Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Pamidronat STADA 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pamidronat STADA 3 mg/ml ist ein Arzneimittel, das die Knochenstruktur und die Aufnahme oder Freisetzung von Mineralien aus den Knochen beeinflusst.

Pamidronat STADA 3 mg/ml gehört zur Arzneimittelgruppe der Bisphosphonate.

Es wird bei den folgenden Erkrankungen eingesetzt, die mit einer erhöhten Aktivität von knochen-abbauenden Zellen zusammenhängen:

  • hohe Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie), ausgelöst durch Tumore
  • Knochenbeschädigungen (osteolytische Läsionen) bei Patienten mit Brustkrebs-assoziierten Knochenmetastasen
  • ein Knochenmarktumor, der auf eine erhöhte Produktion bestimmter Immunzellen (multiples Myelom Stadium III) zurückzuführen ist

Pamidronat STADA 3 mg/ml wird zur Senkung des Kalziumspiegels im Blut angewendet. Der Kalziumspiegel im Blut kann durch unterschiedliche Krankheitszustände erhöht sein, z.B. im Zusammenhang mit bestimmten Krebserkrankungen. Wird ein erhöhter Kalziumspiegel im Blut nicht behandelt, kann er Symptome wie Übelkeit, Müdigkeit und Verwirrtheit auslösen.

Im Allgemeinen entstehen hohe Kalziumspiegel im Blut durch Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen. Pamidronat STADA 3 mg/ml beeinflusst die knochenabbauenden Zellen, so dass die Menge des in das Blut abgegebenen Kalziums verringert wird.

Bei einigen Krebspatienten wird das Arzneimittel zur Behandlung der erkrankten Knochen angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pamidronat STADA 3 mg/ml darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Pamidronsäure, andere Arzneimittel aus der Gruppe der Bisphosphonate oder einen der sonstigen Bestandteile von Pamidronat STADA 3 mg/ml sind,
  • wenn Sie stillen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamidronat STADA 3 mg/ml ist erforderlich

Warnhinweise

  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel zur Behandlung hoher Kalziumspiegel im Blut anwenden, da die Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Pamidronat STADA 3 mg/ml zu sehr niedrigen Kalziumspiegeln im Blut führen kann, wodurch Symptome wie Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Krämpfe ausgelöst werden können.
  • Bei einigen Patienten mit tumorbedingt hohen Kalziumspiegeln im Blut sind Krampfanfälle aufgetreten. Diese Krampfanfälle sind auf die hohen Kalziumspiegel im Blut und ihre wirksame Behandlung zurückzuführen.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Ihre Blutwerte (z.B. Kalzium und Phosphat) werden vor der Behandlung mit Pamidronat STADA 3 mg/ml kontrolliert.
  • Wenn die Anzahl Ihrer roten oder weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen verringert ist, muss Ihr Blutbild während der Behandlung regelmäßig überwacht werden.
  • Wenn Sie an der Schilddrüse operiert wurden, können Sie eher dazu neigen, einen zu niedrigen Kalziumspiegel im Blut zu entwickeln.
  • Ihr Flüssigkeitshaushalt (der durch Ihre Harnausscheidung und Ihr Körpergewicht beurteilt wird) sollte sorgfältig beobachtet werden.
  • Ihre Nierenfunktion sollte regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere, wenn Sie Pamidronat STADA 3 mg/ml häufig über einen längeren Zeitraum erhalten, Sie an einer vorbestehenden Nierenerkrankung leiden oder Sie dazu neigen, Nierenprobleme zu haben (z.B. wegen eines multiplen Myeloms und/oder tumorbedingt hohen Kalziumspiegeln im Blut).
  • Wenn sich Ihre Nierenfunktion während der Behandlung mit Pamidronat STADA 3 mg/ml verschlechtert, muss die Infusion beendet werden.
  • Wenn Sie dieses Arzneimittel als Erstbehandlung von tumorbedingt hohen Kalziumspiegeln im Blut erhalten, ist es wichtig, dass Sie außerdem salzhaltige Flüssigkeit über eine Vene erhalten, um eine ausreichende Harnausscheidung zu gewährleisten. Ihr Arzt wird dafür sorgen, dass dies während der Behandlung richtig gemacht und nicht zu viel Flüssigkeit gegeben wird. Wenn Sie an einer Herzkrankheit leiden, insbesondere, wenn Sie älter sind, kann die Gabe von zu viel Salz und Flüssigkeit über eine Vene zu Herzversagen führen. Fieber (grippeähnliche Symptome) kann ebenfalls zu dieser Verschlechterung beitragen.
  • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamidronat STADA 3 mg/ml wurde für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) nicht nachgewiesen.

Zahnärztliche Eingriffe – Kieferknochennekrose
Bei Krebspatienten, deren Behandlungsplan auch Pamidronat STADA 3 mg/ml enthielt, wurde über schwere Schäden des Kieferknochens (Osteonekrose) berichtet. Die meisten Fälle traten im Zusammenhang mit zahnärztlichen Eingriffen wie z.B. Zahnziehen auf. Vor Beginn der Behandlung mit Pamidronat STADA 3 mg/ml sollten Sie daher eine zahnärztliche Untersuchung und eine entsprechende Beratung in Betracht ziehen. Während der Behandlung sollten Sie invasive (in den Körper eindringende) zahnärztliche Eingriffe möglichst vermeiden. Wenn sich während der Behandlung mit Pamidronat STADA 3 mg/ml eine Kieferknochennekrose entwickelt, kann sich diese durch einen operativen zahnärztlichen Eingriff verschlimmern. Ihr Arzt sollte eine individuelle Nutzen/Risiko-Beurteilung vornehmen.

Bei Anwendung von Pamidronat STADA 3 mg/ml mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Pamidronat STADA 3 mg/ml wurde zusammen mit üblichen Krebsmedikamenten angewendet, ohne dass bedeutende Wechselwirkungen auftraten.

Pamidronat STADA 3 mg/ml darf nicht gleichzeitig mit anderen Bisphosphonaten angewendet werden.

Wenn Sie gleichzeitig andere kalziumsenkende Arzneimittel anwenden (z.B. andere Bisphosphonate, Calcitonin), kann es zu Taubheitsgefühl, Kribbeln, Krämpfen oder niedrigem Blutdruck kommen; dies sind Symptome eines niedrigen Kalziumspiegels im Blut.

Wenn Sie jedoch an stark erhöhten Kalziumspiegeln im Blut leiden, wird Ihnen Ihr Arzt, falls erforderlich, Calcitonin oder Mithramycin als zusätzliche Behandlung verordnen.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie Pamidronat STADA 3 mg/ml zusammen mit anderen Arzneimitteln anwenden, von denen bekannt ist, dass sie möglicherweise die Nieren schädigen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft Sie sollten Pamidronat STADA 3 mg/ml nicht während der Schwangerschaft anwenden, es sei denn, die hohen Kalziumspiegel im Blut sind lebensbedrohlich.

Stillzeit Sie dürfen während der Behandlung mit Pamidronat STADA 3 mg/ml nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

!

Sie dürfen nach einer Pamidronat STADA 3 mg/ml Infusion kein Fahrzeug führen, weil Sie müde und/oder schwindelig sein können. Sie dürfen keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Pamidronat STADA 3 mg/ml Pamidronat STADA 3 mg/ml enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Höchstdosis (90 mg), d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird es angewendet?

Pamidronat STADA 3 mg/ml sollte nur unter Aufsicht eines Arztes verabreicht werden.

Ihr Arzt wird, abhängig von Ihrer Verfassung, eine für Sie geeignete Dosis festlegen. Die Infusionslösung, die speziell für Sie durch spezialisiertes Personal zubereitet wird, wird Ihnen sehr langsam über eine Vene (intravenöse Infusion) verabreicht.

Ihr Arzt wird auch entscheiden, wie viele Infusionen Sie brauchen und wie oft diese gegeben werden sollen. Abhängig von der Dosis kann die Infusion eine oder mehrere Stunden dauern. Außerdem erhalten Sie möglicherweise eine salzhaltige Lösung über die Vene, um den Flüssigkeitshaushalt Ihres Körpers zu verbessern.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pamidronat STADA 3 mg/ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen von Pamidronat STADA 3 mg/ml sind gewöhnlich leicht und vorübergehend. Die häufigsten Nebenwirkungen sind grippeähnliche Symptome und leichtes Fieber (Anstieg der Körpertemperatur um 1–2°C, der 48 Stunden anhalten kann). Das Fieber geht im Allgemeinen ohne weitere Behandlung zurück. Akute „grippeähnliche“ Reaktionen treten in der Regel nur mit der ersten Behandlung mit Pamidronat STADA 3 mg/ml auf.

Niedrige Kalziumspiegel im Blut mit Symptomen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln und/oder Muskelkrämpfen sind selten.

Rötungen, Schwellungen und Schmerzen können an der Infusionsstelle auftreten, insbesondere bei der höchsten Dosis.

Selten tritt eine Knochennekrose auf, die vorwiegend die Kiefer betrifft (siehe Abschnitt 2. Zahnärztliche Eingriffe – Kieferknochennekrose).

Gelbsehen, Augenhöhlenentzündung

Herzversagen nach Gabe von zuviel Salz und Flüssigkeit mit Kurzatmigkeit und Wasser im Lungengewebe

Niedriger Blutdruck
Entzündung des Magens

Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit multiplem Myelom oder vorbestehender Nierenerkrankung, Blut im Harn,

akutes Nierenversagen

Abweichende Leberfunktionswerte, Blutuntersuchungen, die auf eine Funktionsstörung der Nieren hinweisen

Sie sollten sofort Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie Symptome eines Angioödems bemerken, wie z.B.

  • Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen
  • Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen
  • Nesselsucht

Unregelmäßiger Herzrhythmus (Herzflimmern) wurde bei Patienten, die Pamidronsäure erhielten, beobachtet. Es ist noch unklar, ob dieser unregelmäßige Herzrhythmus durch Pamidronsäure verursacht wird. Berichten Sie Ihrem Arzt davon, wenn Sie einen unregelmäßigen Herzrhythmus während Ihrer Behandlung mit Pamidronsäure feststellen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Pamidronat STADA 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.


Bewertungen «Pamidronat STADA 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»