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«Pamidronsäure Actavis 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Pamidronsäure Actavis 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Pamidronsäure Actavis 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Pamidronsäure Actavis 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pamidronsäure Actavis gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die Bisphosphonate genannt werden. Pamidronat beeinflusst den Aufbau und Abbau von Knochen.

Dieses Medikament wird verwendet, um zu helfen, hohe Kalziumkonzentrationen im Blut abzusenken und den Verlust von Knochen zu reduzieren, der durch bestimmte Krebsarten verursacht wird, z.B. Brustkrebs oder multiples Myelom (ein Krebs der Plasmazellen des Körpers). Bei einigen Patienten mit diesen Krebserkrankungen wird Pamidronat auch zur Behandlung von Knochenkrankheiten verwendet. Wenn Sie sich nicht sicher sind, warum Sie dieses Medikament erhalten, fragen Sie Ihren Arzt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pamidronsäure Actavis darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Pamidronat-Dinatrium oder einen der sonstigen Bestandteile oder andere Bisphosphonate sind (siehe Abschnitt 6 für eine Liste der Bestandteile).
  • wenn Sie stillen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamidronsäure Actavis ist erforderlich,

  • wenn Sie schon einmal Schilddrüsenprobleme hatten.
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden.
  • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.
  • wenn Sie an Herzproblemen leiden.
  • wenn Sie möglicherweise an Kalzium- oder Vitamin-D-Mangel leiden.
  • wenn Sie an fiebrigen Erkrankungen, wie zum Beispiel Grippe, leiden.
  • wenn Sie Schmerzen, Schwellungen, oder Taubheits- oder Schweregefühl des Kiefers oder einem lockeren Zahn haben oder hatten. Dies kann ein Anzeichen für Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe) sein.

Die Anwendung von Pamidronsäure Actavis bei Kindern wird nicht empfohlen.

Wenn Sie sich in zahnärztlicher Behandlung befinden oder sich einem zahnchirurgischen Eingriff unterziehen werden, informieren Sie Ihren Zahnarzt darüber, dass Sie mit Pamidronsäure Actavis behandelt werden.

Während der Behandlung mit Pamidronsäure Actavis wird Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen kontrollieren, inwiefern Sie auf die Behandlung ansprechen.

Wichtiger Hinweis für Sportler und Sportlerinnen:
Die Anwendung von Pamidronsäure Actavis kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Pamidronsäure Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Pamidronsäure Actavis sollte nicht zusammen mit folgenden Substanzen verwendet werden:

  • anderen Bisphosphonat-Präparaten oder anderen Medikamenten, die Ihren Kalziumspiegel senken
  • anderen Medikamenten, die auf die Nieren wirken können (fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Medikamente das sind)
  • Thalidomid (zur Behandlung einiger Krebsarten).

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Pamidronsäure Actavis sollte während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, außer in lebensbedrohlichen Fällen von hohen Kalziumspiegeln im Blut.
Pamidronsäure Actavis darf während der Stillzeit nicht verwendet werden.

Wie wird es angewendet?

Pamidronsäure Actavis wird sehr langsam als intravenöse Infusion (in eine Vene) verabreicht, niemals als schnelle Injektion. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis festlegen. Die Infusion wird abhängig von der Dosis eine bis mehrere Stunden dauern,. Ihr Arzt wird entscheiden, wie viele Infusionen Sie benötigen und wie oft diese verabreicht werden.

Die übliche Dosierung pro Anwendung beträgt 15 mg bis 90 mg.

Wenn Sie eine größere Menge von Pamidronsäure Actavis angewendet haben, als Sie sollten Da Pamidronsäure Actavis von Ihrem Arzt oder von einer Pflegekraft verabreicht wird, ist die Verabreichung einer zu großen Menge unwahrscheinlich. Wenn Sie jedoch glauben, dass Ihnen zu viel von Pamidronsäure Actavis verabreicht worden ist, sprechen Sie Ihren Arzt oder die Pflegekraft sofort darauf an. Anzeichen für eine Überdosierung können Taubheitsgefühl (Parästhesie),

Muskelkrämpfe (Tetanie) und Schwindel (in Folge eines zu niedrigen Blutdrucks) sein. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder eine Pflegekraft, wenn eine dieser Beschwerden bei Ihnen auftritt. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pamidronsäure Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind grippeähnliche Beschwerden und leichtes Fieber (ein Anstieg der Körpertemperatur um mehr als 1°C), die zu Beginn der Behandlung auftreten und bis zu 48 Stunden anhalten können.

Einige Patienten berichteten kurz nach Beginn der Behandlung über Knochenschmerzen. Diese besserten sich in der Regel nach einigen Tagen. Halten diese Beschwerden an, informieren Sie Ihren Arzt.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein:
Informieren Sie umgehend den Arzt, wenn Sie folgende Beschwerden haben:

  • Bronchospasmus mit Keuchen oder Husten und Atemproblemen, oder Schwellung von Gesicht, Lippen oder Händen.
  • Wenn Sie sich der Ohnmacht nahe fühlen (Sie könnten zu niedrigen Blutdruck haben); bei Ausschlag, Jucken oder Schwellung im Gesicht. Diese Beschwerden können Folge einer allergischen Reaktion sein, die sehr selten auftritt (bei weniger als 1 von 10.000 Patienten).

Über folgende Nebenwirkungen wurde ebenfalls berichtet:

Sehr häufig (betrifft mehr als 1Behandelten von 10):

  • Fieber und grippeähnliche Symptome, manchmal begleitet von Krankheitsgefühl, Steifigkeit, Müdigkeit und Hitzewallungen
  • Veränderungen der Ergebnisse der Bluttests (einschließlich niedriges Kalzium und Phosphat. Häufig: niedriges Magnesium und Kalium. Selten: erhöhtes Natrium und Kalium).

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):

  • Verringerte Anzahl von weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie)
  • Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl, Erbrechen
  • Vorübergehende Knochenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, allgemeine Schmerzen
  • Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle, empfindliche oder schmerzhafte Venen, manchmal gemeinsam mit einem lokalen Blutgerinnsel
  • Reizung der Augen (Konjunktivitis)
  • Geringe Anzahl von roten Blutkörperchen (Anämie) oder von Blutplättchen (Thrombozytopenie) im Blut
  • Anstieg des Kreatinins im Blut/Serum
  • Kribbeln in Händen und Füssen und Muskelkrämpfe (Anzeichen für einen niedrigen Kalziumspiegel), Schlaflosigkeit, Benommenheit
  • Hoher Blutdruck
  • Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Verstopfung, Durchfall
  • Entzündung der Magenschleimhaut, die zu Schmerzen und Übelkeit führen kann
  • Ausschlag.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000):

  • Augenentzündung (Uveitis)
  • Unruhe, Verwirrtheit, Schwindel, Müdigkeit
  • Niedriger Blutdruck
  • Verdauungsstörungen
  • Muskelkrämpfe, Krampfanfälle
  • Juckreiz
  • Nierenversagen
  • Abweichende Leberfunktionstests, Anstieg des Harnstoffs im Blut/Serum.

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):

  • Auswirkungen auf das Herz, die Atemprobleme und Flüssigkeitsansammlung einschließen können.
  • Atemnot, Flüssigkeit in den Lungen
  • Nierenprobleme (in der Regel bei Patienten mit bestehenden Nierenproblemen)

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):

  • Auftreten von Fieberblasen/Blasen oder Gürtelrose
  • Geringe Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Optische Halluzinationen (Sehen von Dingen, die nicht da sind)
  • Probleme mit dem Sehen/Augenschmerzen
  • Entzündung der Lungen, die Husten, Atemprobleme und Keuchen verursachen kann
  • Blut im Urin, Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit Nierenproblemen
  • Absterben von Knochengewebe (Osteonekrose, siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamidronsäure Actavis ist erforderlich“ in Abschnitt 2 oben).

Bei Patienten, die Pamidronat erhalten haben, wurde ein unregelmäßiger Herzschlag (Vorhofflimmern) beobachtet. Es ist derzeit nicht geklärt, ob Pamidronat diesen unregelmäßigen Herzschlag verursacht. Falls Sie während der Behandlung mit Pamidronat unter unregelmäßigem Herzschlag leiden, informieren Sie Ihren Arzt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach der Verdünnung sollte das Produkt umgehend verabreicht werden. Wird das verdünnte Produkt nicht umgehend verabreicht, sollte die Lagerungsdauer vor dem Gebrauch 24 Stunden bei 2°C bis 8°C nicht überschreiten.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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