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«Pamidronat-GRY 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST PAMIDRONAT-GRY® 3 MG/ML UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Pamidronat-GRY 3 mg/ml gehört zur Arzneimittelgruppe der Bisphosphonate.
Pamidronat-GRY® 3 mg/ml wird angewendet zur
- Verminderung erhöhter Blut-Kalziumspiegel, die durch Krebs hervorgerufen wurden
- Verminderung des Knochenabbaues bei Patientinnen mit Brustkrebs, welcher in die Knochen gestreut hat
- Verminderung von Knochenabbau und Frakturen bei Patienten mit multiplem Myelom (Krebserkrankung des Knochenmarks).
A. Bezeichnung des Arzneimittels
Pamidronat-GRY® 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
B. Qualitative und quantitative Zusammensetzung
1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 3 mg Pamidronsäure, Dinatriumsalz entsprechend 2,527 mg Pamidronsäure.
Eine Durchstechflasche mit 5 ml enthält 15 mg Pamidronsäure, Dinatriumsalz.
Eine Durchstechflasche mit 10 ml enthält 30 mg Pamidronsäure, Dinatriumsalz.
Eine Durchstechflasche mit 20 ml enthält 60 mg Pamidronsäure, Dinatriumsalz.
Eine Durchstechflasche mit 30 ml enthält 90 mg Pamidronsäure, Dinatriumsalz.
Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Einzeldosis, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt E.1.
C. Darreichungsform
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Klare und farblose Lösung, frei von sichtbaren Partikeln.
pH: 7.0 – 8.0
Osmolarität: 31 mOsmol/l
D. Klinische Angaben
D.1 Anwendungsgebiete
Behandlung von Erkrankungen, die mit einer erhöhten Osteoklastenaktivität einhergehen:
– Tumorinduzierte Hyperkalzämie
– Osteolytische Läsionen bei Patienten mit Knochenmetastasen infolge Brustkrebs in Ergänzung zu einer spezifischen Tumortherapie
– Osteolytische Läsionen bei multiplem Myelom Stadium III
D.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Nur zur intravenösen Anwendung nach Verdünnen.
Pamidronat-GRY 3 mg/ml ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung und muss daher immer vor der Anwendung in kalziumfreier Infusionslösung (0,9 %ige Natriumchloridlösung oder 5 %ige Glucoselösung) verdünnt werden. Die gebrauchsfertige Infusionslösung muss langsam infundiert werden (siehe auch Abschnitt D.4).
Ausschließlich frisch zubereitete und klare Lösungen dürfen verwendet werden.
Zu Informationen über die Kompatibilität mit Infusionslösungen siehe Abschnitt E.6.
Die Infusionsrate sollte 60 mg/Stunde (1 mg/min) niemals überschreiten, und die Konzentration der Infusionslösung an Pamidronsäure, Dinatriumsalz sollte 90 mg/250 ml nicht überschreiten. Eine Dosis von 90 mg gelöst in 250 ml Infusionslösung muss üblicherweise über einen Zeitraum von 2 Stunden infundiert werden. Bei Patienten mit tumorinduzierter Hyperkalzämie oder multiplem Myelom wird empfohlen, eine Infusionsrate von 90 mg in 500 ml Infusionslösung über 4 Stunden nicht zu überschreiten. Um lokale Reaktionen an der Infusionsstelle möglichst gering zu halten, sollte die Kanüle vorsichtig in eine relativ große Vene eingeführt werden.
Pamidronsäure, Dinatriumsalz soll unter Aufsicht eines Arztes gegeben werden, welcher die Möglichkeiten hat, klinische und biochemische Parameter zu kontrollieren.
Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre):
Es gibt keine ausreichenden klinischen Erfahrungen zur Anwendung von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) (siehe Abschnitt D.4).
Tumorinduzierte Hyperkalzämie:
Vor oder/und während der Behandlung wird die Rehydratation der Patienten mit 0,9 %iger Natriumchloridlösung empfohlen (siehe Abschnitt D.4).
Die Gesamtdosis eines Behandlungszyklus mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz richtet sich nach dem anfänglichen Kalziumspiegel im Serum des Patienten. Die folgenden Richtwerte sind aus klinischen Daten abgeleitet, die auf unkorrigierten Kalziumwerten beruhen. Innerhalb des angegebenen Bereiches gelten die Dosierungen jedoch auch für rehydratisierte Patienten, deren Kalziumwerte bezüglich Serumprotein oder Albumin korrigiert wurden.

Initialer Plasma-KalziumspiegelEmpfohlene Gesamtdosis von Pamidronsäure, DinatriumsalzKonzentration der InfusionslösungMaximale Infusions-rate
(mmol/l)(mg %)
(mg/100 ml)
(mg)(mg/ml)(mg/h)
< 3,0< 12,022,5
3,0 - 3,512,0 - 14,022,5
3,5 - 4,014,0 - 16,022,5
> 4,0>16,022,5

Die Gesamtdosis an Pamidronsäure, Dinatriumsalz kann entweder als Einzelinfusion oder auf mehrere Infusionen aufgeteilt über 2 – 4 aufeinander folgende Tage gegeben werden. Sowohl bei der Initialbehandlung als auch bei jeder Wiederholung der Behandlung beträgt die Gesamtdosis pro Behandlungszyklus maximal 90 mg.
Mit höheren Dosierungen wird das klinische Ergebnis nicht verbessert.
Eine signifikante Senkung des Serumkalziums wird im Allgemeinen 24 – 48 Stunden nach Gabe von Pamidronsäure, Dinatriumsalz festgestellt und eine Normalisierung wird gewöhnlich innerhalb von 3 – 7 Tagen erreicht. Falls in dieser Zeit keine Normokalzämie erreicht wird, kann eine weitere Dosis gegeben werden. Die Dauer des Ansprechens kann von Patient zu Patient variieren und die Behandlung kann bei wiederauftretender
Hyperkalzämie wiederholt werden.
Bisherige klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit von Pamidronsäure, Dinatriumsalz mit zunehmender Zahl der Behandlungen nachlassen kann.
Osteolytische Läsionen bei multiplem Myelom:
Die empfohlene Dosis beträgt 90 mg alle 4 Wochen.
Osteolytische Läsionen bei Patienten mit Knochenmetastasen infolge von Brustkrebs:
Die empfohlene Dosis beträgt 90 mg alle 4 Wochen. Falls die zeitliche Abstimmung mit einer Chemotherapie gewünscht ist, kann diese Dosis auch in einem 3-wöchentlichen Zyklus gegeben werden.
Die Therapie sollte fortgesetzt werden, bis sich eine wesentliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Patienten zeigt.
90 mg/2 h
90 mg/4 h

IndikationBehandlungsschemaInfusionslösung
(mg/ml)
Infusionsgeschwindigkeit
(mg/h)
Knochenmetastasen
Multiples Myelom
alle 4 Wochen
alle 4 Wochen
4522,5

Niereninsuffizienz:
Pamidronsäure, Dinatriumsalz soll Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) nicht appliziert werden, es sei denn, es liegt eine lebensbedrohliche tumorinduzierte Hyperkalzämie vor, bei welcher der Nutzen der Behandlung das potenzielle Risiko überwiegt (siehe auch Abschnitt D.4).
Bei leichter (Kreatinin-Clearance 61 – 90 ml/min) bis mäßiger (Kreatinin-Clearance
30 – 60 ml/min) Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei diesen Patienten sollte die Infusionsgeschwindigkeit von 90 mg/4 h (ca. 20 – 22 mg/h) nicht überschritten werden.
Wie bei anderen intravenös gegebenen Bisphosphonaten wird eine Überwachung der Nierenfunktion empfohlen, beispielsweise die Bestimmung des Serum-Kreatinins vor jeder Gabe von Pamidronsäure, Dinatriumsalz. Bei Patienten, welche Pamidronsäure, Dinatriumsalz zur Behandlung von Knochenmetastasen erhalten und darunter Anzeichen einer Verschlechterung der Nierenfunktion zeigen, sollte die Behandlung mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz eingestellt werden, bis die Nierenfunktion nicht mehr als 10 % vom Ausgangswert abweicht.
Leberinsuffizienz:
Es liegen keine publizierten Daten über den Einsatz von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei leberinsuffizienten Patienten vor. Daher können keine speziellen Empfehlungen für die Anwendung von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei dieser Patientengruppe gegeben werden.
D.3 Gegenanzeigen
Bekannte oder vermutete Überempfindlichkeit gegen Pamidronate, andere Bisphosphonate oder einen der sonstigen Bestandteile.
Pamidronsäure, Dinatriumsalz darf bei schwangeren oder stillenden Frauen nicht angewendet werden (siehe auch Abschnitt D.6).
D.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Warnhinweise
Pamidronat-GRY 3 mg/ml ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung und muss daher vor der Anwendung immer verdünnt und im Anschluss als langsame, intravenöse Infusion gegeben werden (siehe Abschnitt D.2).
Die Flüssigkeitsbilanz der Patienten muss vor der Anwendung von Pamidronat-GRY 3 mg/ml beurteilt werden, um sich zu vergewissern, dass sie sich in einem ausreichend hydrierten Zustand befinden. Dies ist besonders wichtig bei Patienten unter Diuretika-Therapie.
Dieses Arzneimittel enthält 0,65 mmol Natrium je maximale Dosis (90 mg). Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diät.
Pamidronat-GRY 3 mg/ml darf nicht zusammen mit anderen Bisphosphonaten gegeben werden. Wenn andere, den Blutkalziumspiegel senkende Arzneimittel in Kombination mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz angewendet werden, kann dies eine signifikante Hypokalzämie zur Folge haben.
Bei einigen Patienten mit tumorinduzierter Hyperkalzämie sind Krampfanfälle infolge von Elektrolytveränderungen aufgetreten, die im Zusammenhang mit der Hyperkalzämie selbst bzw. mit ihrer effektiven Behandlung standen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pamidronat-GRY® 3 mg/ml DARF NICHT angewendet werden
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Pamidronsäure, Dinatriumsalz oder einen der sonstigen Bestandteile oder andere Bisphosphonate, z. B. Alendronsäure sind
- wenn Sie schwanger sind
- wenn Sie stillen.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamidronat-GRY® 3 mg/ml ist erforderlich
Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung dieses Arzneimittels:
- wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen
- wenn Sie andere Arzneimittel zur Senkung des Blut-Kalziumspiegels anwenden
- wenn Sie Krampfanfälle haben
- wenn Sie an der Schilddrüse operiert wurden
- wenn Sie eine verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie), weißen Blutkörperchen (Leukopenie) oder Blutplättchen (Thrombozytopenie) haben
- wenn Sie Nierenprobleme oder Nierenfunktionsstörungen haben
- wenn Sie irgendwelche Probleme mit der Leber haben
- wenn Sie irgendwelche Probleme mit den Zähnen oder dem Kiefer hatten.
Weitere Vorsichtsmaßnahmen
- In Verbindung mit diesem Arzneimittel besteht das Risiko, dass Kieferknochenprobleme auftreten. Darum ist es wichtig, regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen durchzuführen und Ihren Zahnarzt darüber zu informieren, dass Sie Pamidronsäure, Dinatriumsalz erhalten sowie Ihren Arzt darüber zu informieren, wenn Sie sich einer zahnärztlichen Behandlung unterziehen müssen.
- Sie sollten sicher stellen, dass sie nicht zu wenig Körperflüssigkeit haben wenn Sie mit Pamidronat-GRY 3 mg/ml behandelt werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um sich zu vergewissern, wie viel Sie trinken müssen.
- Ihr Arzt kann Bluttests während der Behandlung mit diesem Arzneimittel durchführen, um sicher zu stellen, dass Sie die korrekte Dosis erhalten.
Bei Anwendung von Pamidronat-GRY® 3 mg/ml mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:
- andere Bisphosphonate, z. B. Alendronsäure, Risedronsäure
- andere Arzneimittel zur Senkung des Kalzium- und Calcitoninspiegels
- alle Arzneimittel, die die Nierenfunktion beeinträchtigen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Pamidronat-GRY® 3 mg/ml
Pamidronat-GRY 3 mg/ml enthält weniger als 1 mmol (15 mg) Natrium pro maximaler Dosis (90 mg), das heißt, es ist nahezu „natriumfrei“.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Bitte fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.
- Pamidronsäure, Dinatriumsalz darf bei stillenden Frauen NICHT angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Pamidronsäure, Dinatriumsalz kann Schläfrigkeit und Schwindel hervorrufen. In solchen ällen sollten Sie KEIN Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
Vorsichtsmaßnahmen
Serumelektrolyt-, Kalzium und Phosphatwerte sind nach Beginn der Therapie mit Pamidronat-GRY 3 mg/ml zu überwachen. Bei Patienten mit Anämie, Leukopenie oder Thrombozytopenie sollten regelmäßige hämatologische Untersuchungen durchgeführt werden.
Patienten nach einer Schilddrüsenoperation können besonders anfällig für die Entwicklung einer Hypokalzämie aufgrund eines relativen Hypoparathyreoidismus sein.
Obwohl Pamidronat unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, wurde das Arzneimittel bei Patienten mit signifikant erhöhten Plasma-Kreatininwerten (einschließlich Patienten, die sich einer renalen Substitutionstherapie, sowohl einer Hämodialyse als auch einer Peritonealdialyse, unterziehen) ohne ersichtliche Zunahme von Nebenwirkungen angewendet. Es gibt jedoch nur wenig Erfahrung mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Patienten mit einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion (Serum-Kreatinin: > 440 mikromol/l oder 5 mg/dl bei Patienten mit TIH [tumorinduzierter Hyperkalzämie]; 180 mikromol/l oder 2 mg/dl bei Patienten mit multiplem Myelom). Falls die klinische Beurteilung bei solchen Patienten zeigt, dass der potenzielle Nutzen das Risiko überwiegt, sollte Pamidronat-GRY® 3 mg/ml vorsichtig und unter sorgfältiger Kontrolle der Nierenfunktion eingesetzt werden.
Die Flüssigkeitsbilanz (Urinausscheidung, tägliches Gewicht) soll ebenfalls sorgfältig beobachtet werden.
Über die Anwendung von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen, gibt es sehr wenig Erfahrung.
Da keine entsprechenden klinischen Daten vorliegen, kann keine eindeutige Empfehlung für die Anwendung bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz gegeben werden.
Es sollte eine regelmäßige Kontrolle der Standardlaborwerte (Serum-Kreatinin und BUN [Blut-Harnstoff-Stickstoff]) sowie der klinischen Nierenfunktionswerte erfolgen, insbesondere bei Patienten, die wiederholt Infusionen mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz über einen längeren Zeitraum erhalten und bei Patienten, bei denen eine Nierenerkrankung oder eine Prädisposition für eine Nierenfunktionseinschränkung vorliegt (z. B. Patienten mit einem multiplen Myelom und/oder einer tumorinduzierten Hyperkalzämie). Falls eine Verschlechterung der Nierenfunktion während der Pamidronat-Therapie eintritt, muss die Infusion gestoppt werden. Bei Patienten mit multiplem Myelom wurde eine Verschlechterung der Nierenfunktion (inklusive Nierenversagen) nach Langzeitbehandlung mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz berichtet. Ein kausaler Zusammenhang mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz ist jedoch nicht bewiesen, da gleichzeitig eine Progression der Grunderkrankung und/oder begleitende Komplikationen vorlagen.
Während der initialen Behandlung der tumorinduzierten Hyperkalzämie ist eine intravenöse Rehydratation des Patienten erforderlich, um eine ausreichende Harnausscheidung zu gewährleisten. Die Patienten müssen während der Behandlung ausreichend hydratisiert werden, wobei eine Hyperhydratation vermieden werden muss. Bei Patienten mit einer Herzerkrankung, insbesondere bei älteren Menschen, kann eine zusätzliche Überladung mit Kochsalzlösung eine Herzinsuffizienz auslösen (Linksherzversagen oder kongestive Herzinsuffizienz). Fieber (grippeähnliche Symptomatik) kann ebenfalls zu dieser Verschlechterung beitragen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) ist nicht nachgewiesen.
Osteonekrosen im Kieferbereich
Eine Osteonekrose des Kiefers wurde bei Krebspatienten berichtet, deren Therapieregime Pamidronat beinhalteten. ür eine Osteonekrose des Kiefers gibt es multiple, gut dokumentierte Risikofaktoren einschließlich Krebs, gleichzeitige Behandlungen (wie z. B. Chemotherapie, Radiotherapie, Kortikosteroide) und Begleiterkrankungen (z. B. Anämie, Koagulopathien, Infektionen, vorbestehende orale Erkrankungen).
Die Mehrzahl der berichteten älle trat im Zusammenhang mit zahnärztlichen Eingriffen wie Zahnextraktion auf. Viele dieser Patienten erhielten gleichzeitig eine Chemotherapie oder Kortikosteroide und hatten Zeichen einer lokalen Infektion einschließlich Osteomyelitis.
Vor der Behandlung mit Pamidronat sollten eine zahnärztliche Untersuchung und eine entsprechende Beratung durchgeführt werden.
Während der Behandlung sollten invasive zahnärztliche Eingriffe wenn möglich vermieden werden. Bei Patienten, die unter einer Pamidronat-Therapie eine Osteonekrose des Kiefers entwickeln, kann ein chirurgischer Eingriff den Zustand verschlechtern. ür Patienten, die Zahnbehandlungen benötigen, sind keine Daten vorhanden, die zeigen ob das Absetzen der Pamidronat- Behandlung das Risiko für eine Osteonekrose des Kiefers verringert. Die klinische Beurteilung des behandelnden Arztes sollte für den Behandlungsplan jedes Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen/Risiko-Abschätzung, richtungsweisend sein.
D.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Pamidronsäure, Dinatriumsalz wurde gleichzeitig mit gängigen Arzneimitteln gegen Tumore eingesetzt, ohne dass signifikante Wechselwirkungen beobachtet wurden.
Pamidronat-GRY 3 mg/ml darf nicht zusammen mit anderen Bisphosphonaten angewendet werden (siehe auch Abschnitt D.4).
Bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Bisphosphonaten, anderen antihyperkalzämischen Arzneimitteln und Calcitonin kann eine Hypokalzämie mit klinischen Symptomen (Parästhesien, Tetanie, Hypotonie) auftreten.
Bei Patienten mit schwerer Hyperkalzämie wurde Pamidronsäure, Dinatriumsalz erfolgreich sowohl mit Calcitonin als auch Mithramycin kombiniert, um den kalziumsenkenden Effekt zu beschleunigen und zu verstärken.
Vorsicht ist geboten, wenn Pamidronsäure, Dinatriumsalz zusammen mit anderen, potenziell nierenschädigenden Arzneimitteln angewendet wird.
D.6 Schwangerschaft und Stillzeit
Anwendung in der Schwangerschaft:
Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei schwangeren Frauen vor. Tierversuche ergaben keine eindeutigen Hinweise für eine Teratogenität. Pamidronat könnte aufgrund der pharmakologischen Wirkung auf die Kalzium-Homöostase ein Risiko für den ötus und das Neugeborene darstellen. Bei Verabreichung an Tiere während der gesamten Trächtigkeitsdauer kann Pamidronat Störungen der Knochenmineralisation, insbesondere der langen Röhrenknochen mit daraus resultierender winkelförmigen Distorsionen verursachen.
Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Deshalb sollte Pamidronsäure, Dinatriumsalz während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer in ällen einer lebensbedrohlichen Hyperkalzämie.
Anwendung in der Stillzeit:
Es ist nicht bekannt, ob Pamidronat-GRY 3 mg/ml beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Da in Tierversuchen gezeigt wurde, dass Pamidronsäure, Dinatriumsalz in die Muttermilch übergeht, kann ein Risiko für den gestillten Säugling nicht ausgeschlossen werden.
Pamidronsäure, Dinatriumsalz darf bei stillenden Frauen nicht angewendet werden (siehe auch Abschnitt D.3).
D.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Pamidronsäure, Dinatriumsalz hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die Patienten sollten darüber informiert werden, dass gelegentlich nach einer Pamidronsäure, Dinatriumsalz-Infusion Schläfrigkeit und/oder Schwindelgefühl auftreten können. In diesem Fall sollten die Patienten kein Fahrzeug führen, keine potenziell gefährlichen Maschinen bedienen oder sonstige Tätigkeiten ausführen, welche aufgrund eines herabgesetzten Reaktionsvermögens gefährlich sein können.
D.8 Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen von Pamidronsäure, Dinatriumsalz sind im Allgemeinen leicht und vorübergehend. Die häufigsten (> ) symptomatischen Nebenwirkungen sind grippeähnliche Symptome und leichtes Fieber. Dieses leichte Fieber (Anstieg der Körpertemperatur um 1 – 2 °C) tritt üblicherweise innerhalb von 48 Stunden nach der ersten Gabe auf. Die Reaktion ist dosisabhängig, selbstlimitierend, oft ohne weitere Begleitsymptome und dauert gewöhnlich nicht länger als 24 Stunden.
Die akuten grippeähnlichen Symptome treten üblicherweise nur nach der ersten Pamidronat-Infusion auf.
Örtliche Weichteilgewebeentzündung an der Infusionsstelle kommt ebenfalls häufig (>, <) vor, insbesondere bei der höchsten Dosierung.
Selten wurde über vorwiegend im Kieferbereich lokalisierte Osteonekrosen berichtet (siehe Abschnitt D.4).
Eine symptomatische Hypokalzämie tritt sehr selten (<, einschließlich Einzelfälle) auf.
Beim Wirkungsvergleich von Zoledronsäure (4 mg) und Pamidronsäure (90 mg) in einer klinischen Studie war die Anzahl, der als Nebenwirkungen gemeldeten älle von Vorhofflimmern in der Pamidronsäure-Gruppe (, 2,2%) höher als in der Zoledronsäure-Gruppe (, 0,5%). Bereits zuvor wurde in einer klinischen Studie, welche die postmenopausale Osteoporosis untersuchte beobachtet, dass Patienten, die mit Zoledronsäure (4 mg) behandelt wurden eine erhöhte Rate an Vorhofflimmern als schwerwiegende Nebenwirkungen haben im Vergleich zu Placebo (1,3% im Vergleich zu 0,6%) Der Mechanismus hinter der vermehrten Häufigkeit an Vorhofflimmern in Verbindung mit Zoledronsäure und Pamidronsäure ist unbekannt.
Häufigkeitsangaben:
Sehr häufig (> )
Häufig (> , < )
Gelegentlich (> , < )
Selten (> , < )
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)

Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsHäufig (> , < )
Lymphopenie
Gelegentlich (> , < )
Anämie, Leukopenie
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Thrombozytopenie
Erkrankungen des ImmunsystemsGelegentlich (> , < )
Überempfindlichkeitsreaktionen
einschließlich anaphylaktischer
Reaktionen, Bronchospasmus,
Dyspnoe, angioneurotisches Ödem
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Anaphylaktischer Schock,
Reaktivierung von Herpes simplex
und Herpes zoster
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenSehr häufig (> )
Hypokalzämie, Hypophosphatämie
Häufig (> , < )
Hypomagnesiämie
Gelegentlich (> , < )
Hyperkaliämie, Hypokaliämie,
Hypernatriämie
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Hypernatriämie mit
Verwirrtheitszustand
Erkrankungen des NervensystemsHäufig (> , < )
Kopfschmerzen
Gelegentlich (> , < )
Agitation, Verwirrtheitszustand,
Schwindel, Schlaflosigkeit,
Schläfrigkeit, Lethargie
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Krampfanfälle, visuelle
Halluzinationen, symptomatische
Hypokalzämie (Parästhesien, Tetanie,
Muskelkrämpfe)
AugenerkrankungenGelegentlich (> , < )
Uveitis (Iritis, Iridozyklitis), Skleritis,
Episkleritis, Konjunktivitis
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Xanthopsie, Augenhöhlenentzündung
Herzerkrankungen/Gefäßer-krankungenGelegentlich (> , < )
Hypertonie
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Hypotonie, Verschlechterung einer
vorbestehenden Herzerkrankung
(Linksherzversagen/kongestive
Herzinsuffizienz) mit Dyspnoe,
Lungenödem infolge
Flüssigkeitsüberladung
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufig (> , < )
Übelkeit, Erbrechen
Gelegentlich (> , < )
Bauchschmerzen, Anorexie,
Diarrhoe, Obstipation, Dyspepsie
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Gastritis
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesGelegentlich (> , < )
Hautausschlag, Pruritus
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufig (> , < )
Vorübergehende Knochenschmerzen,
Arthralgie, Myalgie
Gelegentlich (> , < )
Muskelkrämpfe
Selten (> , < )
Osteonekrosen, vorwiegend im Kieferbereich
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeSelten (> , < )
Fokal-segmentale Glomerulosklerose
einschließlich kollabierender Variante,
nephrotisches Syndrom,
Nierentubulusstörung,
Glomerulonephropathie,
tubulointerstitielle Nephritis
Sehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
Verschlechterung der Nierenfunktion
bei Patienten mit Multiplem Myelom,
Hämaturie, akutes Nierenversagen,
Verschlechterung der Nierenfunktion
bei Patienten mit vorbestehender
Nierenerkrankung
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig (> )
Fieber und grippeähnliche
Symptome, manchmal begleitet von
Unwohlsein, Rigor, Müdigkeit und
Hitzewallungen
Häufig (> , < )
Reaktionen an der Infusionsstelle wie
Schmerzen, Rötung, Schwellung,
Verhärtung und Phlebitis an der
Infusionsstelle, Thrombophlebitis;
allgemeiner Körperschmerz
UntersuchungenSehr selten (< , einschließlich Einzelfälle)
abnorme Leberfunktionswerte,
erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte
im Serum

Viele der aufgeführten Nebenwirkungen stehen möglicherweise im Zusammenhang mit der Grunderkrankung.
D.9 Überdosierung
Patienten, welche eine höhere als die empfohlene Dosis erhalten haben, sollten sorgfältig beobachtet werden. Tritt eine klinisch signifikante Hypokalzämie mit Parästhesien, Tetanie und Hypotonie auf, kann diese durch Infusion von Kalziumgluconat aufgehoben werden. Eine akute Hypokalzämie ist nach Anwendung von Pamidronat nicht zu erwarten, da die Kalziumwerte im Plasma über mehrere Tage nach der Behandlung kontinuierlich abfallen.
Informationen zu Überdosierungen von Pamidronat liegen nicht vor.
E. Pharmazeutische Angaben
E.1 Sonstige Bestandteile
Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)
Salzsäure 4 % (zur pH-Wert-Einstellung)
Wasser für Injektionszwecke
E.2 Inkompatibilitäten
Pamidronat bildet Komplexe mit zweiwertigen Kationen und darf daher nicht mit kalziumhaltigen Lösungen zur intravenösen Anwendung gemischt werden.
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt E.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Lösungen von Pamidronsäure, Dinatriumsalz sind in lipophilen Nährlösungen, z. B. Sojabohnenöl, nicht löslich.
E.3 Dauer der Haltbarkeit
In der ungeöffneten Durchstechflasche: 3 Jahre
Haltbarkeit nach Verdünnung mit 5 %iger Glucose- oder 0,9 %iger Natriumchlorid-Lösung: eine chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde für 96 Stunden bei 25°C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wird sie nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2 – 8 °C aufzubewahren.
E.4 Besondere Lagerungshinweise
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
ür die Aufbewahrung des verdünnten Arzneimittels, siehe Abschnitt E.3.

Wie wird es angewendet?

Pamidronat-GRY 3 mg/ml wird Ihnen sehr langsam über einen Tropf (intravenöse Infusion) in eine Vene verabreicht. Ein Arzt oder das Pflegepersonal wird Ihnen Ihr Arzneimittel verabreichen.
Ihr Arzt wird entscheiden wie viele Infusionen Sie benötigen und wie oft diese verabreicht werden.
Während der Behandlung werden Bluttests sowie möglicherweise Urintests durchgeführt.
Erwachsene
Die Dosis, die Sie erhalten werden, ist abhängig von Ihrem Gesundheitszustand, dem Kalziumspiegel und der Nierenfunktion.
Als Richtwert: die übliche Dosis pro Behandlung liegt zwischen 15 mg und 90 mg.
Kinder
Die Anwendung von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.
Wenn Sie eine größere Menge Pamidronat-GRY® 3 mg/ml erhalten haben, als Sie sollten
Da Ihnen dieses Arzneimittel durch einen Arzt oder das Pflegepersonal im Krankenhaus verabreicht wird, ist es unwahrscheinlich, dass Sie eine zu geringe oder zu große Menge erhalten werden.
Falls Sie dennoch eine größere als die empfohlene Menge verabreicht bekommen haben, werden Sie sorgfältig von Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal überwacht werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pamidronat-GRY 3 mg/ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt, wenn folgendes passiert
- Eine allergische Reaktion, die plötzlich auftretenden juckenden Ausschlag (Nesselsucht), Schwellungen an den Händen, üßen, Knöcheln, des Gesichts oder des Rachens (die Schluck- und Atembeschwerden hervorrufen können) beinhalten kann.
Dies ist eine sehr seltene Nebenwirkung. Es kann sein, dass Sie umgehend medizinische Hilfe benötigen.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind grippeähnliche Beschwerden (Symptome) und leichtes Fieber (erhöhte Körpertemperatur), die innerhalb von 48 Stunden nach der Behandlung eintreten und gewöhnlich nicht länger als 24 Stunden andauern. Informieren Sie Ihren Arzt, falls die Symptome länger andauern.
Einige Patienten verspüren kurz nach Behandlungsbeginn eine Zunahme der Knochenschmerzen. Üblicherweise tritt nach einigen Tagen eine Besserung ein. Ist dies nicht der Fall, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
Folgende Nebenwirkungen wurden mit den entsprechenden Häufigkeitsangaben beobachtet:
Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten)
- Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Hitzewallungen
- Veränderung der Ergebnisse bei Blutuntersuchungen (einschließlich geringer Blut-Kalzium- und Phosphatspiegel).
Häufig (betrifft weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten)
- Schmerz, Rötung oder Schwellung der Infusionsstelle, einschließlich Entzündung der Vene, die manchmal zu einer Blutgerinnselbildung führen kann
- Gelenk-, Muskel-, Knochen- oder allgemeine Schmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Absinken der Anzahl der Lymphozyten (einer Art der weißen Blutkörperchen), wodurch leichter Infektionen auftreten können
- Veränderte Laborwerte bei Blutuntersuchungen (einschließlich geringer Magnesiumspiegel).
Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten)
- Muskelkrämpfe und Spasmen
- Erregung, Verwirrtheit, Schwindel, Müdigkeit, Energielosigkeit, Schlafstörungen
- Magenschmerzen und Verdauungsstörungen
- Verstopfung oder Durchfall
- Bluthochdruck
- Hautausschlag, Juckreiz
- Absinken der roten Blutkörperchen (Anämie), welche Schwäche oder Kurzatmigkeit verursachen können
- Reduktion der Zahl der weißen Blutkörperchen, wodurch leichter Infektionen auftreten können
- Allergische Reaktionen, welche Problem beim Atmen, Schwindelanfälle oder Schwellungen in Gesicht und am Hals verursachen können
- Augenentzündung
- Bindehautentzündung
- Appetitlosigkeit
- Veränderte Laborwerte bei Blutuntersuchungen (einschließlich geringer Kaliumspiegel, hoher Kalium- oder Natriumspiegel).
Selten (betrifft weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten)
- Nierenprobleme, Nierenentzündungen
- Blut im Urin
- Kieferschmerzen oder Kieferentzündung (Osteonekrose), besonders in Verbindung mit zahnärztlichen Behandlungen.
Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10 000 Behandelten)
- Magenschleimhautentzündung (Gastritis), die Schmerzen und Übelkeit hervorrufen kann
- Halluzinationen (Sehen und Hören von Dingen, die nicht wirklich vorhanden sind)
- Nierenversagen oder Verschlechterung einer vorbestehenden Nierenerkrankung
- Nierenprobleme bei Patienten mit Multiplem Myelom (Krebserkrankung der Plasmazellen)
- Gelbsehen, Augenentzündungsbeschwerden
- Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem)
- Verschlechterung vorbestehender Herzerkrankungen mit Kurzatmigkeit
- Wiederauftreten von Herpes oder Gürtelrose
- abnorme Leberfunktionswerte
- niedriger Blutdruck
- ungewöhnliche Blutungen oder ungeklärte blaue Flecke
- hohe Blut-Natriumspiegel, die Verwirrung verursachen
- geringer Blut-Calziumspiegel, der zu Muskelkrämpfen und Ameisenlaufen (Kribbeln/ Taubheitsgefühl in den Händen und üssen) führen kann
- Krampfanfälle
- Anaphylaktischer Schock (schwerwiegende allergische Reaktion, welche Atembeschwerden und Schwindelanfälle verursachen kann)
- Veränderte Laborwerte bei Blutuntersuchungen (einschließlich erhöhte Konzentration an Kreatinin und Harnstoff im Serum).
Pamidronsäure, Dinatriumsalz kann das Blut (Anzahl bestimmter Blutzellen und Blutchemie) beeinflussen. Ihr Arzt wird daher zur Kontrolle Bluttests durchführen.
Bei Patienten, die Pamidronat erhielten, wurde über unregelmäßigen Herzrhythmus (Vorhofflimmern) berichtet. Es ist derzeit unklar, ob Pamidronat diesen unregelmäßigen Herzrhythmus verursacht. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls während der Behandlung mit Pamidronat unregelmäßiger Herzrhythmus bei Ihnen auftreten sollte.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Aufbewahrungsbedingungen
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation Pamidronat-GRY® 3 mg/ml Konzentrat Stand Juni 2010
zur Herstellung einer Infusionslösung
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Pamidronat-GRY® 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff: Pamidronsäure, Dinatriumsalz

Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Art und Inhalt des Behältnisses
Farblose Glas-Durchstechflaschen zu je 5 ml, 10 ml, 20 ml und 30 ml (Typ I, Ph.Eur.) und Brombutyl-Stopfen (Typ I, Ph.Eur.).


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