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«Paroxetin beta 40 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST PAROXETIN BETA 40 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Paroxetin beta 40 mg ist ein Antidepressivum und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, den so genannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI).
Paroxetin beta 40 mg wird angewendet zur Behandlung von
- depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression)
- Zwangsstörung (zwanghafte Gedanken und zwanghafte Tätigkeiten)
- Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie (z. B. Angst, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten oder auf öffentlichen Plätzen zu sein)
- sozialer Angststörung / sozialer Phobie (Angst, sich vor anderen Personen zu blamieren und daraus resultierendes Vermeidungsverhalten)
- generalisierter Angststörung
- posttraumatischer Belastungsstörung

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paroxetin beta 40 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Paroxetin oder einen der sonstigen Bestandteile von Paroxetin beta 20 mg sind
- wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer (z. B. gegen depressive Erkrankungen) einnehmen oder innerhalb der letzten zwei Wochen eingenommen haben. Eine Ausnahme bildet Moclobemid, bei dem eine Behandlung mit Paroxetin beta 40 mg nach 24 Stunden begonnen werden kann. Zwischen dem Absetzen von Paroxetin beta 40 mg und dem Behandlungsbeginn mit einem MAO-Hemmer sollte mindestens eine Woche vergehen.
- wenn Sie gleichzeitig Thioridazin (Antipsychotikum) einnehmen
- wenn Sie gleichzeitig Pimozid (Antipsychotikum) einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paroxetin beta 40 mg ist erforderlich
- Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Paroxetin beta 40 mg sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Paroxetin beta 40 mg verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Paroxetin beta 40 mg verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Paroxetin beta 40 mg einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Paroxetin beta 40 mg in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung noch nicht nachgewiesen worden.
- Suizidgedanken und Verschlecherung Ihrer Depression/Angststörung
Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt werden, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensveränderungen bei Ihnen macht.
- wenn Sie Symptome entwickeln, wie z. B. innere Ruhelosigkeit und psychomotorische Unruhe wie z. B. die Unfähigkeit still zu sitzen oder zu stehen, welche üblicherweise als quälend empfunden werden (Akathisie). Dies kann vor allem in den ersten Wochen einer Behandlung auftreten. Eine Erhöhung der Dosis von Paroxetin beta 40 mg kann sich in diesen ällen nachteilig auswirken (siehe Abschnitt „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“)
- wenn Sie Symptome entwickeln wie z. B. hohes Fieber, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und Angstgefühle, da diese Symptome Anzeichen eines so genannten „Serotoninsyndroms“ sein können. Paroxetin sollte daher nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln mit serotonergen Wirkungen angewendet werden, wie z. B. Sumatriptan oder andere Triptane (bestimmte Migränemittel), Tramadol, Linezolid, andere SSRIs, Lithium und Johanniskraut (Hypericum perforatum), Oxitriptan und Tryptophan.
- wenn bei Ihnen in der Vorgeschichte manische Episoden aufgetreten sind (Überaktivität im Verhalten oder Denken). Wenn Sie in eine manische Episode übergehen, sollten Sie die Einnahme von Paroxetin beta 40 mg beenden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
- wenn Sie Probleme mit dem Herzen, der Leber oder den Nieren haben. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder Patienten mit Leberfunktionsstörung wird eine Reduktion der Dosis empfohlen.
- wenn Sie Diabetiker sind. Paroxetin beta 40 mg kann zu einer Erhöhung oder Abnahme Ihres Blutzuckerspiegels führen. Eine Anpassung der Dosis Ihres Insulins oder des oralen Antidiabetikums kann erforderlich sein.
- wenn Sie an Epilepsie leiden. Wenn während der Behandlung mit Paroxetin beta 40 mg Krampfanfälle auftreten, sollten sie sich an Ihren Arzt wenden.
- wenn zur Behandlung Ihrer depressiven Erkrankung eine Elektrokrampftherapie (EKT) durchgeführt wird.
- wenn Sie an grünem Star leiden (erhöhter Augeninnendruck)
- wenn bei Ihnen das Risiko eines erniedrigten Natriumspiegels im Blut besteht (Hyponatriämie), z. B. durch gleichzeitig eingenommene Arzneimittel und Zirrhose. In seltenen ällen wurde während der Behandlung mit Paroxetin beta 40 mg über das Auftreten einer Hyponatriämie berichtet, insbesondere bei älteren Patienten.
- wenn bei Ihnen in der Vorgeschichte Blutungsanomalien aufgetreten sind, z. B. anormale Hautblutungen, gynäkologische Blutungen oder Magenblutungen oder wenn Sie Arzneimittel anwenden, die möglicherweise die Blutungsneigung erhöhen (siehe Abschnitt „Bei Einnahme von Paroxetin beta 40 mg mit anderen Arzneimitteln“).
Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, auch wenn diese Angaben früher einmal auf Sie zutrafen.
Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Bei einer Anwendung von Paroxetin beta 40 mg während der ersten drei Monate der Schwangerschaft könnte sich ein geringfügig erhöhtes Risiko für angeborene Fehlbildungen (Herz-Kreislauf-Fehlbildungen) ergeben. Daher ist es wichtig, dass Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob für Sie eine Behandlung mit Paroxetin beta 40 mg unbedingt erforderlich ist oder ob eine alternative Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung steht.
Sie sollten die Behandlung mit Paroxetin beta 40 mg nicht plötzlich absetzen.
Falls Sie Paroxetin beta 40 mg in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft eingenommen haben, teilen Sie dies Ihrem Arzt mit, da Ihr Kind bei der Geburt einige Beschwerden zeigen könnte. Diese Beschwerden treten normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt auf. Hierzu gehören Schlafstörungen, Schwierigkeiten beim Trinken oder Atmen, bläuliche Verfärbung der Haut, wechselnde Körpertemperatur, Krankheitsgefühl, ständiges Schreien, steife oder schlaffe Muskeln, Teilnahmslosigkeit / Schläfrigkeit, Muskelzittern, ängstliches/nervöses Zittern oder Krampfanfälle. Sofern Ihr neugeborenes Kind eine dieser Beschwerden aufweist, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, der Sie weiter beraten wird.
Stillzeit
Paroxetin beta 40 mg geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Falls Sie Paroxetin beta 40 mg einnehmen, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung, bevor Sie anfangen, Ihr Kind zu stillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Paroxetin beta 40 mg kann Nebenwirkungen verursachen (wie z. B. Schwindel, Schläfrigkeit oder Verwirrtheit), die sich auf Ihr Konzentrations- und Reaktionsvermögen auswirken. Wenn diese Nebenwirkungen auftreten, setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs, bedienen Sie keine Maschinen und vermeiden Sie Situationen, die Wachsamkeit und Konzentration erfordern.

Wie wird es angewendet?

WIE IST PAROXETIN BETA 40 MG EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Paroxetin beta 40 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Nehmen Sie das Arzneimittel mit ausreichend Wasser ein, vorzugsweise morgens zusammen mit Nahrung.
Die Tabletten oder Tablettenhälften sollten eher geschluckt als zerkaut werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene
Depressive Erkrankungen
Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis allmählich in 10-mg-Schritten auf 50 mg täglich erhöht werden.
Eine Besserung tritt im Allgemeinen nach 1 Woche ein, kann jedoch erst ab der 2. Behandlungswoche erkennbar sein. Die Behandlung sollte mindestens 6 Monate fortgeführt werden.
Zwangsstörung
Die Anfangsdosis beträgt 20 mg täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis allmählich in 10-mg-Schritten auf 40 mg täglich erhöht werden. Die empfohlene Dosis beträgt 40-mg täglich. Die Maximaldosis beträgt 60 mg täglich.
Die Behandlung sollte mehrere Monate fortgeführt werden.
Panikstörung
Die Anfangsdosis beträgt 10 mg täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis allmählich in 10-mg-Schritten auf 40 mg täglich erhöht werden. Die empfohlene Dosis beträgt 40 mg täglich. Die Maximaldosis beträgt 60 mg täglich.
Die Behandlung sollte mehrere Monate fortgeführt werden.
soziale Angststörung/Soziale Phobie, generalisierte Angststörung, posttraumatische Belastungsstörung
Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis allmählich in 10-mg-Schritten auf 50 mg täglich erhöht werden. Die Maximaldosis beträgt 50 mg täglich.
Ältere Patienten (über 65 Jahre)
In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis auf 40 mg täglich erhöht werden. Die Maximaldosis beträgt 40 mg täglich.
Schwere Nierenfunktionsstörung
Ihr Arzt wird Ihnen eine geeignete Dosis verschreiben.
Leberfunktionsstörung
Ihr Arzt wird Ihnen eine geeignete Dosis verschreiben.
Wenn Sie eine größere Menge Paroxetin beta 40 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Paroxetin beta 40 mg eingenommen haben, als Sie sollten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder wenden Sie sich an das nächstliegende Krankenhaus.
Symptome einer Überdosierung sind z. B. Erbrechen, Pupillenerweiterung, Fieber, Blutdruckveränderungen, Kopfschmerzen, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Unruhe, Angst und Steigerung der Herzfrequenz.
Bitte suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Anzeichen eines sogenannten Serotoninsyndroms haben, wie Unruhe, Verwirrung, heftiges Schwitzen ohne erfolgte Aktivität (Diaphorese), Halluzinationen, überaktive Reflexe (Hyperreflexie), Muskelkrämpfe (Myoklonen), Schüttelfrost, Tachykardie und Zittern.
Wenn Sie die Einnahme von Paroxetin beta 40 mg vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme von Paroxetin beta 40 mg vergessen haben, nehmen Sie weiterhin die normale Dosis ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen.
Wenn Sie die Einnahme von Paroxetin beta 40 mg abbrechen:
Beenden Sie die Einnahme von Paroxetin beta 40 mg erst, wenn Ihr Arzt es Ihnen sagt, auch wenn Sie sich bereits besser fühlen.
Wenn Sie eine Langzeiteinnahme dieses Arzneimittels abrupt abbrechen, können Absetzsymptome auftreten; es kann zu Schwindel, Empfindungsstörungen (Taubheit oder Kribbeln, so genannte Parästhesien), Schlafstörungen (einschließlich intensivem Träumen), Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Zittern, Schwitzen, Sehstörungen oder Unruhe, Angstgefühlen, Reizbarkeit oder Verwirrtheit über Ihren Aufenthaltsort (Desorientierung) kommen. Diese Symptome sind im Allgemeinen leicht bis mäßig stark ausgeprägt und klingen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab. Bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegender sein oder länger anhalten. Sie treten in der Regel in den ersten Tagen nach Absetzen des Arzneimittels auf.
Wenn Sie die Einnahme von Paroxetin beta 40 mg beenden, wird Ihr Arzt Ihnen helfen, die Dosis langsam über mehrere Wochen oder Monate zu reduzieren – dies sollte das Risiko von Absetzsymptomen verringern. Eine Möglichkeit ist, die Dosis von Paroxetin beta 40 mg um 10 mg pro Woche allmählich zu reduzieren.
Wenn beim Absetzen der Tabletten Absetzsymptome auftreten, kann Ihr Arzt entscheiden, dass Sie die Tabletten langsamer absetzen. Wenn beim Absetzen von Paroxetin beta 40 mg schwere Absetzsymptome auftreten, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. Er wird Sie möglicherweise bitten, die Tabletten wieder einzunehmen und dann langsamer abzusetzen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Paroxetin beta 40 mg mit anderen Arzneimitteln
Bestimmte andere Arzneimittel können die Wirkung von Paroxetin beta 40 mg beeinflussen oder Paroxetin beta 40 mg kann deren Wirkungen beeinflussen.
Einige der in Frage kommenden Arzneimittel sind im Folgenden aufgeführt:
• trizyklische Antidepressiva (gegen depressive Erkrankungen), z. B. Clomipramin, Nortriptylin und Desipramin
• SSRIs, z. B. Citalopram und Fluoxetin
• L-Tryptophan (gegen Schlafstörungen)
• MAO-Hemmer (z. B. gegen depressive Erkrankungen oder Parkinson-Krankheit)
• Lithium (Antipsychotikum)
• Johanniskraut (Hypericum perforatum)
• Triptane (gegen Migräne)
• Tramadol (starkes Schmerzmittel)
• Linezolid (Antibiotikum)
Die gleichzeitige Anwendung der oben genannten Arzneimittel kann durch die Verstärkung der serotonergen Wirkungen von Paroxetin beta 40 mg zu einem so genannten „Serotoninsyndrom“ führen (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paroxetin beta 40 mg ist erforderlich“.
• Perphenazin, Risperidon, Atomoxetin, Thioridazin, Pimozid und Clozapin (Antipsychotika)
• Propafenon und Flecainid (gegen Herzrhythmusstörungen)
• Metoprolol (Herzmittel)
Die gleichzeitige Anwendung der oben genannten Arzneimittel kann verstärkt zu Nebenwirkungen dieser Arzneimittel führen, wie z. B. Wirkungen auf das Herz, die in manchen ällen schwerwiegend sein können (siehe „Paroxetin beta 40 mg darf nicht eingenommen werden“)
• Phenobarbital, Carbamazepin und Phenytoin (gegen Epilepsie)
• Rifampicin (Antibiotikum)
Die gleichzeitige Anwendung der oben genannten Arzneimittel kann durch einen verstärkten Abbau von Paroxetin im Körper zu einer Wirkungsabschwächung von Paroxetin beta 40 mg führen.
• nicht-steroidale Antiphlogistika (z. B. Ibuprofen, Dicofenac), COX-2-Hemmer und Acetylsalicylsäure (Schmerzmittel)
• Warfarin (zur Verhinderung von Blutgerinnseln)
Die gleichzeitige Anwendung der oben genannten Arzneimittel kann zu einer Verstärkung/Verlängerung der Blutungen führen (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paroxetin beta 40 mg ist erforderlich“)
• Procyclidin (gegen Parkinson-Krankheit). Durch eine Zunahme der Konzentration von Procyclidin im Blut können die Nebenwirkungen von Procyclidin verstärkt werden.
• eine Kombination von Fosamprenavir und Ritonavir, welche zur Behandlung von HIV-Infektionen angewendet wird).
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei Einnahme von Paroxetin beta 40 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Nahrungsmittel: Die Filmtabletten sollten morgens mit dem Frühstück eingenommen werden.
Alkohol: Die Kombination von Paroxetin beta 40 mg mit Alkohol wird nicht empfohlen.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Paroxetin beta 40 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sie sollten sofort Ihren Arzt aufsuchen, wenn Symptome auftreten wie z. B.
- Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckschwierigkeiten oder Quaddeln zusammen mit Atmungsschwierigkeiten (Angioödeme)
- hohes Fieber, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und Angst, da diese Symptome Zeichen eines so genannten Serotoninsyndroms sein können.
Wenn Sie während der Behandlung mit Paroxetin beta 40 mg Suizidgedanken oder suizidale Vorstellungen entwickeln, insbesondere in den ersten Wochen, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.
Andere Nebenwirkungen
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: anormale Blutungen, überwiegend der Haut und der Schleimhäute (meist Ekchymosen)
Sehr selten: Blutplättchenmangel
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: allergische Reaktionen einschließlich Nesselsucht (Urtikaria) und Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen mit Atmungs- oder Schluckschwierigkeiten (Angioödeme)
Hormonstörungen (endokrine Erkrankungen)
Sehr selten: Syndrom der inadäquaten ADH (Anti-Diuretisches Hormon)-Sekretion (SIADH)
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: erhöhte Cholesterinwerte, Appetitlosigkeit
Selten: erniedrigte Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)
Eine Hyponatriämie wurde überwiegend bei älteren Patienten berichtet und ist in einigen ällen auf das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) zurückzuführen.
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Agitiertheit
Gelegentlich: Verwirrtheit, Halluzinationen
Selten: manische Reaktionen, Angst, Depersonalisation, Panikattacken, Ruhelosigkeit
Diese Symptome können auch auf der zugrunde liegenden Erkrankung beruhen.
Häufigkeit nicht bekannt: älle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Paroxetin beta 20 mg oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paroxetin beta 20 mg ist erforderlich“)
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Schwindel, Zittern des Körpers (Tremor)
Gelegentlich: langsame und/oder unwillkürliche Bewegungen (extrapyramidale Störungen)
Selten: Krampfanfälle
Sehr selten: Serotoninsyndrom (die Symptome können Ruhelosigkeit, Verwirrtheit, Schwitzen, Halluzinationen, verstärkte Reflexe, Muskelkrämpfe, Schüttelfrost, Steigerung der Herzfrequenz und Zittern einschließen)
Augenerkrankungen
Häufig: verschwommenes Sehen
Sehr selten: akutes Glaukom
Ohrenerkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt: Ohrengeräusche
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Steigerung der Herzfrequenz
Selten: Abnahme der Herzfrequenz
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: vorübergehender Blutdruckanstieg oder –abfall
Während der Behandlung mit Paroxetin wurde vorübergehender Blutdruckanstieg oder –abfall berichtet, vor allem bei Patienten mit vorher bestehendem Bluthochdruck oder Angst.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Gähnen
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Übelkeit
Häufig: Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit
Sehr selten: Blutungen des Magen-Darm-Trakts
Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Erhöhung der Leberenzymwerte
Sehr selten: Lebererkrankungen (wie Hepatitis, teilweise in Verbindung mit Gelbsucht und/oder Leberversagen)
Es wurde über Erhöhungen der Leberenzymwerte berichtet. Sehr selten gab es nach Markteinführung Berichte über Lebererkrankungen (wie Hepatitis, teilweise in Verbindung mit Gelbsucht und/oder Leberversagen). Das Absetzen von Paroxetin sollte bei fortgesetzter Erhöhung von Leberfunktionswerten erwogen werden.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Schwitzen
Gelegentlich: Hautausschlag, Juckreiz
Sehr selten: Lichtüberempfindlichkeit
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Störungen beim Wasserlassen, unkontrollierbare, unwillkürliche Harnausscheidung (Harninkontinenz)
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr häufig: sexuelle Funktionsstörungen
Selten: Hyperprolaktinämie/Austritt von Sekret aus der Brustdrüse
Sehr selten: Dauererektion des Penis
Skeletmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Schwächezustände, Gewichtszunahme
Sehr selten: Gewebeschwellungen durch Flüssigkeitsansammlung
Absetzsymptome nach Beendigung der Behandlung mit Paroxetin
Häufig: Schwindel, Empfindungsstörungen, Schlafstörungen, Angst, Kopfschmerzen
Gelegentlich: motorische Unruhe, Übelkeit, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Gefühlsschwankungen, Sehstörungen, Herzklopfen, Durchfall, Reizbarkeit
Weitere Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Kindern
In klinischen Kurzzeitstudien (bis zu Wochen) mit Kindern und Jugendlichen wurden die folgenden Nebenwirkungen bei mindestens 2 von 100 mit Paroxetin behandelten Patienten beobachtet und traten mindestens doppelt so häufig wie unter Plazebo auf: erhöhtes suizidales Verhalten (einschließlich Suizidversuche und Suizidgedanken), selbstschädigendes Verhalten und erhöhte Feindseligkeit.
Suizidgedanken und Suizidversuche wurden vor allem in klinischen Studien bei Jugendlichen mit depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) beobachtet. Eine erhöhte Feindseligkeit trat vor allem bei Kindern mit Zwangsstörung, besonders bei Kindern unter 12 Jahren, auf.
Weitere Ereignisse, die beobachtet wurden: verminderter Appetit, Zittern, Schwitzen, Hyperkinesie, psychomotorische Unruhe, Gefühlsschwankungen (einschließlich Weinen und Stimmungsschwankungen).
In Studien, bei denen die Behandlung ausschleichend beendet wurde, wurden folgende Symptome während der Ausschleichphase oder nach Absetzen von Paroxetin bei mindestens 2 von 100 Patienten berichtet und traten mindestens doppelt so häufig wie unter Plazebo auf:
emotionale Labilität (einschließlich Weinen, Stimmungsschwankungen, selbstschädigendem Verhalten, Suizidgedanken und Suizidversuchen), Nervosität, Schwindel, Übelkeit und Bauchschmerzen (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paroxetin beta 40 mg ist erforderlich“)

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen Paroxetin beta 40 mg nach dem auf dem Behältnis und der Blisterpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 30C lagern.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Paroxetin beta 20 mg mg Filmtabletten, Zul.-Nr. 51406.00.00, ENR 2139458 Stand
Paroxetin beta 40 mg Filmtabletten, Zul.-Nr. 51406.01.00, ENR 2140357 / 2140449
DK/H/-002//II/018
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Paroxetin beta 40 mg Filmtabletten
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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