen zwischen den Einzelgaben. Die folgenden Angaben dienen Ihrem Arzt als Richtlinie für die Fortführung der Therapie (Erhaltungsdosis):
Erhaltungsdosis bei eingeschränkter Nierenfunktion
Kreatinin-Clearance Serumkreatinin Erhaltungsdosis
(Kreatinin-Aus- (Gehalt an Kreatinin im Blut)
scheidung)
50 bis 20 ml/min 1,5 bis 5 mg/dl 1 bis 2 Filmtabletten pro
Tag
unter 20 ml/min über 5 mg/dl 1 Filmtablette pro Tag
Hämo- oder Perito- 1 Filmtablette pro Tag
nealdialyse
Im Einzelfall (siehe oben) kann es erforderlich sein, die Dosis zu erhöhen.
Dosierung bei eingeschränkter Leberleistung

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ofloxacin 100 - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Ofloxacin, dem Wirkstoff von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma, anderen Chinolonen oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind. Grund: Gefahr einer Überempfindlichkeitsreaktion
- wenn Sie einmal einen Krampfanfall hatten, z. B. aufgrund einer Epilepsie (Anfallsleiden) oder infolge einer sonstigen Schädigung des Gehirns (z. B. Verletzungen, Entzündungen oder Schlaganfall). Grund: Gefahr der Auslösung von Krampfanfällen
- bei Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase. Grund: Gelenkknorpelschäden sind nicht mit Sicherheit auszuschließen.
- wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“)
- wenn bei Ihnen nach Anwendung von Chinolonen Sehnenbeschwerden auftraten. Grund: Gefahr von Sehnenriss
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma ist erforderlich
• wenn Sie bereits bei der Behandlung mit anderen Chinolonen schwere Nebenwirkungen (z. B. schwere Reaktionen des Nervensystems) entwickelt haben, haben Sie möglicherweise ein erhöhtes Risiko, auch auf Ofloxacin 100 – 1 A Pharma mit solchen Nebenwirkungen zu reagieren.
• wenn bei Ihnen während der Einnahme von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma oder in den ersten Wochen nach Beendigung der Behandlung starker, anhaltender, manchmal auch blutiger Durchfall auftritt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt. In sehr seltenen ällen kann Durchfall ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung sein (pseudomembranöse Kolitis), für die umgehend eine geeignete Behandlung eingeleitet werden muss. Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen in solchen Fällen nicht eingenommen werden.
• wenn bei Ihnen eine Schädigung des Gehirns besteht, z. B. nach Schlaganfall oder Hirnverletzung. Sie neigen dann möglicherweise zu Krampfanfällen. Dies gilt auch, wenn Sie gleichzeitig bestimmte Mittel gegen rheumatische Beschwerden und Schmerzen oder Theophyllin einnehmen (siehe auch „Bei Einnahme von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln“). Wenn bei Ihnen Krampfanfälle auftreten, müssen Sie umgehend ärztlich behandelt werden. Sie dürfen Ofloxacin 100 – 1 A Pharma nicht weiter einnehmen.
• wenn bei Ihnen Sehnenbeschwerden (z. B. Schmerzen) auftreten. Diese können auf eine Sehnenentzündung hinweisen, die bereits innerhalb von 48 Stunden nach Behandlungsbeginn zum Sehnenriss führen kann. Ein Sehnenriss betrifft vorwiegend die Achillessehne und kann beidseitig auftreten. Ältere Patienten neigen eher zur Sehnenentzündung. Bei Verdacht auf eine Sehnenentzündung ist sofort ärztlicher Rat einzuholen. Die betroffene Sehne ist entsprechend zu behandeln, vor allem ruhig zu stellen. Die Behandlung mit Ofloxacin 100 – 1 A Pharma ist nach Rücksprache mit dem Arzt zu beenden. (Siehe auch Abschnitt 2 unter „Ofloxacin 100 – 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden“ und Abschnitt 4).
• wenn Sie gleichzeitig Kortikosteroide (manchmal auch Kortison genannt) anwenden. Sie haben dann möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Sehnenentzündungen.
• wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion besteht. Ofloxacin 100 – 1 A Pharma sollte dann nur unter ärztlicher Überwachung der Nierenfunktion eingesetzt werden. Die Dosis sollte angepasst werden (s. Abschnitt 3).
• wenn bei Ihnen derzeit eine psychiatrische Erkrankung besteht oder aus der Vergangenheit bekannt ist. Unter der Behandlung mit Ofloxacin sind Depressionen wie auch psychotische Reaktionen berichtet worden. Sehr selten entwickelten sie sich zu suizidalen Gedanken und selbstgefährdendem Verhalten, manchmal schon nach einer einzelnen Dosis von Ofloxacin. Falls eine ungewöhnlich starke Niedergeschlagenheit oder psychiatrische Symptome (z. B. Angst, Realitätsverkennung) auftreten, müssen Sie die Behandlung unterbrechen und Ihren Arzt informieren. Er wird über geeignete Maßnahmen und die weitere Behandlung entscheiden.
• wenn ihre Leberfunktion eingeschränkt ist, sollten Sie die Leberfunktionsparameter während der Behandlung in regelmäßigen Abständen von Ihrem Arzt überprüfen lassen, da Leberschädigungen durch Ofloxacin vorkommen können. Bei Anzeichen und Symptomen einer Hepatitis (Erkrankung der Leber) wie Gelbfärbung der Haut und Augen, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen beenden Sie die Einnahme und informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.
• wenn Sie bestimmte gerinnungshemmende Mittel einnehmen (s. auch „Bei Einnahme von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln“)
• wenn Sie Symptome wie z. B. Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute feststellen. Insbesondere die längere Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel wie Ofloxacin 100 – 1 A Pharma unempfindlich sind. Die genannten Symptome können Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern sein. Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln.
• wenn Sie an krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden, kann sich diese während der Behandlung mit Ofloxacin 100 – 1 A Pharma verschlechtern. In diesem Fall sollten Sie die Einnahme beenden und sofort Ihren Arzt informieren.
• Obwohl eine Steigerung der Lichtempfindlichkeit während der Behandlung mit Ofloxacin 100 – 1 A Pharma nur sehr selten eintritt, wird empfohlen, dass Sie starke Sonnenbestrahlung oder künstliche UV-Strahlung (z.B. Höhensonne, Solarium) vermeiden.
• wenn bei Ihnen das Risiko einer veränderten Herzfunktion (QT-Intervallverlängerung) besteht. Dies kann der Fall sein bei Elektrolytstörungen oder bestimmten Herzerkrankungen (Herzleistungsschwäche, Infarkt, verlangsamtem Herzschlag, angeborener Verlängerung des QT-Intervalls). Auch bei Anwendung bestimmter Arzneimittel (siehe unter „Bei Einnahme von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln“) besteht ein erhöhtes Risiko, da sie das QT-Intervall verlängern können.
• wenn Sie orale Antidiabetika (z. B. Glibenclamid) oder Insulin anwenden. Ihre Blutzuckerwerte müssen sorgfältig überwacht werden, weil es zu Unterzuckerungen kommen kann. Anzeichen einer Unterzuckerung können sein: Heißhunger, Nervosität, Schwitzen, Zittern.
• wenn bei Ihnen Zeichen einer Nervenstörung auftreten. Solche Störungen können sich zeigen als Muskelschwäche, Schmerz, Brennen, Kribbeln, Störung des Tast-, Temperatur- oder Lagesinns, Taubheitsgefühl oder andere Empfindungsstörungen. Sobald Sie Zeichen einer Nervenstörung bemerken, informieren Sie Ihren Arzt. Ofloxacin 100 – 1 A Pharma sollte abgesetzt werden, um bleibende Schäden zu vermeiden.
• wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie eine erbliche Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen bekannt ist (sogenannter Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel). In diesen ällen kann Ofloxacin 100 – 1 A Pharma die Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolyse) auslösen.
Bei einer Langzeitbehandlung mit Ofloxacin 100 – 1 A Pharma sollten die Funktionen von Nieren und Leber und die Blutwerte vom behandelnden Arzt regelmäßig überprüft werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Auf Grund fehlender Studien am Menschen und wegen einer möglichen Gelenkknorpelschädigung beim wachsenden Organismus durch Chinolone darf Ofloxacin 100 - 1 A Pharma bei Schwangeren und in der Stillzeit nicht angewendet werden. Wird während einer Behandlung mit Ofloxacin 100 - 1 A Pharma eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Ofloxacin hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige Nebenwirkungen (z.B. Schwindel/Be-nommenheit, Schläfrigkeit, Sehstörungen) können im Zusammenhang mit der Anwendung von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma auftreten und Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen (siehe Abschnitt 4). Dies beeinträchtigt Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen und gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Ofloxacin 100 - 1 A Pharma daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Ofloxacin 100 - 1 A Pharma einzunehmen?
Nehmen Sie Ofloxacin 100 - 1 A Pharma immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Die Dosierung von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung. Wie Sie Ofloxacin 100 - 1 A Pharma einnehmen sollen, sagt Ihnen Ihr Arzt. Er wird sich im Allgemeinen an folgenden Empfehlungen orientieren:
Übliche Dosierung bei normaler Nierenfunktion
Art der Anwendung
Ofloxacin 100 - 1 A Pharma ist unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ( - 1 Glas) einzunehmen. Dies kann sowohl auf nüchternen Magen als auch zu den Mahlzeiten erfolgen.
Die Gesamttagesdosen sollten auf je eine Gabe morgens und abends verteilt werden. Es ist wichtig, dass die Zeitabstände zwischen den Gaben von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma annähernd gleich sind.
Einzelgaben bis zu 400 mg Ofloxacin pro Tag (z. B. bei der Behandlung des Trippers) werden vorzugsweise morgens eingenommen.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln gegen Magenübersäuerung oder zum Magenschleimhautschutz kann es zur Abschwächung der Wirkung von Ofloxacin 100 -
1 A Pharma kommen. Gleiches gilt auch für andere Mittel, die bestimmte Metallionen (Aluminium, Eisen, Magnesium, Zink) enthalten. Daher muss Ofloxacin 100 - 1 A Pharma etwa 2 Stunden vor solchen Präparaten eingenommen werden (siehe auch "Bei Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln").
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Ansprechen der Erreger und Ihrem Krankheitszustand.
Die übliche Behandlungsdauer ist:
• bei unkomplizierten Infektionen der unteren Harnwege 3 Tage
• zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhö (Tripper) ist eine einmalige Einnahme von 4 Filmtabletten ausreichend.
Bis zum Vorliegen weiterer Erfahrungen wird empfohlen, eine Behandlungsdauer von
2 Monaten nicht zu überschreiten.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Ofloxacin 100 - 1 A Pharma eingenommen haben als Sie sollten
Wenn zu große Mengen Ofloxacin angewendet wurden, können Zeichen einer Störung der Funktion des Nervensystems auftreten, wie z. B. Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinstrübung und Krampfanfälle, sowie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie z. B. Übelkeit und Schädigungen (Erosionen) der Magen-Darm-Schleimhaut. Solche Störungen erfordern ärztliche Überwachung und unter Umständen sofortige Gegenmaßnahmen.
Haben Sie nur das Doppelte der geplanten Dosis eingenommen, genügt es, einen Arzt um Rat zu fragen, wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen beobachten. Setzen Sie die Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma planmäßig fort.
Haben Sie versehentlich mehr als doppelt so viel Ofloxacin 100 - 1 A Pharma wie vorgesehen, eingenommen, wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, damit dieser Sie beraten - und wenn nötig - überwachen und behandeln kann.
Wenn Sie die Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma vergessen haben
Eine unterlassene Einzelgabe muss möglichst bald nachgeholt und die Behandlung dann - wie ursprünglich vorgesehen - fortgeführt werden; die zulässige Tagesdosis sollte dabei aber nicht überschritten werden. Befragen Sie in Zweifelsfällen einen Arzt.
Wenn Sie die Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma abbrechen
Unregelmäßige Einnahme, zu geringe Einzel- und Tagesgaben und zu kurze Behandlungsdauer können den Behandlungserfolg gefährden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen können auftreten mit
- Arzneimitteln gegen Magenübersäuerung (mineralische Antazida) oder zum Schutz der Magenschleimhaut (z.B. Sucralfat), die bestimmte Metallionen enthalten (Aluminium, Eisen, Magnesium, Zink) sowie mit bestimmten Mitteln zur Behandlung einer HIV-Infektion (Didanosin-Kautabletten/gepufferte Tabletten). Ofloxacin 100 – 1 A Pharma muss daher mit etwa 2 Stunden Abstand vor solchen Präparaten eingenommen werden.
- Arzneimitteln, die die Schwelle für krampfartige Anfälle senken. Hierzu zählen bestimmte schmerzstillende bzw. entzündungshemmende Medikamente (z.B. Fenbufen oder vergleichbare nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel) oder bestimmte Arzneimittel gegen Atemwegserkrankungen (z.B. Theophyllin). Bei gleichzeitiger Einnahme solcher Mittel darf Ofloxacin 100 – 1 A Pharma nur mit großer Vorsicht angewendet werden
- bestimmten Arzneimitteln, die über die Nieren ausgeschieden werden (z.B. Probenecid, Cimetedin, Furosemid, Methotrexat). Diese Arzneimittel können sich in ihrer Ausscheidung über die Nieren behindern und zwar insbesondere, wenn sie hochdosiert angewendet werden. Dies kann zu einer Anhäufung dieser Stoffe im Körper und verstärkt zu Nebenwirkungen führen.
- Mitteln, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Phenprocoumon, Warfarin). Die blutgerinnende Wirkung kann durch Chinolone, wie Ofloxacin, verstärkt werden. Deshalb sollte die Gerinnbarkeit des Blutes sorgfältig überwacht werden.
- bestimmten Mitteln gegen erhöhten Blutzucker (Glibenclamid) (s. Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma ist erforderlich“).
- bestimmten Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern können. Ihre Herzfunktion kann verändert werden (s. auch unter „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 100 - 1 A Pharma ist erforderlich“).
- Laboruntersuchungen zur Bestimmung von Harnwerten (Bestimmung von Opiaten, Porphyrinen im Harn). Gegebenenfalls sollten positive Ergebnisse durch spezifischere Methoden bestätigt werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Ofloxacin 100 - 1 A Pharma Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100,
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000,
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000,
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht
abschätzbar
Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe Abschnitt 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma ist erforderlich“ und Abschnitt 4. “Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. In diesen ällen ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis oder sich stark entwickelt:
Dickdarmentzündung (Pseudomembranöse Kolitis)
Hier muss vom Arzt eine Beendung der Behandlung mit Ofloxacin 100 - 1 A Pharma in Abhängigkeit vom Anwendungsgebiet erwogen und sofort eine angemessene Behandlung eingeleitet werden. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Schockreaktionen)
Die Behandlung mit Ofloxacin 100 - 1 A Pharma muss sofort abgebrochen und unverzüglich ein Arzt kontaktiert werden, der die entsprechenden Notfallmaßnahmen einleiten wird (z. B. Gabe von Antihistaminika, Kortikosteroiden, Sympathomimetika und ggf. Beatmung)
Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen
In diesem Fall sollte unverzüglich ein Arzt kontaktiert werden, der die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen einleiten wird (z.B. Atemwege freihalten, Verabreichung von krampflösenden Arzneimitteln).
Verschlechterung einer bestehenden Myasthenia gravis
Wenn Sie an Myasthenia gravis leiden, einer seltenen Erkrankung, die Muskelschwäche hervorruft, und sich das Krankheitsbild während der Behandlung mit Ofloxacin 100 – 1 A Pharma verschlechtert, beenden Sie die Einnahme und informieren Sie sofort Ihren Arzt.
Hepatitis (Erkrankung der Leber)
Bei Anzeichen und Symptomen einer Hepatitis (Erkrankung der Leber) wie Gelbfärbung der Haut und Augen, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen beenden Sie die Einnahme und informieren Sie sofort Ihren Arzt.
Weitere Nebenwirkungen
Gelegentlich:
• Unruhe, Nervosität, Erregungszustände, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerz, Benommenheit
• Augenbrennen, Bindehautentzündung
• Schwindel
• Herzklopfen
• Hustenreiz, Nasenlaufen
• Magenbeschwerden, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall
• Hautausschlag, Juckreiz
• Folgeinfektionen durch unempfindliche Bakterien oder Pilze
Selten:
• anaphylaktische/anaphylaktoide Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwellungen der Haut und Schleimhäute, z. B. des Gesichts, der Zunge und im Bereich des Kehlkopfes (Angioödeme)
• Appetitlosigkeit
• psychotische Reaktionen mit z. B. Halluzinationen (Fehlwahrnehmungen), Verwirrtheit, Angstzustände, intensive Traumerlebnisse (bis zum Albtraum), Depression
• Schläfrigkeit, Sinnesstörungen wie Missempfindungen (z. B. Kribbeln, Taubheitsgefühl, gesteigerte bzw. verringerte Empfindung von Berührungsreizen), Geschmacks- und Geruchsstörungen (bis zum Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinnes)
• Sehstörungen (z. B. Verschwommensehen, Doppeltsehen und verändertes Farbensehen)
• Gleichgewichtstörungen
• Pulsbeschleunigung
• Blutdruckabfall (manchmal bis zum Kreislaufzusammenbruch mit Bewusstlosigkeit), Blutdruckanstieg
• Atemnot, Verkrampfung der Atemwege
• Darmentzündung (in Einzelfällen auch mit Blut im Stuhl)
• Beeinträchtigung der Leberfunktion mit Anstieg von Leberenzymwerten, Erhöhung von Bilirubin (Gallenfarbstoff) im Blut
• Schwitzen, Hitzewellen, Nesselsucht (Urtikaria), bläschenförmiger oder pustulöser Ausschlag
• Sehnenbeschwerden (z. B. Schmerzen, Sehnenentzündung)
• Beeinträchtigung der Nierenfunktion (diese zeigt sich z. B. als Anstieg des Serumkreatinin)
Sehr selten:
• Mangel an bestimmten Blutzellen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie), Zerfall der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), Erhöhung der Zahl bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie)
Zeichen solcher Blutbildstörungen können sein:
Blässe und Schwäche, rötlich gefärbter Urin,
entzündliche Schleimhautveränderungen (z. B. im Mund- und Rachen-, After- und Genitalbereich), eine Halsentzündung und unerwartet dauerhaftes oder wiederkehrendes Fieber oder
verstärkte Blutungsneigung (z. B. verstärkte Neigung zu Blutergüssen) und das gehäufte Auftreten von sog. Petechien (kleine, punktförmige, rötliche Flecken in der Haut und an den Schleimhäuten).
• Entzündung von kleinen Blutgefäßen, Überempfindlichkeitsreaktionen mit schwerwiegendem Blutdruckabfall (anaphylaktischer/anaphylaktoider Schock)
• Krampfanfälle, extrapyramidale Symptome (z. B. erhöhte bzw. erniedrigte Muskelspannung, unbeabsichtigte Bewegungen des Gesichts bzw. des Körpers, verlangsamter Bewegungsbeginn, Bewegungsarmut) oder muskuläre Koordinationsstörungen (z. B. Zittern, Gangunsicherheit) *
• Nervenstörungen, Empfindungen und Bewegungsabläufe betreffend
• Hörstörungen wie Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörverlust
• schwerwiegende Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis), siehe auch Abschnitt 2
• Gelbsucht in Folge verminderter Ausscheidung des Gallenfarbstoffes
• Lichtüberempfindlichkeit der Haut (z. B. Sonnenbrand-ähnliche Reaktionen, Verfärbung oder Ablösung der Nägel) *
• entzündliche Erkrankung der Blutgefäße mit kleinen, punktförmigen, rötlichen Flecken in der Haut und an den Schleimhäuten, Bläschen oder Knötchen, die in Einzelfällen zum Absterben von Haut führen; schwerwiegende Haut- und Schleimhautreaktionen (Erythema multiforme, toxische epidermale Nekrolyse)
• Gelenk- und Muskelbeschwerden (z. B. Schmerzen), Sehnenriss (z. B. der Achillessehne*)
• akutes Nierenversagen (Anzeichen können sein: starke Zu- und Abnahme der Urinausscheidung, verbunden mit allgemeinem Krankheitsgefühl)
• Fieber
Häufigkeit nicht bekannt
• Mangel an bestimmten Blutzellen (Agranulozytose), schwerwiegende Störungen der Blutzellenbildung (Knochenmarksdepression)
• schwerwiegende Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom), plötzlich auftretender Eiterbläschen-Ausschlag, an gleicher Stelle wiederkehrender Ausschlag (fixes Arzneimittelexanthem)
• Schädigung des Muskelgewebes, Muskelschwäche (von besonderer Bedeutung bei Patienten mit Myasthenia gravis, einer schweren Muskelerkrankung), Muskelzerrung, Muskelabriss
• allergisch bedingte Nierenentzündung
• Porphyrie-Attacken bei Patienten mit Porphyrie (seltene Stoffwechselerkrankung)
• Leberentzündung (Hepatitis), schwerer Leberschaden
• schwere Atemnot, allergisch bedingte Lungenentzündung
• Störungen der Herztätigkeit (Verlängerung der QT-Zeit, Herzrhythmusstörungen, z. B. ventrikuläre Tachykardien oder Arrhythmien, Torsade de Pointes), kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkopen) *
• psychotische Reaktionen und Depressionen mit Selbstgefährdung bis hin zu suizidalen Gedanken oder Handlungen *
• Anstieg oder Abfall des Blutzuckers, insbesondere bei Patienten, die mit blutzuckersenkenden Mitteln behandelt werden *
* Siehe auch im Abschnitt 2 unter "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ofloxacin 100 – 1 A Pharma ist erforderlich“.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Durchdrückpackung und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Ofloxacin 100 - 1 A Pharma®
Wirkstoff: Ofloxacin 100 mg pro Filmtablette
Liebe Patientin, lieber Patient!
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Ofloxacin 100 - 1 A Pharma enthält den Wirkstoff Ofloxacin. Dieser gehört zu einer Gruppe von Stoffen mit chemisch ähnlichen Eigenschaften, die als Chinolone bezeichnet werden. Chinolone wie Ofloxacin wirken auf bestimmte Krankheitskeime, nämlich Bakterien, abtötend. Solche Stoffe, die Bakterien abtöten oder ihre Vermehrung hemmen, werden Antibiotika genannt und zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt. Durch die Anwendung von Antibiotika soll der Krankheitsverlauf verkürzt und gemildert und möglichen Folgeschäden vorgebeugt werden.
Was sollte bei eingeschränkter Leberleistung beachtet werden?
Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberleistung (z. B. bei Leberzirrhose [Schrumpfleber] mit Bauchwassersucht) kann die Ausscheidung von Ofloxacin vermindert sein. In solchen ällen sollte eine Tageshöchstdosis von 400 mg Ofloxacin entsprechend 4 Filmtabletten Ofloxacin 100 - 1 A Pharma nicht überschritten werden.


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