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«Paludrine»

Paludrine
Paludrine
Paludrine


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Hinweis
Eine Malariavorbeugung mit Paludrine und Chloroquin gemeinsam ist für viele Länder mit mittlerem und hohem Infektionsrisiko (Zonen B und C der WHO-Klassifikation) sinnvoll.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paludrine darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Proguanilhydrochlorid oder einem der sonstigen Bestandteile sind.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paludrine ist erforderlich, wenn
Sie an schwerwiegenden Nierenfunktionsstörungen leiden.
In Gebieten, von denen bekannt ist oder vermutet wird, dass die Malariaerreger gegen Arzneimittel unempfindlich sind, sollten unbedingt vor Ort Erkundigungen über die geeignete Malariavorbeugung eingeholt werden. Die Einnahme von Paludrine allein gewährleistet möglicherweise keinen ausreichenden Schutz.
Schwangerschaft und Stillzeit
Eine Malariaerkrankung während der Schwangerschaft kann das Sterblichkeitsrisiko für die Mutter sowie das Risiko einer Fehlgeburt, Totgeburt und eines niedrigen Geburtsgewichts des Neugeborenen mit dem damit verbunden Sterblichkeitsrisiko erhöhen. Schwangeren Frauen, die dem Risiko einer Malariaerkrankung ausgesetzt sind, wird daher eine Malariaprophylaxe angeraten. Sie können daher Paludrine nach Rücksprache mit Ihrem Arzt zur Malariaprophylaxe einnehmen.
Die Einnahme von Paludrine während der Stillzeit ist möglich. Die mit der Muttermilch aufgenommene Menge an Paludrine reicht jedoch nicht zum Schutz des Säuglings vor Malaria aus, so dass für den Säugling zusätzliche vorbeugende Maßnahmen erforderlich sind.
Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme während der Schwangerschaft oder der Stillzeit haben.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Paludrine einzunehmen?
Nehmen Sie Paludrine immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Wenn Sie eine größere Menge von Paludrine eingenommen haben, als Sie sollten,
können Anzeichen einer Überdosierung auftreten.
Anzeichen dafür sind: Blut im Urin, Nierenreizung, Magen-Darm-Beschwerden und Erbrechen. Da es kein spezifisches Gegenmittel gibt, müssen die Symptome behandelt werden. Setzen Sie sich daher bei Anzeichen einer Überdosierung unverzüglich mit einem Arzt in Verbindung.
Wenn Sie die Einnahme von Paludrine vergessen haben,
nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Paludrine mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesiumtrisilikat und Paludrine kommt es zu einer deutlichen Verringerung der Aufnahme von Paludrine, d. h. die Konzentration des Wirkstoffs im Blut ist erheblich reduziert. Daher wird die gleichzeitige Verabreichung von Paludrine und magnesiumhaltigen Arzneimitteln zur Bindung der Magensäure nicht empfohlen.
Paludrine kann den gerinnungshemmenden Effekt von Warfarin und anderen, ähnlich wirkenden, gerinnungshemmenden Arzneimitteln verstärken.
Wenn Sie dauerhaft mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln behandelt werden, ist Vorsicht geboten, wenn eine Malariavorbeugung mit Paludrine eingeleitet oder beendet wird. Bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Paludrine Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:
Störungen des Magen-Darm-Trakts
Gelegentlich: leichte Magen-Darm-Beschwerden, einschließlich Durchfall und Verstopfung, Geschwüre im Mund und Mundschleimhautentzündung
Störungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten: Haarausfall (reversibel), Hautreaktionen, allergische Reaktionen wie Nesselsucht oder Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem)
Untersuchungen
Selten: leichte Abnahme der Zahl bestimmter Blutbestandteile (Thrombozyten und neutrophile Granulozyten)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Häufigkeit nicht bekannt: Veränderungen des Blutbildes bei Patienten mit schwerwiegender Nierenfunktionsstörung
Allgemeine Störungen
Sehr selten: arzneimittelinduziertes Fieber
Störungen der Leberfunktion und der Galle
Sehr selten: Gallenstauung (Cholestase)
Störungen des Gefäßsystems
Sehr selten: Entzündung der Blutgefäße
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 30 C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Seite von
GebrauchsinformationPaludrine
Tablette
(Zul.-Nr.: 26765.00.00)

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Paludrine®
100 mg Tabletten
Proguanilhydrochlorid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Verkehrstüchtigkeit und Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Studien bezüglich des Einflusses von Paludrine auf die Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Altertägliche Einzeldosis (Tagesgesamtdosis)
Kinder unter 1 Jahr1-mal Tablette (entsprechend 25 mg Proguanilhydrochlorid)
Kinder 1 - 4 Jahre1-mal Tablette (entsprechend 50 mg Proguanilhydrochlorid)
Kinder 5 - 8 Jahre1-mal 1 Tablette (entsprechend 100 mg Proguanilhydrochlorid)
Kinder 9 - 14 Jahre1-mal 1 Tabletten (entsprechend 150 mg Proguanilhydrochlorid)
Kinder über 14 Jahre und Erwachsene1-mal 2 Tabletten (entsprechend 200 mg Proguanilhydrochlorid)

Diese Dosierungsempfehlungen gelten auch bei gleichzeitiger Einnahme von Chloroquin.
Wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, muss bei Ihnen die Dosierung von Paludrine angepasst werden. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie oft und wie viele Tabletten Sie einnehmen müssen.
Anwendungshinweise
Die Tabletten sollten täglich am besten zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Nehmen Sie Paludrine nach einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser ein.
Kindern können Sie die Tabletten zerkleinert und z. B. mit Milch, Honig oder Marmelade geben.
Mit der Einnahme von Paludrine sollten Sie spätestens 2 Tage vor der Ankunft in einem Malariagebiet beginnen und diese während des Aufenthaltes fortsetzen. Beenden Sie die Einnahme von Paludrine erst vier Wochen nach dem Verlassen des Gebietes.
Wenn Sie die Einnahme von Paludrine abbrechen,
ist Ihre Behandlung zur Vorbeugung oder Unterdrückung eines Malariaanfalls nicht ausreichend.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Wie Paludrine aussieht und Inhalt der Packung
Weiße Tabletten
Paludrine ist in Packungen mit 98 (14x7) Tabletten [N 3] erhältlich.


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