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«Paclitaxel Hospira 6 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Paclitaxel Hospira 6 mg/ml ist ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen.
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml wird zur Behandlung eines Eierstock- oder Brustkrebses allein oder in Kombination mit anderen Mitteln angewendet.
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml wird zur Behandlung des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (eine bestimmte Form des Lungenkrebs) in Kombination mit einem anderen Mittel angewendet, wenn keine Operation und/oder Strahlentherapie durchgeführt werden kann.
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml wird zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem AIDS-assoziiertem Kaposi Sarkom (KS), bei denen eine vorausgegangene liposomale Anthracyclin-Therapie erfolglos blieb, verwendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paclitaxel Hospira 6 mg/ml darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Paclitaxel oder einen der sonstigen Bestandteile (insbesondere gegenüber Macrogolglycerolricinoleat 35 (Ph. Eur.)) sind,
- wenn Sie schwanger sind oder stillen,
- wenn die Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen oder Blutplättchen zu niedrig ist,
- wenn Sie als KS-Patient gleichzeitig eine schwere, unkontrollierte Infektion haben.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Paclitaxel Hospira 6 mg/ml ist erforderlich,
- wenn die Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) zu niedrig ist,
- wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung und/oder Leberfunktionsstörung leiden.
Wenn Sie Paclitaxel Hospira 6 mg/ml erhalten, wird Ihnen Ihr Arzt vorher andere Arzneimittel bestimmte Arzneimittel gegen Überempfindlichkeitsreaktionen und Schwellungen (kortisonhaltige Arzneimittel, Antihistaminika und ein Magenschutzpräparat) verabreichen, damit Sie die Behandlung besser vertragen.
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, gekennzeichnet durch Atemnot, niedrigen Blutdruck, Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Nesselsucht sind auch bei geeigneter Vorbehandlung beobachtet worden. Ihr Arzt wird gegebenenfalls die Paclitaxel Hospira 6 mg/ml-Infusion absetzen und Sie je nach Erfordernis behandeln.
Wenn Paclitaxel Hospira 6 mg/ml in Kombination mit Doxorubicin oder Trastuzumab (zwei weiteren Arzneimitteln zur Behandlung von Krebserkrankungen) angewendet wird sollte Ihr Arzt Ihre Herzfunktion durch kardiologische Untersuchungen zu Beginn der Behandlung und regelmäßig im Verlauf (z.B. alle drei Monate oder bei Auffälligkeiten häufiger) sorgfältig überwachen.
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung, die Paclitaxel Hospira 6 mg/ml erhalten, kann es zu einer verstärkten Knochenmarkschädigung kommen. Besonders bei einer Langzeitinfusion ist das Risiko höher, Ihr Arzt wird daher in so einem Falle engmaschige Blutbildkontrollen durchführen.
Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung sollten nicht mit Paclitaxel behandelt werden.
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml muss mit Vorsicht eingesetzt werden, wenn Sie in der Vergangenheit Empfindungsstörungen in Händen oder üßen hatten (das ist eine periphere Neuropathie, die meist durch anhaltendes Taubheitsgefühl, Kribbeln und/oder Schmerzen charakterisiert ist); wenn sich Ihr Blutbild ändert (z.B. aufgrund zurückliegender Behandlungen) oder wenn Sie Probleme mit dem Herzen, dem Herz-Kreislauf-System (niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck, verlangsamte Herztätigkeit) oder der Leber haben. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr behandelnder Arzt über Ihre augenblickliche gesundheitliche Situation und alle vorausgegangenen Behandlungen informiert ist.
Da Paclitaxel Hospira 6 mg/ml Äthlyalkohol (Ethanol) enthält (396 mg/ml), sollten Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie an einer Lebererkrankung, an Alkoholabhängigkeit oder einer Erkrankung des Gehirns (einschließlich Epilepsie und Gehirnverletzung) leiden.
Bei KS-Patienten kann es selten zum Auftreten einer schweren Schleimhautentzündung kommen. Sollte es zu einem schweren Auftreten kommen, wird Ihnen Ihr Arzt die Dosis entsprechend herabsetzen.
Bei Anwendung von Paclitaxel Hospira 6 mg/ml mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Therapien erhalten oder andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gemeinsamer Anwendung mit folgenden Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen oder vermehrten Nebenwirkungen kommen, daher ist Vorsicht geboten:
• Cisplatin
• Doxorubicin
• Erythromycin
• Fluoxetin
• Gemfibrocil
• Rifampicin
• Carbamazepin
• Phenytoin
• Phenobarbital
• Efavirenz
• Nevirapin
• Proteaseinhibitoren (Nelfinavir, Ritonavir)
Schwangerschaft und Stillzeit
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da es zu einer Schädigung des ungeborenen Kindes führen kann.
Während der Behandlung mit Paclitaxel Hospira 6 mg/ml muss eine Schwangerschaft vermieden werden.
Falls dennoch eine Schwangerschaft eintritt, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml darf während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Aufgrund von Nebenwirkungen bei Säuglingen muss das Stillen für die Dauer der Paclitaxel-Behandlung unterbrochen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bitte beachten Sie, dass dieses Arzneimittel Alkohol enthält, der die Fahrtüchtigkeit oder die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen kann. Vom Führen eines Fahrzeuges direkt nach der Anwendung wird daher abgeraten. Bei Schwindel oder Sehstörungen dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Paclitaxel Hospira 6 mg/ml
Dieses Präparat enthält Ethanol. Im Durchschnitt erhält jeder Patient täglich eine Einzeldosis von ca. 21 g (26 ml) Ethanol.
Aufgrund des Gehalts an Macrogolglycerolricinoleat 35 (Ph. Eur.), kann es zu schweren allergischen Reaktionen, Blutdruckabfall, Kreislaufstörungen, Atemnot und Hitzewallungen kommen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST PACLITAXEL HOSPIRA 6 MG/ML ANZUWENDEN?
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml darf nur unter der Aufsicht eines auf dem Gebiet der Chemotherapie erfahrenen Arztes angewendet werden.
Ihr Arzt bestimmt die für Sie geeignete Dosierung. Die Dosierung ist abhängig von Ihrer Körperoberfläche. Paclitaxel Hospira 6 mg/ml wird als Dauerinfusion über 3 oder 24 Stunden verabreicht. Wenn Ihr Arzt nicht anders verordnet, wird die Paclitaxel Hospira 6 mg/ml-Gabe alle 3 Wochen (bei KS-Patienten alle 2 Wochen) wiederholt.
Um die Behandlung mit Paclitaxel Hospira 6 mg/ml besser zu vertragen, werden Sie ganz bestimmte Arzneimittel (solche zum Einnehmen und intravenöse) einige Stunden vor der Paclitaxel Hospira 6 mg/ml-Gabe bekommen.
Handhabung
Paclitaxel ist ein zytotoxisches Arzneimittel gegen Krebs und die Handhabung muss mit Vorsicht erfolgen. Verdünnungen müssen unter aseptischen Bedingungen von erfahrenen Personen und in besonders ausgewiesenen Räumen vorgenommen werden. Es sind Schutzhandschuhe zu tragen. Ein Kontakt von Paclitaxel mit der Haut oder der Schleimhaut ist zu vermeiden.
Falls Paclitaxel-Lösung mit der Haut in Kontakt kommt, die Haut sofort und sorgfältig mit Wasser und Seife waschen. Bei Hautkontakt kam es unter anderem zu Kribbeln, Brennen und Rötung. Falls Paclitaxel mit der Schleimhaut in Berührung kommt, muss eine sorgfältige Spülung mit Wasser erfolgen. Bei Inhalation wurde über Atemnot, Brustschmerz, Brennen im Rachen und Brechreiz berichtet.
Herstellung der Infusionslösung:
ür die Verdünnung des Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung dürfen bei der Entnahme aus den Paclitaxel-Durchstechflaschen keine Chemo-Pins oder Chemo-Spikes verwendet werden, da diese den Stopfen der Durchstechflasche beschädigen können, wodurch die Sterilität der Lösung verloren geht.
Vor der Infusion muss Paclitaxel unter aseptischen Bedingungen mit einer der unten aufgeführten Lösungen zu einer gebrauchsfertigen Infusionslösung (0,3–1,2 mg/ml) verdünnt werden:
• 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Lösung zur Herstellung einer Infusionslösung
• 50 mg/ml (5 %) Glucose-Lösung zur Herstellung einer Infusionslösung
• 50 mg/ml (5 %) Glucose- und 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Lösung zur Herstellung einer Infusionslösung
• Ringer-Lösung mit 50 mg/ml Glucose
Einmal verdünnt, sind die fertigen Infusionslösungen nur für den Einmalgebrauch.
Zur Lagerung der gebrauchsfertigen Lösung siehe Abschnitt “Wie ist Paclitaxel Hospira 6 mg/ml aufzubewahren.
Die gebrauchsfertige Lösung muss visuell auf Partikel und Verfärbungen hin untersucht werden.
Bei der Zubereitung kann die Lösung Schlieren bilden, welche auf das Lösungsmittel im Konzentrat zurückzuführen und nicht durch Filtration zu entfernen sind. Die Wirksamkeit des Arzneimittels ist durch die Schlierenbildung nicht beeinträchtigt. Die Infusionslösung sollte über einen In-Line-Filter mit einer Mikroporenmembran, dessen Porendurchmesser nicht größer als 0,22 µm ist, infundiert werden. Im Versuch mit einem Infusionssystem mit einem In-Line-Filter (0,22 µm) wurde kein relevanter Wirkstoffverlust festgestellt. Gelegentlich wurde über das Auftreten von Ausfällungen während der Infusion von Paclitaxel berichtet, üblicherweise gegen Ende einer 24-stündigen Infusion. Um die Gefahr von Ausfällungen zu verringern, ist Paclitaxel so bald wie möglich nach der Verdünnung zu verabreichen und ein übermäßiges Schütteln oder Schwenken sollte vermieden werden. Während der Infusion muss das Aussehen der Lösung regelmäßig geprüft und die Infusion beim Auftreten von Ausfällungen abgebrochen werden.
Um Patienten in möglichst geringem Ausmaß DEHP auszusetzen, das aus PVC-Infusionsbeuteln, Sets oder anderen medizinischen Instrumenten herausgelöst werden kann, dürfen verdünnte Paclitaxel-Lösungen nur in Flaschen (Glas, Polypropylen) oder in Plastikbeuteln (Polypropylen, Polyolefin) aufbewahrt werden, die kein PVC enthalten. Die Verabreichung soll mittels Infusionssets mit Polyethylenauskleidung erfolgen. Filtervorrichtungen, die einen kurzen Einlass- und/oder Auslass-Teil aus PVC haben, führten zu keiner deutlichen Freisetzung von DEHP.
Entsorgung:
Alle Gegenstände, die zur Herstellung, Verabreichung oder Infusion von Paclitaxel verwendet werden oder die anderweitig mit Paclitaxel in Kontakt kommen, müssen in einen geeigneten Sicherheitsbehälter gelegt und gemäß den nationalen/örtlichen Richtlinien für den Umgang mit Zytostatika entsorgt werden.
Hinweise für die Handhabung und Entsorgung
Inkompatibilitäten
Macrogolglycerolricinoleat 35 (Ph. Eur.) kann zu einer Freisetzung von Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) aus Behältnissen, die mit Polyvinylchlorid (PVC) beschichtet sind, führen. Die freigesetzte Menge steigt mit der Einwirkungsdauer und mit der Konzentration. Daher muss die Herstellung, Aufbewahrung und die Verabreichung von Paclitaxel in PVC-freien Behältnissen bzw. mit PVC-freien Geräten erfolgen. PVC-freie Materialien sind beispielsweise Glas, Polypropylen oder Polyolefin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen kann Paclitaxel Hospira 6 mg/ml Nebenwirkungen haben.
Wenn es Sie beunruhigt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, der sie über Vorteile und Risiken der Behandlung aufklären wird.
Wenn nicht anders angegeben, sind Häufigkeit und Schweregrad der Nebenwirkungen bei Patienten, die Paclitaxel Hospira 6 mg/ml zur Behandlung von Eierstockkrebs, Brustkrebs oder einer bestimmten Form des Lungenkrebs erhalten, im Allgemeinen ähnlich. Keine der unter Paclitaxel Hospira 6 mg/ml beobachteten Nebenwirkungen war eindeutig vom Alter der Patienten abhängig.
Beim AIDS-assoziierten Kaposi Sarkom sind die Nebenwirkungen in ihrer Häufigkeit und Schwere, mit Ausnahme jener auf das blutbildende System und der Leber, im Allgemeinen den Nebenwirkungen bei Patienten, die Paclitaxel als Monotherapie erhalten, ähnlich.
Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die folgenden Angaben über Nebenwirkungen auf die Paclitaxel Hospira 6 mg/ml-Monotherapie, verabreicht als Infusion über 3 Stunden, im metastasierten Stadium.
Bei Kombination mit anderen Chemotherapeutika kann es zu veränderten Häufigkeiten der Nebenwirkungen kommen, Ihr Arzt wird Sie darüber aufklären.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

* Nach Markteinführung
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig: Infektionen, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Herpes simplex
Gelegentlich: Septischer Schock
Selten: Lungenentzündung (Pneumonie), Blutvergiftung (Sepsis)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr häufig: Vorübergehende Funktionsstörung des Knochenmarks [starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen ohne Fieber (Neutropenie), Verringerung der roten Blutkörperchen (Anämie); Verringerung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)]
Häufig: Lokale Blutungen bei KS-Patienten
Selten: Mit Fieber einhergehende Verminderung der weißen Blutzellen (febrile Neutropenie)
Sehr selten: Bestimmte Formen von Blutkrebs (akute myeloische Leukämie, myelodysplastisches Syndrom)
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr häufig: Leichte Überempfindlichkeitsreaktionen, hauptsächlich Hautrötung mit Hitzegefühl und Hautausschlag
Gelegentlich: Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen [behandlungsbedürftiger Blutdruckabfall, Schwellungen von Haut und Schleimhaut oder Atemnot, die eine bronchienerweiternde Behandlung erforderlich machten, generalisierte Nesselsucht, Schüttelfrost und Rückenschmerzen]
Selten: Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten: Anaphylaktischer Schock
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr selten: Appetitlosigkeit
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr selten: Verwirrungszustände
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Schädigung des Nervensystems, hauptsächlich Empfindungsstörungen in Händen oder üßen
Selten: Neuropathie des Bewegungsapparates (mit daraus resultierender, wenig ausgeprägter Schwäche der Hände und üße)
Sehr selten: Autonome Neuropathie (mit der Folge einer Darmlähmung und eines Blutdruckabfalls beim Übergang vom Liegen zum Stehen), epileptische Anfälle (Grandmal-Anfälle), Schüttelkrämpfe, Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie), Schwindel, Kopfschmerzen, Störungen bei zielgerichteten Bewegungen (Ataxie)
Augenerkrankungen
Sehr selten: Störungen am Sehnerv und/oder Sehstörungen [Gesichtsfeldausfall mit visuellen Sensationen (Flimmern, Funken, Blitze)], vor allem bei Patienten, die höhere Dosierungen als empfohlen erhielten
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Sehr selten: Schädigung des Innenohres, Hörverlust, Tinnitus (Klingeln im Ohr), Schwindel
Herzerkrankungen
Sehr häufig: Beschleunigte Herztätigkeit sowie Blutdruckanstieg bei Kombination von Paclitaxel und Trastuzumab
Häufig: Verlangsamung der Herztätigkeit, Herzversagen (bei Kombination von Paclitaxel und Trastuzumab)
Gelegentlich: Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Tachykardie, Tachykardie mit Bigeminie, atrioventrikulärer Block) eventuell mit Bewusstlosigkeit, Herzmuskelerkrankung, Herzinfarkt
Sehr selten: Vorhofflimmern, starke Beschleunigung des Herzschlages (supraventrikuläre Tachykardie)
Wenn Paclitaxel Hospira 6 mg/ml in Kombination mit Doxorubicin (einem weiteren Arzneimittel zur Krebsbehandlung) bei Brustkrebs mit Tochtergeschwülsten angewendet wurde, wurden Verminderungen der Pumpleistung des Herzens beobachtet. Eine schwere Störung der Pumpfunktion mit Wasseransammlung in der Lunge wurde ebenfalls beobachtet. In seltenen ällen kam es auch zu einem letalen Ausgang.
Gefäßerkrankungen:
Sehr häufig: Blutdruckabfall (Hypotonie)
Gelegentlich: Bludruckanstieg (Hypertonie), Blutpfropfbildung (Thrombose), Venenentzündung mit Blutpfropfbildung (Thrombophlebitis)
Sehr selten: Schock
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr häufig: Husten
Selten: Atembeschwerden (Dyspnoe), Flüssigkeitsansammlung im Brustkorb (Pleuraerguss), spezielle Form der Lungenentzündung (interstitielle Pneumonie), Verhärtung des Lungengewebes (Lungenfibrose), Verschluss von Blutgefäßen in der Lunge (Lungenembolie), schwere Atemstörungen (respiratorische Insuffizienz)
Strahlenpneumonitis (eine Form von Lungenentzündung) wurde bei gleichzeitiger Strahlentherapie berichtet.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Magen-Darm-Bereichs)
Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schleimhautentzündung
Sehr selten: Verstopfung im Dickdarmbereich/Dickdarm-Durchbruch, Störungen im Dickdarmbereich (ischämische Kolitis, pseudomembranöse Kolitis), Entzündung der Speiseröhre, Stuhlverstopfung, Bauchwassersucht, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Thrombose im Mesenterium
Affektionen der Leber- und Gallenblase (Störungen der Leber und Gallengänge)
Sehr selten: Absterben von Leberzellen (Leberzellnekrose) und Schädigung des Gehirns durch Leberfunktionsstörung (hepatische Enzephalopathie)
Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig: Haarausfall, bei Kombination von Paclitaxel und Trastuzumab Akne, Nasenbluten und Hautausschlag
Häufig: Vorübergehende und wenig ausgeprägte Veränderungen an Nägeln und Haut.
Selten: Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag, Rötung (Erythem)
Sehr selten: Schwere Hautreaktionen eventuell mit Hautablösung (Stevens-Johnson-Syndrom, epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis), Nesselsucht, Ablösung der Nagelplatte vom Nagelbett; Patienten sollten während der Behandlung Sonnenschutz an Händen und üßen tragen.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Gelenk- und Muskelschmerzen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Schüttelfrost, unbeabsichtigte Verletzungen, Fieber, Schlaflosigkeit
Häufig: Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich lokalisierter Ödembildung, Schmerzen, entzündliche Rötung der Haut, Verhärtung der Haut); versehentliches Austreten der Infusionslösung in umliegendes Gewebe kann zu einer Zellulitis führen
Selten: Kraftlosigkeit, Fieber, Wasserverlust, Wasseransammlung im Gewebe (Ödem)
Untersuchungen
Häufig: Starke Erhöhung bestimmter Leberwerte (AST, alkalische Phosphatase)
Gelegentlich: Starke Erhöhung des Bilirubinwertes
Selten: Erhöhung des Kreatininwertes (ein bestimmter Nierenfunktionswert)
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind oder wenn Sie Erfahrungen gemacht haben mit einer der aufgeführten Nebenwirkungen, die schwerwiegend sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nach der Verdünnung wurde die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung über einen Zeitraum von 72 Stunden bei 25 °C unter normalen Lichtbedingungen nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht muss die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung verantwortlich. Dies darf im Allgemeinen nicht länger als 24 Stunden bei 2°C bis 8°C erfolgen, es sei denn, die Herstellung/Verdünnung wurde unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen durchgeführt.
Nach der Erstentnahme und nachfolgenden Mehrfachentnahmen behält das nicht verwendete Konzentrat bei unter 25°C und lichtgeschützt für bis zu 28 Tage seine mikrobielle, chemische und physikalische Stabilität. Andere Lagerungszeiten und –bedingungen unterliegen der Verantwortung des Anwenders.
In der Originalverpackung: Nicht über 25 °C lagern. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Einfrieren beeinträchtigt das Arzneimittel nicht. Bei Lagerung im Kühlschrank können Ausfällungen auftreten, die sich bei Raumtemperatur durch leichtes Schütteln bzw. von selbst wieder auflösen. Sollte die Lösung trüb bleiben oder ein unlöslicher Niederschlag festgestellt werden, ist die Durchstechflasche zu verwerfen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
Paclitaxel Hospira 6 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor mit der Anwendung dieses Arzneimittels begonnen wird.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind oder wenn Sie Erfahrungen mit einer der aufgeführten Nebenwirkungen gemacht haben, die schwerwiegend sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Die Packungsbeilage beinhaltet:


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