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«Pen-V G.L. 1 Mio. I.E. - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pen-V ist ein Antibiotikum, welches das Wachstum vieler verschiedener Bakterien durch Störung ihres Zellwandaufbaues hemmt.

Pen-V ist geeignet für die Behandlung leichter bis mittelschwerer Infektionserkrankungen, die durch Penicillin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden. Dazu gehören:

  • Infektionen der oberen und unteren Atemwege:
  • Scharlach,
  • Entzündungen des Rachens und der Mandeln,
  • akute Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündung,
  • Bronchitis, Lungenentzündung.
  • Infektionen der Haut:
  • Wundrose (Erysipel), Eiterflechte (Impetigo), Furunkel, Abszesse, flächenhafte Eiterungen (Phlegmone),
  • Rotlauf,
  • frühe Form der Lyme-Borreliose (eine vor allem durch Zecken übertragene Infektionskrankheit), verbunden mit Wanderröte (Erythema migrans),
  • Verbrennungen.
  • zum Schutz vor Ansteckung mit bestimmten Bakterien bei Patienten mit rheumatischem Fieber.
  • zum Schutz vor Ansteckung mit bestimmten Bakterien (Pneumokokken) bei Kindern mit Sichelzellenanämie (erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen).
  • zur Vorbeugung bei Scharlacherkrankungen im sozialen Umfeld.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pen-V darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Penicilline oder einen der sonstigen Bestandteile von Pen-V sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pen-V ist erforderlich
Bitte melden Sie das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen während der Behandlung, insbesondere Juckreiz, Frösteln, Quaddelbildung, Atemnot, Beklemmungsgefühl sowie Durchfall oder Bauchschmerzen unverzüglich Ihrem Arzt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits früher überempfindlich (allergisch) auf bestimmte Antibiotika (Cephalosporine) reagiert haben.

Wenn Sie an Überempfindlichkeiten (Allergien), Asthma bronchiale, Nesselsucht, Heuschnupfen, Pfeiffer’schem Drüsenfieber (einer durch Viren verursachten Erkrankung) oder lymphatischer Leukämie (bestimmte Erkrankung der weißen Blutkörperchen) leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen.

Bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen mit anhaltendem Durchfall oder Erbrechen können Pen-V-Filmtabletten nicht ausreichend vom Körper aufgenommen werden. Teilen Sie daher Ihrem Arzt solche Beschwerden umgehend mit.

Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn schwere, anhaltende Durchfälle während oder nach einer Behandlung mit Pen-V auftreten. Diese Erscheinungen können ein Hinweis für eine sehr selten beobachtete schwere Darmerkrankung sein. Ihr Arzt wird eine entsprechende Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, dürfen nicht angewendet werden.

Wenn Sie Pen-V über einen längeren Zeitraum einnehmen, wird Ihr Arzt eventuell Kontrolluntersuchungen anordnen (Blutbild, Leber- und Nierenfunktion). Bitte halten Sie vom Arzt verordnete Kontrollen unbedingt ein.

Bei langandauernder Behandlung kann es zum Überhandnehmen von Keimen und Pilzen kommen, die nicht Phenoxymethylpenicillin-empfindlich sind. In so einem Fall wird der Arzt die geeigneten Maßnahmen ergreifen.

Beeinflussung von Labor-Untersuchungen:Wenn bei Ihnen ein bestimmter Bluttest (der so genannte Coombs-Test, siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) oder Harntests (wie der Nachweis von Harnzucker oder Urobilinogen, einem Abbauprodukt des Blutfarbstoffs) durchgeführt werden, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Pen-V einnehmen. Die Tests können dadurch falsche Ergebnisse liefern.

Bei Einnahme von Pen-V mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch Pen-V verstärkt oder abgeschwächt werden, selbst dann, wenn Sie diese Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie Pen-V einnehmen dürfen, wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, wie z.B.

  • entzündungshemmende, fiebersenkende Mittel (Phenylbutazon, Acetylsalicylsäure, Indometacin, Sulfinpyrazon),
  • Mittel gegen Gicht (Probenecid),
  • andere Antibiotika,
  • Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen).

Wie bei anderen Antibiotika, kann während der Einnahme von Pen-V möglicherweise die Sicherheit von oralen Empfängnisverhütungsmitteln („Antibabypille“) beeinträchtigt werden.

Bei Einnahme von Pen-V zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Einnahme der Filmtabletten sollte nicht gleichzeitig mit der Nahrungsaufnahme erfolgen, da sonst die Wirksamkeit vermindert wird.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Pen-V während Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind, wenn Sie beabsichtigen schwanger zu werden oder wenn Sie stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Pen-V hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Pen-V
Pen-V enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie (erbliche Stoffwechselstörung) haben.

Dieses Arzneimittel enthält 66,2 mg Kalium pro Filmtablette. Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem Kaliumgehalt) einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Pen-V immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Kinder unter 12 Jahren:
Kinder unter 12 Jahren erhalten 50.000 – 100.000 I.E. (30 – 60 mg) Phenoxymethylpenicillin pro kg Körpergewicht pro Tag.
Die genaue Dosis wird vom Arzt festgelegt.
Für Säuglinge und Kleinkinder stehen niedriger dosierbare, flüssige Darreichungsformen (Lösung/ Suspension, Saft) zur Verfügung.

Erwachsene und Jugendliche:
1½ bis 4½ Filmtabletten (entsprechend 750 – 3.000 mg Phenoxymethylpenicillin) pro Tag. Üblicherweise sollten Sie Pen-V in 2 bis 3 Einzeldosen gleichmäßig über den Tag verteilt einnehmen.

Spezielle Dosierungshinweise:

  • Bei Scharlach-Erkrankungen im sozialen Umfeld kann eine 10-tägige Einnahme von Pen-V (mit der gleichen Dosis, die zur Behandlung angewendet wird) das Auftreten der Krankheit verhindern.
  • Zum Schutz vor Ansteckung mit bestimmten Bakterien bei Patienten mit rheumatischem Fieber beträgt die übliche Dosis 2mal täglich ½ Filmtablette.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist wird Ihr Arzt möglicherweise eine andere Dosierung festlegen.

Art der Anwendung:
Die Filmtabletten sollten 1 Stunde vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

Dauer der Anwendung:
Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Im Allgemeinen ist folgendes zu beachten: Nach Abklingen der Beschwerden soll die Behandlung noch drei Tage fortgesetzt werden.
Bei Streptokokken-Infektionen (z.B. Angina, Scharlach) sollte Pen-V für zumindest 10 Tage eingenommen werden, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Wenn Sie eine größere Menge von Pen-V eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben, setzen Sie sich mit einem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Pen-V vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Pen-V abbrechen
Beenden Sie die Einnahme der Tabletten nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie mit der Behandlung vorzeitig aufhören kann es zu einer Verstärkung der Beschwerden und zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen.
Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Pen-V abbrechen oder beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pen-V Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
Häufig: Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: Betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:Sehr selten: Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie), Blutarmut (hämolytische Anämie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung bzw. gefährliche Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Agranulozytose).

Erkrankungen des Immunsystems:Sehr selten: Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen (Asthma, Hautblutungen, Magen-Darm-Beschwerden) bis hin zum Schock.

Wenn Sie an Pilzerkrankungen leiden können allergische Reaktionen infolge einer möglichen Allergengemeinschaft zwischen Stoffwechselprodukten von Hautpilzen und Penicillin auftreten.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:Häufig: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Magendruck, Entzündung der Mundschleimhaut und der Zunge.
Selten: Schwarze Haarzunge.

Wenn während der Behandlung Durchfälle auftreten kann es sein, dass Sie eine Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) haben (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pen-V ist erforderlich“). Wenn Sie diese Beschwerden haben suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:Häufig: Nesselsucht, Juckreiz, Ausschlag.
Selten: Allergische Hauterscheinungen in Form von Ausschlägen, Rötungen, Entzündungen, Schwellungen und Blasenbildung (angioneurotisches Ödem, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:Sehr selten: Entzündliche Erkrankung der Nieren, die zu Bluthochdruck und geschwollenen Knöcheln führen kann (interstitielle Nephritis).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Selten: Gelenksschmerzen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten: Fieber.

Untersuchungen:Sehr selten: Positiver direkter Coombs-Test (Bluttest zur Bestimmung von Antikörpern auf den roten Blutkörperchen).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Faltkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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