Paclitaxel-Actavis 6 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«Paclitaxel-Actavis 6 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dieses Arzneimittel wird zur Behandlung von Krebs angewendet. Dieses können bestimmte Arten von Brustkrebs oder Eierstockkrebs sein (fortgeschrittener oder metastasierender Eierstockkrebs, fortgeschrittener oder metastasierender Brustkrebs). Außerdem kann dieses Arzneimittel zur Behandlung einer besonderen Form von Lungenkrebs (fortgeschrittener nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, NSCLC) bei Patienten angewendet werden, die nicht chirurgisch und/oder mit Strahlentherapie behandelt werden können. Paclitaxel kann ebenfalls zur Behandlung einer speziellen Krebsart, dem sogenannten Kaposi Sarkom, angewendet werden, die mit AIDS (Acquired Immuno-Deficiency Syndrome verursacht durch eine HIV-Erkrankung) in Zusammenhang steht, wenn andere Maßnahmen , d. h. liposomale Anthrazykline, unwirksam waren.
Paclitaxel wirkt durch Hemmung der Zellteilung und wird angewendet, um das Wachstum von Krebszellen zu verhindern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paclitaxel-Actavis darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Paclitaxel oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Einer der Inhaltsstoffe, Macrogolglycerolricinoleat, kann schwere allergische Reaktionen hervorrufen.
wenn Sie schwanger sind oder stillen.
wenn die Zahl von bestimmten weißen Blutkörperchen (Neutrophile) zu niedrig ist. Diese werden von einem Arzt oder einer Schwester gemessen.
Bei Patienten mit Kaposi Sarkom darf dieses Arzneimittel nicht angewendet werden, wenn Sie eine schwere unkontrollierte Infektion haben.
Pacliitaxel-Actavis sollte nicht Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren verabreicht werden.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Paclitaxel-Actavis ist erforderlich,
wenn Sie eine Herzerkrankung oder Leberbeschwerden haben.
wenn während oder kurz nach der Behandlung mit Paclitaxel Durchfall auftritt (pseudomembranöse Colitis)
wenn Sie ein Kaposi Sarkom haben und eine schwere Entzündung der Schleimhäute (Membranen, die Körperöffnungen auskleiden) auftritt
Dieses Arzneimittel enthält Alkohol (siehe auch „Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Paclitaxel-Actavis“).
wenn Sie Probleme mit den Nerven in Ihren Händen oder üßen, wie Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Brennen, gehabt haben (periphere Neuropathie)
wenn Sie das Blut betreffende Probleme haben, wie etwa eine Veränderung der Anzahl einiger Blutzellen
wenn Paclitaxel-Actavis Ihnen in Kombination mit einer Bestrahlung der Lunge gegeben wird.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Paclitaxel-Actavis kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Schwangerschaft
Sie dürfen Paclitaxel-Actavis nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Paclitaxel kann das ungeborene Kind schädigen.
Eine Schwangerschaft muss vermieden werden und beide Partner müssen während der Behandlung mit Paclitaxel und mindestens 6 Monate danach eine sichere Methode zur Schwangerschaftsverhütung anwenden.
Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie schwanger geworden sind.
Stillzeit
Paclitaxel-Actavis darf nicht angewendet werden, wenn Sie stillen. Sie müssen das Stillen beenden, während Sie mit Paclitaxel-Actavis behandelt werden. Beginnen Sie nicht wieder zu stillen, bevor Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass dies wieder sicher ist.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Bei Anwendung von Paclitaxel-Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wenn Paclitaxel-Actavis gleichzeitig mit Cisplatin angewendet wird, muss Paclitaxel-Actavis vor dem Cisplatin verabreicht werden. Paclitaxel-Actavis muss 24 Stunden nach Doxorubicin verabreicht werden.
Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die den Stoffwechsel von Paclitaxel beeinflussen, wie z. B. Erythromycin, Fluoxetin, Gemfibrozil, Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Efavirenz und Nevirapin, und bei HIV-Patienten, die Proteaseinhibitoren erhalten (Ritonavir, Nelfinavir) muss die Anwendung mit besonderer Vorsicht erfolgen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Paclitaxel-Actavis enthält Alkohol.
Es gibt keinen Grund, warum Sie während der Behandlungszyklen mit Paclitaxel-Actavis kein Fahrzeug fahren oder Maschinen bedienen sollten, Sie sollten aber daran denken, dass dieses Arzneimittel Alkohol enthält. Es kann daher unklug sein, unmittelbar nach einer Verabreichung zu fahren. In jedem Falle dürfen Sie kein Fahrzeug fahren oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich schwindelig oder benommen fühlen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Paclitaxel-Actavis
Paclitaxel-Actavis enthält:
zu nahezu 50 Volumen-% Alkohol (Ethanol), d. h. bis zu 20 g pro Dosis. Dies entspricht einem halben Liter Bier oder einem großen Glas (210 ml) Wein pro Dosis. Diese Menge kann für Alkoholkranke und Hochrisikopatienten gefährlich sein, einschließlich Patienten mit Lebererkrankung oder Epilepsie (Anfälle). Die in diesem Arzneimittel enthaltene Alkoholmenge kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen.
Macrogolglycerolricinoleat, das schwere allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen hervorrufen kann.
Vorsichtsmaßnahmen bei Herstellung von Paclitaxel-Actavis Infusionslösung
Es sollten ein Schutzraum und Schutzhandschuhe verwendet und ein Schutzkittel getragen werden.
Geöffnete Packungen wie Injektionsflaschen und Infusionsbeutel sowie benutzte Kanülen, Spritzen. Katheter, Röhrchen und Reste von Zytostatika müssen als Sondermüll angesehen werden und unterliegen lokalen Richtlinien zur Handhabung von GEFAHRSTOFFEN.
Im Falle eines Verschüttens sind untenstehende Anweisungen zu befolgen:
– es ist Schutzkleidung zu tragen
– zerbrochenes Glas muss in einem ABFALLBEHÄLTER ÜR
GEFAHRSTOFFE gesammelt werden
– kontaminierte Oberflächen müssen mit reichlich kaltem Wasser
gründlich gereinigt werden
– die gereinigten Oberflächen müssen anschließend gründlich
abgetrocknet werden und das hierzu verwendete Materialmuss als
GEFAHRSTOFFABFALL entsorgt werden.
Sollte Paclitaxel-Actavis mit der Haut in Kontakt kommen, sofort mit viel fließendem Wasser und anschließend mit Wasser und Seife abwaschen. Im Falle eines Kontaktes mit den Schleimhäuten sofort gründlich mit Wasser abwaschen. Wenn Sie irgendwelche Beschwerden haben, suchen Sie einen Arzt auf.
Sollte Paclitaxel-Actavis mit den Augen in Kontakt kommen, spülen Sie diese mit reichlich Wasser. Suchen Sie umgehend einen Augenarzt auf.
Herstellung der Infusionslösung
Sogenannte „geschlossene Systeme“ , z. B. ein Chemo-Pin oder ähnliches, sollte zur Entnahme der Dosen aus der Durchstechflasche nicht verwendet werden, weil der Gummistopfen beschädigt werden kann, wodurch die Sterilität verloren geht.
Zubereitung, Lagerung und Handhabung sollten nicht mit PVC-haltiger Ausrüstung erfolgen (siehe „Inkompatibilitäten“ weiter unten).
Vor der Infusion muss Paclitaxel unter aseptischen Bedingungen verdünnt werden. Die folgenden Infusionslösungen können zur Verdünnung verwendet werden: 0,9 %ige Natriumchlorid-Infusionslösung oder 5 %ige Glukose-Infusionslösung oder 5 %ige Glukose mit 0,9 %iger Natriumchlorid-Infusionslösung, oder 5 %ige Glukose in Ringerlösung auf eine Endkonzentration von 0,3 – 1,2 mg Paclitaxel/ml.
In seltenen ällen wurde über Ausfällungen während der Infusion von Paclitaxel berichtet, üblicherweise gegen Ende einer 24-stündigen Infusion. Die Ursache für diese Ausfällungen ist unklar, man geht jedoch davon aus, dass sie mit einer Übersättigung der verdünnten Infusionslösung in Zusammenhang stehen. Um die Gefahr von Ausfällungen zu verringern, sollte Paclitaxel so bald wie möglich nach Herstellung der verdünnten Infusionslösung verabreicht und übermäßiges Schütteln sollte vermieden werden.
Bei der Zubereitung kann die Lösung Schlieren bilden, welche auf das Lösungsmittel im Konzentrat zurückzuführen sind; diese sind durch Filtrieren nicht zu beseitigen. Um die Gefahr von Ausfällungen zu verringern, sollte Paclitaxel so bald wie möglich nach Herstellung der verdünnten Infusionslösung verabreicht werden.
Infusionstechnik
Paclitaxel-Actavis Infusionslösung muss als intravenöse Infusion verabreicht werden.
Paclitaxel-Actavis Infusionslösung sollte über einen In-Line-Filter mit einer  0,22 µm Mikroporenmembran infundiert werden. (Im Versuch mit einem entsprechenden Infusionssystem mit In-Line-Filter wurde kein relevanter Wirkstoffverlust festgestellt.)
Die Infusionssets sind vor Gebrauch gründlich zu spülen. Während der Infusion ist das Aussehen der Lösung regelmäßig zu inspizieren. Die Infusion ist bei Auftreten von Niederschlag zu stoppen.
Stabilität und Lagerbedingungen
Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Bei Lagerung im Kühlschrank kann sich ein Niederschlag bilden, der sich bei Zimmertemperatur durch leichtes Schütteln bzw. von selbst löst. Die Qualität des Arzneimittels ist dadurch nicht beeinträchtigt. Wenn Schlieren bestehen bleiben oder ein unlöslicher Niederschlag festgestellt wird, ist die Durchstechflasche zu verwerfen.
Auf dem Etikett und dem Umkarton ist ein Verfallsdatum angegeben. Das Arzneimittel darf nach dem Verfallsdatum nicht mehr verwendet werden.
Nach Anbruch: Unter mikrobiologischen Gesichtspunkten kann das Arzneimittel nach dem erstmaligen Öffnen bis maximal 28 Tage bei 25°C aufbewahrt werden. Andere Lagerzeiten und -bedingungen nach Anbruch liegen in der Verantwortung des Anwenders.
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Infusionslösung wurde bei 5 °C und bei 25 °C für einen Zeitraum von 7 Tagen bei Verdünnung mit 5 %iger Glucoselösung und 5 %iger Glucose in Ringer Lösung zur Injektion nachgewiesen, sowie über 14 Tage bei Verdünnung mit 0,9 %iger Natriumchloridlösung. Unter mikrobiologischen Gesichtspunkten sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort verwendet werden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, liegen die Lagerzeiten und
-bedingungen bis zur Verwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 – 8 °C liegen, wenn die Verdünnung unter kontrollierten und sterilen Bedingungen stattgefunden hat. Nach Verdünnung zur einmaligen Verwendung.
Inkompatibilitäten
Um die Exposition des Patienten mit dem Plastifizierer DEHP (Bis(2-ethylhexyl)phthalat) zu minimieren, der aus PVC-plastifizierten Infusionsbeuteln, Sets oder anderen medizinischen Instrumenten ausgelaugt werden kann, sollten verdünnte Paclitaxel-Lösungen in Flaschen, die kein PVC enthalten (Glas, Polypropen), oder Plastikbeuteln (Polypropen, Polyolefin) aufbewahrt und mittels Polyethen-Infusionsbesteck verabreicht werden. Die Verwendung von Filtereinrichtungen (z. B. IVEX-2), die kurze innere und/oder äußere plastifizierte PVC-Schläuche enthalten, scheinen keine signifikante DEHP-Auslaugung zu bewirken.
Entsorgung
Alle Materialien, die zur Verdünnung oder Verabreichung verwendet wurden oder die auf andere Weise mit Paclitaxel in Kontakt gekommen sind, sollten den üblichen Standards für zytostatische Wirkstoffe entsprechend entsorgt werden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Paclitaxel-Actavis ANZUWENDEN?
Ihr Arzt bestimmt, wie viel Paclitaxel-Actavis Sie bekommen. Es wird Ihnen unter der Aufsicht eines Arztes verabreicht, der Ihnen weitere Informationen geben kann. Die Dosis hängt von der Art und dem Ausmaß Ihrer Krebserkrankung sowie von Ihrer Körperoberfläche in Quadratmetern (m2), berechnet aus Ihrer Körpergröße und Ihrem Gewicht, ab. Außerdem wird die Dosis, die Sie bekommen, von den Ergebnissen Ihrer Blutuntersuchungen abhängen.
Die Paclitaxel-Lösung muss verdünnt werden, bevor Sie Ihnen verabreicht wird.
Paclitaxel-Actavis wird durch Infusion (als Tropf) in eine Vene über drei Stunden verabreicht. Die Behandlung wird normalerweise alle drei Wochen wiederholt. Die Behandlung von AIDS-assoziiertem Kaposi Sarkom wird jede zweite Woche wiederholt.
Abhängig von der Art und Schwere Ihrer Krebserkrankung werden Sie Paclitaxel entweder allein oder in Kombination mit anderen Zytostatika bekommen.
Jedes Mal, bevor Sie Paclitaxel-Actavis bekommen, werden Sie andere Arzneimittel (Prämedikation) erhalten, wie Dexamethason, Diphenhydramin und Cimetidin oder Ranitidin.
Dies ist notwendig, um das Risiko schwerer allergischer (Überempfindlichkeits-)Reaktionen zu vermindern (siehe Abschnitt 4. „Nebenwirkungen“ – gelegentlich).
Pacliitaxel-Actavis sollte nicht Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren verabreicht werden.
Wenn Ihnen zu viel Paclitaxel-Actavis verabreicht wurde
Ihre Dosis wird sorgfältig von einem Arzt berechnet, daher ist eine Überdosierung unwahrscheinlich. Wird Ihnen dennoch zu viel verabreicht, wird dies wahrscheinlich die normalen Nebenwirkungen verstärken, insbesondere Bluterkrankungen, Taubheit/Kribbeln insbesondere der Arme, Hände, Beine oder üße, sowie Verdauungsstörungen einschließlich Erbrechen und Durchfall.
Handhabung von Paclitaxel-Actavis
Wie bei allen zytostatischen Mitteln muss die Handhabung von Paclitaxel-Actavis mit besonderer Vorsicht erfolgen. Verdünnungen sind unter aseptischen Bedingungen nur von erfahrenen Personen und in besonders ausgewiesenen Räumen vorzunehmen. Es sind Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um einen Kontakt mit Haut und Schleimhaut zu verhindern. Bei Hautkontakt wurde Kribbeln, Brennen und Rötung beobachtet. Bei Inhalation wurde über Atemnot, Brustschmerz, Brennen im Rachen und Brechreiz berichtet.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Paclitaxel-Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können nach einer Paclitaxel-Actavis-Infusion auftreten.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Haarverlust und Verminderung der Zahl von Blutzellen. Nach Ende der Behandlung mit Paclitaxel-Actavis werden Ihre Haare wieder wachsen und sich die Zahl Ihrer Blutzellen normalisieren.
Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, informieren Sie sofort Ihren Arzt:
Jegliche ungewöhnlichen Blutergüsse, Blutungen oder Infektionszeichen, wie rauer Hals und Temperaturerhöhung.
Eine schwere allergische Reaktion – Sie können einen plötzlichen juckenden Ausschlag (Nesselsucht), Schwellungen von Händen, üßen, Knöcheln, Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen (was zu Schluck- oder Atembeschwerden führen kann) bekommen und Sie können das Gefühl haben, in Ohnmacht zu fallen.
Atemlosigkeit und trockenen Husten infolge einer Beeinträchtigung der Lungen.
Reaktionen an der Injektionsstelle, z. B. lokale Schwellung, Schmerzen, Rötung.
Sehr häufig (betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten):
Auswirkungen auf das Knochenmark, die die Verminderung einiger Blutzellen bewirken können. Dies kann eine Blutarmut (Anämie) verursachen. Es kann außerdem zu Infektionen, vor allem Infektionen der Harnwege und der oberen Atemwege (mit berichteten Todesfällen) führen.
Verminderte Blutplättchenzahl und Blutungen.
Leichte allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen wie Hautrötung und Ausschlag.
Probleme mit den Nerven in Händen und/oder üßen (periphere Neuropathie), die Kribbeln in der Haut, Taubheitsgefühl und/oder Schmerzen hervorrufen können.
Niedriger Blutdruck.
Krankheitsgefühl (Übelkeit), Unwohlsein (Erbrechen) und Durchfall.
Haarverlust.
Muskel- oder Gelenkschmerzen.
Lokale Entzündungen, z. B. der Mundhöhle.
Häufig (betrifft mehr als 1 von 100 Behandelten):
Langsamer Herzschlag (Puls).
Leichte Veränderungen der Nägel und der Haut, die rasch wieder verschwinden.
Schmerzhafte Schwellung und Entzündung an der Injektionsstelle kann Gewebeverhärtung (gelegentlich Cellulitis, Verdickung und Vernarbung der Haut (Hautfibrose), Absterben von Hautzellen (Hautnekrose)) verursachen.
Veränderungen in Bluttests zur Feststellung der Leberfunktion.
Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100 Behandelten):
Ein Schockzustand durch Blutvergiftung.
Schwere allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen wie z. B. erniedrigter oder erhöhter Blutdruck, Schwellung des Gesichts, Atemnot, Hautausschlag, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Brustschmerzen, beschleunigter Herzschlag, Bauchschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen, Schwitzen.
Schwerwiegende Herzprobleme, wie Degeneration des Herzmuskels (Kardiomyopathie), schwerwiegende Veränderungen des Herzrhythmus auch mit Ohnmachtsanfall. Herzanfall.
Blutdruckanstieg.
Blutgerinnsel (Thrombose), Venenentzündung im Zusammenhang mit Blutgerinnseln.
Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht).
Selten (betrifft weniger als 1 von 1.000 Behandelten):
Lungenentzündung.
Verminderte Anzahl eines Typs weißer Blutkörperchen mit Fieber (febrile Neutropenie).
Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen.
Auswirkungen auf die Nerven, die Muskelschwäche in Armen und Beinen verursachen kann.
Atembeschwerden, Flüssigkeit in der Lunge, Lungenentzündung und andere Lungenerkrankungen (Lungenfibrose, Lungenembolie), deutlich verminderte Lungenfunktion (Ateminsuffizienz).
Juckreiz, Hautausschlag und Hautrötung.
Schwäche, erhöhte Temperatur (Fieber), Dehydrierung, Ödeme, Krankheitsgefühl.
Blutvergiftung.
Darmverschluss, Durchbruch des Dünn- oder Dickdarms, Entzündung des Bauchfells (Peritoneum), Darmentzündung durch unzureichende Blutversorgung, Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Erhöhte Kreatininspiegel im Blut.
Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten):
Akute Leukämie (eine Art von Blutkrebs), myelodysplastisches Syndrom (eine Ansammlung verschiedener Bluterzellkrankungen).
Lebensbedrohliche allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock).
Appetitverlust, Schock infolge Blutdruckabfalls, Husten.
Auswirkungen auf das Nervensystem, das Darmlähmung, Blutdruckabfall beim Aufstehen aus einer sitzenden oder liegenden Position, epileptische Anfälle, Krämpfe, Verwirrtheit, Schwindel, Veränderungen der Gehirnfunktion oder -struktur, Kopfschmerzen, Koordinationsverlust der Muskelbewegung hervorrufen kann.
Probleme mit dem Sehvermögen und Sehstörungen, normalerweise bei Patienten, die höhere Dosen erhalten.
Schwerhörigkeit oder Hörverlust, Klingeln in den Ohren (Tinnitus), Drehschwindel.
Unnormaler Herzrhythmus (Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie).
Ein Blutgerinnsel in der Mesenterialarterie, pseudomembranöse Colitis (eine durch spezielle Bakterien hervorgerufene Dickdarmentzündung), Speiseröhrenentzündung, Verstopfung. Wasseransammlung im Abdomen (Bauch).
Schwere Dickdarmentzündung mit Fieber, wässrigem oder blutigem Durchfall und krampfartigen Bauchschmerzen (neutropenische Colitis).
Absterben von Leberzellen (Nekrose der Leber), Verwirrtheit und andere Effekte (hepatische Enzephalopathie) durch Veränderungen der Arbeit der Leber (beides mit berichteten Todesfällen).
Nesselfieber (Urtikaria), Schuppung und Schälung der Haut, normalerweise begleitet von Rötung.
Schwere entzündliche Blasenbildung der Haut und der Schleimhäute (die Schwere reicht von Erythema multiforme über Stevens-Johnson-Syndrom bis zu der schwersten Form einer toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN)).
Zerstörung der Nägel. Hände und üße müssen während der Zeit der Behandlung vor Sonnenlicht geschützt werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Paclitaxel-Actavis 6 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Paclitaxel
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
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Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet
Paclitaxel-Actavis Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung wird nur von einem Arzt oder einer Krankenschwester verabreicht. Diese können Ihnen Fragen beantworten, die Sie vielleicht nach dem Lesen dieser Packungsbeilage noch haben.


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