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«Pantelmin 100 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pantelmin ist ein Medikament, das gegen herkömmlichen Wurminfektionen wirksam ist. Pantelmin hemmt bei Wurmparasiten die Aufnahme von Nährstoffen. Dadurch kommt es zur Zerstörung des Parasitengewebes, während der menschliche Organismus unbeeinflußt bleibt. Pantelmin eignet sich zur Behandlung von Rund- und Bandwurminfektionen. Leber- und Nierenschäden stellen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch von Pantelmin keine Hinderungsgründe dar.
Anwendungsgebiet
Infektionen durch:
Madenwürmer (Enterobiasis, Oxyuriasis), Spulwürmer (Ascariasis), Peitschenwürmer (Trichuriasis), Hakenwürmer (Ankylostomiasis), Zwergfadenwürmer (Strongyloidiasis), Bandwürmer (Taeniasis), gemischter Wurmbefall.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pantelmin darf nicht eingenommen werden,

  • Pantelmin darf bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen einen der sonstigen Bestandteile nicht eingenommen werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pantelmin ist erforderlich,

  • Kinder bis zu einem Alter von einem Jahr sollten nur in Ausnahmefällen, bei schweren Wurminfektionen mit Auswirkung auf den Ernährungszustand und die körperliche Entwicklung, mit Pantelmin behandelt werden. Für die Anwendung in diesem Lebensalter liegt nur wenig Erfahrung vor und überdies wurden seltene Fälle von Krampfanfällen bei Säuglingen mit der Einnahme von Pantelmin in Zusammenhang gebracht. Daher sind die Anweisungen des Arztes in diesem Fall besonders genau zu beachten.
  • Ergebnisse einer fallkontrollierten Studie, die das Auftreten eines Stevens-Johnson-Syndroms/einer toxisch epidermalen Nekrolyse (SJS/TEN) untersuchte, deuteten auf eine mögliche Beziehung zwischen SJS/TEN und der gemeinsamen Gabe von Mebendazol und Metronidazol hin. Weitere Daten, die ebenfalls auf eine derartige Wechselwirkung hinweisen,

sind nicht verfügbar. Die gemeinsame Anwendung von Mebendazol und Metronidazol sollte daher vermieden werden.

  • Keine speziellen Diätmaßnahmen oder Abführmittel sind notwendig. Um Rückfälle zu vermeiden, sollten besondere Maßnahmen beachtet werden: Sorgfältige Körperhygiene, wie oftmaliges und gründliches Reinigen der Hände (Verwendung einer Nagelbürste) sowie häufiges Wechseln und Auskochen von Leib- und Bettwäsche. Alle im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen sollten sich gleichzeitig einer Behandlung unterziehen.

Bei Einnahme von Pantelmin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Gleichzeitige Einnahme von Cimetidin (ein Arzneistoff, der die Magensäurefreisetzung hemmt) kann den Abbau von Mebendazol in der Leber verzögern, woraus sich, insbesondere bei längerer Behandlung, erhöhte Plasmakonzentrationen ergeben. In letzterem Fall wird die Bestimmung von Plasmaspiegeln zur Dosisanpassung empfohlen.
Pantelmin sollte nicht zusammen mit Metronidazol (ein Arzneimittel gegen Infektionen durch Bakterien oder Protozoen) angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Über die Anwendung von Pantelmin während Schwangerschaft und Stillperiode entscheidet der Arzt. Teilen Sie daher Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind oder stillen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Pantelmin immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

  • Madenwurmbefall: Zur einmaligen Anwendung 1 Tablette. Da bei Madenwurmbefall der Entwicklungszyklus des Wurmes sehr kurz ist, besteht eine hohe Wiederinfektionsgefahr. Daher wird eine Wiederholung der Behandlung nach 2-4 Wochen empfohlen.
  • Spulwurm-, Peitschenwurm-, Hakenwurmbefall und Mischinfektionen: Je 1 Tablette morgens und abends an 3 aufeinanderfolgenden Tagen. Diese Dosierungsangaben gelten für Erwachsene und Kinder ab dem 5. Lebensjahr. Bei Kindern unter 5 Jahren wird eine Halbierung der Dosis empfohlen.
  • Bandwurm und Zwergfadenwurmbefall: Obwohl gut Resultate auch mit niedrigeren Dosen zu erzielen sind, werden zwecks Verbesserung der Heilungsquote folgende Dosierungen angeraten: Erwachsene: Jeweils 2 Tabletten morgens und abends an 3 aufeinanderfolgenden Tagen; Kinder: Je 1 Tablette morgens und abends an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

Kindern unter einem Jahr sollte Pantelmin nur in Ausnahmefällen und nach besonderer Anweisung des Arztes gegeben werden (siehe Besondere Warnhinweise).

Die Tabletten können mit etwas Flüssigkeit während der Mahlzeiten zerkaut oder zerdrückt eingenommen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Pantelmin zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Pantelmin eingenommen haben, als Sie sollten Bei versehentlicher Überdosierung können Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten.
Als Gegenmittel kann Tierkohle eingenommen werden, sicherheitshalber sollten Sie jedoch Ihren Arzt verständigen.

Wenn Sie die Einnahme von Pantelmin vergessen haben
Wenn Sie Ihr Versehen noch am gleichen Tag bemerken, nehmen Sie die zu wenig eingenommene Arzneimenge noch am selben Tag nachträglich ein. Bemerken Sie Ihr Versehen erst am nächsten Tag, so kann es erforderlich sein, die Behandlung um einen Tag zu verlängern. Sprechen Sie in solchen Fällen bitte mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Pantelmin abgebrochen haben
Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefährden Sie den Behandlungserfolg. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt informieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pantelmin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Pantelmin wird in den empfohlenen Dosierungen im Allgemeinen gut vertragen. Patienten mit starkem Wurmbefall wiesen während einer Behandlung mit Pantelmin Durchfall und Bauchschmerzen auf.

Erfahrungen nach Markteinführung: Im Folgenden werden die Nebenwirkungen nach Organklassen und Häufigkeiten gegliedert angegeben:

Sehr häufig (> 1/10)
Häufig (>1/100, <1/10) <br />Gelegentlich (>1/1.000, <1/100) <br />Selten (>1/10.000, <1/1.000) <br />Sehr selten (<1/10.000), einschließlich gemeldeter Einzelfälle</p>

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie)

Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen). Diese Reaktionen können sich in Form von Hauterscheinungen mit und ohne Juckreiz, wie Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem), aber auch durch Luftnot oder Herz-/Kreislaufreaktionen äußern.

Erkrankungen des Nervensystems
Sehr selten: Krampfanfälle

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr selten: Bauchschmerzen, Durchfall (diese Symptome können auch durch denWurmbefall bedingt sein), Blähungen

Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr selten: Leberentzündung (Hepatitis) und krankhaft veränderte Leberwerte

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten: Schwere Hauterkrankungen (toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom). Exanthem, Angio-Ödem, Urtikaria, Ausschlag, Haarausfall (Alopezie)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: bestimmte Form der Nierenentzündung (Glomerulonephritis) (bei längerer Anwendung in Dosisbereichen erheblich über den empfohlenen Dosierungen)

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind oder wenn Sie Erfahrungen gemacht haben mit einer der aufgeführten Nebenwirkungen, die schwerwiegend sind .

Wie soll es aufbewahrt werden?

Zwischen 15° und 30°C lagern. In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkartonangegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Massnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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